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Hier gibt es Rezensionen von Rock Alben, die im 2. Quartal 2011 erschienen sind. Hier stehen u. a. Infos zu den Alben ”Keeping The Sparks” von KEEGAN, “Between The Devil And The Deep Blue Sea” von BLACK STONE CHERRY, “Broken Heart Syndrome” von VOODOO CIRCLE, “Collider” von der SAM ROBERTS BAND, “A Shared Rainbow” von LOW IN THE SKY, “Suck It And See” von den ARCTIC MONKEY, “Revolution Per Minute” von BIG SUGAR, “Man In Motion” von WARREN HAYNES, “I’ll Never Get Out Of This World Alive” von STEVE EARLE, “Walls” von AN HORSE, “Without Support” von JOYLESS und “Skin Collision Past” von WILD MOCCASINS.

Rock CDs 2011 - 2

Rock CDs Übersicht

Gesamtübersicht

Startseite

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KEEGAN “KEEPING THE SPARKS”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Keegan - Keeping The Sparks

1.  Yes Sir, No Sir
2.  Growing Pains
3.  King For A Day
4.  Keeping The Sparks
5.  City Lights
6.  Benny Hill
7.  Pick It Up (And Dial It)
8.  How The West Was Won
9.  Swan Song
10. Broken Soldiers
11. Comeback Lies
12. X-Ray Eyes
13. One Foot In The Grave

Label: Sound Guerilla
Webseite: http://www.da-music.de/

BRIT POP ROCK

Für Fans von: The Fixx - Fischer Z - Beatles - The Charlatans

DEUTSCHLAND

Bei KEEGAN handelt es sich nicht um die englische „Mighty Mouse“ (aka Kevin Keegan), die in den 80er Jahren zuerst für den Europapokalsieger FC Liverpool und danach für den deutschen Hamburger Sportverein am Ball gewesen ist, sondern um eine Rock-Beat-Band aus NRW

Mit der Bekundung „Yes Sir, No Sir“ geben sie meiner Genre-Einstufung erste einmal recht, die arrangierten Bläsersätze erinnern sogar an den einen oder anderen Ska-Fetzer, den ich kenne. Ein rundum „energetischer“ Song! Mit Power geht es weiter in die Vollen: „Growing Pains“, „How The West Was Won“ und der Titelsong „Keeping The Sparks“ sind kurzweilige Kracher und über allem steht der charismatische Gesang von Frontman Ian Maxwell. „King For A Day“ ist einer der interessantesten Songs des Albums, bei dem ich hin und hergerissen bin vom Gedanken, ob beim Komponieren des Songs wohl einige Ideen von Marc Bolan’s „Hot Love“ abgestaubt worden sind. Kann aber auch nur Zufall sein oder Produkt meiner Imagination. Sound & Musik von KEEGAN erinnern mich teilweise stark an die New Wave Rocker aus den 80er Jahren, aber ich würde die Band absolut nicht in der Retro-Schublade unterbringen. Fakt ist: Stillsitzen gilt nicht während der 40 Minuten.

Weitere Highlights: Das fantastische „City Lights“ mit beatlesquen “Na Na Na Na” Harmoniegesängen und einem powervollen Drive aus Bläsern und Gitarren. „Benny Hill“ ist ein Brit-Rock-Kracher, wie er auch auf der Insel nicht besser gestrickt hätte werden können und der „Swan Song“ adaptiert auf geniale Art & Weise sogar den Doo-Wop-Soul-Pop der amerikanischen Legende „The Four Seasons“. Hätte ich es vorher nicht bereits gewusst (die Gruppe hatte bereits 2008 ein ansprechendes Debut Album “Looking Out For #1” veröffentlicht) – ich wäre jede Wette eingegangen, dass es sich bei KEEGAN um eine Band von der Insel handelt.

VÖ: 08.04.11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.keegan-music.com/ 

TOURDATEN

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MADAM ADAM “MADAM ADAM”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

HARD ROCK

Für Fans von: Mötley Crue - L. A. Guns - Poison - Buckcherry

USA (KALIFORNIEN)

Mit dem Hit „Sex Ain’t Love“ im Gepäck fällt es leicht, ein komplettes Album zu verkaufen. MADAM ADAM starten mit ihrem Debüt von „Null Auf Hundert“ durch. Warum es das Teil in Deutschland noch nicht gibt? Da hat wohl wieder einer der Marketing-Verantwortlichen geschlafen. Vielleicht sollte man denen den schrillenden „Helter-Skelter“ Beginn des TOP- Hits vorspielen, damit sie merken, dass hier eine Band ist, die auch in Deutschland massig Platten verkaufen kann. Auch „Fall From Grace“ ist ein ordentliche Packung Power-Rock  und setzt da an, wo die “Gunners” oder die “L. A. Guns” Anfang der 90er aufgehört haben. Sogar die Balladen entwickeln ordentlich Druck und veranlassn jeden Rocker zum doomigen Headbangen und mit „Drugs“ haben die MADAM ADAM noch einen zweiten Brüller zu bieten. Fazit: Eine der besten Rockscheiben des Jahres! Play It Loud & Blast Off!

Madam Adam - Madam Adam

VÖ: 05. 04. 11

Verfügbar: CD (Import) & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.madamadam.com/ 

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

STEVE EARLE “I’LL NEVER GET OUT OF THIS WORLD ALIVE”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

ROOTS ROCK

Für Fans von:  John Fogerty - Townes Van Zandt

USA (VIRGINIA)

Steve Earle - I'll Never Get Out Of This World Alive

TITEL TRACKING:

1.  Waitin’ On A Sky
2.  Little Emperor
3.  The Gulf Of Mexiko
4.  Molly-O
5.  God Is God
6.  Meet Me In The Alleyway
7.  Every Part Of Me
8.  Lonely Are The Free
9.  Heaven Or Hell
10. I Am A Wanderer
11. This City

Unspektakuläres, routiniert gutes und kurzes 14. Studio Album vom King of „Roots Rock“ STEVE EARLE. 11 Tracks bei einer Spielzeit von gerade mal 37:49 Minuten. Highlights: „Waitin On The Sky“, „Molly-O“ und das feine Duett „Heaven Or Hell“ mit der Country Sängerin Allison Moorer aus Alabama. Ein neues “Copperhead Road” ist nicht in Sicht und ungewöhnlich für Steve Earle: In “I Am A Wanderer” singt er so ziemlich neben der Spur. Die Deluxe Edition beinhaltet eine zusätzliche DVD, Vinyl ab September!

VÖ: 26. 04. 11

Verfügbar: CD & Deluxe CD & Vinyl & Digital

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.steveearle.com/

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FOO FIGHTERS “WASTING LIGHT”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

ROCK

Für Fans von:  Incubus - Stone Temple Pilots - The Clash

USA (WASHINGTON)

Foo Fighters - Wasting Light

TITEL TRACKING:

1.  Bridge Burning
2.  Rope
3.  Dear Rosemary
4.  White Limo
5.  Arlandria
6.  These Days
7.  Back & Forth
8.  A Matter Of Time
9.  Miss The Misery
10. I Should Have Know
11. Walk

Es soll das bisher rockigste Album der Band sein, hat DAVE GROHL während sämtlicher Promotion Termine getönt – und das erste Stück „Bridge Burning“ befürwortet diese Aussage und „Rope“ bestätigt mit zahlreichen Break und ordentlichem Riffgewitter. Der „rotzigste“ Track des Albums ist „White Limo“. „Back & Forth“ – so würden sich wohl die „Beatles“ heute anhören, gäbe es sie heute noch in der Originalbesetzung. Die beste Performance gibt Dave Grohl eindeutig im “nirvana-radikalen” „I Should Have Known“.

VÖ: 26. 04. 11

Verfügbar: Audio CD & Vinyl & Digital

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.foofighters.com/de/home  

TOURDATEN

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BLACKMAIL “ANIMA NOW”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Blackmail - Anima Now!

