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Hier gibt es Rezensionen von Rock Alben, die im 3. Quartal 2010 erschienen sind. Hier stehen u. a. Infos zu den Alben ”Restless” von AMY MEREDITH, “World Gone Crazy” von THE DOOBIE BROTHERS, “What Lies Beneath” von TARJA TURUNEN, “Levolution” von JUKE KARTELL, “Red Velvet Car” von HEART, “Croweology” von THE BLACK CROWES, “All Night Long” von BUCKCHERRY, “Georgia Warhorse” von JJ GREY & MOFRO, “Tin Can Trust” von LOS LOBOS, “Kudos” von SURF CITY, “Making Monsters” von COMBICHRIST, “No Better Than This” von JOHN MELLENCAMP und dem herausragenden Debut Album der Berliner Progressive Rock Gruppe SKIN DIARY.

Rock CDs 2010 - 3

Rock CDs Übersicht

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AMY MEREDITH “RESTLESS”

INDIE ROCK

Für Fans von:  Good Charlotte - Hard Fi - Evermore

AUSTRALIEN

AMY MEREDITH ist nicht etwa eine Frau, sondern es ist der Name der Rockband, deren Sänger sich mit besagter Dame verabredet hatte, diese aber nie zum verabredeten Date gekommen ist und wie sich später herausstellte, war genau das gleiche auch den anderen Bandmitgliedern passiert. Den 12 Stücken (Spielzeit: 40:10) voran steht die Hitsingle “Pornstar”, die bereits in diversen Airplay- und den iTunes-Charts punkten konnte. Die Band spielt knackigen alternativen Indie-Rock&Roll, der wuchtig ist und am besten “laut” genossen werden sollte. Signifikantes Element der Gruppe ist ganz eindeutig Sänger Christian Lo Russo, der in Stimme und Volumen die Qualitäten von Robert Smith (“Cure”) und Onob Xov (“2U”) besitzt und jeden Song zum Erlebnis macht. Der Höhepunkt der CD ist “Closer”, das zum Besten gehört, dass ich 2010 vom fünften Kontinent gehört habe.

Amy Meredith - Restless

VÖ: 10.07.10

Verfügbar: CD & Vinyl

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.amymeredith.com/  

TOURDATEN

INFO: Die Gruppe AMY MEREDITH gibt es seit 2006, bereits ein Jahr erarbeiteten sie sich als Support Act von Bands wie “Silversun Pickups” eine grosse Fangemeinde. Es gab die erste EP mit vier Titeln, weitere Tourneen durch Australien mit “Good Charlotte”, den “Stereophonics” und “Cobra Starship” als Headlinern.  Die im Oktober 2009 veröffentlichte erfolgreiche Single “Pornstar” liess auch die Musikfans in Übersee aufhorchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

FEEDER “RENEGADES”

STONER ROCK

Für Fans von:  Beowülf - Nirvana - Foo Fighters

WALES

Der Name ist Programm. FEEDER füttern den Hörer mit einer Ladung Rock, die keine Gefangenen macht. „White Lines“ walzt aus den Lautsprechern, es gibt Distortion bis zum Anschlag,  „Call Out“ ist noch gnadenloser & lauter - die Musik ist straight & geradeaus, das epische 5minütige „Down To The River“ ist ein Zwidder aus Kings X (der Gesang) und Rush (der Sound) „Home“ ist ungemütlich, treibend und erinnert mich spontan an Audio Slave – ich revidiere mich aber dann – weil es doch eher in die Ecke Stoner Rock a la QOTSA passt! Die Jungs haben in den letzten 15 Jahren gut aufgepasst und bieten variationsreich die ganze Palette moderner Rockmusik, Schon lange nicht mehr solch geilen Stoff von der Insel gehört. Und das behaupte ich jetzt im Juli: “Renegades” ist eine der besten Rockplatten des Jahres! 12 Songs - 12 Highlights!

Feeder - Renegades Limited Edition

VÖ: 05.07.10

Verfügbar: KLICKE AUF DIE WEBSEITE!

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite mit den diversen Versionen: http://www.feederweb.com/

TOURDATEN

INFO: Die Band gibt es bereits seit 1992, bis zum ersten Longplay-Album hat es dann bis 1997 gedauert und mit der Single “Buck Rodgers” hatten sie 2001 ihren ersten Charterfolg.  Das britische Rock-Magazin “Kerrang!” führt das Stück in seiner Liste der 666 Songs, die ein Musik- oder Rockfan auf jeden Fall haben muss: http://www.rocklistmusic.co.uk/kerrang666.htm Das Album “Renegades” ist das erste, das beim eigenen Label “Big Teeth Music” erschienen ist. Noch im Herbst soll es einen weiteren Longplay mit Songs, die die melodiösere Seite der Gruppe zeigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

SKIN DIARY “SKIN DIARY”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Skin Diary - Skin Diary_1

Eine CD erblickt das Tageslicht. SKIN DIARY steht auf dem Cover, eine Blondine guckt skeptisch nach rechts, genau dorthin, wo ich gerade sitze. Skeptisch, weil die Scheibe irgendwann vor einigen Monaten gekommen ist als Promo- Sendung und erst mal auf einen Stapel mit rund 400 zu besprechenden CDs gesteckt worden ist - versehen mit dem Kategoriestempel „C“ (= kein Rezensionstermin zwingend notwendig). Introduktive Frage: Wer ist oder wer sind SKIN DIARY? Nach einigen Klicks im worldwide Web stellt sich heraus: Es handelt sich um eine deutsche Band, die aus einer Sängerin und drei Instrumentalisten besteht. Jessica Jekyll (ob sie wohl Horrorfilme mag?), Pierpaolo de Luca, Rene Flächsenhaar und Puya Shoary heissen die Musiker und produziert hat Markus Reuter.

PROGRESSIVE ROCK

Für Fans von:  Zappa - Alanis Morrissette - Björk - RHCP

DEUTSCHLAND

11 Stücke gibt es (46:35). Den ersten Song taktet Schlagzeuger Puya Shoary auf einer Cowbell(?) an - dann übernimmt ein Rock-Riff die Führung, wird umrahmt von einem (mit den Fingern der rechten Hand rasend schnell gezupften) Basslauf. „Too Late“ entpuppt sich als grooviger Pop-Rocker. Die Dame flüstert, hat den Growl in der Stimme (und setzt diesen auch passend an der richtigen Stelle ein), gurrt - singt einfach gut. Die Musik hört sich zwischendurch an wie eine Mixtur aus „The Fixx“ ((80er Band), „Bowie“ und den „Sugercubes“ (genau, die Isländer mit Björk – auch 80er). Am Ende trifft sich alles dramaturgisch fein zum kurzen Crescendo.

Nummer 2: Sängerin Jessica Jekyll überrascht weiterhin, steigt jetzt voll in die Björk-Schiene ein, begeistert mit „slits-igen“ (*) Vocal-Riffs, miaut und liefert eine erstklassige Vocal Performance ab. Am Ende wird es pop-proggig, Scat-Gesang und Gitarren- und Bass-Riffs duellieren sich rasant um die Wette und lassen mich erst einmal kopfschüttelnd und fast atemlos zurück. Ich muss jetzt erst einmal „googeln“ (weil Bertram das dazugehörige Infoblatt wohl wieder irgendwo abgeheftet hat) – wo kommt die Band her? Berlin. Eine deutsche Band. Und die Musik klingt so frisch, als ob ich mir gerade mehrere Freunde vom “Fisherman” eingeworfen habe.

Auch Track 3 beginnt intensiv, wird progressiv & ist unglaublich. Haut mich vom Redaktionshocker! „American Caste“ klingt nach Peppers (die roten, heissen Schoten, genau!), Kravitz und Cure gleichzeitig. Ein bisschen Alanis (Morrissette) blitzt auch durch. Zwischendurch gibt es plötzlich indische Perkussion (Tablas?). Auch der vierte Song („One Of A Kind“) rockt gut mit starkem Gitarrenspiel! (Aber eigentlich ist es unfair, einen der Musiker hervorzuheben!)  „Coup De Grace“ beginnt relaxt funky, der Bassist lässt ein paar „Flageoletts“ erklingen, Jessica singt sanft, die Nummer nimmt Fahrt auf – der Hörer steckt zwischendurch plötzlich in einem Heavy- Crossover-Riff und wie vielseitig die Band spielt, zeigen plötzlich psychedelisch-verhallte Dub-Effekte, wie man sie früher auf den 80er Platten von „The Police“ oder von „Fischer Z“ gehört hat.

Habe ich gerade etwas von Vielseitigkeit erzählt? „Brother In My Belly“ startet unwirklich country-poppig, um dann in einen thrashigen Groove-Metaller mit screamigen Vocals abzudriften. Pierpaolo spielt einen Gitarrensolo über einen Bolero-ähnlichen Rhythmus (ähnliches habe ich in den 70ern von der kanadischen Rockband „Rush“ gehört) und erreicht dabei die qualitative Klasse eines „Al di Meola“. „Busy Body“ startet disco-funky, Jessica singt „new-wavig“, schreit im Refrain, 125 beets in der Minute garantieren Tauglichkeit für den (etwas härteren) Tanztee (es soll auch Biker geben, die Kräutertee aus gewissen Pflanzen trinken!). Es folgt „Heart Of Glass“, ein Song, den Blondie in den 80er wavig-poppig gespielt haben. Hier gibt es ihn in einer neuen elektrorock-poppigen Hammer- Edition. Das dynamische Finale bekommt einen dicken Extrapunkt!

Punk gibt’s auch: „Poppy-Seed Oake“ – dröhnt herrlich und würde auch neben den Schlagern der Ramones nicht blass aussehen. „Shameless Mrs. Amos“ ist wieder schamlos red-hot-chilly-funky und das finale “Cocooning” ist einfach – wenn man die ersten Stücke der CD gehört hat – wieder ungewöhnlich. Die Sonne scheint aus den Lautsprechern und Jessica wippt relaxt zum „Sexy Rumba meets Beach Boys Bubblegum Meets Elvis-Fever” Rhythmus und zwitschert dabei zärtlich wie ein Kanarienvogel - am Ende schickt Gitarrist Piearpaolo einen schönen spacigen Rockabilly-Solo durch den Äther. „It’s Oh So Simple – It’s Oh So True“ – lauten die letzten Textzeilen der Scheibe. „Ach, wenn es doch immer so einfach & so schön wäre!“ sind meine letzten Gedanken.

