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Hier gibt es Rezensionen von Pop Alben, die im 4. Quartal 2010 erschienen sind. Hier stehen u. a. die Infos zu den Alben ”Moonfleet And Other Stories” von CHRIS DeBURGH aus Irland, “The Constant” von I BLAME COCO, “Sale El Sol” von SHAKIRA  aus Kolumbien, “Bare Bones” von BRYAN ADAMS, “The Truth” von BRIAN MELO aus Kanada, “X” von COLONIA aus Kroatien, “Waiting For Daylight” von A1 aus Norwegen und “Start Stop” von MONICA FERRAZ aus Portugal

Pop CDs 2010 - 4

POP CDs Übersicht

Gesamtübersicht

Startseite

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CHRIS DeBURGH “MOONFLEET AND OTHER STORIES”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Chris DeBurgh - Moonfleet & Other Stories

Meeresrauschen, Harfenklänge, sinfonisch-orchestraler Einstieg in die neue CD von CHRIS DE BURGH. Er hat sich etwas einfallen lassen für seine neue CD, nachdem die letzte Veröffentlichung so ziemlich die Grotte aller Dinge gewesen war. Aber deutsche Endverbraucher hatten sich “pro Chris” entschieden, denn wie sonst ist es zu erklären, dass das üble 2008er Machwerk “Footsteps” über 100.000 Mal über den Ladentisch bzw. die Download Rampe gegangen ist, was wiederum zur Auszeichnung mit einer “goldenen Platte” geführt hat? Aber seit dem kanadischen Goldrausch weiss ich auch, dass es jede Menge “Katzengold” gibt oder hatte die Firma edel records gar sämtliche Chris DeBurgh-Fans bestochen, die CD zu kaufen? Egal - Schwamm darüber - das neue Album ist wesentlich besser!

ABENTEUER-POP

Für Fans von: Al Stewart - Belle & Sebastian - Jackson Browne

IRLAND

5 Minuten dauert die „Moonfleet Overture“, nach dem folgenden gesprochenen Intro gibt es den ersten kurzen Song: „The Light On The Bay“ ist eine tolle kurze Ballade, angereichert mit irisch-keltischen Melodien & Sounds, wächst gegen Ende an zum Crescendo, um in „Have A Care“,einem schnellen melodiösen Pop-Rocker hinein zu fliessen. Typische DeBurgh-Harmonien – spannend dargeboten und wundervoll eingebettet in den rockigen Sound. Was für ein Unterschied zur 2008 erschienenen CD!

Traditionelle Melodien werden zudem - ohne aufgesetzt zu wirken - in den Song hineingearbeitet („What Shall We Do With The Boy Who’s Hiding, Early In The Morning ....“). Überhaupt scheint der irische Songwriter einen Narren gefressen zu haben an dieser Melodie, weil sie noch weitere Male in diversen Liedern dieser CD auftaucht. Die vertonte Abenteuergeschichte, die im 18. Jahrhundert in England spielt, handelt thematisch von Schmugglern,  Schatzsuche und einem Liebespaar, dem am Ende der Story natürlich ein Happy End winkt. Die literarische Vorlage (stammt von John Meade Falkner) wirkt gesamtgesehen wie ein Musical oder eine Pop-Opera, aus der besonders der Song „The Escape“ mit seinen aufwühlenden Fiddles heraussticht. Die restlichen zusätzlichen sechs Stücke sind Bonus- Beigaben, die in Sound & Klang gut zur 18teiligen Konzept-Story „Moonfleet“ passen – sehr gut gefällt mir der romantic Pop „Everywhere I Go“. CHRIS DeBURGH meldet sich zurück in Höchstform!

VÖ: 22.10.10

Verfügbar: CD & CD + Buch & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.cdeb.com/  &  http://www.chrisdeburgh.net/english/index.html

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

SHAKIRA “SALE EL SOL”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Shakira - Sale El Sol

Die kolumbianische Sängerin SHAKIRA hält ihre Fans ganz schön auf Trab. Von ihrer letzten CD gab es weltweit insgesamt acht verschiedene Versionen – wer nicht genug von ihr bekommen konnte, hatte ganz schön Action, alle Songs zusammen zu bringen. Im Frühjahr kam zusätzlich noch eine Deluxe Edition des letzten Albums und jetzt im Oktober legt sie bereits ihr siebtes (und das dritte zweisprachige) Album vor. Es gibt zum grossen Teil aber spanisch gesungene Lieder, von denen mir nach dem ersten Hören vor allem der Single Hit „Sale El Sol“ und das melancholische „Antes De Las Seis“ gefallen. Die Latino-Keule gibt es aber auch mit dem druckvollen „Gordita“, bei dem meine speziellen Latino-Rap-Lieblinge von Residente Calle aushelfen.

POP & POP-DANCE

Für Fans von: Paulina Rubio - Alejandra Guzman - Thalia

KOLUMBIEN

Warum sie allerdinx inmitten des besten spanischsprachigen Reissers „Addicted To You“ plötzlich zum Englischen hinüberwechselt, kann ich nicht nach voll ziehen. Die meisten Songs sind Uptempo-Stampfer. Es gibt aber trotzdem einige Überraschungen: Mit “Devoci” gibt es eine rockige Anleihe bei der irischen Band U2 und im Song „Islands“ eines der ungewöhnlichsten Song- & Sound-Arrangements von allen Shakira-Platten. Ihr (wie mir auch) gefällt’s und sie läuft mit ihrer Stimme locker auf der spacigen Soundwave spazieren. Im Radio wird dieser Song aber leider nicht laufen. Auch „Tu Boca“ ist intelligenter erwachsener Pop, der sich wesentlich abhebt von üblichen „radiotauglichen“ Weicheiern. Shakira goes Indie-Punky, Respect für die “alte Dame”!