1.  Resonant Wave
2.  Deborah
3.  Night School
4.  The Whys Of The Ways
5.  Sun In Your Head
6.  Bugs
7.  Monographic Doll
8.  Telescope
9.  Santa Rosalia
10. Rocket Soul
11. Sky On Sky
12. Upon The Waves
13. Dialogue Dial

Label: 45 Records (Soulfood)
Webseite: http://www.45rec.de/

INDIE ROCK

Für Fans von: The Strokes - Green Day - Weezer

DEUTSCHLAND

BLACKMAIL spielen Indie Rock mit „punkigem“ Einschlag, verfügen aber über eine enorme stilistische Bandbreite, die sie sich während ihrer langjährigen Karriere (Die Band aus Krefeld gibt es bereits seit 1993) erarbeitet haben. Mit „Anima Now!“ haben sie im April 2011 ihr siebtes Studio Album veröffentlicht. Drei Jahre hat es gedauert, bis der Nachfolger zu „Tempo Tempo“ in den Regalen stand. 13 neue Titel gibt es, das Album gibt es als Standard, als Deluxe und als digitale Version.

Nach dem „rotzigen“ Auftakter „Resonant Wave“ gibt es feine „Beatles“-Harmonien im starken Pop Stück „Deborah“, in dem die Musiker auch locker-flockig zwischen verschiedenen Taktvarianten wechseln. Den Titel gab es im März als freien Download auf der Webseite der Gruppe. Und dass die fünf Indie-Rocker nicht immer nur die Keule auspacken müssen, um Qualität zu zeigen, beweist das romantisch-wavige „Night School“.

Der Retro-Zug ist auch durchs Bundesland Rheinland-Pfalz gefahren – Beweis ist das wundervolle 60ies Pop Stück „The Whys Of The Ways“ – stark arrangiert & und in der Gesamtheit das bisher beste Stück der CD! TOP Musiker sind die Boys allemal: Besonders gut gefällt mir, was Carlos Ebelhäuser in „Monographic Doll“ auf seinem Bass veranstaltet. Mit „Sky On Sky“ gibt es zum Ende der CD noch ein starkes Brett, das die Band jederzeit auch als Empfehlungsschreiben für eine etwaige „Oasis“- Nachfolge einreichen könnte. Und ab Minute 01:49 schwebte bei der Aufnahme wohl der Geist von John Lennon zwischen den Studiowänden.

VÖ: 29.04.11

Verfügbar: CD & Limited Edition & Digital

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.blackmail-music.com/  

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JOYLESS “WITHOUT SUPPORT”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Joyless - Without Support

1.  Have A Nice Fight
2.  Puberty And Dreams
3.  The Adorn Japetus
4.  The Soft Addiction
5.  Better
6.  De Profundis Domine
7.  Shadow Spree
8.  Trilobite
9.  Shimmer And Shine
10. Velvet Willow
11. Journey

Aktuelle Besetzung:
Olav Berland, Ida Helleboe, Nylon

Label: Van Records
Webseite: http://www.van-records.de/

5:38
4:19
5:03
4:19
2:26
5:03
4:57
3:27
5:41
2:37
3:46

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PSYCH  EMOCORE

Für Fans von: Amon Düül II - The Slits - Pop Group - Toxic Lies

NORWEGEN

„Joyless“ heisst „freudlos“ und genauso präsentieren sich die Musiker der norwegischen Band JOYLESS im ersten Stück „Have A Nice Fight“ – schräge, falsch klingende Kinderschulchor-Harmoniegesänge, die an die britische Vorzeige-New-Wave-Girlgroup „The Slits“ erinnerN – schleppende Drums und eine lustlos herum nudelnde immer den gleichen Lick spielende Rhythmusgitarre. Musik, die den Hörer herunterzieht und ihm suggerieren möchte: „Stürze Dich von der nexten Brücke, es hat sowieso keinen Sinn mehr“. Habe ich dann auch getan nach dem Stück, es war aber zum Glück nur die Teppichbrücke in der Redaktionsküche. Spontan musste ich an den Edgar Wallace Klassiker „Todessprung vom Teppichrand“ denken. Aber: Ich habe das Stück auf „Replay“ gestellt, um es zu begreifen und bin bereits beim zweiten Hörgang angenehm fasziniert vom hypnotischen Gesamtgesäusel.

Aller Faszination zum Trotz: „Puberty And Dreams“ ist ein katastrophales Beispiel einer unbeholfenen Übungsraum-Combo. Jetzt brummt auch noch eine kaum zu vernehmende Männerstimme im unharmonischen Vokal- Reigen. Der Schlagzeuger spielt dermassen “kackastrophal”, hat überhaupt kein Timing und bildet den absolute Schwachpunkt in diesem 11teiligen Grusel-Epos. In „The Adorn Japetus“ trifft sich der Nachwuchs der Hexe von Blair und tanzt ums nicht allzu hohe Prasselfeuer – die hineingeworfenen Äste sind noch grün – es beginnt ordentlich zu qualmen – richtige Begeisterung will nicht aufkommen – Musikästheten hätten die CD wohl länxt in das besagte Feuer geschmissen – ich aber gedulde mich weiter. Die Musiker(innen) haben mich an den Händen gefasst und ich wirbele mit ihnen im Zeitlupentempo zu dem, was noch folgt.

The Soft Addiction“ – die Unzulänglichkeiten des Gitarrenspielers werden mit einem Hallgerät zugekleistert, jetzt addiert sich noch eine falsch trötende Mundharmonika zum Gesamtsound, aber wie das Erste entwickelt auch dieses Stück seinen besonderen Charme! Gefällt mir sogar bisher am besten auf der CD! „Better“ ist ein gut gelungener 60ies-Pop-Anti-Folk-Zwidder mit Banjo & erneuter schmerzverursachender Harmonika, nur der männlichen Stimme möchte ich hier am liebsten in den Allerwertesten treten. „De Profundis Domine“ ist schräges Psychedlic-Pop-Futter für das Frühstück danach: Der One-Night-Stand, den man noch gerade unter der Dusche vermutete, hat sich abgeseilt und seinen letzten Gruß per SMS geschickt. Der unbeholfene Rhythmus-Wechsel zerstört allerdings das ganze Flair des gut begonnenen Stückes.

Fazit: Emo-Melancholischer Depro-Rock – hätte mit Hilfe eines in der Materie bewanderten Produzenten zum Meilenstein werden können. JOYLESS sind revolutionär, spielen jedoch Musik, die einen Mozart veranlassen würden, seinen Sarg noch tiefer ins Erdreich hinein buddeln zu lassen. Gute Ideen, aber die musikalische Umsetzung ist missraten – wir geben dem Kandidaten eine weitere Chance und erlauben im nexten Jahr ein Nachfolgealbum. Davor aber gilt: Üben – üben – üben!

VÖ: 04.04.11

Verfügbar: CD inkl. Booklet & Lyrics

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: https://myspace.com/joylessmusic/music/songs

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BLACK STONE CHERRY
“BETWEEN THE DEVIL AND THE DEEP BLUE SEA”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Black Stone Cherry - Between The Devil & The Deep Blue Sea

1.  White Trash Millionaire   3:20
2.  Killing Floor   4:02
3.  In My Blood   3:49
4.  Such A Shame (feat. Lzzy Hale)   3:27
5.  Won’t Let Go (feat. Lzzy Hale)   3:19
6.  Blame It On The Boom Boom   3:11
7.  Like I Roll   3:33
8.  Can’t You See   3:33
9.  Let Me See You Shake   3:07
10. Stay   3:24
11. Change   3:05
12. All I’m Dreamin’ Of   4:03
13. Staring At The Mirror (Deluxe Edition)  3:22
14. Fade Away (Deluxe Edition)   3:45
15. Die For You (Deluxe Edition)   3:14

HEAVY ROCK

Für Fans von: Molly Hatchet - Audioslave - King’s X - Mötley Crue

USA

Ob die Boys aus Kentucky noch eine Schippe drauf legen nach ihrem sensationell guten zweiten Album “Folklore And Superstition” im Spätsommer des Jahres 2008? Ich war gespannt – personell gibt es keine Veränderungen. Wie die beiden Vorgänger ist auch die neue Scheibe “Between The Devil And The Deep Blue Sea” beim Label Roadrunner Records veröffentlicht worden. Produziert hat dieses Mal Howard Benson, der bereits für eine tolle Rockplatte der kanadischen Band “Blindside” gesorgt hat. Viel geändert hat sich nicht - Sound und Qualität der Songs sind mindestens von gleicher Qualität wie der bisherige Output des Quartetts.