SKIN DIARY schreiben ihre Musik selbst. Alle Songs (bis auf den Blondie-Song) sind Eigenkompositionen. Texte sind komplett abgebildet im 8seitigen Minibooklet. Und – eigentlich wollte ich gar nicht so viel schreiben über die CD – aber es gibt Musik, die sich fast wie von selbst rezensiert. Untertitel: Wenn ein Redaktör beginnt, zu sprudeln. Traurige Nachricht: Airplay wird es wahrscheinlich kaum geben in den immer mehr zu Hausfrauensendern verkommenden Radiosendern, die meistens aus Bequemlichkeit lieber die selbigen Uraltkalauer spielen, anstatt die Zuhörerschaft einmal aus der Lethargie zu reißen. Mein Aufruf an Musikfans, die interessiert sind an neuer, innovativer Pop Musik: Geht in die Konzerte der Band, kauft die CDs und (wichtig) erzählt es weiter, wie geil das Quartett ist, damit es der Gruppe nicht geht wie anderen Geheimtipps, die Jahrzehnte später plötzlich Kultstatus erlangten („Babe Ruth“, „Quantumjump“, „Bloodrock“ und und .....), nachdem es sie längst nicht mehr gab! 

FAZIT: SENSATIONELLE SCHEIBE AUS DEUTSCHLAND. DER MÖRDERMÄSSIGE ROCKHAMMER ZUM ENDE DES JAHRES AUF DEM REZENSIONSTISCH. UND ALL DEN BANDS, DIE EINE KLONE-PROG-ROCK-SCHEIBE NACH DER ANDEREN VERÖFFENTLICHEN, SEI GESAGT: HÖRT HIER MAL REIN – DAS HIER xISTPROGRESSIV!

INFO FÜR GITARRISTEN: Ein Wort noch zum Produzenten. Der Sound kommt nicht von ungefähr. Markus Reuter hat bereits mit Toyah Wilcock oder dem King Crimson Schlagzeuger Pat Mastelotto (im Duo Centrozoon) zusammengearbeitet und ist neben seiner “produzentischen” Tätigkeit auch ein versierter Instrumentalist. Nachdem er sich mit der Spielweise des Avantgardemusikers  Robert Fripp beschäftigt hatte, ging es zum Studium mit dem “Chapman Stick” hinüber zum Erlernen der Warr Guitar ( http://www.warrguitars.com  ), die hauptsächlich beim „Two Hand Tapping“ eingesetzt wird.

(*) Die SLITS waren (sind) eine New Wave Band der ersten Stunde, veröffentlichten  1979 mit “Cut” eines der besten Genre Alben der damaligen Zeit. Eine Reunion & Comeback Platte gab es 2009, am 20. Oktober 2010 ist die Leadvocalistin Ariane Forster aka Ari Up im Alter von 48 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung erstorben.

VÖ: 27.08.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.skindiary.com/

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

LOS LOBOS “TIN CAN TRUST”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Los Lobos - Tin Can Trust

Immer wenn ich jemanden im Bekanntenkreis von den Los Lobos erzähle, ernte ich ratlose Gesichter, ergänze ich meine Erzählungen mit „La Bamba“, hellen sich die Blicke auf und es heisst „ja, natürlich“. Eine Geschichte mit dem Untertitel „Wie ein grosser Hit einer tollen Band zum Verhängnis werden kann.“  In den Staaten ist das anders, dort ist die Band bereits seit 20 Jahren ein feste Grösse, gewinnt in aller Regelmässigkeit Grammys (ob das mit einer Grossmutter zu tun, fragte neulich meine 7jährige Nichte – sie meinte eine “Granny“), weil sie alle Jahre wieder ein erstklassiges Album veröffentlichen. Die CD beginnt mit „Burn It Down“ mir fällt sofort „My Sweet Lord“ von George Harrison ein, es geht aber über das Drei-Akkord-Schema hinaus - entwickelt sich zum tollen, mystischen, atmosphärischen Pop-Folk-Song.

ROCK

Für Fans von:  Tom Petty - Los Lonely Boys - The Blasters

USA (KALIFORNIEN)

Auch „On Main Street“ verbreitet etwas vom Southern-Rock-Feeling, das man früher von der Atlanta Rhythm Section oder auch von Skynyrd gehört hat, ist mit Sicherheit der spacigen Orgel und dem spacigen Saxofon- Solo geschuldet. Dummerweise wird der Song ausgeblendet, als die Mainstreet gerade so richtig auflebt. Sehr gut gefallen mir die beiden spanisch gesungenen Titel „Yo Canto“ und „Mujer Ingrata“ – hier lebt die Tex-Mex-Seele der Musiker richtig auf, wer die Gipsy Kings mag und sich auch von einer etwas rockigeren Stimmung nicht abschrecken lässt, wird begeistert sein. Die Charangos veredeln den schnellen, tanzbaren Song, den gute DJs  mit Sicherheit auch in der Disco einzusetzen wissen.  Das ungewöhnlichste Stück, das ich bisher von den Wölfen gehört habe, ist „Jupiter Or The Moon“ – hört sich an, als ob der Polizist “Sting” heiser ist, schwebender orchestraler Sound, laaangsamer – fast stehender aber stetig treibender Bass, jazzige Gitarrenlicks – unglaublich, wie wandlungsfähig doch solche alten Cracks wie die “Lobos” sind.

Nach dem instrumentalen Blues-Rock-Kick „Do The Murray“ folgt der beste Song der CD: „All My Bridges Burning“ ist eine richtig kleines Hymne mit tollem southernrockigen Gitarren-Solo geworden. „Free Bird“ von (Lynyrd) Skynyrd lässt schön grüssen. Das 7minütige bluesrockfunkige „West L. A. Fadeaway“ sorgt danach dafür, das Füsse und Geist nicht einschlafen. Die Americana-Wüsten-Roots-Rock-Ecke wird auch noch bedient. „The Lady & The Rose“ ist ein schönes Gemisch mit mehreren toll (wie Grillen durcheinander zirpenden) akustischen Gitarren geworden – Highlight für alle Westcoast-Folkies- und Eagles-Fans! Die offenen Akkorde (Gitarristen wissen, was ich meine) gegen Ende des Songs erinnern sogar an die ersten Platten von „America“. Und dann: Eeeeeeeeeeeendlich: Das lang erwartete Akkordeon. Ich hab’s vermisst, weil es einfach auf eine Los Lobos Platte gehört. „Mujer Ingrata“ ist ein typische Sax-Mex-Polka, wie sie auf jedem mexikanischen Marktplatz vor sich hin drödelt, natürlich fehlt auch das landestypische „Aj-jay-jay-jay!“ nicht. Der „John Lee Hooker“-ähnliche Blues-Boogie (der aber dann nach einer Minute überraschend auch wieder mit einem sanften orchestralen Arrangement gefüttert wird) beschliesst eine grossartige Scheibe, die a) beim ersten Hörgang gar nicht mal so sehr spektakulär auf den Hörer wirkt, aber mit Sicherheit zu den Scheiben gehört, bei der man sich bei jedem weiteren Hören neue Feinheiten erschliesst und die b) noch in einigen Jahren gerne gehört wird. Und gegen die kalifornischen Wölfe wirken die ganzen Nachahmer alle nur wie räudige Kojoten - “Una larga vida a los lobos” (oder so ähnlich   )

VÖ: 03.08.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.loslobos.org/splash/ 

TOURDATEN

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JUKE KARTELL “LEVOLUTION”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

HEAVY ROCK

Für Fans von:  Wolfmother - Audioslave - King’s X

AUSTRALIEN

Ein phättes Brett aus ”Down Under” bahnt sich seinen Weg in die Herzen der Rockfans. “Anybody Out There” wütet mit der Kraft eines U2-Wolfmother-Mutanten, “My Baby” beginnt mit “helter-skelterigem” Rockriff, um nach einer Minute mit hardrockigem Groove abzubrettern, der auf dem Dance-Floor eines jeden Rockclubs für Wallung sorgen sollte. Dem Donnerwetter “Bullet Wearing Trademark Clothes” folgt mit “If Only” eine der besten Rockballaden des Jahres 2010. JUKE KARTELL verstehen es bestens, melodische Hooks und Knüppel- Riffs unter einen Hut zu bringen, es gibt auf der CD keinen Schwachpunkt, mit dem tollen “Soulshaper” outen sie sich sogar als gefühlvolle Akustik-Rocker und ich freue mich darauf, das Quintett irgendwann einmal Live zu sehen. Wer den Newsletter der Band bestellt, kann den Non-Album Track “What You Gonna Do” down zu loaden.

Juke Kartel - Levolution

VÖ: 20.08.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: https://twitter.com/jukekartel?lang=en 

TOURDATEN

INFO: Gegründet haben sie sich Anfang 2000, seit 2007 spielen sie in unveränderter Besetzung und genau diese Tatsache tat der Band gut nach etlichen vorigen personellen Umbesetzungen. International wurde man auf JUKE KARTELL aufmerksam, als sich Leadvocalist Toby Rand um die Krone des besten Sängers bei der US Casting-Show “Rockstar: Supernova” beworben hatte, die dann jedoch von Michael Grimm gewonnen wurde. Musikalisch beinflusst sind sie von Rockbands wie Led Zeppelin oder Guns N’Roses, aber auch Acts wie Inxs oder Midnight Oil gehören zu ihren Favoriten.  Nachdem sie bei den australischen MTV Awards einen denkwürdigen Auftritt hingelegten, wurden sie vom Label Carved Records “gesigned”.

 

 

 

 

 

 

 

 

HEART “RED VELVET CAR”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

HEAVY ROCK

Für Fans von:  Pat Benetar - Loverboy - Lita Ford

USA (WASHINGTON)

Au weia! DAS soll Ann Wilson sein, die sich durch “Barracuda” oder “Magic Man” gesungen hat? Fast will ich Mitleid empfinden für die Sängerin, die noch in den 80ern eine Rock Hymne nach der Anderen gesungen hat. Die Gruppe, die früher Rockgassenauer mit Country-Folk-Einschlag ablieferte, versucht es mit der  Heavy Rock-Keule. “WTF” klingt wie ein brachialer Knochen der Led Zeppelin Endphase, die Ballade “Red Velvet Car” schleppt sich müde dahin, auch in “Queen City” lassen sich Page-Plant-Einflüsse nicht leugnen. Überraschender Weise ist die von Ann Wilson (stand früher im Schatten der Schwester) gesungene Folkrock Nummer “Hey You” eine der Stärksten. Allerdings offenbaren die Songs nach kurzer Eingewöhnungsphase auch ihren Reiz. Wem es nichts ausmacht, dass HEART nicht mehr wie HEART klingen, greift zu, sonst: Finger weg!