Und weil die Menschheit nicht genug bekommen kann vom “Waka Waka” Massenfieber, gibt es gegen Ende noch zwei Mal den K-Mix des Songs (einmal “en anglaise” und einmal auf Spanisch). Die neue CD (zumindest die Version, die mir vorliegt) kommt mit 16 Titeln, davon gibt es 3 x Waka Waka, 2 x Loca (Loca) – alles tanzbar, alles fetzig und – wie immer top produziert und arrangiert. Aber im Gegensatz zu üblichen Mainstream-Scheiben geht die kolumbianische Sängerin ihren eigenen Weg und schert sich einen Dreck um radiotaugliche Marketinggesetze. Den einen oder anderen (Antenne Bayern hörenden) Musikfan wird sie vor den Kopf stossen. Tipp an diese Menschen: Focus verändern und die Songs als Anschauungsmaterial verwenden, dass es ein Leben gibt jenseits vom Radio- Mainstream. Zitat aus einem noch nicht veröffentlichten Asterix-Heft: “Quod Musica Audis, Quid Home Tu es”

VÖ: 15.10.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.shakira.com/

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

I BLAME COCO “THE CONSTANT”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

I Blame Coco - The Constant

Bereits Ende August gab es die elektrisierende Nachricht, dass wieder einmal ein Spross eines bekannten Musikers erwachsen genug geworden ist, um einige Songs auf die Menschheit los zu lassen. „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ – der Spruch ist wunderbar anwendbar auf den ersten Song von Eliot Pauline Sumner, die in der musikalischen Stratosphäre als COCO unterwegs ist. Sie ist die Tochter eines gewissen Gordon Sumner, den die Welt zumeist nur als Arbeitsbiene STING kennt. Jetzt hat sie ihr Debut “Self Machine” aufgenommen, das sie unter dem Projekttitel “I BLAME COCO” getarnt hat. Der erste Song “Self Machine” könnte sich genauso gut auf einer Platte ihres Vaters oder gar dessen Gruppe „The Police“ befinden. Da hat sie ihrem Daddy genau auf die Stimmbänder geschaut.

ELECTRO-POP

Für Fans von: La Roux - Roisin Murphy - Little Bots

ENGLAND

In Spirit Golden“ bleibt zunächst in der Rubrik Synth Pop, „Quicker“ wartet mit einigen piano-housigen Akkorden auf (ich bin gespannt auf den Remix am Ende der CD),  mit „Turn Your Back On Love“ gibt es keine Steigerung, auch „Please Rewind“ blubbert und plätschert munter drauf los, hier wird es ein bisschen rockiger, was aber auch unbedingt notwenig ist, die Nummer ähnelt jetzt dem rockigen Finale von „Every Little Thing She Does Is Magic“ und genau da liegt „der Hase begraben“ – ein bisschen Eigenständigkeit hätte der Sting-Tochter auch ganz gut gestanden.

Der beste Song ist „Playwright Fate“, aber nicht, weil er ein schnelles Tempo vorgibt, sondern weil hier die Unbekümmertheit der 20ährigen zu hören ist, der man anmerkt, wie viel Spass ihr die „ganze Geschichte“ gemacht haben muss. Im grössten Teil der Songs klingt sie aber zu bemüht. Daddy muss natürlich überzeugt werden, logo, oder? Der Titelsong „The Constant“ ist schon etwas länger bekannt, hier kann sie auch stimmlich (eigenständig) überzeugen. Gutes Arrangement – gute Komposition, die etwas in Richtung Eurythmics geht und ein Monster, was die Ohrwurmqualität angeht – 3 x gehört, das Ding ist drin im Ohr!

Party Pag“ – sie löst sich immer mehr vom Elternhaus, das Stück zieht jetzt dick in die „Cure“-Ecke, „No Smile“ bedeutet aber wieder die Rückkehr in des Vaters Schoss. Und war höre ich denn da? In „Caesar“, in dem die dänische Sängerin Robyn Karlsson gefeatured wird, höre ich sogar das kleine Wörtchen „Fucking“ – ob das der Daddy gutheisst? Die Steigerung gibt es im poppigen Reggae „Only Love Can Break Your Heart“ – beste Nummer bisher. Erinnert etwas an die ravigen Songs zu Beginn der 90er Jahre. Am Ende gibt es dann den Remix von „Quicker“ und es ist ein Teil geworden, wie es auch zurzeit nur von der britischen Insel kommen kann. Mit dem „Rack N Ruin Rework“ hat sie ein (leider nur 3minütiges) „grimiges“ (sprich: greimiges)  Dubstep-House- Spektakel konstruiert. Nicht schlecht, Frau Specht!

Fazit: Ein Scheibe, die mich nach 2 oder 3 Hörgängen richtig anbockt. Rechtfertigt die Tatsache, dass es die Sting-Tochter ist, den Kauf der CD? Für Sting- oder Police-Fans, die alles sammeln von der Band, ist es auf jeden Fall ein interessantes Add-On zur Sammlung, alle anderen sollten im Web einfach mal die Titel streamen, ob sie sich für den electro-poppigen Sound und die Stimme von COCO begeistern. Alle Überlegungen über einen Kamm geschoren: Gehört in eine umfangreiche Platten-Sammlung, auf jeden Fall!

VÖ: 01.10.10

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://iblamecoco.co.uk/

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

BRIAN MELO “THE TRUTH”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Brian Melo - The Truth

Casting-Shows & Talent-Shows, wohin das Auge blickt und es ist kein Ende abzusehen. Die Major Labels freuen sich am meisten, denn selten mussten sie weniger Kohle investieren in Talentsuche als heutzutage. Sie brauchen nur abzuwarten, wer oben plaziert ist und dann wedeln sie einfach mit den Plattenverträgen - zum Schaden kleinerer Labels, denen die Talente auszugehen scheinen. Toll daran ist, dass es jährlich eine neue Riesenladung mit phantastischen, unentdeckten Interpreten gibt, die sonst wohl zum grossen Teil “unentdeckt” geblieben wären. BRIAN MELO ist einer dieser talentierten Sänger. 2007 hatte er die kanadische Show “American Idol” (ähnlich dem X-Factor) gewonnen - sein Debut Album war in der “neuen Welt” überaus erfolgreich gewesen. Jetzt legt er sein zweites Album “The Truth” vor.

POP’N’ROCK

Für Fans von: Robbie Williams - Jon Bon Jovi

KANADA

Das Konzept ist dabei leicht: Man nehme etwas Brit-Pop, jage den Sound durch den Kompressor – Höhen und Bässe raus – und die Mitten breitwandig bis zum Anschlag ausgedehnt – etwas von der melodischen Power der jüngsten Screamo-Scheiben, ohne die Grunzeffekte – fertig ist das BRIAN MELOdische Gemisch des kanadischen Songwriters aus Ontario. Der 18jährige singt wie ein junger Bon Jovi mit der Leichtigkeit des jungen Richard Marx, die Songs „Soundproof“ und „Weigh Me In“ lassen sofort mit schwelgen und auch wenn viel Chemie mitwerkelt (die Refrain-Arrangements sind wohl allesamt durch einen Vocalizer gedreht worden), ist genügend Spassfaktor vorhanden. BRIAN MELO verfügt über eine klare, powervolle Stimme, die gut passt zu „Hang On“ mit seinem jagenden „U2“-Riff. Wie wandelbar er ist, zeigt in im romantischen “She’s Getting Away”, hier denke ich an die Musik & Songs von Chris DeBurgh zu dessen Bestzeiten.