Der aktuelle Hit „White Thrash Millionaire“ startet das Album, der Song befindet sich bereits seit Anfang April in der rockmusikalischen Umlaufbahn die Single verstärkte den Appetit auf die lang erwartete neue Bretterscheibe von BLACK STONE CHERRY. Und auch das folgende „Killing Floor“ ist ein monströs-doomiges Groove-Monster in der gewohnt brachialen Southern-Heavy-Rock-Manier. „Such A Shame“ bleibt in der wuchtigen Spur, präsentiert (wie auch im folgenden „Won’t Let Go“) mit Elisabeth „Lzzy“ Hale (von der US Band “Halestorm”) als Gast eine Backup Vokalistin am Mikrofon. “Can’t You See” ist ein (von Troy Caldwell geschreibener) Cover Song, den die Country Rock Gruppe “Marshall Tucker Band” in den 70er Jahren aufgenommen hatte. Die erste „ruhigere“ Nummer gibt es mit „Stay“ an neunter Position. Einer der stärksten Tracks ist der Rock Hammer “Change”, „All I’m Dreamin’ Of“ begeistert mit Violinen, Banjos und Mandolinen, eingängigem Ohrwurm-Charakter und dem Wunsch von Sänger Chris Robertson „All I’m Dreamin Of is Good Times, Good Friends And Somebody To Love”. Das Sandmännchen für alle Heavy Rock Fans.

Wer sich für das Deluxe Album entschieden hat, bekommt mit „Staring At The Mirror“ (zuzüglich weinender und seelendurchdringender Slidegitarre), „Fade Away“ und „Die For You“ noch drei gewaltige Bluesrock-Heavy Kracher, auf die eigentlich kein Fan der Band verzichten sollte! Fazit: Die Summe der benoteten Songs spricht für sich: „Between The Devil And The Deep Blue Sea“ ist das bisher eindeutig beste Album der Southern Boys!

VÖ: 31.05.11

Verfügbar: CD & & Vinyl & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.blackstonecherry.com/ 

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NEAL MORSE “TESTIMONY 2”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Neal Morse - Testimony 2 mc

Der Musiker NEAL MORSE ist in den 80er Jahren viel in Europa unterwegs gewesen, weil ihn die Musikszene im heimischen Los Angeles angeödet hatte. Ist auch irgendwo gut zu verstehen, denn Anfang der 80er wollte jede Band wie eine Kopie der erfolgreichen Gruppen Van Halen, Ratt oder Bon Jovi klingen. Anfang der 90er gründete er nach seiner Rückkehr - von seinen Erlebnissen beeinflusst - mit seinem Bruder die progressive Rockgruppe “Spock’s Beard”, die innerhalb weniger Jahr neben Dream Theatre und Porcupine Tree zu einer der erfolgreichsten Genre Bands werden sollte. Sechs Studio Album wurden veröffentlicht, dann hatte Morse die Nase voll vom Trubel und konzentrierte sich - wesentlich von einem familiären Schicksalsschlag beeinflusst - auf seine Solokarriere.

PROGRESSIVE ROCK

Für Fans von: MMEB - Porcupine Tree - Yes - Spock’s Beard

USA

Der Auftakt „Mercy Street“ haut mich noch nicht unbedingt vom Hocker und ist eher im mainstreamig- rockigen Bereich wie „Toto“ anzusiedeln, aber spätestens in der „Overture No 4“ gibt es alles, was ich am progressiven Rock der „Jetztzeit“ schätze: Tempowechsel, Breaks, virtuose ineinander laufende Rhythmusvariationen, jedes Instrument bricht aus vorhanden Rastern aus, stellt sich aber klangtechnisch über kein anderes, weil herausragend abgemischt & produziert wurde. Nahtloser Übergang zum „Time Changer“ – mehrstimmige hervorragend aufeinander abgestimmte Harmonien (die Background Vocals kommen von Nick D’Virgilio, Alan Morse und Dave Meros) und ein explosives Gemisch an melodiösen Intermezzos. Erinnert mich auch stark an die beste Phase der britischen Gruppe „Yes“ (als diese das epische Album „Tales From Topographic Oceans“ Mitte der 70er aufgenommen haben) Natürlich sind auch die ehemaligen Bandmitglieder mit im Spiel (Mike Portnoy, Randy George), aber es gibt auch jede Menge Gäste. In „Seeds Of Gold“ auf der zweiten Disc darf der derzeitige Deep Purple Gitarrist STEVE MORSE zeigen, wie gut er solistisch „drauf ist“.

Weitere Highlights: Das tolle Gitarrensolo in „Time Has Come Today“ (der Song erinnert mich an die Kompositionen von ELP), „Jesus Blood“ dürfte jedem Pink Floyd Fan gefallen, der sich für die „Dark Side Of The Moon“ oder die spätere „A Momentary Lapse Of Reason“ Phase der Band begeistern konnte. Sehr schön auch der Einsatz des selten gehörten „Dulcimer“ Instrumentes im keyboardlastigen „Jesus Bring Me Home“, das wiederum an die besten Zeiten von Mannfred Mann’s Earthband - ebenfalls in den 70er Jahren - erinnert. In „It’s For You” brilliert (wie auch bereits zuvor in der „Overture No 4“) mit dem Gitarristen Paul Bielatowicz ein exzellenter Musiker mit rasenden „Sweep-Arpeggios“, die der hochkarätigen Musik das virtuose Sahnehäubchen aufsetzen.

Fazit: Unabhängig von den christlichen Texten, die der Musiker in seinen Songs predigt, ist „Testimony 2“ ein Streifzug durch 40 Jahre musikalische Rockgeschichte. Nahezu in jedem Stück gibt’s ein Wiederhören mit den Sounds diverser Progressive- und Artrockgrössen (MMEB, Yes, King Crimson oder Pink Floyd) – toll produziert, herausragend gespielt – mit Sicherheit ist NEAL MORSE eines der besten Prog Rock Alben des Jahres 2011 gelungen! Für gerade einmal 2 Euro mehr gibt es übrigens die Limited Edition mit einer Bonus-DVD, auf der das “Making Of” zur CD dokumentiert ist.

VÖ: 23.05.11

Verfügbar: 2-CD & CD+DVD  & Digital

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.nealmorse.com/ 

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WARREN HAYNES “MAN IN MOTION”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Warren Haynes - Man In Motion

Bei der Gruppe „Gov’t Mule“ und den „Allman Brothers“ ist er „nur“ einer unter „Vielen“ – hier bei seinem eigenen Projekt bestimmt er den Sound, die Auswahl der Songs und wie sich das Endprodukt anzuhören hat, im Alleingang und – der Solofrack steht ihm sehr gut. Zwei Live-Albem hat er 2003 und 2004 veröffentlicht - die neue CD ist nach 1993 das zweite Solo Studio Album von WARREN HAYNES aus North Carolina. Die southern-souligen Arrangements der 10 Songs, die der 51jährige Songwriter, Gitarrist & Sänger vorlegt, erinnern grösstenteils an die Intensität der Südstaatenbands “Lynyrd Skynyrd” und “Atlanta Rhythm Section” oder gar an Les Dudek, einen der besten (und leider völlig unterbewerteten) Songwriter dieses Erdballs.