Heart - Red Velvet Car

VÖ: 31.08.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.heart-music.com/

TOURDATEN

INFO (HEART-IPEDIA Teil 1): Die Erfolgsgeschichte der “Zwei-Schwestern-Band” HEART begann im Jahr 1976, als sie ihr Debut Album “Dreamboat Annie” veröffentlichten und der Song “Magic Man” bis in die TOP 10 der US Billboard Charts  hinauf kletterte und im gleichen Jahr aus keiner Sendung des legendären AFN-Radios weg zu denken war. Es ist bis heute einer der wenigen Hit Songs, die mit einem Moog Snythesizer Solo (nur auf der Album Fassung) aufwarten können. Den Song gab es auf dem Soundtrack “The Virgin Suicide”, beim Talent Wettbewerb American Idol versuchte sich die Sängerin Kady Malloy am Heart Klassiker: http://www.youtube.com/watch?v=WxL1U-hUN-M und konnte nicht überzeugen. Das Original hört sich schon ganz anders an (das Mikro war allerdings auch richtig sch....): http://www.youtube.com/watch?v=SoZUQ0QC19c

 

 

 

 

 

 

 

 

JOHN MELLENCAMP “NO BETTER THAN THIS”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

EMO ROOTS ROCK

Für Fans von:  Tom Waits - Steve Earle - John Fogerty

USA (INDIANA)

Es gibt 2 US-Sänger, die für mich immer das Non- Plus-Ultra bleiben. Egal, was sie machen. Der eine ist Bob Seger und der Andere? JOHN MELLENCAMP. Der Typ ist einfach so etwas von geil. Die neuen Songs auf “No Better Than This” sind rootsrockiger als je zuvor. Klar - die Stimme ist älter geworden. Er klingt jetzt wie der alte Indianer Tommy Lee Jones im Film “The Missing”. Aber 100%ig authentisch. “The West End” ist ein Klassiker. “Right Behind Me” ebenfalls mit kratzender, leicht verstimmter Fiddle. Tom Waits fällt mir auch noch ein mit seiner “versoffenen” Stimme. Eine Ballade, aus der das Wörtchen Tristesse aus jeder Note tropft. Neue Freunde wird er sich nicht mit den 13 Songs machen (Spielzeit: 53:51), aber alle, die sich für Louisiana-Cajun-Roots-Rock- Swamp-Style begeistern, werden hin und weg sein. Produziert hat die Legende T-Bone Burnette. Noch Fragen?

John Mellencamp - No Better Than This

VÖ: 17.08.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.mellencamp.com/ 

TOURDATEN

INFO: Sein Durchbruch feiert JOHN MELLENCAMP, damals noch mit dem Mittelnamen “Cougar” geschmückt, mit dem mainstreamigen Power-Rock-Song “Hurts So Good”, noch heute ein Aufheller in jeder Rock-Disco. Danach kamen weitere Kracher wie “Jack And Diane”, “Small Town” oder der Mega-Knaller “R.O.C.K. In The U.S.A.” Dann gab es den Herzinfarkt und die Bekehrung zum Vegetarier - die Musik blieb “beefy” und wurde immer roots-orientierter.  Er prangerte die sozialen Verhältnisse Amerikas an, sang Protestsongs gegen den damaligen Präsidenten Dschordsch Dabbeljuh Busch und machte sich auch bei konventionellen Radiostationen Feinde. “No Better Than This” ist John Mellencamp’s 21. Album

 

 

 

 

 

 

 

 

ACCEPT “BLOOD OF NATIONS”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

HARD ROCK

Für Fans von:  Airbourne - AC/DC - Alcatrazz

DEUTSCHLAND

Interessante Konstellation: Direkt nach der neuen Buckcherry CD habe ich “Blood Of Nations” von ACCEPT im CD-Player. Der erste Song “Beat The Bastards” klingt, als ob der Pappa der kalifornischen Band an der Reihe ist. Wesentliche druckvollere Produktion, Sänger Mark Tornillo hat die wuchtigere Stimme, der Bassist spielt mit ungeschliffenen, neuen Saiten (Insider-Witz!) und die Gitarristen Wolf Hoffmann und Hermann Frank bedienen sich im Zakk-Wylde und Jake E.Lee Territorium, ohne deren solistische Qualitäten zu erreichen. Störend sind die teutonisch-keltischen Chorgesänge, die eher an die B-Movie-TV-Serie “Kurier des Zaren” als an furchteinflössende Wikingergesänge erinnern, wie es der “Teutonic Terror” weismachen möchte. Urteil: Während 73 Minuten (13 Stücke) gibt es genügend hardrock&rollige Donnerwetter, die jeden metallischen Mainstream-Rocker erfreuen!

Accept - Blood Of The Nations

VÖ: 20.08.10

Verfügbar: CD & 2-Vinyl & Digital

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: www.acceptworldwide.com  

TOURDATEN

INFO: Stichwort Vermarktungspolitik: Auf eine reguläre CD passen 80 Minuten. Auf der regulären CD “Blood Of The Nations” von ACCEPT befinden sich 12 Stücke bei einer Spielzeit von 68 Minuten. Die Limited Edition mit einem Bonus-Track (“Bucket Full Of Hate”) bringt es auf 73 Minuten. Warum - zum Teufel - hat man diesen Extra-Song nicht auf die reguläre CD gepackt? Stichwort “planlos”: Bei amazon.de gibt es die reguläre CD zum Festpreis von 18,98 Euro, die Limited Edition mit einem zusätzlichen Track für “nur” 16,95 Euro. Stichwort Vinyl: Die neue Scheibe “Blood Of Nations” gibt es als reguläre Vinyl-Doppel-Langspielplatte, aber auch als Doppel-Picture-Vinyl-Scheibe.

 

 

 

 

 

 

 

 

COMBICHRIST “MAKING MONSTERS”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

ELECTRO ROCK

Für Fans von:  Apoptygma Berzerk - Cenobita - Depeche Mode

NORWEGEN

Düsterkeit Be Thy Name! Den stereotypen Dämonen des Vorgängers lassen COMBICHRIST die stereotypen “Monsters” folgen. Alle Jahre wieder erschüttern megaschwere, schleppende Electro-Rock-Grooves die Tanzflächen der Subkeller und zerstören die Ikea-Gläser der Nachbar-Vitrinen aufs Neue. In “Follow The Trail Of Blood” hat man sich um die vokalistische Screamo-Technik des “Bleeding Through” Shouters Brandon Schieppati verstärkt. Doch trotz expliziter Kraftausdrücke (“You’re A Fu****g Dirty Whore in “***maschine”) und ab und zu schnellerer Beats will richtige Party-Stimmung nicht aufkommen. “Throat Full Of Glass” zirpt und scheppert bedächtig vor sich hin und auch die beiden besten Stücke “Monstermurderkill” und “They”können nach dem ersten Hörgang den Gesamteindruck nicht widerlegen, dass diese Monster keinem wirklich weh tun.

Combichrist - Making Monsters

VÖ: 27.08.10

Verfügbar: SIEHE INFOKASTEN

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.combichrist.com/ 

TOURDATEN

INFO: Bereits die erste Platte von COMBICHRIST ist im Jahr 2003 vom deutschen Elektronic Label OUT OF LINE veröffentlicht worden. Beim Label stehen weitere grossartige Acts wie Rummelsnuff, Suicide Commando, Blutengel oder Hocico unter Vertrag.  Die neue CD “Making Monsters” ist die fünfte Studio Scheibe des von Andy LaPlegua ins Leben gerufene Projekt und ist als reguläre CD, als limitierte Digi-CD inklusive DVD, als digitaler Download und als limitierte Doppel-Vinyl Langspielplatte mit durchsichtigem und orangefarbenem Vinyl erhältlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

EELS “TOMORROW MORNING”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

LO FI INDIE ROCK

Für Fans von:  Ben Folds - Garbage - Tom Waits

USA (KALIFORNIEN)

Während der ersten Stücke sind mir die Füsse eingeschlafen, weil nichts passiert. Ein Mensch mit brüchiger Stimme (mein Verdacht auf Tom Waits bestätigt sich nicht) erzählt zu poltergeistigen rückwärts laufenden Soundschleifen (“I’m A Hummingbird”) und zum wimmerndem Klang einer Kirmesorgel (“The Morning”), dass es traurig ist, wenn er bei regnerischem Wetter aus dem Fenster sieht. Erst “Baby Loves Me” weckt aus der drögen Lethargie. Hier ist er, der Songwriter Mark Everett mit einer Indie-Rock-Komposition, die der Gruppe EELS Fans in aller Welt beschert hat. Allerdinx: Zwischen weiteren Mega Songs wie dem Gospel-Rocker “Looking Up” und dem Up-Tempo Pop-Folkie “Let’s Ruin Julie’s Birthday” muss sich der Zuhörer durch den einen oder anderen konzeptionellen Langweiler quälen und in solchen Momenten danke ich dem Erfinder der Programmiertaste. 

Eels - Tomorrow Morning

VÖ: 20.08.10

Verfügbar: CD & Vinyl & Digital

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseiten: http://www.eelstheband.com/ mit freiem Download des besten Songs!