Doch das beste kommt noch. Mit „Story Of Us“ singt er gemeinsam mit Suzie McNeil eine der schönsten Balladen des Jahres 2010. Wunderschöne Gesanxharmonien – dazu flattern ätherische Gitarren-Arpeggios im dichten – und trotzdem immer transparenten – Soundfrack. „Stranger Than Fiction“ zeigt den Musiker Brian – alleine mit seiner akustischen Gitarre „bewaffnet“ – schönes melancholisches Fingerpicking – und hier schlägt das ChaMELeOn wieder zu, seine Stimme klingt jetzt plötzlich etwas kratzig in Richtung Robbie Williams.

Am Ende steht ein starker Country-Folk-Americana-Track: „Ain’t Thinking About You“ ist ein klasse Song und zeigt erneut die Vielseitigkeit dieses Songwriters. War  der Einstieg in die CD noch sehr mainstreamig und schielte mit einem Auge auf Charts & Airplay, outet sich der 18jährige als kompletter und versierter Songwriter, der auch rockige Roots nicht aussen vor lässt. Eine klasse Platte zum Ende eines aufregenden musikalischen Jahres!

VÖ: 12.10.10

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.brianmelo.com/  

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COLONIA “X”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

DANCE-POP

Für Fans von:  Seka Aleksic  - Vesna Pisarovic - Vanna

KROATIEN

Nach zwei stinklanweiligen Titeln folgt der erste Aufreger mit „Nedodirljiva”, einem feurigen Disco-Stomper, wie es sie  Ende der 70er von Boney M oder Anfang der 90er von Kylie Minogue gegeben hat. „Poljubi Me Za Kraj“ – ebenfalls schneller Euro-Dance. Sehr gut in der Praxis anwendbar ist der Disco-Fox „Daj Daj“, der sogar hierzulande ein Erfolgstitel werden könnte. Problem ist, dass sich nach 5 – 6 Stücken Müdigkeit breit macht und die meisten Titel beginnen, zu langweilen. Fazit: Ganz nett, mit Bonus für den kroatischsprachigen Worldmusic-Factor, aber neben anderen internationalen Produktionen ist das Produkt „X“ von COLONIA nur zweitklassig. Nur mit „Stampf“ und „Rumms“ gewinnt man heute keine Bohne mehr! Der antiquierte Euro-Pop-Dance-Trash wird weder in der downloaderprobten jungen Zielgruppe noch bei Antenne-Bayern-geschädigten Hausfrauen punkten können!

Colonia - X

VÖ: 18.10.10

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.colonia.com.hr/

TOURDATEN

INFO: Pop aus Kroatien, Serbien oder anderen ehemaligen jugoslawischen Ländern bewegt sich hierzulande nur im Untergrund und im Radio läuft die Musik so gut wie gar nicht, ein paar Privatradios spielen Musik aus den Urlaubsländern lediglich, wenn es sich um Balkan-Turbo-Folk handelt, der im Disco-Frack von irgendeinem DJ aufbereitet wurde, der irgendwann erfahren hatte, dass er eine jugoslawische Großmutter  hatte. Dabei ist das musikalische Potential in Kroatien im Pop- & Rock-Bereich  vielfältig. Beste Beispiele sind LET 3, KUT IDIJOTI, THE BAMBI MOLESTERS im Rock und SEVERINA und TONI CETINSKI im Pop-Bereich. Die beliebteste Rap Band im Lande ist die Formation THE BEAT FLEET.

 

 

 

 

 

 

 

 

A1 “WAITING FOR DAYLIGHT”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

BOYGROUP

Für Fans von:  Take That - Backstreet Boys - Aha

NORWEGEN

Der nexte Angriff auf weibliche Teenie Herzen erfolgt aus Norwegen. A1 ist eine seit mehreren Jahren aktive Boy Group, die jetzt mit „Waiting For Daylight“ ihr viertes Album vorlegt. „It Happens Every Day“ erinnert – bis auf die Stimme, die nicht ganz die kraftvollen Höhen von Morten Harket erreicht – an die Landsmänner “A-Ha”. „Take That“ und „Backstreet Boys“ befinden sich ebenfalls in der Song-Rezeptur. Sehr gut gefallen „Bad Enough“ und das rockige „Nothing In Common“, das in der Songstruktur an “U2” denken lässt. Und hier heißt der Hit der Band nicht „Take On Me“, sondern „Take You Home“. Stärkster Song! Problem von A1 ist, dass nicht alle Members mit engelsgleichen Organen gesegnet sind, so macht „Six Feet Under“ der gleichnamigen US TV-Serie um einen Bestattungsunternehmer alle Ehre. In die Kiste mit diesem lieblos geschrubbten Pop Stück!

A1- Waiting For Daylight

VÖ: 11.10.10

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://myspace.com/a1musicofficial

TOURDATEN

INFO: Drei Alben gab es von A1 bis zum Jahr 2002, dann erfolgte die offizielle Trennung, weil sich die Sänger untereinander zerstritten hatten. Ben Adams veröffentlichte ein weniger erfolgreiches Solo Album, Mark Read war als Songwriter für diverse Interpreten tätig, Christian Ingebrigtsen verschwand nach einigen TV-Auftritten in der Versenkung. 2009 gab es erste Gerüchte um eine Wiedervereinigung. Anstelle von Adams war jetzt der Londoner Paul Marazzi mit von der Partie. A1 bewarben sich bei der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest, scheiterten aber im Halbfinale mit dem Song “Don’t Wanna Lose You Again”.  Zurzeit (Dezember 2016) ist die Band nicht aktiv, die offizielle Website wurde abgemeldet.