BLUES ROCK

Für Fans von:  Bob Seger -  Gregg Allman - Ed Kowalcyzk

USA

Der Titelsong „Man In Motion“ grooved gut mit starken Bläsern und tollen Gitarrensoli, „River’s Gonna Rise“ (siehe auch den Video-Liveclip der Woche!) ist bluesig-funky, „Everyday Will Be Like A Holiday“ eine wunderbare „sweet-soulige“ Ballade, „Sick Of My Shadows“ vereint den „clavinettigen“ R’n’B von Stevie Wonder & Ike Turner mit chicago-bluesigen Vibes und starkem Saxophonspiel von Ron Holloway, der auch in der Ballade „Sick Of My Shadow“ genügend Freiraum zum Brillieren bekommt. Tolles Stück, das mich an „Lynyrd Skynyrd“, aber auch – was mit Sicherheit dem dicken, fetten Keyboard-Sound von Nigel Hall geschuldet ist - an die beseelten Klassiker des Albums „Heartbreaker“ (Free, 1971) erinnert. Feiner dramaturgischer Climax am Ende des Songs! Gitarrensolistisches Highlight ist das bluesrockige „On A Real Lonely Night“, in dem Warren Haynes im Frage- und Antwortspiel mit dem Saxophonisten ein paar starke Licks einwirft und anschliessend einen starken Solo vom Stapel lässt. Und dass er ein Fan von „B. B. King“ ist, zeigen die tollen “Fills” zwischen den Strophen. Mit „Save Me“ packt er am Ende sogar noch eine gospelige Piano-Ballade aus, mit der er sein persönlich-rockiges „When A Man Loves A Woman“ erschaffen hat.

FAZIT: Exzellente Blues-Rock-Scheibe mit einer Ladung „Soul“, Warren Haynes ist einer der Musiker, dessen „schwarze“ Stimme jedem noch so uraltem Song Leben einhaucht. 

VÖ: 10.05.11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.warrenhaynes.net/

TOURDATEN

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VOODOO CIRCLE “BROKEN HEART SYNDROME”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Voodoo Cirle - Broken Heart Syndrome

Bock auf eine Gruppe, deren Musik wie „Van Halen“, „Whitesnake“ und „Sammy Hagar“ gleichzeitig klingt? Dann ist die neue Scheibe der deutschen Formation  VOODOO CIRCLE aus Nordrhein-Westfalen genau das Richtige für Euch! Der „No Solution Blues“ beginnt mit treibendem Gitarren-Solo, das ganz stark nach Eddie’s brüllenden Licks riecht, beim Sänger bin ich mir nicht ganz sicher, zu Beginn des Songs hört er sich an wie der gute David Coverdale, etwas später schon wie Sammy Hagar in seinen frühen Jahren, was aber auch wieder für die Variabilität seiner Stimme spricht.  VOODOO CIRCLE sind Alex Beyrodt (Gitarre), David Readman (Vocals), Matt Sinner (Bass), Markus Kullmann (Drums) und Jimmy Kresic (Keyboards)

VINTAGE ROCK

Für Fans von: Whitesnake - Pink Cream 69 - Sammy Hagar

DEUTSCHLAND

Auszusetzen gibt es nichts an der Musik der Gruppe, 60 Minuten lang hämmert die volle Heavy Rock Breitseite – die Besetzung hat sich aus anderen Top Bands zusammenrekrutiert („Mat Sinner“) und den Showman „Jimmy Kresic“ durfte ich vor zwei Jahren sogar auf der Musikmesse in Frankfurt erleben, wie er mit der Roland-Synth- Gitarre seine Fertigkeiten demonstrierte. „King Of Your Dreams“ und der Titelsong “Broken Heart Syndorme” haben ein bisschen „Scorpions“ im Blut, „When Destiny Calls“ zeigt, dass Gitarrist Alex Beyrodt die Riffs von Jake E. Lee & Randy Rhoads gut studiert hat. Auch „seinen“ Hendrix hat er sich einverleibt in zahlreichen Übungsstunden. Die Ballade „Blind Man“ beginnt wie „Angel“ vom „Freedom“ Album des Seattle-Axeman.Sänger Beim Gesang muss ich ständig an Gary Moore’s „Empty Rooms“ denken – hat aber auch viel mit der Akkordabfolge zu tun. War aber schon immer ein Problem von Musikern, die jahrelang nur „nachgespielt“ haben, anstatt sich eigenständig selbst zu entwickeln. Sänger David Readman singt technisch erstklassig, aber irgendwie kommt die Leidenschaft, die eigentlich diese Art von Musik auszeichnet, auf den Studioaufnahmen nicht rüber. Was waren das noch für Zeiten, als sich ein Bon Scott die Seele aus dem Leib „shoutete“.

Am besten gefällt’s mir, wenn die Band aufs Tempo drückt wie in „The Heavens Are Burning“, aber hier krankt der Song ebenfalls am zurückhaltenden Gesang, was mit Sicherheit auch irgendwo ein Problem der Studioaufnahmen war –  sorry für die harten Worte, aber wenn man tagtäglich herausragende und interessante Stimmen hört, fallen einem die weniger begeisternden schnell auf. Gutes Solo aber hier  von Keyboarder Jimmy Kresic, der in den 13 Songs viel zu wenig Möglichkeiten bekommt, sein exzellentes Können zu zeigen. Auch gut: Das Gitarrensolo, das zwischen “Speed-Picking” der rechten Hand und gutem “Sweeping” pendelt.

Fazit: Routiniert gute Heavy Kost, in der sich die Ingredienzen einiger TOP Bands der letzten 20 Jahre befinden. Toll für alle, die auf gute Musik stehen, langweilig für alle, die von einer Supergruppe etwas mehr als ein aufgewärmtes Süppchen erwarten.

VÖ: 03.05.11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.voodoocircle.de/

TOURDATEN

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WILLY DeVILLE “COME A LITTLE BIT CLOSER”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Willy DeVille - Come A Little Bit Closer

1.  Venus Of Avenue D
2.  This Must Be The Night
3.  Love And Emotion
4.  Savoir Faire
5.  Just To Walk That Little Girl Home
6.  Mixed Up, Shook Up Girl
7.  Slave To Love
8.  Slow Drain
9.  Demasiado Corazon (Too Much Heart)
10. Little Girl
11. Storybook Love
12. Can’t Do Without It
13. Hey Joe
14. Just Your Friends
15. Steady Drivin Man
16. Cadillac Walk
17. Spanish Stroll

5:47
3:25
4:09
3:14
4:42
5:16
4:23
4:56
4:47
4:37
4:04
4:06
4:39
3:30
6:05
5:05
5:03

ROOTS ROCK

Für Fans von: Mark Knopfler - Little Steven - Bruce Springsteen

USA

Die Musik von MINK DeVILLE oder später WILLY DeVILLE war schon immer ein speziell Fall für sich gewesen. Entweder man mochte die Musik oder man konnte gar nichts mit ihr anfangen, zwischendurch gab es nix. Ich bin zu meiner ersten Platte von Mister DeVILLE durch eine Rezension des deutschen Musikmagazins Musikexpress gekommen. Die Scheibe war irgendwann im Jahr 1979 (ich habe jetzt gerade keinen Bock, ins Archiv zu gehen und die Ausgabe hervorzuwühlen) als “Platte des Monats” ausgezeichnet worden – und ich hielt es damals bereits so, dass ich mir Platten immer erst gekauft und in den seltensten Fällen vorher rein gehört habe. Ich bin ein sogenannter “Gefühlskäufer”  und behaupte einfach mal ganz stolz, dass ich mich “fast” nie „verkauft“ habe. Damals allerdings war die Musik des hier erwähnten Willy DeVille nicht so sehr mein Fall gewesen, erst viel später (in den 90er Jahren) kramte ich wieder mal die Platten hervor und siehe da - ich war begeistert.