TOURDATEN

INFO: Das erste Mal wurde ich auf EELS aufmerksam, als es den Song “Novocaine For The Soul” vom 1996er Debut Album alu dem Beilagen-Sampler des deutschen Rolling Stone Musikmagazins im September 1995 gab. “Tomorrow Morning” ist das neunte Studio Album von EELS und dabei das dritte und letzte einer konzeptionellen Triologie, der die Alben “Hombre Lobo” und “End Times” vorangegangen waren. Im September 2010  befindet sich die Band  auf einer Europa-Tournee, während der es auch Termine in Deutschland, Österreich und der Schweiz geben wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

THE OFFSPRING “HAPPY HOUR”

STREET PUNK

Für Fans von:  Ramones - Sex Pistols - Nirvana

USA (KALIFORNIEN)

Punk & Alternative Rock entfaltet natürlich erst LIVE  so richtige seine Wesensart. Manchmal ist es im Nachhinein schwierig, die Energie und das Flair solcher Konzerte auf Platte ein zu fangen. Nicht so bei der “Happy Hour” von THE OFFPSPRING. Hier verstrahlen die Hits “Pretty Fly (For A White Guy)”, “Hit! That” oder “Gotta Get Away” sogar mehr Power als auf den Studio Aufnahmen. Raritäten gibt es auch: ”Beheaded” vom Soundtrack “Idle Hands” klingt so wunderbar erfrischend und ungehobelt authentisch, als ob die Sex Pistols selbst von ihren punkigen Gräbern aufgestanden sind. Es gibt grandiose Cover Versionen von “Sin City” (AC/DC), “Hey Joe” (Hendrix) und “I Got A Right” (Iggy Pop) und vier Remixe von älteren Studio-Aufnahmen. 18 Songs bei einer Spielzeit von 55 Minuten und wer nicht so lange warten möchte, bis die neue Scheibe kommt, greift zu

The Offspring - Happy Hour

VÖ: 04.08.10

Verfügbar: CD (Japan Limited Edition) (Import)

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.offspring.com/

TOURDATEN

Bezugsquelle http://www.cdjapan.co.jp/detailview.html?KEY=SICP-2727# (21,71 Euro - Stand: 15.12.11)

 

 

 

 

 

 

 

 

THE BLACK CROWES “CROWEOLOGY”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

BLUES ROCK

Für Fans von:  Joe Bonamassa - Social Distortion - Live

USA (GEORGIA)

Ein Geschenk an die treuen Fans soll die aktuelle CD “Croweology” sein. Die BLACK CROWES haben 20 ihrer besten Songs in akustische Arrangements gepackt und zeigen, dass sie nach 20 Jahren im Business immer noch zum Besten gehören, was die Szene zu bieten hat. Egal ob es “Jealous Again”, “Share The Ride” oder “Remedy” sind, die Crowes predigen ihren erdigen bluesigen Rock & Roll, als ob sie ihn gerade erfunden hätten und hören sich dabei stones-iger an als die Rolling Stones zu deren besten Zeiten. Spontan fallen mir Vergleiche zu mehreren Songs aus der Sticky Fingers Phase ein (“Dead Flowers” oder “Wild Horses”), auch weil die Instrumentierung zum großen Teil identisch ist. Akustische Gitarren, elektrisches Piano, Harmonika, Mandolinen und der unter die Haut gehende Gesang von Christopher Robinson bieten 2 Stunden lang köstliches audiophiles Entertainment!

The Black Crowes - Croweology

VÖ: 03.08.10

Verfügbar: 2-CD & Vinyl & Digital

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.blackcrowes.com/

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

ARCADE FIRE “THE SUBURBS”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

ROCK

Für Fans von:  Oasis - Beatles - Franz Ferdinand

KANADA

Nanu? Irgendwie hatte ich die Band ARCADE FIRE mit härterer Rockmusik im gedanklichen Hinterstübchen. Der Titelsong des neuen Albums, “The Suburbs” erinnert mit seinem Honkytonk Piano an die frühen Brit-Pop-Ergüsse von Joe Jackson oder die Rave-Hymnen, wie sie von The Farm gespielt wurden. “Ready To Start” und “Modern Man” zeigen, dass die Band erwachsener geworden ist,  wodurch die Musikalität eine höhere Qualität ausweist, aber die Unbekümmertheit leicht abhanden gekommen ist. Songs wie “Empty Room” und “Wasted Hours” klingen ganz nett, sind aber nicht spektakulär genug, um sich aus der Flut ähnlicher Veröffentlichungen hervor zu heben. Am besten wird’s immer dann, wenn die Musiker wie in “Rococo” mit beatlesquem Lagerfeuer-Flair aufwarten. Langjährigen Fans der Band wird’s egal sein, denn gerade die werden das vierte Studio-Album auf jeden Fall begeistert aufnehmen.

Arcade Fire - The Suburbs sc

VÖ: 02.08.10

Verfügbar: CD & 2-Vinyl & Digital

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.arcadefire.com/

TOURDATEN

INFO: Die Eheleute Win Butler und Regine Chassagne haben die Band im Jahr 2003 gegründet. Von üblichen Indie Rock Bands hebt sich die Musik ab durch den in der  Rockmusik ungewöhnlichen Einsatz  Instrumente wie Xylophon, Glockenspiel, Viola, French Horn oder Harfen.  “The Suburbs” ist das dritte Album von ARCADE FIRE und wenn man Kritikern und Medien glauben möchte, das bisher beste Werk der Gruppe. Auf der amerikanischen Webseite von amazon.com ist mittlerweile ein regelrechter Krieg zwischen den Rezensenten ausgebrochen. Fans der Gruppe wüten umher und klicken jede Kritik, die nicht die Höchstpunktzahl vergibt, als “nicht hilfreich” an.  Soviel zur Toleranz des Musikgeschmacks Anderer!

 

 

 

 

 

 

 

 

HEAVEN BELOW “HEAVEN BELOW” (EP)

HEAVY MAINSTREAM

Für Fans von:  Skid Row - L. A. Guns - Crossed X

USA (KALIFORNIEN)

Am Anfang dieser Rezension muss mein verdutztes Gewicht erwähnt werden, als ich die ersten Töne der CD hörte. Von “Heaven Shall Burn” war ich ausgegangen, aber HEAVEN BELOW klingt ja fast ähnlich (Brille kaufen! Anm. d. Setzers). Das Quartett aus LA spielt powerrockigen Heavy Rock, wie ich ihn von Ratt, Great White oder den Jünglingen von Crossed X kenne. “Dying Vicariously” und “When Daylight Dies” sind nette Tracks, die Spass machen, das Highlight der CD ist die Cover Version von “Heartbreaker” (Original von Pat Benetar). Hier etwas thrashiger. Gitarrist Jesse Billson darf zeigen, dass er “seinen Joe Satriani” studiert hat. Mit “King Of Nothing” muss natürlich auch die obligatorische Ballade für die Mädels her. Die Stimme von Patrick Kennison erinnert hier an den Sänger der Glam Rockband “Slade” - am Ende kommt das donnernde “Hollywood” für die Rock-Disco.

Heaven Below - Heaven Below EP

VÖ: 17.08.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: https://myspace.com/heavenbelowmusic/music/songs

TOURDATEN

INFO: HEAVEN BELOW ist eine Gruppe, die sich aus den Restbeständen verschiedener Bands formiert hat. Sänger Patrick Kennison kam von “Union Underground”, Drummer Chad Clark spielte mit “Takara” und der “Alex Masi Band”.  Gitarrist Jesse Billson wollte eigentlich zuerst Schlagzeuger werden, kaufte sich dann aber - weil er nicht genügend Geld hatte, eine Gitarre. Er bezeichnet Yngwie Malmsteen und die Gitarristen von Judas Priest und Mötley Crue als seine Einflüsse.

 

 

 

 

 

 

 

 

BUCKCHERRY “ALL NIGHT LONG”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

HARD ROCK

Für Fans von:  Guns N Roses - Skid Row - L. A. Guns

USA (KALIFORNIEN)

Bei den ersten Tönen ist klar, was den Hörer erwartet: Bodenständiger, erdiger Hard Rock & Roll der Marke AC/DC (die 70er Jahre!), Airborne oder Velvet Revolver. Wobei Sänger Josh Todd sogar an das kratzige Organ von Axl Rose erinnert. Dass die Band in Urzeiten eine Cover-Band gewesen ist, lässt sich nicht verleugnen: In “It’s A Party” bedient man sich frech bei den Gunners und dem “We Will Rock You”- Riff, aber die Songs der fünf L. A. Boys verfügen über genügend eigenständigen Charakter - zu hören in der Power Ballade “These Things”! Am besten aber wird’s immer dann, wenn Gitarrist Keith Nelson bei seinen Riffs & Soli den Geist von Angus Young über den Kompositionen schweben lässt (vor allem im TNT-igen “Oh My Lord”). Auch gut: Der Slidegitarren-Dancefloor-Rocker “Liberty”, der Kritiker dazu veranlasste, die Musik der Band “als zu mainstreamig” abzustempeln.

Buckcherry - All Night Long

VÖ: 03.08.10

Verfügbar: CD - 2CD (Deluxe) - Digital

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.buckcherry.com/  

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

JJ GREY & MOFRO “GEORGIA WARHORSE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

ROOTS ROCK

Für Fans von:  George Thorogood - Bog Seger - Foghat

USA (FLORIDA)

“She’s A Rattlesnake” singt die Stimme am Anfang zu einem funky Blues- Rock-Riddim. Ziemlich eckig und weil „Das Runde“ dort hinein muss, gibt’s auch gleich schöne Bluesharp- und Bläsersätze dazu. Der Groove erinnert stellenweise an Stevie Wonder’s „Superstition“ – hier aber ohne Clavinet gespielt. Und überhaupt sind Gitarren die bestimmenden Elemente auf der neuen CD der vielseitigen Band aus Florida. In „King Hummingbird“ singt der Chef zur akustischen Gitarre und wird begleitet vom unplugged Ensemble. Schöne Rock-Ballade. Souligen Blues gibt es mit “The Sweetest Thing” –  erinnert an die 60er Wilson Pickett- & Clarence Carter - Klassiker. Wer denkt, dass sich hier eine weitere Band dem Retro-Trend hingibt, ist schief gewickelt. JJ Grey hat diese Musik bereits auf vorigen Alben reproduziert, als alle Amy- Winehouse-Klone noch fest in die Windeln geblasen haben.

JJ Grey And Mofro - Georgia Warhorse

VÖ: 13.08.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: https://myspace.com/mofroband/music/songs

TOURDATEN

INFO: Fünf Alben gibt es bisher von JJ GREY & MOFRO aus Florida. Gegründet haben sie sich Ende der 90er Jahre und bereits der Vorgänger “Orange Blossoms” wurde von uns im Herbst 2008 zur Rock-CD des Monats gekürt.  In letzter Zeit war  Bandleader JJ sogar als Songwriter (hat u. a. für Buckwheat Zydeco’s Album “Lay Your Burdon Down” komponiert) und als Filmkomponist tätig gewesen (neben anderen Projekten hat er den Score für die Doku “Good Soldier” geschrieben. Im Film, für den es noch keinen deutschen Release-Termin gibt, erläutern fünf Kriegsveteranen aus fünf verschiedenen Generationen, was es bedeutet, ein “guter Soldat” zu sein. Infos zum Film: http://www.thegoodsoldier.com/ ).