 

 

 

 

 

 

 

 

BARBRA STREISAND “THE ULTIMATE COLLECTION”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

POP & MUSICAL

Für Fans von:  Bette Middler - Celine Dion - Susan Boyle

USA

BARBRA STREISAND ist derzeit in aller Munde dank des internationalen Disco Hits des DJ Projektes ”Duck Sauce”. Sony Music hat dieses Mal schnell geschaltet und eine neue “Ultimate Collection” auf den Markt geworfen. Auszusetzen gibt es nichts an der Scheibe – alle Megahämmer sind mit von der Partie: Die Mutter aller Power Balladen „Woman In Love“ stand 1980 weltweit in allen Charts an der Spitze , die wunderbaren Soundtrack-Songs „Evergreen“ aus dem 77er Film „A Star Is Born“ und „Papa Can You Hear Me“ aus „Yentl“ und neben weiteren Pop & Disco Knüllern gibt es auch ganz starke Musical Songs („Don’t Rain On My Parade“ aus „Funny Girl“ oder „Memory“ aus „Cats“). Auch auf der CD ist das (von Barry & Andy Gibb geschriebene) kleine Schätzchen „Stranger In A Strange Land“, das es bisher nur auf der britischen Import-Scheibe „Guilty Pleasures“ gab.

Barbra Streisand - The Ultimate Collection

VÖ: 26.10.10

Verfügbar: CD & Deluxe CD & Digital

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.barbrastreisand.com/de/home

TOURDATEN

INFO: Die meisten Jüngeren Musikfans kennen die Songs der Diva gar nicht mehr oder nur vom Hören sagen. Passend zum Vorweihnachtsgeschäft gibt es eine veränderte Variante der bereits 2002 veröffentlichten “Ultimate Collection” (damals mit anderen Tracklisting zusammen mit “Essential Streisand” als Doppel-CD).  Die Deluxe Edition kommt übrigens in einer schönen Geschenkbox, in der sich vier von ihr selbst ausgesuchte hochwertige Fotos der Sängerin befinden.

 

 

 

 

 

 

 

 

SARAH CONNOR “REAL LOVE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Sarah Connor - Real Love

Natürlich ist es mir eine besondere Freude, das neue Album der X-Factor Fach-Jurorin SARAH CONNOR auseinander zu pflücken. Wer sich die Freiheit heraus nimmt, Andere zu kritisieren und dabei über Gut und Böse der teilnehmenden Kandidaten bestimmt, muss natürlich auch Kritik vertragen können. Die gebürtige Hamburgerin legt mit “Real Love” ihr siebtes Album vor und wird sich im deutschsprachigen Raum kaum über Verkaufszahlen beklagen können, aber international wird es auch dieses Mal nicht reichen für einen Durchbruch (der Versuch, im amerikanischen Markt zu landen, ging 2004 “in die Hose”). Am neuen Album, das am 22. Oktober erschienen ist, haben 6 Produzenten “herumgedocktert” (auch X- Factor Nachbar George Glück war mit von der Partie).

POP

Für Fans von: Celina Dion - Rihanna - Sarah Brightman

DEUTSCHLAND

Cold As Ice“ ist ein lauer Auftakt mit zarter Stimmentfremdung, aber zum Ende des Songs schwingt sie sich zur Höxtleistung auf und singt gut. Der Song – wer dabei an den Foreigner-Klassiker gleichen Namens denkt, ist schief gewickelt – ist dabei nur mittelmässiges Disco-Pop-Futter, was auch für das folgende „Carry Me Home“ gilt und  hier deutet sich bereits – auch aufgrund der gut tanzbaren 128 beets in der Minute - ein eventueller House Remix an. Ein akustischer langsamer Part in der Mitte soll Dynamik erzeugen, stört aber nur. In der Kopfstimme offenbart die liebe Sarah eindeutig Schwächen. Säusel Säusel.

Leave With A Song“ ist da schon wesentlich besser. Zwar stört auch hier der einheits-software-breiige Retortensound, aber Arrangement und Satzharmonien verbinden sich wesentlich weicher mit Connor’s Stimme als bei den beiden vorangegangen  Song-Würstchen. Bestes Stück bisher – eindeutig! Für die langweilige Ballade „Real Love“ hat sie ja bereits während der X-Factor Live Show schleichgeworben, „Stand Up“ ist das übliche Hitparaden- Power-Pop-Gesülze, wie es zurzeit überall weltweit auftaucht. Minimalisten-Pop für Arme. Aber auch hier wieder gut gesungen, kein Thema.

Es folgt das Highlight „Can’t get Over You“ – guter Dance Groove (123 bpm), auch wenn der Basslauf eindeutig „geklaut ist“ vom grössten Hit („Love Machine“) der deutschen Disco–Legende „Supermax“ (nur hier geschickter Weise etwas schneller inszeniert als das Original aus dem Jahr 1978) - müsste als Single ausgekoppelt werden, schöner Pop-Kracher, gefällt mir bis jetzt am besten. Internationales Format, das all die derzeitigen Pop- Mädels deklassiert. Warum nicht mehr davon? Auch hier TOP-Gesang, 3x „Ja“ für Sarah Connor. Mit solchen Nummern würde sie bei mir auch ins Bootcamp kommen. Kompliment auch an den „innovativen Komponisten“.

It Only Hurts When I Breathe“ ist ganz nett, “Back From Your Love” dagegen schlichtweg überflüssig, “Time 2” orientiert sich am Rihanna/Beyonce/R&B-Mainstream-Brei. “Rodeo” ist wieder die ausgezeichnete Ausnahme von der Regel, beginnt mit bluesigem Gitarren-Riff,  donnert aus dem Lautsprecher mit rockigem Sheryl Crow-Approach, versinkt dann irgendwo mit geilem Violinensound in der country-disco-rockigen Ecke. Feines Teil. „Eyo-Eyo-Oh – I’m On A Rodeo“ – ob sie die Nummer von Cowboy Troy abgeschielt hat? Nach der Disco- Nummer „Better Man“  folgt die bisher beste Power-Ballade mit Sarah in Höxtform – hier zeigt sie, was sie drauf hat. 3x „Ja“ – Kannst in mein Jury-Haus, Sarah. Und mit den beiden Balladen „Miss U Too Much“ und „Soldier With A Broken Heart“ kann sie weiter punkten.