Venus Of Avenue D“ ist für Fans des Sängers alleine schon den Kauf des Albums wert. Der jaulende Gitarrenakkord zu Beginn des Songs wird mit einem brüllenden „Yeah“ eines Zuschauers kommentiert. Kennt Ihr den Gesichtsausdruck eines Gitarristen, wenn er die Saiten seiner geliebten Klampfe nach oben zieht, dabei die Augen schliesst und sich selbst mit einer glückseligen Fratze auf Wolke 7 spielt? Hier kann sich der Musikfan dem gleichen Gefühl hingeben. „Venus Of Avenue D“ ist mit einer fast unheimlichen Intensität gespielt (und vor allem auch von DeVille interpretiert) worden, dass man glaubt, sich unmittelbar direkt  vor der Bühne zu befinden. Wenn dann auch noch das scharfe Saxophon-Solo kommt und der Song sich galaktisch-dramaturgisch steigert, denke ich einfach nur noch: „Wow! Genial“

Auch der Rest der insgesamt 78 Minuten kann sich hören lassen. Es gibt ausschliesslich Live Aufnahmen, die meisten davon wurden irgendwo zwischen 1977 und 2006 mitgeschnitten. Stilistisch gibt es einen Überblick seiner gesamten musikalischen Palette, ob es nun die akkordeonlastige Tex-Mex Ballade „Love And Emotion“, der funky Shuffle „Slow Drain“, das jazzig angehauchte „Storybook Love“, die Gospel-Ballade „Can’t Do Without it“ (in dem sich Willy anhört wie ein Bruder von Joe Cocker) oder mit „Demadiado Corazon“ latineske Salsa-Power gibt. Am abgefahrensten klingt aber auch heute noch die “Cha Cha” Cover Version von „Hey Joe“ (Original: Jimi Hendrix). Natürlich mit dabei: Das wunderbare „Spanish Stroll“ – einer seiner schönsten Songs mit messerscharfer Slidegitarre: High End Freaks seien gewarnt: Audiophiler Genuss ist nicht unbedingt zu erwarten, die Aufnahmen wurden – zum Glück – in ihrer ungehobelten & rauhen Authentizität belassen.

Epilog:  Willy DeVille ist ein Songwriter gewesen, der am 06. August 2009 im Alter von 58 Jahren an den Folgen einer Krebsbehandlung gestorben ist. In seiner Discographie stehen 32 Alben (Studio-, Live- & Best Of- Alben inklusive).  Auf dem Soundtrack des Tarantino Films “Death Proof” befindet sich der DeVille Song “It’s So Easy”.

Fazit: Super Scheibe für alle, die die Musik von WILLY DeVILLE geliebt haben – für Einsteiger, die seine Musik noch nicht kennen, ist das Album nur bedingt geeignet. Lieber zuerst einmal eines seiner Studio Alben oder gleich die “Best Of” besorgen. Und wenn dann das WILLY DE VILLE Fieber ausgebrochen ist, endet man bei diesem musikalischen Vermächtnis.

VÖ: 24.05.11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.willydevillemusic.com/

TOURDATEN

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SAM ROBERTS BAND “COLLIDER”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Sam Roberts Band - Collider

1.  The Last Crusade
2.  Without A Map
3.  Let It In
4.  Graveyard Shift
5.  No Arrows
6.  Longitude
7.  Streets Of Heaven
8.  Sang Froid
9.  Twist The Knife
10. I Feel You
11. The Band VS The World
12. Partition Blues
13. Tractor Beam Blues

Label: Universal Music Canada

4:17
4:05
4:17
4:27
4:24
3:18
4:26
3:30
4:13
5:16
4:09
4:10
4:53

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ROOTS ROCK

Für Fans von: George Thorogood - JJ Grey - Crazy Elephant

KANADA

Canada is calling! Richtig starke Musik, die derzeit von diesem nördlichsten Länder der Erde kommt. Die SAM ROBERTS BAND veröffentlicht mit dem „Collider“ ihr fünftes Studio Album, das einen wundervollen Blues-Roots- Rock Mix bietet, in dem es zusätzlich jede Menge Bestandteile von funkjazzigen Licks & Grooves gibt. Bestes Beispiel ist der Auftakt „The Last Crusade“ – etwas folkrockiger gibt sich „Without A Map“, was hier vor allem am Klang der akustischen Gitarren liegt. Das Crossover-Stück „Let It In“ überrascht  mit blubberndem Boogie- Bass, poppigem Refrain & „afrobeatigen“ Akkorden. Der Rest des Albums: „Graveyard Shift“ ist ein Indie-Rocker, „No Arrows“ bringt Flower Power Flair der 60ies in die Bude, „Longitude“ erinnert etwas an die wavigen Grooves der B-52s, bei „Streets Of Heaven“ fällt mir spontan die Musik von Greg Kihn ein (kennt den noch jemand? Hatte in den 80er Jahren einen Riesenhit mit „The Breakup Song“!). Das bluesrockige „The Band VS The World“ gefällt allen Fans der Black Crowes und passt genau, wenn jemals ein Song gesucht wird, der als Beispiel für die Bezeichnung “Bubblegum-Prog” herhalten soll. Am Ende der starken CD werden im Gitarren- & Kirmesorgel-Rocker „Tractor Beam Blues“ noch einmal richtig Erinnerungen an die gute alte Woodstock-Zeit wach.

VÖ: 10.05.11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite:  http://www.samrobertsband.com/

TOURDATEN

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LOW IN THE SKY “A SHARED RAINBOW”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Low In The Sky - A Shared Rainbow mc

TITELVERZEICHNIS:

1.  October 10th, King Elementary
2.  Leghwhizahmo
3.  Lluvia Y Sal
4.  Ice Disco
5.  SuperWarmer
6.  Kristy Kreme
7.  Cosmo
8.  Tiny Van Pirates
9.  Shamu Sleeps Tonight

Besetzung:
Joe Minadeo, Corey Farrow, Pat McNulty

Label: Abandon Building Records
Webseite: www.abandonbuilding.com

Zeit:

5:14
4:18
3:55
2:53
4:14
3:55
3:45
3:44
3:38

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AMBIENT ROCK

Für Fans von: Four Tet – Sigor Ros – Boards Of Canada – Prefuse 73

USA (OHIO)

Psychedelischer Indie-Pop-Punk, der ganz gut passt zum Artwork des CD-Covers, das die Künstlerin Kristi Wall und Charlie Wagers geschaffen haben. Die Musik ist ungewöhnlich, instrumental, ambient und – mit Ausnahme des 5minütigen Auftakts „October 10th, King Elementary“ – extrem tanzbar! „Leghwhizahmo“ trägt hinauf auf die berühmte Wolke 7, die spacigen Arrangements erlauben den Einsatz von brummendem Synthesizer-Zirpen, Melodica und artifiziellen Bongos. „SuperWarmer“ gibt es mit Xylophon, Cello und verschrobener Bassline und das Highlight „Kristy Kreme“ ist ein akustischer Traum aus pinkfloydschem monumentalen Pop-Getöse und experimentellen Dub-Klängen, die der Musik eines Jah Wobble (britischer Avantgarde-Elektroniker) würdig wären. Als das Stück Tempo aufnimmt, schwirrt die engelsgleiche Stimme von Pat McNulty dem Climax entgegen.

Fazit: Komplexe Musik, die trotz allem simpel klingt – einen Song wie den psychedelisch-chilligen Morricone-Klon „Cosmo“ muss “der liebe Gott” auf seinem MP3 Player gehört haben, als er vor Anbeginn aller Zeiten die Welt erschaffen hat.