 

 

 

 

 

 

 

 

RA RA RIOT “THE ORCHARD”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

CHAMBER ROCK

Für Fans von:  Vampire Weekend - Foreign Islands

USA (NEW YORK)

Als Indie Rock Band werden sie angepriesen, aber die ersten Töne überraschen. „The Orchard“ bewegt sich kammersinfonisch mit Celli, Violinen und elektrischem Bass durch die Sphäre. Wesley Miles singt toll, lässt sich vom Bass treiben, Gitarrist Milo Bonacci spielt filigrane Rhythmus-Licks, die ich früher auf Platten von „Snakefinger“ gehört habe. Beim dritten Stück „Too Dramatic“ habe ich den Begriff „Rock“ länxt durch „Indie Dance-Pop“ ersetzt. Der Song erinnert an eine Beatles-Phase in den 60ern. „Foolish“ bedient sich der Struktur einer “Tears-For- Fears”-Komposition, Chef-Koch Miles, der Keyboards spielt, gibt eine Prise „Fleetwood Mac“ hinzu und herauskommt ein schöner Melancholie-Happen. Fazit: Nettes Indie-Pop-Album, das sich zwar von der Masse der Veröffentlichungen abhebt, aber speziell bei der Abmischung des Schlagzeugs überhaupt nicht punkten kann.

Ra Ra Riot - The Orchard

VÖ: 24.08.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.rarariot.com/ 

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

ROBERT PLANT “BAND OF JOY”  

Notendurchschnitt 1,875 für ROBERT PLANT und seine "Band Of Joy" - die Highlights sind "Central Two-O-Nine", "Silver Rider", "Harms Swift" (geschrieben von Townes Van Zandt) und "Even This Shall Pass Away"

Zwei Sachen fallen mir auf, als ich die CD „Band Of Joy“ beim Hören des ersten Stückes in den Händen halte. Die Komponisten sind David Hidalgo und Louie Perez von den Los Lobos und die charismatische Stimme von Robert Plant, die mich sofort gefangen nimmt. Mandolinen und ein rootsiger Boogie-Groove kennzeichnen „Angel Dance“ – erinnert sofort an die 80er Solo Scheiben des ehemaligen Led Zeppelin-Sängers, die heute  (mir völlig unverständlich) auf Wühltischen verramscht werden. Plant singt neben traditionellen Liedern auch Kompositionen bekannter Songwriter. Manche weichen unwesentlich (wie „House Of Cards“ von  Richard und Linda Thompson) vom Original ab, andere („Central Two-O-Nine“ von Lightning Hopkins) stecken im folkrockigen Kleidchen.

PSYCHEDELIC FOLK

Für Fans von: Black Crowes - Page & Plant - Neil Young

ENGLAND

Im schwermütigen „Silver Rider“ „haucht“ er sich gemeinsam mit der Songwriterin und neuen Bandkollegin Patty Griffin durch einen wahren psychedelisch-balladesken Sumpf. Klingt esoterisch und aufgrund des elegischen Gitarrenriffs (wie auch das später folgende schnellere „Monkey“) stark an U2 angelehnt. Heiss! „Can’t Buy My Love“ ist ein Mix aus Yardbirds & fleetwood mac’schem Brit-Blues mit dem Unterschied, dass es hier keinen Jeff Beck gibt, sondern Buddy Miller, der bereits bei der 2007er Plant-Alison-Krauss-Projektion mit von der Partie war. Ungewöhnliches, starkes Teil, das aber  – dafür dem Herrn Produzenten ein dicker, phätter Tritt in den Allerwertesten (kick yourself, Robert!) – mir völlig unverständlich nach 3 Minuten ausgeblendet wird. „I’m Falling In Love Again“ ist eine schwelgende Ballade, die sich aus einem 50er 6/8th Rhythm’n’Blues-Shuffle und kerzenlichtgeschwängertem Country-Folk zusammensetzt. Triefend schummrig schön.  Ein bisschen schneller kommt „The Only Sound That Matters“ – die Nummer erinnert an Bob Dylan während dessen 70er „Pat Garret“-Phase. (Wer die Soundtrack-Platte kennt, “knows what Eye mean!”). Und dass auch Traditionen & Moderne bestens nebeneinander bestehen können, zeigt der gute Robert wiedermal allen mit dem humoristischen und elektrodrumbeatigen „Even This Shall Pass Away“.

Wer erwartet hat, dass der Ex Led-Zepper auf seiner neuen CD die rockige Keule schwingt, wird schwer enttäuscht sein. „Band Of Joy“ darf allenfalls als progressivere Variante seiner 2007er Songeskapaden mit Alison Krauss bezeichnet werden. Die 12 Songs besitzen allesamt ungeheuerliches Entwicklungspotential (zu deutsch: Das kompakte Soundgefüge aus Mandolinen, Lapsteelguitar, Akkordeon entfaltet seine endgültige Schönheit erst nach dem dritten oder gar vierten Anhören. Kein leichter, aber ein exquisiter Leckerbissen!

VÖ: 13.09.10

Verfügbar: CD & Vinyl & Digital

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.robertplant.com/ 

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

THE DOOBIE BROTHERS “WORLD GONE CRAZY”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

The Doobie Brothers - World Gone Crazy

Wie elektrisiert war ich gewesen, als ich davon hörte, dass die legendäre Westcoast-Rock Band Doobie Brothers aus Kalifornien mit einer neuen CD aufwarten würde. Ihre grösste Zeit hatte die Band in den 70ern gehabt mit Riesenhits wie “China Groove”, “Long Train Runnin”, “Black Water”, “Listen To The Music”, “Jesus Is Just Alright”, “Take Me In Your Arms” und vielen anderen. Aber war es möglich, die Qualitätsgüte der grossen Klassiker zu wiederholen? Produzent Ted Templeman (war auch in den 70ern für die Doobies tätig) hat auf der neuen CD “World Gone Crazy” einen kompakten und dichten, aber trotzdem immer transparenten Sound geschaffen. Die Produktion ist technisch zeitgemäß und dürfte auch anspruchsvolle audiophile Musikfans zufrieden stellen.

SOUTHERN ROCK

Für Fans von: Pablo Cruise - Little River Band - Les Dudek

USA

Die neue CD der kalifornischen Westcoast-Rockgruppe beginnt mit sonnigen Steeldrums, den altbekannten großartigen Harmoniegesängen, die direkt zurück in die 70er Jahre führen. Ein rhythm’n’bluesiger Groove sorgt für den richtigen Drive. „A Brighter Day“ ist eine starke relaxt-rockige Nummer! „Wenn das so weiter geht, wird es ein Fest für alle Classic Rock Fans!“ sind meine ersten Gedanken. Eine Spur rockiger ist „Chateau“. Hier ist ganz deutlich zu spüren, dass Mastermind & Gitarrist/Sänger Tom Johnstone wieder fest die Zügel in der Hand hält. Ein Musikstück, das frühere Qualitäten erreicht, bevor der „Weichspüler“ Michael McDonald die meisten Songs der Doobies „verpoppt“ hatte.

Die nexte Steigerung kommt mit der bereits bekannten Vorab-Single „Nobody“ – akustischer Einstieg, mehrere Gitarren spielen auf verschiedenen Ebenen (für Laien: in verschiedenen Lagen auf dem Gitarrenhals), zerlegen die Akkorde in ineinander greifende Arpeggios, ein eindringlicher Satzgesang treibt den Song in hitverdächtige „Listen To The Music“-Nähe. Ein mitreissender Doobie-Meilenstein, den es aber bereits auf dem Debut Album der Band gab und der für diese dreizehnte Studio Scheibe neu aufgenommen wurde.

Auch an den folgenden Titeln („World Gone Crazy“ - die Melodie des Refrains erinnert nuanciert an Devo’s „Working In Coalmine“) oder „Far From Home“ (wunderschöne warme Midtempo-Westcoast-Ballade mit Vocals, die sich kanonartig aufbauen – Patrick Simmons singt hier die Leadstimme, John McFee glänzt mit einem kurzen Violinsolo) gibt es nicht einen Deut auszusetzen. Mit „Young Man’s Game“ gibt es eine Portion Southern Rock & Roll (Slidegitarren, Lynyrd-skynyrd-esque Leadgitarre), der Refrain in „My Baby” animiert zum sofortigen Mitsingen, “Old Juarez” ist dann plötzlich ein überraschender Doobie-Track mit ungewohntem lateinamerikanischem (Salsa)-Flair. In der traumhaft melancholischen & feinfühligen TOP-Ballade „I Know We Won“ gastiert Country-Altmeister Willie Nelson am Mikrofon.

Der bluesig-sumpfige Doobie „Law Dogs“ bildet mit seinen Dobro- (Resonatorgitarre, deren Schallkörper aus Aluminium besteht) und Slidegitarren den würdigen Abschluss dieses klasse Albums und ich hoffe, das es bis zum nächsten Output nicht wieder 10 lange Jahre dauert.

VÖ: 28.09.10

Verfügbar: CD & Vinyl & Deluxe CD & Digital

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.doobiebrothers.net/

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

SURF CITY “KUDOS”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

PSYCHEDELIC INDIE

Für Fans von:  U2 - Fireflies - Velvet Underground

NEUSEELAND

Hätten sich die Beach Boys in den 60er Jahren ein paar Trips eingeschmissen und ein paar Tüten geraucht, sie hätte damals wohl bereits die Musik gemacht, die heute SURF CITY aus Neuseeland spielen. 45 Minuten lang gibt es psychedelischen Fun-Indie-Rock, der mitreisst und nicht eine einzige Sekunde langweilt. “Icy Lakes” kommt mit der gesamten Wucht der 80er U2-Unforgettable-Fire-Phase, in “Teachers” schwirren Raumschiffe und Synthie-Loops durch den Raum, im “Yakuza Park” twittern melancholische Space-Pop-Wellen zu esotherischen Refrain-Klanggebilden. Dem Old School Surf Sound am Nähesten bewegt sich “Retro”und im jagenden “In Times Of Approach” mache ich sehr viel Gemeinsamkeiten zu fast schon vergesssenen, archaischen Krautrock-Distortionen a la Amon Düül aus.

Surf City - Kudos

VÖ: 14.09.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Bio beim Label: https://flyingout.co.nz/collections/surf-city

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

THE SCRIPT “SCIENCE & FAITH”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

ALTERNATIVE ROCK

Für Fans von:  U2 - Fireflight - Talk Talk

IRLAND

Wer sich jemals auf die Suche nach einer Band begeben sollte, die musikalische Elemente von “Tears For Fears” und “U2” (im Video-Clip des aktuellen Single Hits “For The First Time” spielt Bono Vox’s Tochter Eve Hewson)  in ihrer Musik vereinigt, ist bei den irischen THE SCIPT genau richtig. Die Texte greifen sozial- und umweltpolitische Themen auf, dazu kommen weiche Harmonien und eingängige Melodien, die Songs wie “You Won’t Feel A Thing” und “Nothing” zum Vergnügen machen. Und wenn ich Stücke wie den Titelsong “Science & Faith” (mein persönliches Highlight) oder das electro-poppige “Walk Away” höre ist es mir eigentlich fast unbegreiflich, dass diese beiden Musiker über 10 Jahre nur Material für andere Interpreten abgeliefert haben und dabei nie selbst ins Rampenlicht getreten sind.