FAZIT: SARAH CONNOR hat eine Ausnahmestimme – leider geht sie nur auf „Nummer sicher“ - anstatt sich auch mal qualitativ von anderen Interpret(inn)en ab zu heben, aber um hier entscheidend entgegen zu wirken, umgibt sich sie definitiv & mit den falschen Leuten. Teenie-Pop für Kinder, Schülerinnen und junggebliebene Hausfrauen. Sadé. Die Deluxe Edition, die mir hier nicht vorliegt, beinhaltet neben drei weiteren Bonus-Tracks („Top Of The World“, „This Is What It Feels Like“, „In Love Alone“) auch eine Bonus DVD mit einem im Sommer 2010 in Berlin aufgezeichneten Konzert (7 Stücke + Interview + Videoclip)

VÖ: 22.10.10

Verfügbar: CD & Deluxe Edition & Digital

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.sarah-connor.com/

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BELLE AND SEBASTIAN “WRITE ABOUT LOVE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Belle And Sebastian - Write About Love

In den 90er Jahren ging der Stern auf für BELLE & SEBASTIAN: Stuart Murdoch und die Cellistin Isobel Campbell waren die treibenden Kräfte der schottischen Pop- Band, die heutzutage modisch in die Indie-Pop-Gruppe gesteckt wird, um auch oder vor allem im studentischen Bereich ein paar CDs mehr zu verkaufen. Mit dem Ausstieg von Isobel ging es in die mainstreamigere Richtung, was auch das uninspirierte dahin geworfene Dance-Pop-Gewusel im zweiten Stück „Come On Sister“ erklärt. Murdoch hört sich zudem immer an, als ob gerade das Monitorsystem des Studios ausgefallen ist – entweder hat er es immer noch nicht gelernt, die Töne richtig zu treffen oder Produzent Tony Hoffer, der schon 2006 für das Duo tätig gewesen ist, hatte dieses Mal einfach einen Pfropfen in den Ohren.

POP

Für Fans von: Lambchop - Stereolab - Saint Etienne

SCHOTTLAND

Das dritte Stück „Calculating Bimbo“ ist erneut wunderbar langweilig mit etwas Drum-Geholze, das partout nicht zum Track passt. Am besten sind die schnelleren Beiträge wie „I Want The World To Stop“, das mich an die tollen Songs der Landsfrau Amy MacDonald erinnert. (Aha, denke ich mir, die Musik der Schottin ist also auch in Schottland im Kollegenkreis wohlwollend angekommen). Ist auch der stärkste Track auf der CD – nicht nur wegen des kurzen Mittelteils, der leider nicht ausgebaut wurde.

Stimmliche Verstärkung gibt es in „Little Lou, Ugly Jack, Prophet John“ mit Norah Jones als Gast. „Write About Love“ ist toll – hier ist überraschender Weise die Schauspielerin Carey Mulligan (bekannt durch die neueren Filme „Public Enemies“ und „An Education“) mit von der Partie. Mit „I’m Not Living In The Real World“ gibt es die obligatorische 60ies-Aufwärm-Nummer (muss wohl so sein, dass es solch ein Stück derzeit auf fast jedem Pop Album gibt). Erinnert ein bisschen an die alten Beat-Nummern von Manfred Mann, lange bevor er seine “Earth Band” gegründet hat

Sehr schönes Bläser Arrangement gibt es in der feinfühligen Nummer „Ghost Of Rockschool“. In der Ballade „Read The Blessed Pages“ packt Murdoch die Wundertüte aus und begleitet sich selbst auf der akustischen Gitarre, bevor es dann ein bisschen folkloristisch in die Highlands abdriftet. Schöner Song. „Read The Blessed Pages“ sieht wieder Sängerin Martin in der Hauptrolle. Auch „I Can See Your Future“ ist ganz nett. Fazit: Eingeschworene Fans von BELLE AND SEBASTIAN werden durchaus Gefallen finden am Album, für alle anderen der Hinweis: Das Download-Album beinhaltet einen, die Vinyl Edition zwei weitere Bonus-Tracks

VÖ: 10.10.10

Verfügbar: CD & Vinyl & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.belleandsebastian.com/

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MICHAEL BUBLE “CRAZY LOVE” (Hollywood Edition)   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

POP JAZZ

Für Fans von: Steve Tyrell - Jamie Cullum - Harry Connick Jr

KANADA

Die im Oktober 2009 veröffentlichte CD “Crazy Love” gibt es jetzt als “Hollywood-Edition”. Warum? Weil MICHAEL BUBLE den neuen Studio Song  “Hollywood” eingesungen hat. Den möchte man natürlich gewinnbringend vermarkten und so gibt es zur - um das auf diversen Deluxe Versionen schon damals verfügbare - zusätzliche “Some Kind Of Wonderful” (das Original gab’s 1961 von den  “Drifters”) jetzt noch eine Bonus CD, auf dem sich neben dem neuen Stück 7 Live eingespielte Songs befinden. Verwirrt? Wer Infos zur 2009er CD lesen möchte, klickt bitte rechts unten auf den Link. “Hollywood” (schon damals für “Crazy Love” vorgesehen, ist aber dann für einen späteren Single-Release zurückgestellt worden) ist ein ohrwurmiger Pop Song, der diverse Szene-Stars (darunter Justin Bieber) parodiert, die LIVE-Versionen sind Beweis dafür, dass bei Buble’s Konzerten “der Punk abgeht”.

Michael Buble - Crazy Hollywood Hollywood Edition

VÖ: 15. 10. 10

Verfügbar: CD & Special Edition & Vinyl

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Website: http://www.michaelbuble.com/

TOURDATEN

INFO: Wenn man eine erfolgreiche Platte noch einmal verkaufen kann, denkt sich die Plattenindustrie, warum nicht noch einmal versuchen, das Produkt an den Mann oder vor allem die Frau zu bringen? Das Im Oktober 2009 veröffentlichte Album “Crazy Love” konnte in der Zwischenzeit in 7 Ländern den ersten Rang der Album Charts belegen, in Deutschland war die Scheibe fünfter und wurde mit “Gold” (bedeutet über 100.000 verkaufte Exemplare) ausgezeichnet. Mitte Oktober hatte der 35jährige Sänger aus Kanada übrigens drei umjubelte Konzerte in Deutschland absolviert.