VÖ: 27.05.11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://lowinthesky.com/https://myspace.com/lowinthesky/music/songs

TOURDATEN

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BLINDSIDE “WITH SHIVERING HEARTS WE WAIT”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Blindside - With Shivering Hearts We Wait

1.  There Must Be Something In The
2.  My Heart Escapes
3.  Monster On The Radio
4.  It’s All I Have
5.  Bloodstained Hollywood Ending
6.  Our Love Saves Us
7.  Bring Out Your Dead
8.  Withering
9.  Cold
10. There Must Be Something In The

Christian Lindskog (vocals)
Simon Grenehed (guitars)
Tomas Näslung (bass)
Marcus Dahlström (drums, percussion)

Label: INO Records

3:58
3:42
3:11
3:51
3:15
3:29
3:41
3:35
3:23
7:03

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ALTERNATIVE ROCK

Für Fans von: We Were Skeletons - Hoobastank - Lorene Drive

SCHWEDEN

„Haben ehemalige Punkgruppen oder – wie es heutzutage so schön heisst – Post Hardcore Bands eine grössere Affinität zum rockigen Screamo als andere Musikschichten?“ war das Thema einer grösseren Diskussion, die ich vor kurzer Zeit mit einigen Bekannten in den frühen Morgenstunden führte. Namen wie „Silverstein“ und „The Red Jumpsuit Apparatus“ fielen, einer der Diskussionsteilnehmer schwört seit Jahren sogar auf die Musik von BLINDSIDE. Wie es der Zufall will, liegt jetzt nur ein paar Wochen später das neue Album der Schweden vor. Bei der 1994 gegründeten Band kann man deutlich erkennen, wie sich die Musik des Quartetts über die Jahre verändert hat. Es geht aber nicht nur metallisch zu auf dem neuen Album “With Shivering Hearts We Wait” - im Gegenteil: In „Monster On The Radio“ haben die Boys sogar ein Drum Sample der Marke „Miami Freestyle Groove“ – generiert (wie sie noch Ende der 80er Jahre von jedem DJ, der den antiken Drumcomputer TR 909 besass, verwendet worden sind) - in den Anfang ihres Songs eingebunden. Die “Beastie Boys” oder noch besser ”Hollywood Undead” lassen schön grüssen. Cooler Song!

Weitere Highlights des 10-Track-Albums: „Bloodstained“ ,das dance-elektro-rockige „Our Love Saves Us“, das etwas an die Klassiker der australischen Band „Inxs“ erinnert, der druckvolle Hammer „Bring Out Your Dead“ und das wuchtige rocksinfonische „Withering“, in dem Christian Lindskog unter Beweis stellt, dass er nicht zu Unrecht als einer der besten skandinavischen Rockshouter bezeichnet wird. In der finalen 7minütigen Hymne „There Must Be Something In The Wind“ kombinieren die Schweden um ein weiteres Mal, wie genial gelungen die Symbiose zwischen „manuell“ gespielter Musik und computergenerierten Elementen sein kann. Ein saustarkes Album! Und um noch einmal auf die oben erwähnte Diskussion zu kommen: BLINDSIDE und Post Hardcore? War einmal – wenn es darum geht, die Zukunft der Rockmusik zu gestalten, werden die vier Schweden mit Sicherheit ein gewichtiges Wörtchen mitreden.

VÖ: 07.06.11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.blindsideonline.com/ 

TOURDATEN

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ARCTIC MONKEYS “SUCK IT AND SEE”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Arctic Monkeys - Suck It And See

TRACKLISTING:

1.  She’s Thunderstorms
2.  Black Treacle
3.  Brick By Brick
4.  The Hellcat Spangled Shalalala
5.  Don’t Sit Down Cause I’ve Moved Your Chair
6.  Library Pictures
7.  All My Own Stunts
8.  Reckless Serenade
9.  Piledriver Waltz
10. Love Is A Laserquest
11. Suck It And See
12. That’s Where You’re Wrong

TIME:

3:55
3:35
2:59
3:00
3:04
2:22
3:52
2:43
3:24
3:12
3:46
4:17

ALTERNATIVE ROCK

Für Fans von: Babyshambles - Hot Hot Heat - Hard-Fi - Oasis

ENGLAND

Seit dem „Aus“ für „Oasis“ sucht die britische Fachpresse verzweifelt nach einem Nachfolger, der die Weiterentwicklung des Brit-Rock übernimmt oder gar vorantreibt. Mit dem Song „She’s Thunderstorms“ dürften die ARCTIC MONKEYS aus Sheffield ihre Bewerbung deutlich untermauert haben. Das neue (und vierte) Studio Album heisst „Suck It And See“.

Aber wer jetzt denkt, einen weiteren Abklatsch der “Fab Four” (dieses Attribut bezieht sich auf den Spitznamen der Liverpooler “Beatles”) präsentiert zu bekommen, irrt sich. Ältere Pop Musikfans werden entzückt feststellen, das die 4 Boys einen Streifzug durch die 60er Pop-Szene Englands unternommen haben. Ein Retro- Highlight jagt das Andere: „Brick By Brick“ erinnert an die wilden Dinger der höhlenbewohnenden „Troggs“ (Remember “Wild Thing”?) aus den 60er Jahren, „The Hellcat Spangled Shalala“ lässt (nicht nur wegen des Refrains) an die längst vergessenen „Tremeloes“ denken, mit „Don’t Sit Down ’Cause I’ve Moved Your Chair“ hat die Band sogar einen hardrockigen Kracher im Gepäck. Die „Library Pictures“ wechseln das Tempo wie manche Politiker ihre Gesinnung. Der Basslauf von „Reckless Serenade“ erinnert - kombiniert mit dem Schlagzeug-Drive von Matt Helders -  plagiativ an das grossartige „Time Of The Season“ der Band “The Zombies”, kann aber auch nur Zufall sein oder ein Produkt meiner Imagination (”könnte aber auch ein Produkt der Abwandlung des Themas „It’s All Over Now“ von Van Morrison’s Them gewesen sein“ wirft Frau Dr. Music beim Vorübergehen ein. Aha!). Trotzdem: Ein toller Song1

Der psychedelisch-poppige „Piledriver Waltz“ darf mit Sicherheit auch ohne die Zufuhr der im Text vorgeschlagenen Stimulantien getanzt werden. In den Titelsong - einer der besten Tracks des Albums – packen die Boys sämtliche Zutaten, aus denen ein herausragender Popdiamant bestehen muss. In „That’s Where You’re Wrong“ zeigen die Musiker, dass auch die besten „U2“-Jahre nicht spurlos an ihnen vorüber gegangen sind. FAZIT: Wundervolles Indie Rock Album – ich möchte fast behaupten, das Beste der Arctic Monkeys bisher!

VÖ: 06.06.11

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://arcticmonkeys.com/ 

TOURDATEN

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LIMP BIZKIT “COLD COBRA” (Deluxe Edition)   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Limp Bizkit - Gold Cobra

1.  Intobra
2.  Bring It On
3.  Gold Cobra
4.  Shark Attack
5.  Get A Life
6.  Shotgun
7.  Douche Bag
8.  Walking Away
9.. Loser
10. Autotunage
11. 90.2.12
12. Why Try
13. Killer In You
14. Back Porch (Bonus Deluxe)
15. My Own Cobain (Bonus Deluxe)
16. Angels (Bonus Deluxe)

1:22
2:18
3:54
3:27
4:55
4:33
3:42
4:46
4:54
5:01
4:18
2:25
3:47
3:22
3:43
3:21

CROSSOVER ROCK

Für Fans von:  RHCP - Beastie Boys - Hollywood Undead

USA

Wer sich schon lange nach neuen Ergüssen der Band „Red Hot Chili Peppers“ sehnt, kann sich jetzt unbedenklich mit dem neuen Album der HipHopMetallisten LIMP BIZKIT austoben. Die Scheibe „Gold Cobra“ (hier: Die Deluxe Edition) bringt 16 neue Tracks, die ordentlich Dampf in der Bude machen. Der Titelsong „Gold Cobra“ geht dabei bestens als Schwesterchen/Brüderchen des RHCP-Mega-Klassikers „Give It Away“ durch – Frontman Fred Durst wartet mit fast identischem Lyric-Phrasing auf. Dazu brummt ein funky Crossover-Groove mit 87,2 bpm, „Rock This Motherfucker All Night Long“ meint Durst und gibt damit die Richtung vor: Eine Party Scheibe für das nächtliche Sommervergnügen! Die „Shark Attack“ ist ein bisschen schneller gestrickt (110,2 bpm), bedient sich aber im gleichen Vocal Terrain der heissen Peppers (der “durstige” Frontman gibt den Text vor, die Band antwortet mit in den Hintergrund gemischten & gebrüllten Refrain-Statements).