Notendurchschnitt von 1,950 für THE SCRIPT  und ihr sehr gutes zweites Studio Album "Science & Faith"

VÖ: 10.09.10

Verfügbar: CD - 2CD (Limited) - Digital

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.thescriptmusic.com/de/home/

TOURDATEN

INFO: THE SCRIPT sind ein Trio, das 2008 mit ihrem Debut direkt auf die ersten Plätze der Charts in Grossbritannien und Irland marschierte.  Die beiden Gründer Danny O'Donoghue and Mark Sheehan haben sich Mitte der 90er Jahre in einem Club in Dublin getroffen und über die gemeinsame Vorliebe für Black Music kam es zur ersten Band “MyTown”, die einige lokale Erfolge verzeichnen konnte. Darüber hinaus waren die beiden Musiker auch als Songwriter, was zu Einladungen von renommierten Produzenten wie Montell Jordan und Teddy Riley führte. Nach mehreren Jahren Aufenthalt in den USA kehrten sie nach Irland zurück und beschlossen, ihr eigenes (lange überfälliges) Projekt zu initieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

BACHMAN TURNER “BACHMAN TURNER”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

CLASSIC ROCK

Für Fans von:  Foghat - Bryan Adams -  Joe Walsh

KANADA

Herbstzeit: Legenden-Comeback! Die drei Buchstaben “BTO”, die mich elektrisieren stehen für “Bachman Turner Overdrive”. Das kanadische Classic Rock Mutterschiff der 70er hat für zeitlose Klassiker wie “Takin Care Of Business” oder “Roll On Down The Highway” gesorgt. Verlernt haben Randy Bachman und Fred Turner nichts von ihren Fertigkeiten: “Rollin’ Along” und “That’s What Is Is” sind zwar nicht unbedingt spektakulär, sorgen aber für ungenierte Partystimmung! Die Musik der Protagonisten ist erwachsener geworden. “Moonlight Rider” erinnert an einen Zwidder aus Cream’s “Sunshine Of Your Love” und Floyd’s “Brick In The Wall”, klingt bluesrockig wie Robin Trower, “Slave To The Rhythm” ist ein pumpender Fetenrocker (Cover Bands zur Nachahmung empfohlen), im Boogie “Waiting Game” führt eine dicke Gitarrenladung Rock Liebhaber zur himmlischen Erlösung.

Bachman And Turner - Bachman And Turner

VÖ: 07.09.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.btorocks.com/

TOURDATEN

INFO: Im Jahr 1974 nudelte im AFN (American Forces Network) Radio einen Song rauf und runter. Früh, Mittag, Abends und in der Nacht. Das Stück war damals absoluter Standard jeder US Cover Rock Band vom Osten über den  mittleren Westen bis in den sumpfigen Süden. Zu einer Zeit, in der sich die musikalische Rassentrennung gedanklich noch nicht in den Hirnen der Bevölkerung verflüchtig hatte, feierten und sangen “weisse” und “farbige” Jugendliche gemeinsam in den Clubs die Party Hymne “Takin Care Of Business” von Bachman Turner Overdrive. Bekannt  wurde die Band Bachman Turner Overdrive in Deutschland erst im folgenden Jahr durch den Stotter-Song “You Ain’t Seen Nothing Yet”, der sich wie warme Semmeln  verkaufte. Für Einsteiger sehr empfehlenswert ist die 1993er Doppel-CD “Anthology” mit allen Hits der Gruppe.

 

 

 

 

 

 

 

 

SOUNDGARDEN “TELEPHANTASM - Deluxe Edition”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

HEAVY ROCK

Für Fans von:  Nirvana - Wolfmother - Led Zeppelin

USA (WASHINGTON)

Die ersten beiden Stücke klingen etwas hölzern. Wer sich je ein “pures” SOUNDGARDEN Album in seiner reinsten Urform gewünscht hat: That’s it! “Telephantasm” ist “elephantös”! Der erste scharfe Song ist der Knochenbrecher “Fopp”. Das Original der Soul-Funk-Legende Ohio Players erfährt hier seine dämonische Wiedergeburt. Auch “Beyond The Wheel” ist schräg, schrill und schleppend ”wicked”. Der 46jährige Chris Cornell singt wie ein junger Gott und Kim Thayil erweckt Jimi Hendrix zum Leben. “Flower” ist Dröhnung pur; “Hands All Over” kommt daher wie eine unzerstörbare dicke Betonwand und die Live-Version von “Get On The Snake” ist noch eine Spur brachialer als der 1989er Studio Track. CD 2 begeistert mit einer 7minütigen Live-Version von “Jesus Christ Pose” und 4 weiteren bisher nicht veröffentlichten Songs. Auf der zusätzlichen DVD gibt es 20 Video-Clips

Soundgarden - Telephantasm

VÖ: 28.09.10

Verfügbar: CD + Deluxe + Super Deluxe + 3LP

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://soundgardenworld.com/

TOURDATEN

INFO: Auch wenn die meisten Stücke schon bekannt sind und auf früheren Alben veröffentlicht worden sind - das Album ist hervorragend zusammengestellt - ein Genuss in Rockkultur. Die beiden CDs der Deluxe Edition (24 Stücke) bieten 2stündiges Vergnügen - eine der besten Rockveröffentlichungen des Jahres! Dazu befinden sich auf der Doppel-CD mehrere Songs, die es in diesen Versionen bisher auf keiner CD gab. Die 12 Stücke der Standard CD gab es bereits allesamt  im Videogame “Guitar Hero: Warriors Of Rock” - Aus den Aufnahme-Sessions zum 90er Hit-Album “Badmotorfinger” stammt der damals nicht berücksichtigte Songs “Black Sun”.  Die “Super Deluxe Edition Box” beinhaltet zusätzlich 3 Vinyl-Langspielplatten!

 

 

 

 

 

 

 

 

THE CHARLATANS “WHO WE TOUCH” (Deluxe Edition)

The Charlatans - Who We Touch

Man muss sich etwas einfallen lassen nach knapp 20 Jahren im Business und 11 veröffentlichten Studio Alben. Die CHARLATANS (Ende der 60er gab es eine US Psychedelic Rock Truppe gleichen Namens) waren zu Beginn der 90er eine der ersten Rave-Bands  und sie haben sich etwas einfallen lassen: „Wie klinge ich authentischer, als es die britischen Beatles in den 60ern getan haben? Das neue Album kommt als Doppel-CD und ist das zweite, das vom Label “Cooking Vinyl” verlegt wird. Das erste Stück „Love Is Ending“ ist Retro-Rock, der aufgrund modernster Produktionstechnik genügend Potential hergibt, um zu gefallen. Dass sie sich archaischer Akkordmuster bedienen, wie sie die “Troggs” fabriziert haben, ist egal, weil hier noch eine satte Prise “Noise” hinzu kommt.

ALTERNATIVE ROCK

Für Fans von: Manic Street Preachers - Primal Scream

ENGLAND

Nummer Zwei „My Foolish Pride“ ist anders. Britische “10 CC” Harmonien paaren sich mit leicht an Surfsound-Harmonien  angelehntem relaxten Feeling. Auch nicht schlecht.Nach dem routinierten „Your Poor Soul“ folgt „Smash The System“ und hier geht mir auf einmal die nörgelnde quengelnde Stimme von Sänger Tim Burgess auf den Keks. Dazu kommt sein leicht limitierter pentatonischer Gesanxstil, der in Stücken, denen er solistisch vorsteht, auch nicht gerade für Abwexlung sorgt. In lauteren Tracks wie dem treibenden „Sincerity“ fällt’s weniger auf, weil seine Stimme dort dicht eingepackt ist in die Soundwatte. Ist auch der beste Track bisher. Auch „Trust in Desire“ ist gut gelungen und ruft die intensive Wärme einstiger U 2 Klassiker hervor. „When I Wonder“ beginnt mit dem  in Rockproduktionen seltener gehörten Instrument “Harpsichord” - der Rest der ersten CD plätschert so schön vor sich hin wie ein Wasserfall, der jeden Moment den Mund aufreisst, um Kund zu tun, dass er keinen Bock mehr hat, zu sprudeln.

Die Daseinsberechtigung eines “Hidden Tracks” scheinen sie auch nicht ganz verstanden zu haben, denn wo normaler Weise ein versteckter Song nach 20 Minuten zu tönen beginnt, schicken sie ihn hier bereits nach drei Minuten Wartezeit auf die Reise. Warum dann überhaupt die Unterbrechung, das psychedelisch und gar nicht mal so schlechte „I Sing The Body Electric“ kann zudem leider auch nicht einzeln angewählt werden, sondern kann erst dann gehört werden, nachdem man ein langweiliges „You Can Swim“ und drei Minuten der Stille hat über sich ergehen lassen. Den Titel „Bademeister des Jahres“ haben die Charlatans fürwahr nicht verdient.

Aber vielleicht sorgt die Bonus-CD für die eine oder andere Überraschung! Und siehe da, die CD ist bestückt mit Demos und alternativen Versionen, die es nicht auf die originale Standard CD geschafft haben und hier gefällt mir z. b. „Intimacy“ viel besser, weil es so richtig schön flower-powerig-relaxt gespielt wird. Passt zur Gruppe und zum Sound. Auch „Smash The System“ kommt gut rüber Tim Burgess (jetzt bekommt er auch mal ein Lob!) macht sich ganz gut als verkappter Beach Boys – Sänger – einzig, wenn er sich an den höheren Tonlagen versucht, ist merklich zu hören, dass da oben die Luft doch ganz schön dünn geworden ist. Schade, dass er in 20 Jahren nicht mehr für seine Stimme getan hat, der Junge!

These Things“ ist ein guter Studio Out-Take. Endlich gibt’s hier mal Mundharmonika. Psychedelisch wabernde Vibrato-Klänge erinnern einmal mehr an die guten alten Zeiten von „Crimson & Clover“. Ganz nett. Und weiter? Von „Sincerity“ gibt’s eine coole Instrumental Version, “Trust In Desire“ ist auch als „Alternate Take“ brauchbar, in „My Foolish Pride“ machen sich jedoch wieder die Eigentümlichkeiten des schwachen Gesangs deutlich bemerkbar. FAZIT: Sich selbst als Sänger austauschen, neuen Frontman suchen und doppelt so viel Platten verkaufen wie bisher.