 

 

 

 

 

 

 

 

IMA ROBOT “ANOTHER MAN’S TREASURE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

POP PUNK

Für Fans von:  Los Abandoned - Hot Hot Heat - Killradio

USA (KALIFORNIEN)

Irgendwie musste ich beim CD-Cover an die Startseite meiner musikverrueckten Webseite denken. Das war es dann aber auch schon mit Ähnlichkeiten. Diese Scheibe der in Los Angeles ansässigen Indie-Pop-Punker IMA ROBOT sind die 2774 überflüssigsten Sekunden der Pop Geschichte. Nach etwas Pseudo-Noise startet der zweite Song „Ruthless“ und drückt in die Emocore-U2-Cure-Psycho-Pop Schiene. Zwitscherndes, schwebendes Keyboard – dazu die gute Stimme von Alex „Edward Sharpe“ – schöne Indie-Pop-Nummer, die Lust auf mehr macht. Aber das war es schon. Der Rest versinkt im leidenschaftslosen, langweiligen Indie-Pop-Trash. „Sail With Me“ plätschert langweilig und unaufgeregt vor sich. Insgesamt bekommt der Musikfan 8 Stücke (Spielzeit: 46:14), die heutzutage jeder 14jährige Schüler auf seiner Heimorgel im Übungskeller besser bringt. Sehr schade.

Ima Robot - Another Man's Treasure

VÖ: 19.10.10

Verfügbar: Siehe den Webseiten-Link!

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://imarobot.com/anothermanstreasure/

TOURDATEN

INFO: Gegründet wurde das Projekt IMA ROBOT als Duo vom “Sänger” Alex Ebert und Gitarristen Timmy Anderson. Später gesellte sich der Hobby Elektroniker Oligee hinzu. Zusammen kreierten sie eine aussergewöhnliche Mixtur aus Pop, Rock - und elektronischen Ideen, die nach und nach eine grössere Fangemeinde aufmerksam machte. Beim aktuellen Album gibt es mit “Ruthless” und “Rough Night” leider nur noch zwei Stücke, die den originären Roots bedienen.  Nach dem Erfolg des zweiten Albums “Monument For The Masses” (September 2006) kamen neue Musiker hinzu, um die Musik auch Live zu performen und das anfängliche durchdachte Konzept präsentiert sich nur noch stark verwässert. Heute ist der aus dem Umfeld der Band “Hot Hot Heat” gekommene Bassist Filip Nikolic fester Bestandteil der Band.

 

 

 

 

 

 

 

 

CULCHA CANDELA “DAS BESTE” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

CHICANO-POP

Für Fans von: Seeed - La Papa Verde - Ozmatli

DEUTSCHLAND

Von CULCHA CANDELA hatte ich bisher nur paar Singles, unser Novize Florian besitzt noch das digitale Album „Union Verdadera“, das er sich in seiner Jugend gekauft hatte und er war ebenfalls scharf auf das erste Best Of Album der Band aus Berlin. Mit drauf sind sämtliche grossen Hits, vom jüngeren Mega-„Monsta“ über den Klassiker „Hamma!“ hin zu den ersten Singles „In Da City“ oder dem Reggae- Knaller „Next Generation“. Schön wäre es gewesen, wenn man aufgrund der Komplettierung der Sammlung nicht auf den Soundtrack- Beitrag „Follow Me“ (aus dem Film „Hui Buh – Das Schlossgespenst“) verzichtet hätte. Wer die Single „Besonderer Tag“ vom 2007er Album „Culcha Candela“ sucht, guckt auch in die Röhre. Dafür gibt es drei neue Songs: „Move It“ (im Oktober als Single veröffentlicht), „General“ (nicht aufregend) und „Berlin City Girl“ Auf die nexten 10 Jahre!

Culcha Candela - Das Beste

VÖ: 22. 10. 10

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.culchacandela.de/ 

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

CHARLOTTE CHURCH “BACK TO SCRATCH” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

POP

Für Fans von: Hayley Westenra - Faryl Smith - Katherine Jenkins

WALES

Die Interpretin aus Wales singt im Fahrwasser der erfolgreichen Katherine Jenkins durch 16 mehr oder weniger öde Pop-Songs und das Überraschende: Es passt von der Stimme nicht. Im Titelsong „Back To Scratch“ (ein kläglicher Versuch, die Musik der 60er zu adaptieren) und in „We Were Young“ singt sie neben der Spur – vor allem die schnellen Wechsel zwischen Falsetto, Kopf- und Bruststimme behagen ihr gar nicht. Die Musik ist routiniert produziert, aber der Versuch, Musical mit Pop zu kreuzen, geht schief. „The Actors“ plätschert einfallslos – eventuell hätte die Sängerin von einem erfahreneren Produzenten besser in Szene gesetzt werden können. Einzig die Cover-Version „Ruby“, das soulige „Love Drunk“ und das bluesige „Don’t Think About It“ überzeugen, weil die Sängerin hier plötzlich ordentlich Dampf macht. Drei gute Songs, der Rest ist Schnarchnasen-Pop.

Charlotte Church - Back To Scratch

VÖ: 17. 10. 10

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.charlottechurch.co/

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MONICA FERRAZ “START STOP” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

KLON-POP

Für Fans von: Sara Bareilles - Britney Spears - Anastacia

PORTUGAL

Die Sängerin der Band MESA mit ihrem Solo Debüt. Wohl aus Sicherheitsgründen hat sie sich entschieden, die 10 Songs englischsprachig zu interpretieren und ich gebe voreilig meine Meinung ab, “dass das Englischsprachige der Authentizität der Interpretin abträglich ist. Hört sich nett an , ist aber alles “austauschbar”. Hätte ich schreiben können, wenn ich die CD nie gehört hätte, aber dann kommt „es“ ganz anders. „Start Stop“ ist lebhaft, grossartig die Ballade „Golden Days“, die sich zur starken Hymne aufbauscht. „Go-Go-Go“  gefällt den Fans von Sarah Bareilles, in Richtung Electro-Pop zielt das nervös-zuckende „Public Image Game“ und mit „Oh My Love“ packt sie einen tollen Sheryl-Crow-Klone aus. 10 Stücke (Spielzeit: 33:37 Minuten), die eine abwechslungsreiche Pop CD abgeben, die Sängerin wechselt die Musikstile wie Paris Hilton ihre Klamotten.