In „Get A Life“ zeigt der gute Fred, was ihn von Anthony Kiedis (und einem Fred Feuerstein) unterscheidet – er kreischt  sich die Seele aus dem Leib und wechselt dramaturgisch geschickt zwischen zurückgefahrenen Vocals & extrovertiertem Energie-Screamo-Ausbruch. Exzellente Performance! Ein abgefahrenes Outro gibt es kostenlos dazu. „Shotgun“ bricht heavyrockig aus den Lautsprechern, hier werden sie zum ersten Mal ihrer Einstufung in die „Nu Metal Schublade“ gerecht. Intelligente Prog-Rock-Breaks sorgen für Abwexlung! Aber Metal? Nö! Mit Heavy Metal hat die Musik von LIMP BIZKIT “absolutely” nichts zu tun.

Douche Bag“ geht minimal in Richtung „Clawfinger“ (schwedische Crossover Metal Band), der „Loser“ ist eindeutig der langweilige Verlierer des Albums, nach diesem Durchhänger gibt es aber wieder frischen Aufwind mit „90.2.10“, ganz stark dann auch der über ein „Miami-Freestyle-Sample“ laufende Funk-Rock-Banger-Groove „Killer In You“, einer der geilsten  Tracks des Albums! Die drei Bonus Stücke der Deluxe Edition: „Back Porch“ ist Hop Hop mit metallischer Background- Klangwand und „My Own Cobain“ oder „Angels“ sind zwar ganz nett, aber verzichtbare Beigaben.

VÖ: 28.06.11

Verfügbar: CD & Deluxe CD & Digital Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.limpbizkit.com/ 

TOURDATEN

Info: Die diversen Editionen: Die Standard CD bringt es auf 13 Titel, die „Deluxe Edition“ hat 16 Songs, wer bei „Best Buy“ kauft, bekommt noch das Stück „Middle Finger“ (mit Gast Paul Wall) dazu, die japanische Deluxe Edition bietet mit dem Stück „Combat Jazz“ Rapper Raekwon am Mikrofon auf, der iTunes-Downloader erhält den exklusiven Track „Los Angeles“.

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Music from “SPIDERMAN-TURN OFF THE DARK” (Original Cast)  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Soundtrack - Spider-Man - Turn Off The Dark

1.  NY Debut (Instrumental)
2.  The Boy Falls From The Sky (Reeve Carney)
3.  Rise Above 1 (feat. Bono & The Edge)
4.  Picture This (R. Carney, Jennifer Damiano)
5.  I Just Can’t Walk Away (J. Damiano, R. Carney)
6.  Bouncing Off The Walls (R. Carney)
7.  Pull The Trigger (Patrick Page, Laura Beth Wells)
8.  No More (R. Carney, J. Damiano)
9.  DIY World (verschiedene Schauspieler)
10. If The World Should End (J. Damiano, R. Carney)
11. Sinstereo (Nebendarsteller/Reporter)
12. A Freak LIke Me Needs Company (P. Page)
13. Rise Above 2 (R. Carney, Teresa Victoria Carpio)
14. Turn Off The Dark (T. V. Carpio, R. Carney)

ROCK MUSICAL

Für Fans von: Rocky Horror Picture Show - Little Shop Of Horrors

USA

Was haben der Sänger Bono Vox, der Gitarrist The Edge und die Comic Figur „Spiderman“ gemeinsam? Vielleicht, dass es in der Songwriter-Schublade der Band U2 schon einige Spinnweben gibt, weil kompositorisch nichts mehr Neues kommt? Möglich, aber im vorliegenden Fall handelt es sich darum, dass die beiden U2-Protagonisten die Musik & die Lyrics für das Rock Musical „Spider-Man: Turn Off The Dark“ geschrieben haben.

Wer jetzt erwartet: Prima,  neuer “U2”-Stoff, dem sei gesagt: Nur teilweise! Nach dem instrumentalen Auftakt „NY Debut“ gibt es die erste gesungene Nummer „The Boy Falls From The Sky“, die aber nicht von Bono Vox, sondern von einem gewissen Reeve Carney, der die Rolle des Peter Parker (Insider wissen, dass es sich hierbei um den von Comic Fans geliebten Spider Man handelt) spielt. Aber – im folgenden (und starken) „Rise Above 1“ (mit leicht angedeutetem „plagiativen“ Soul II Soul Drum-Beet) ist Bono Vox endlich mit von der Partie. Es wird das einzige Stück bleiben, bei dem er “sängerisch” mitwirkt.

Die meisten Songs werden – wie es sich für ein Musical gehört – von mehreren Teilnehmern gleichzeitig gesungen – in “Picture This” sind es Peter und seine Partnerin Mary Jane Watson, die hier von JENNIFER DAMIANO „verkörpert wird“ (im obigen rechten Kasten steht jeweils der originale Interpret, der die Hauptrolle im zugeordneten Stück singt) und mittlerweile befinde ich mich beim Hören – nachdem ich noch während der ersten beiden Stücke argwöhnisch die Mundwinkel verzogen hatte – auf einer ansteigenden Begeisterungswelle, so gut kommen der rockige Sound und der Vortrag der singenden Schauspieler aus den Lautsprechern. Mary Jane aka Jennifer darf noch mal in der Ballade „I Just Can’t Walk Away (Say It Now)“ und wer die Musik von U2 kennt, der weiss genau, was ihn erwartet, wenn ich ihm sage, dass sich spätestens jetzt das Gänsehaut Feeling einstellt, so toll ist die Atmosphäre, die dieser Song verbreitet. Faktor: „I Still Haven’t Found What I’m Looking For“!

Rockiges gibt es in “Bouncing Off The Walls”, hipphoppiges in “Pull The Trigger” – das sollen Bono & The Edge geschrieben haben? Unglaublich – die Beiden sind ja richtig wandelbar – so wünsche ich mir mal eine „echte“ U2 – Nummer in diesem Crossover-Country-Metal-Frack (das Stück dürfte allen „Cowboy Troy“-Fans gefallen!)! Auch der Rest der Songs ist toll – Jennifer Damiano kann es auch gefühlvoll wie in der Ballade „If The World Should End“ – richtige “U2”-Atmo verursacht dann noch einmal das tolle „Sinstero“ – Disco-House gibt es mit „A Freak Like Me Needs Company“ und nach dem Genuss habe ich Lust auf den Besuch einer Vorführung bekommen - es hatte ja vorab um das Musical fast nur Hiobsbotschaften gegeben: Bono & The Edge hatten sich mit der Regisseurin zerstritten, Unfälle und Pannen behinderten die geplante Aufführung und auch als das Musical längst über die Bühne gegangen war, wurde es von – logisch – den Kritikern zerrissen. Was man a) aber nicht allzu ernst nehmen sollte, weil diese sauertöpfischen selbsternannten Rezensionsgötter selten mit der nötigen Leidenschaft an ein solches Thema herangehen und b) der Löwenanteil dieses Rockmusicals letzten Endes von der Musik abhängt und die ist einfach tierisch gut!