VÖ: 06.09.10

Verfügbar: CD & Doppel-CD & Vinyl & Digital

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.thecharlatans.net/

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OPERETTE MEETS GOTHIC ROCK

TARJA “WHAT LIES BENEATH”

Tarja - What Lies Beneath sc

Ich habe lange überlegt, ob ich die CD überhaupt besprechen soll, weil mir  die aufgesetzte Mischung aus operettenhaftem Gesang und schwermetallischen Gitarrenriffs bisher selten gefallen hat. Ein schlimmes Beispiel habe ich erst jünxt beim Summer Breeze Festival in Form der Gruppe “Leaves Eyes” gesehen, als eine grauenvoll jaulende und deutlich überforderte Sängerin in den Rocksongs  herumstolperte wie eine Schildkröte bei einem Spiel der Fussball Champions League). Nun gut. Mit dem einstimmenden Kammerton beginnt „Anteroom Of Death“, ein Spinett swingt zusammen mit Tarja hinein zum ersten brachialen Auftakt. Featuring Van Canto heisst es im Info beim Song, aber von der A Capella Band kann ich anfangs wenig vernehmen. Die seltsame Nummer nimmt erst zur Hälfte des Songs Fahrt auf.

GOTHIC ROCK

Für Fans von: Nighwish - The Gathering - Xandria

FINNLAND

Vom nachfolgenden „Until My Breath“ bin ich angenehm überrascht. Hier passt der Mix, weil es die Musiker verstehen, ihre Riffs um die tolle Stimme der Sängerin zu stricken, auch die Background Gesänge passen gut. Der erste Song war weder Fisch noch Fleisch, dieser hier aber überzeugt – bis auf das dümmliche Fade Out. „I Feel Immortal“ beginnt ruhig Und plötzlich platz der Knoten. Ich befinde mich mitten im Geschehen und bin fasziniert, von dem, was ich höre. Mit von der Partie ist das Slovakian Orchestra mitsamt seinem Chor und ich muss erst mal durch schnaufen, als der Song zu Ende ist. Repeat: Nochmal! Dramatischer Beginn, gefühlvoller Gesang, verloren hinklimperndes Piano – ein gewaltiger Sound schwillt mitsamt dem zart einsetzenden und immer lauter werdenden Chor an – Nach 1 ½ Minuten wird’s mega-momumental. „In For A Kill“ – jetzt werfe ich alle Hemmungen weg - das Stück beginnt mit einer Anleihe an Strawinsky’s „Le Sacre De Printemps“, bevor der erste rabiate Heavy Groove  einsetzt.  Der Ballade „Underneath“ (tolle Melodie übrigens) folgt der erste deftige Kracher „Little Lies“ – und auch hier gibt es mittendrin wieder Sinfonik, kathedralische Choräle (Metal-Mitarbeiter Bertram meint, ich soll „Koralle“ schreiben).  Wenn ein Stück zur Kennzeichnung einer beispielhafter Crossover-Komposition zwischen Operngesang und Rockvocals dienen kann, dann ist es „Rivers Of Lust“. Arabisch beginnt „Dark Star“ mit Phil Labonte am Mikrofon, man fühlt sich in den ersten Sekunden wie auf einem mittelalterlichen Marktplatz im Sarazenen-Land und plötzlich galoppiert ein Schwung Kreuzritter um die Ecke. Gute Rocknummer. Und als ich „Falling Awake“ höre, denke ich, das ist ja wieder mal ein geiles Gitarrensolo, gucke ins Booklet und lese “Joe Satriani” Klar, wer sonst haut so ein Teil raus! Zur Nachahmung empfohlen :-) Der Junge hat es halt immer noch drauf – ist bisher auch das beste Stück der CD. Den Abschluss bildet „Still Of The Night“ – ein Song von Whitesnake.  Wer sich an David Coverdale versucht, riskiert natürlich eine dicke Lippe - die Musik klingt gut, ruppig, schön breitwandig-riffig, der Gesang ist zwar technisch gut vorgetragen, aber – mit dem Original verglichen – hört’s sich an wie ein schüchternes bemühtes Teenie-Mädel – der „Loser“ der CD – da kann der Song nicht mal mehr vom slowakischen Choral gerettet werden.

FAZIT: Es gibt fünf erstklassige Rocksongs, aber neben sieben “normal-guten” Stücken leider zwei absolute Durchhänger, was letzten Endes nur zu einem Notendurchschnitt von 2,026 führt. Trotzdem - für Fans von TARJA und auch ihrer Gruppe “Nightwish” ist das Album ein unverzichtbares “Must Have”.

VÖ: 03.09.10

Verfügbar: CD & Deluxe Edition & Digital

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.tarjaturunen.com/

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THE GRACIOUS FEW “THE GRACIOUS FEW”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

The Gracious Few - The Gracious Few

Neue Platte von den Red Hot Chili Peppers? Oder gar von Led Zeppelin? Wolfmother? Passt alles irgendwie! THE GRACIOUS FEW ist der Name einer neuen angeblichen  Super-Rockgruppe, wenn man den überschwenglichen Marketinginfos des Labels glauben möchte. Liest man dabei die Namen der fünf Protagonisten, stellt sich schnell ein “Aha!” Effekt ein (Nein, mit norwegischem Pop-Käse hat die Gruppe nichts am Hütchen!). Chad Taylor, Patrick Dahlheimer und Chad Cracey haben gemeinsam bereits bei der Alternative Rocktruppe “Live” musiziert, für ihr neues Projekt haben sie sich den Leadsänger Kevin Martin und den Gitarristen Sean Hennesy von der US Band “Candlebox” dazu geholt. Produziert wurde das Album vom “Talking Heads” - Gitarristen Jerry Harrison.

ALTERNATIVE ROCK

Für Fans von: Audioslave - King’s X - Black Stone Cherry

USA

Appetite“ startet mit dicken phätten Heavy Breaks und erinnert einige Songs des Led Zep-Albums “Physical Graffity”, das nachfolgende „Honest Man“ kommt aus der Richtung Heavy Southern Rock, die allen “Black Stone Cherry” oder “Molly Hatchet” Fans gefällt. Wuchtig, sehr gut produzierte Drums, die genau in der Mitte donnern und beim Refrain extatisch von allen Seiten zu kommen scheinen. Hier stimmt jeder punktierte Break.

Kevin Martin agiert dabei wie ein Chamäleon. Im groovigen „Guilty Fever“ klingt er plötzlich wie das Reinkarnations-Crossover aus Marvin Gaye und Prince, während Chad Taylor einen sagenhaftren & mitreissenden Gitarrensolo aus dem Handgelenkt schüttelt. Beim letztendlichen „Shake It Baby“ wackeln sogar meine 100 Kilogramm PA-Lautsprecher, die ich im Wohnzimmer stehen habe, vor Begeisterung mit.

Aber es geht auch ohne Brechstange. Ob es den harten Rockern gefällt, dass sich plötzlich zwischen all den Brechern eine poppige Unterbrechung befindet, die ein bisschen an Brit Pop und dann wieder an die sleazigen Teenie Rocker “Skid Row” erinnert? Egal – „The Rest Of You“ und das folgende „Crying Time“ hören sich zunächst einmal an, als ob das erste Pulver verschossen sei.

Aber zum Glück wird das Tempo wird wieder angezogen und im epischen „What’s Wrong“ zeigen die Fünf, dass sie auch Balladen mit der richtigen Portion Rock würzen können. Der Song erinnert phasenweise an die ganz grossen Kracher von “Guns‘N Roses” & “Great White”. Einer der besten Songs kommt an elfter Stelle: “Nothing But Love” beginnt wie die Ruhe vor dem Sturm mit zappelndem Heavy-Stakkato-Riff.. Kevin Martin stimmt sichein mit  “Sweet Lady Walk With Me - You Got Nothing But Love” und dann schwingt er sich mit seiner Lady in einstige Robert-Plant’sche-Höhen. Ob es dann am Ende der CD noch den pop-rockigen Reggae “Sing” gebraucht hat, um die Vielseitig dieser Truppe zu unterstreichen, mag jeder für sich entscheiden - mir als verkapptem Rastafari gefällt jeder Versuch in diese Richtung.

VÖ: 14.09.10

Verfügbar: CD & Vinyl & Deluxe & Digital

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.thegraciousfew.com/

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

SULLY ERNA “AVALON”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

HEAVY FOLK ROCK

Für Fans von:  Faun - Robert Plant - Wardruna

USA

Ich befinde mich mitten in der Nacht auf der Autobahn Fulda - Würzburg - auf der Heimfahrt von einem Konzert und plötzlich höre ich einen geilen Rocksound mit Mandolinen und folkloristischen Rhythmen, der mich in den Bann zieht. “Wer ist das?” will ich wissen, aber es gibt beim Radiosender, der gerade eingestellt ist, keine Antwort. Erst zwei Wochen später nehme ich eine CD herunter von meinem “Bearbeitungs-Stapel” und da höre ich wieder diesen Wahnsinns-Song! ”Avalon” ist der Titelsong des Debut Albums, das SULLY ERNA, der Sänger der Metalgruppe “Godsmack” aufgenommen hat. Auch das zweite Stück “7 Years”, ein Duett mit der Sängerin Lisa Guyer, ist irre stark. Bei den weiteren Perlen gibt es Gastbeiträge der Cellistin Irina Chirkova und des Perkussionisten Niall Gregory. Am Ende des Jahres kommt eines der besten Alben des Jahres

Sully Erna - Avalon

VÖ: 14.09.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.sullyerna.com/ 

TOURDATEN

INFO: Das musikalische Interesse wurde schon im Kindesalter gefördert. Vater Salvatore war Trompeter und Sohnemann Sully war meistens mit dabei, wenn Daddy im heimischen Basement übte. Wenn ihn der Schlaf “übermannte”, schlief er in einem kuscheligen mit Decken ausstaffierten Gitarrenkoffer. Durch diese jahrelange “Erziehung” fiel es ihm später leicht, die Musik von Led Zeppelin oder Aerosmith von Schallplatten zu lernen. Mit 14 spielte er in den ersten Band “Strip Mind” und war auch auf deren Debut Platte “What’s In Your Mouth” vertreten. Heute spielt er neben seinen gesanglichen Fähigkeiten auch Gitarre, Schlagzeug, Mundharmonika und Piano. Die Songs, die er auf seinem Solo Album präsentiert, sind über Jahre gewachsen und passen nach eigener Aussage nicht in das metallische Konzept seiner Hauptband “Godsmack”. Stimmt!