Monica Ferraz - Start Stop

VÖ: 25. 10. 10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.monicaferrazofficial.com/

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ALYOSHA “A WORLD OUTSIDE YOUR DOOR” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Alyosha - A World Outside Your Door

Die ukrainische Sängerin ALYOSHA wurde vor dem Eurovision Song Contest 2010 in Oslo neben Safura aus Aserbaidschan und Niamh Kavagagh aus Irland als Konkurrrentin der deutschen LENA MEYER-LANDRUT gehandelt, belegte aber letztlich in der Endabrechnung den zehnten Platz. Mit Sicherheit war dieses Abschneiden dem Wirrwarr im landeseigenen Vorfeld der Veranstaltung geschuldet. Den ukrainischen Siegertitel “To Be Free” durfte die 24jährige nicht singen, weil es sich herausgestellt hatte, dass der Song schon 2008 veröffentlicht worden war. Also musste schnell ein neuer Titel her, der auch noch zu spät eingereicht wurde, was wiederum eine finanzielle Strafe nach sich zog. Das schwedische Label Catapult Music bot der Sängerin im Nachhinein trotzdem einen Plattenvertrag an.

POP & DANCE-POP

Für Fans von: Rihanna - Britney Spears - Paula Abdul

UKRAINE

Und was bietet die CD? Poppiger R&B  in „Wishing You Were Here“, ALYOSHA hat nach ihrer Teilnahme beim Eurovision Song Contest in Oslo (wo sie zehnte wurde) begonnen, an den Songs für ihr Debut Album zu arbeiten. In den USA wurde es eingespielt, jetzt liegt praktisch der Entwurf vor. Der erste Song schwankt irgendwo zwischen guter Stimme und bemühter Komposition, „Royalty“ ist besser, schlägt etwas in die Turbo- Ostblock-Kerbe – hier liegen auch die Stärken der Sängerin. Die Ballade „No More Goodbyes“ kann nicht überzeugen. „Royalty“ erinnert mich zudem in Melodie und Struktur (und auch ein wenig wegen der Violinen) an den 2009er Siegertitel von Alexander Rybak. Nicht schlecht. Im rockigen „Revolution“ kommt die 24ährige wieder besser rüber, die Haudrauf-Nummern liegen ihr besser, könnte sogar Chancen haben auf einen Einsatz in der Rock- Disco . Noch besser zündet „Soldier“, das man mit dem schönen Attribut „Britney Spears meets Rock & Roll“ umschreiben könnte, wobei aber deutlich anzumerken ist, dass Alyosha über die wesentlich bessere Stimme verfügt. Toll auch: Keine Computer-Drumgesülze, hier ist alles „handgemacht“ mit knackiger Rockgitarre und „echtem“ Schlagzeug, nur der Produzent muss noch etwas dazu lernen, denn sooo blendet man einen Song NICHT aus!

Wäre interessant, diesen Song mal als dancefloorigen House-Remix zu hören. Gäbe es die C&C Music Factory noch, wäre das überhaupt kein Problem! Die russische Seele kehrt sie raus in „Silouette“ – akustische Gitarre, ein leichtes an den „SIIS-Beat (**) erinnerndes Drum-Pattern, schöner leichter Pop-Groove, der Titelsong „A World Outside Your Door“ ist langweilig und erst in der Power Ballade „To Be Free“ (den Titel wollte sie eigentlich beim Eurovision Song Contest singen, siehe oben!) zeigt sie eigentlich, was so richtig in ihrer Stimme steckt. Schade.

FAZIT: Potential ist auf jeden Fall vorhanden, um es mit der (riesigen) Konkurrenz auf zu nehmen, aber ich halte es mit dem Sprichwort „Mit Peanuts bekommt man nur Affen“ – ob sich ALYOSHA mit der Low Budget Produktion einen Gefallen getan hat, wage ich einmal stark zu bezweifeln. Das zeigt auch der Vertrieb, denn die CD kann bisher nur über amazon.com mit einer dort verbundenen Wartezeit oder direkt beim amerikanischen Vertriebs Label, der Tate Music Group bestellt werden: http://www.tatepublishing.com/bookstore/book.php?w=812517011130  Aber zum Glück gibt es in der heutigen Zeit die Möglichkeit eines schnellen (preisgünstigeren) Downloads.

(**) SIIS oder „Soul II Soul“ war ein für die Produktionen des englischen Musikers und Deejays Jazzie B. typisches von ihm entwickeltes Drum-Pattern, das – speziell in den 90ern - zigfach kopiert wurde, und auch noch heute Bestandteil jeder Sampling-Maschine- oder mit Audio-Files bestückten DVD-Rom ist).

VÖ: 02.11.10

Verfügbar: CD (Import) & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.alyoshamission.com/about/

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THE BLACK EYED PEAS “THE BEGINNING” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

The Black Eyed Peas - The Beginning

Irgendwie ist es schon komisch. Es gibt Jahreszeiten, die prädestiniert zu sein scheinen für die Veröffentlichungen von bestimmten Musik-Genres. Die Heavy Metal Flut gibt es im Juli/August/September, die meisten R&B oder Soul Scheiben kommen im Dezember. Was das mit der neuen BLACK EYED PEAS Scheibe zu tun hat? Es ist die Erste der Gruppe, die zum Ende des Jahres erscheint, sonst gab es die CDs der „Peas“ immer im Juni oder Mai (Ausnahme: Die 2000er „Bridging The Gap – kam im September). Insgesamt ist es das sechste Studio Album der Formation, aufgenommen wurde es in den USA, in Spanien und in Kanada. Die CD ist in verschiedenen Versionen erhältlich, allein von der Deluxe Edition gibt es drei unterschiedliche Ausgaben, diese Rezension bezieht sich auf die Super Deluxe Edition mit 2 CDs.

POP & DANCE-POP

Für Fans von: Neptunes - Gymn Class Heroes - Missy Elliott

USA

Praktisch natürlich, die CD mit einem Mega-Klassiker zu beginnen, dem funky Disco-Cover des Millionensellers „(I’ve Had) The Time Of My Life“ aus dem erfolgreichen Film „Dirty Dancing“ – die Version der Peas steht bereits (zu Recht) in den weltweiten Charts – „The Time (Dirty Bit)“ ist ein Kracher! Und Fergie bringt die Vocal Parts (im Original von Jennifer Warnes) sehr gut.