VÖ: 21.06.11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://spidermanonbroadway.marvel.com/  &  http://www.reevecarneymusic.com/

TOURDATEN

Info: Ob und wann es die Show einmal auf DVD geben wird, steht bisher noch in den Sternen, genügend Material für etwaige Specials steht auf jeden Fall  zur Verfügung. Die 14 Stücke der CD bilden übrigens nicht alle Songs des in zwei Akte aufgeteilten Musicals ab. Es fehlen “Building By Numbers”, “Venom”, “I’ll Take Manhattan”, “Spider-Man!”, “Bullying By Numbers”, “Behold And Wonder” und “The Myth Of Arachne”. Der Songwriter REEVE CARNEY, der im Musical den Peter Parker spielt, hat bisher ein Solo Studio Album, ein Live Album und 2 EPs veröffentlicht.

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BIG SUGAR “REVOLUTION PER MINUTE”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Big Sugar - Revolution Per Minute

1.  Roads Ahead
2.  Come A Little Closer! Now Come!
3.  Little Bit A All Right
4.  It’s All I Know (feat. Warren Haynes)
5.  If I Were Heaven (Tonight) (ft.  Tim Chaisson)
6.  Done So Much In The Dark (ft. Shane Murphy)
7.  Work It Now!
8.  Un-Employed Expert
9.  Counterfeit Wings (Are Some Jive Ass Wings)
10. There’s No Tellin Me (ft. Ian McLagan)
11. True Believers
12. A Revolution Per Minute (ft. Jay Malinowski)

TOTAL TIME: 48:50
Label: Frontside Records
Webseite: http://www.frontsidegroup.com/

2:22
4:31
3:54
5:21
4:17
4:04
3:14
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4:34
3:23
5:07

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ROCK

Für Fans von: The Black Crowes - JJ Grey & Mofro - The Guess Who

KANADA

Mir liegt das starke Album der kanadischen Blues Rock Truppe BIG SUGAR vor, die hierzulande kaum ein Mensch kennt, obwohl die Boys bereits seit 1991 aktiv sind. 1988 haben sie sich in Toronto gegründet, 1991 das erste Album veröffentlicht und mittlerweile verzücken sie mich mit ihrem 6. Longplay. Die 12 Songs auf „Revolution Per Minute“ sind groovy, funky, rattenscharf, gehen ins Blut, animieren zum Tanzen und versprühen bluesrockiges Gospel-Flair. Highlights gibt es nicht, weil jedes der Stücke (Spielzeit: 48:50) empfehlenswert ist, wenn man sich halbwegs für die Musik von J. J. Cale, Eric Clapton, Bonamassa, Steve Earle, John Fogerty, Kravitz. Bachman Turner Overdrive, die Black Crowes und die bereits oben bereits erwähnten „The Guess Who“ erwärmen kann.

Anspieltipps: „Come A Little Closer! No Come!” mit groovigem Telefonklingeln zum Abtanzen,  der Reggaeton-Blues Rocker „Little Bit A All Right“ mit souligem Gospel Flair, der Swamp-Funker „It’s All I Know“ (überrascht ab Minute 02:09 mit kurzzeitigen Beatles-Harmonien und „jeff-beckiger“ Slidegitarre), der Rock Steady „If I Were Heaven (Tonight)“ mit wimmernder Hawaii-Atmo. Mit „Un-Employed Expert“ ist den Boys sogar ein waschechter Ska mit Saxophon- & Dub-Einlagen gelungen. Im harmonikagetränkten Piano-Blues “There’s No Tellin’ Me” hat sich mit Ian McLagan ein alter Bekannter eingefunden, weitere Gäste in diversen Songs sind Warren Haynes, Jay Malinowski und Shane Murphy.

VÖ: 28.06.11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://bigsugar.com/

TOURDATEN

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WILD MOCCASINS “SKIN COLLISION PAST”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Wild Moccasins - Skin Collision Past

1.  Skin Collision Past
2.  Cake
3.  Its Health & My Own
4.  Late Night Television
5.  Psychic China
6.  Born Blonde
7.  Calendar
8.  Chapter Four
9.  Zylophone

Besetzung:
Zahira Gutierrez (Vocals)
Cody Swann (Vocals, Guitar)
Andrew Lee (Guitar)
Nicholas Cody (Bassguitar)
John Baldwin (Drums, Percussion)

INDIE ROCK POP

Für Fans von:  The Netherfriends - Arrah And The Ferns

USA (TEXAS)

Die WILD MOCCASINS spielen einen wilden Mix aus Indie Rock & Alternative Pop. ZAHIRA GUTIERREZ und CODY SWANN sorgen für die Vocals, Gitarrist ANDREW LEE hat sich Spieltechnik & Sound des irischen U2-Gitarristen „The Edge“ einverleibt und Drummer JOHN BALDWIN trommelt sich mutig durch das ganze Durcheinander, das von den Texanern verursacht wird. „Skin Collision Past“ lässt schwungvoll aufhorchen, „Cake“ schaukelt sich neckisch im rootsigen 6/8 Takt zum gitarrenpsychedelischen Höhepunkt, in „Its Health & My Own“ hat sich Bassist Nicholas Cody einen für die 60er Jahre typischen Basslauf ausgeborgt, der den Song ordentlich vorantreibt. „Late Night Television“ kommt mit einem ordentlichen Grat an Verzerrung/Distortion einher, um plötzlich nach 30 Sekunden in einen „supertramp’schen“ Piano-Rhythmus zu fallen, aber nach weiteren 21 Sekunden zieht die Band das Tempo an und verwandelt das Stück in das bisherige Highlight der CD.

Fazit: Wie würde ein Amerikaner sagen, wenn man ihn fragt, wie ihm das Album gefällt? „Not Bad At All“ – was soviel heisst wie “gar nicht mal so schlecht”, was wiederum ein Kompliment für die Band & ihr Produkt bedeutet, aber andererseits durch die Blume sagt, dass die WILD MOCCASINS leider nur eine CD unter 10.000 ähnlichen Scheibchen veröffentlicht haben.

VÖ: 21.06.11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: https://myspace.com/thewildmoccasins/music/songs

TOURDATEN

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AN HORSE “WALLS”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

INDIE ROCK

Für Fans von:  Juliette Lewis - Lush - Eisley - Throwing Muses

AUSTRALIEN

An Horse - Walls

1.  Dressed Sharply
2.  Not Mine
3.  Airport Death
4.  Know This, We’ve Noticed
5.  Trains And Tracks
6.  Walls
7.  Brain On A Table
8.  100 Whales
9.  Leave Me
10. Windows In The City
11. Swallow The Sea
12.Tiny Skeletons

AN HORSE sind ein junges Indie-Rock-Pop- Duo aus Australien, unspektakulär, aber ganz nett – Sängerin Kate Cooper fesselt  vor allem durch leidenschaftlich präsentierten Gesang, auch wenn sich ab und an ein paar Intonationsfehler einschleichen. Gitarre und Schlagzeug spielen routiniert und ohne grössere Schnörkel und Merkmale, die tolle Fertigkeiten unter Beweis stellen. Auf der Webseite der Band gibt es den Songs “Train And Tracks” zum freien Download. Produziert hat Howard Redekopp in Vancouver

VÖ: 26. 04. 11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.anhorse.com/ 

TOURDATEN

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Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

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NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, gehört in JEDE Sammlung, für die einsame Insel

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NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den  besten  1000 aller Zeiten

KKKKKKKKKK

NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

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NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

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NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung,  bei Bedarf wieder hervorholen

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NDS 2,150

Durchschnittliches Album,  nur für Edel-Fans empfehlenswert

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NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

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NDS 2,350

Langweilig, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

KKKKKKKKKK

NDS 2,450

Schwaches Album, CD und  Cover als Unterlage im Katzenklo

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NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

KKKKKKKKKK

NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

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