 

 

 

 

 

 

 

 

ZODIAC MINDWARP “WE ARE VOLSUNG”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

HARD ROCK

Für Fans von:  Motörhead - Mötley Crue - Rob Zombie

GROSSBRITANNIEN

Booaaahhh! Wass’n Brett“ denke ich mir beim ersten Track „Stark Von Oben“. Ein alter Bekannter meldet sich zurück nach langer Pause. Es ist der ehemalige Grafiker Mark Manning, der Ende der 80er Bock auf Rock hatte, sein Pseudonym ZODIAC MINDWARP erfand, um sich dem dekadenten Dasein eines Rockstars hinzugeben. Jetzt ist er zurück. Von wo?  „I Come from a place, where we fight and drink all day“ singt er. “Hallow My Name!” gibt er die Richtung vor. „We Ride“ heisst ein weiterer schneller Knochenbrecher (193 bpm) – die 10 Songs fühlen sich am besten auf dem Tanzboden einer Rockkneipe wohl. In „Tree Rider“ klingt die Hauptperson wie ein zugedröhntes „Axl Rose“-Imitat, das sich ein paar Schluck „Lemmie“ hinter die Binde gegossen hat. ”We Are Volsung” ist ein kurzweiliges Vergnügen für Jung und Alt - das einzig Traurige ist die Spielzeit von gerade mal 32 Minuten.

Zodiac Mindwarp - We Are Volsung

VÖ: 24.09.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: https://de.wikipedia.org/wiki/Zodiac_Mindwarp_and_the_Love_Reaction

TOURDATEN

INFO: Das erste Album von ZODIAC MINDWARP (damals noch mit dem Zusatz “And The Love Reaction” erschien 1988 zu einer Zeit, als dem gesamte Heavy Rock Genre monumentalen Veränderungen widerfuhren. Thrash Metal, Speed Metal, Black Metal & Death Metal befanden sich im Aufschwung und bürsteten alles Andere nieder. Das war auch der Grund gewesen, warum Mark Manning und seine Mannen - trotz hervorragender Alben bis zum 1994 - auch heute immer noch ein Insider Tipp geblieben sind. Fast jeder Rockfan kennt den Namen, aber Platten besitzen? Fehlanzeige. Wer die Gruppe noch nicht kennt und einsteigen möchte - mit der CD “The Best Of Zodiac Mindwarp” aus dem Jahr 1998 kann man nichts falsch machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

RIVERBLIND “HOUR OF THE WOLF”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Riverblind - Hour Of The Wolf

RIVERBLIND sind ein Progressive Rock Quartett aus Wellington in Neuseeland und haben sich 2005 formiert. Sie selbst bezeichnen ihre Musik als das “Beste, das sie jemals gehört haben!”. “Sehr gewöhnungsbedürftig!“ sind zumindest meine ersten Gedanken, während ich mich bereits inmitten des Stückes „Mute Signals“ befinde. Eine Bassmelodie umrahmt den Sprech-Sing-Sang-Kanon, der dem drauf los polternden Schlagzeug wiederum einen kontrapunktierenden, vokalistischen Gegenpart entgegen setzt. Verzerrte Gitarren streuen jede Menge Arpeggios ein und nach 5 Minuten trifft sich alles zum verbindenden Heavy Rock-Riff, um schon nach einer halben Minute wieder  free-rock-jazzig auseinander zu gleiten. Puh! Beim Hausfrauensender Antenne Bayern werden sie DEN Song mit Sicherheit nicht spielen!

PROGRESSIVE ROCK

Für Fans von: Yes - Gentle Giant - Coste Apetrea

NEUSEELAND

Es bleibt seltsam: „Cheshire Cat“ zeigt einen Sänger, der sich theatralisch & operettenhaft bewegt, während die Musik transparent-luftig klingt, dabei ab und zu von einem wilden schnellen Break vorangetrieben wird. Dave Kempton’s Gesang ist sehr eigenwillig und  mit Sicherheit nicht Jedermann’s Sache! Am Ende des Stücks läuft alles aus dem Ruder. Black Sabbath meets Gentle Giant meets wiederum Coste Apetrea (= schwedischer Progrock Gitarrist). In „Unsettled“ gibt es akustische Gitarren & lateinamerikanische Perkussion und in „Following The Blind“ scatted Kempton aus irgendeiner heiteren Laune plötzlich mit sich selbst – entweder hat ihm der neuseeländische Cabernet Sauvignon zu sehr zugesetzt oder er ist noch beeindruckt von den Schlachtgesängen der Maoris vor seinem Terassenfenster. Irgendwie klingt alles nach “weder Fisch noch Fleisch”!

Was Pink Floyd (ich meine jetzt nicht die “Pink-Floyd’sche-Another-Brick-In-The-Wall-Weicheier-Aera, sondern die experimentelle Phase in den späten 60ern) für das Genre waren, das versuchen RIVERBLIND jetzt 40 Jahre danach neu aufleben zu lassen, aber irgendwie stimmt die Chemie nicht ganz, hier wurde definitiv zu viel an den Songs “herumgedocktert”, anstatt sich einfach impulsiv treiben zu lassen. Und immer wenn man denkt, jetzt könnte es was werden, kommt erneut ein gekünstelter Retorten-Break, der die eigentlich gute Songidee im Ansatz zerpflückt. Sehr schade! Ein Sänger, der ordentlich powered, würde der Band schon weiter helfen, denn spätestens nach dem fünften Stück geht die spacig-langsame Stimme des Sängers (der sich teilweise auch nichts daraus macht, wenn er mal in einer völlig anderen Tonart zur Musik singt) auf den buchstäblichen Ohrensack. 

FAQ: Fazit: Musik – sehr gut // Gesang – kackastrophal !

VÖ: 22.09.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: https://myspace.com/riverblind/music/songs

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

UFO “THE BEST OF A DECADE”

CLASSIC ROCK

Für Fans von: Wishbone Ash - Foghat - Bad Company

ENGLAND

Ddie CD startet mit „The Wild One“ vom 2004er Album „You Are Here“. Lahmer Gesang, gute Gitarrenparts. Später gibt’s auch „Daylight Goes To Town“, „Mr. Freeze“ und „Baby Blue“ vom selbigen Album. Der zweite Track „Hard Being Me“ (vom 2006er Nachfolger „The Monkey Puzzle“) gefällt schon besser. Geiler Boogierock mit wirbelnder Slidegitarre. Auch die 6 Live-Stücke (alle vom 2005er Scheibchen „Showtime“ mit einem Vinnie Moore, der seit 2004 als festes Mitglied der Band dabei ist,  in Höxtform – bei seinem tollen Solo in „This Kids“ wird wohl auch einem Michael Schenker die Kinnlade heruntergeklappt sein) überzeugen. Insgesamt gibt es 79 Minuten und 37 Sekunden (die physikalische Spielzeit der CD ist wunderbar ausgereizt), 16 starke Stücke mit den Highlights „Heavenly Body“ und „Helldriver“, die eigentlich in jede Sammlung eines Classic Rock Fans gehören.

Ufo - The Best Of A Decade

VÖ: 28. 09. 10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.ufo-music.info/ 

TOURDATEN

INFO:  Fällt den Plattenfirmen nichts Gescheites mehr ein? „Best Of Deacde“ ist eine weitere Zusammenstellung von Songs der Classic Rock Gruppe UFO, es gibt ja bisher erst 12 an der Zahl. Ist hier was anders als bei den bisherigen Compilations? Yes, it is! Hier gibt es ausschliesslich Songs, die von der Band im neuen Jahrhundert aufgenommen worden sind. Fazit: Ufo für Fans, die sich am Heavy-Rock-Gitarren-Sound des 2002 zur Band gestossenen TOP-Gitarristen Vinnie Moore ergötzen, eine tolle Investition – falls sie in den letzten Jahren keine Platten der britischen Band gekauft haben. Dann aber müsste man eigentlich fast schon die kompletten Studio Alben „Visitor“ (2009) und „The Monkey Puzzle“ (2006) empfehlen!

 

 

 

 

 

 

 

 

JIMMY EAT WORLD “INVENTED”

INTERPOL “INTERPOL”

Jimmy Eat World - Invented sc

Sinfonische Klänge, Geigen, schöne Harmoniegesänge, die teilweise an Oasis denken lassen, aber trotz vier starker rockiger Momente bleibt der Aha Effekt aus, weil die Musik der Band zu austauschbar ist.

Interpol - Interpol

Interessant, wie lange sich eine Band wie INTERPOL immer wieder mit ihrem langweiligen Indie Rock reproduzieren kann. Pentatonischer Gesang und sich ewig wiederholende Gitarrenmuster - schnarch ....

VÖ: 28.09.10

Empfehlung: K K K K K K K K K K

VÖ: 07.09.10

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.jimmyeatworld.com/

Webseite: http://www.interpolnyc.com/

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ISSA “SIGN OF ANGELS”

UNEARTHLY TRANCE “V”

Nicht sexy Ida, sondern sexy Issa mit einem tiefen Blick in die Geldbörse der Glam-Metal-Fans, ob's hilft, mehr Platten zu verkaufen? Heavy Rock für Phil Collins Fans!

Stevie Nicks kreuzt sich im Labor mit Doro und Shania Twain, versorgt sich mit einem Lederlendenschurz & ein paar Rockmusikern und nennt sich fortan ISSA, um wieder mal paar Platten zu verkaufen.

Unearthly Trance - V

Nachdem die Wartezeit seit dem 2008er “Electrocution” mit einigen Split Alben überbrückt wurde, meldet sich das Brooklyn Trio mit einem starken Doom & Sludge Metal Album zurück. Geile Scheibe!

VÖ: 24.09.10

Empfehlung: K K K K K K K K K K

VÖ: 01.10.10

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.myspace.com/isabelloversveen

Web: http://www.unearthlytrance.com/

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Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

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NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, gehört in JEDE Sammlung, für die einsame Insel

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NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den  besten  1000 aller Zeiten

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NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

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NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

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NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung,  bei Bedarf wieder hervorholen

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NDS 2,150

Durchschnittliches Album,  nur für Edel-Fans empfehlenswert

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NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

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NDS 2,350

Langweilig, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

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NDS 2,450

Schwaches Album, CD und  Cover als Unterlage im Katzenklo

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NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

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NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

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