 Noch besser gefällt mir „Light Up The Night“ 125 beets in der Minute für dieses geile Club-Teil! „Chic“e 70ies Disco gibt’s in „Fashion Beats“ – „Hey Dr. - There Ain’t nothing wrong with me - I’m a Clubrocker – that’s my personality” singt Will.I.Am – yep, ich habe verstanden – und tanze weiter –“The Beginning” – die Platte ist konzipiert für eine hiphoppige Bewegungstherapie, die den Genre-Fan von der ersten bis zur letzten Minute vereinnahmt. Ein Dance-Jam folgt dem anderen, „Don’t Stop The Party“ ist der Soundtrack für kommende Silvester-Events, wenn die Kondition in den frühen Morgenstunden nachlassen sollte.

Einzig „Do It Like This“ hört sich in der vorliegenden Album Version sehr verwirrend an, weil hier die Tempi ständig wechseln und den Hörer irgendwie ratlos mit sich alleine lassen. Hätte ich allenfalls als Outtake oder als Bonus auf einer Single verwendet. Wirkt unausgegoren. Der Käufer der Standard CD macht absolut nichts falsch, während der Deluxe-Edition-Käufer mit einigen ziemlich langweiligen Tracks („Own It“ oder „The Coming“) leben muss. Erst „Everything Wonderful“ mit David Guetta auf der Super Deluxe Edition kann wieder einigermaßen überzeugen. Da könnte ich mir aber trotzdem noch einen besseren Remix vorstellen als den Album Mix hier.

VÖ: 26.11.10

Verfügbar: CD & 3 Deluxe CDs & Digital

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.blackeyedpeas.com/ 

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THE GLASS “AT SWIM TWO BIRDS” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

INDIE POP

Für Fans von:  The Rapture - Zongamin - Broken Earplugs

USA (NEW YORK)

Die CD beginnt mit einem trockenen Synthie-Bass, „Four Four Letter“ ist vom Disco-Pop der 70er beeinflusst. Das Debüt Album kommt mit 10 Stücken (45:28). Ab und zu gibt es Samples aus Hip Hop Stücken (den legendären Loop aus Rob Base’s „It Takes Two“ in „Wanna Be Dancin“), die den einzelnen Songs House-Flair und älteren Club-Fetischisten ihr musikalisches Deja Vu bereiten, aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Probleme des Duos gesanglicher Natur sind – eine Stimme mit mehr Pep hätte dem einen oder anderen Song bestimmt besser getan. Kompositorisch können die beiden Hauptpersonen auch nicht gerade glänzen, nach manchen guten Grooves überraschen sie regelmäßig mit einem ideenlosen einfach dahin geworfenen Song-Ende. Schade. Die besten Stücke: „Heavy Disco“ (könnte auch von David Bowie stammen), „Atmosphere“ und „Washed Up“.

The Glass - At Swim Two Birds

VÖ: 09.11.10

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: https://myspace.com/theglass/music/songs

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INFO: THE GLASS sind eine relativ junge Band (Duo), die von Dominique Keegan und dem Discjockey Glen Brady gegründet wurde. Sie spielen einen Mischmasch aus House, Electro-Pop & New Wave. Glen Brady, der seinen Fans auch als DJ Wool bekannt ist, hatte sich  Ende der 90er Jahre mit der Gruppe “Third Eye Surfers” einen Namen gemacht. Mit den Musikern Lisa Dee, Big Al und MC Poetic prägten sie den Begriff “Irish Hip Hop” entscheidend und waren sogar als Support Act für Public Enemy, The Pharcyde und Sugar Hill Gang auf der Bühne tätig. In den letzten Jahren hat Brady mit starken Remixes für Jennifer Lopez, Inxs, R. E. M. oder Killah Priest für Aufsehen gesorgt. Wer sich für die Rap-Szene in Irland interessiert, hier gibt es einige undergroundige Video-Clips: http://www.irishhiphop.com/forum/read.php?20,223721

 

 

 

 

 

 

 

 

STING “LIVE BERLIN 2010”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

POP

Für Fans von:  Bruce Hornsby - Phil Collins - Peter Gabriel

ENGLAND

Und schon wieder eine neue Veröffentlichung von Sting. Er hält sich gar nicht lange auf, sondern legt gleich los mit „If I Ever Lose My Faith In You“. Die Songs des Albums wurden beim Berliner Konzert am 21. September in der 02 Arena aufgezeichnet. Wer seine Konzerte verpasst hat, bekommt die Möglichkeit, die Klassiker in ihren sinfonischen Bearbeitungen zu erleben. Im begleitenden Package sind neben Branford Marsalis und seinem langjährigen Gitarristen Dominic Miller auch Ira Coleman und das „Royal Philharmonic Orchestra“.  Highlights der CD:  “Englishman in New York”, “All I Could Envy” und ein Duett mit Jo Lawry (“Whenever I Say Your Name”). Wer das Studio-Album „Symphonicity“ liebte, bekommt mit diesem Live-Album das besondere „I-Tüpfelchen“ zur Fan-Collection. Empfehlenswert ist die Edition mit zusätzlicher DVD (22 Stücke aus dem Konzert)

Sting - Live In Berlin

VÖ: 26.11.10

Verfügbar: CD & Deluxe CD & Blu-Ray

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.sting.com/

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INFO: Schade, dass es nicht auch die Blu-Ray im Package mit der Audio-CD gibt, da müssen die Vermarktungsstrategien der grossen Labels noch einiges dazu lernen, wie man den Dienst am Musikkunden erhöhen kann.  Bei den Konzerten waren neben den oben bereits erwähnten Musikern auch die herausragenden Perkussionisten RHANI KRJIA (http://www.rhanikrija.com/ - spielte  schon auf Sting’s Album “Sacred Love”) und DAVID COSSIN (http://bangonacan.org/all_stars/david_cossin    - ist u. a. Mitglied bei den “Bang On A Can All-Stars) mit von der Partie.

 

 

 

 

 

 

 

 

KAT DeLUNA “INSIDE OUT” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Kat DeLuna - Inside Out

So richtig scharf war ich auf KAT DeLUNA gewesen. Aber bevor jemand schlecht von mir denkt: Natürlich nur auf ihre neue CD! Trommelwirbel Doch dann bin ich entsetzt, weil ich irgendwo lese, dass „Inside Out“ nur in Belgien veröffentlicht worden ist. Bei Universal Belgium. Die Universal Music Group ist ein Unternehmen, das es seinen Angestellten ermöglicht, Platten weltweit zu veröffentlichen. Und dann das! Manchmal kommt es mir wirklich vor, als ob einige Majors den kaufenden Kunden, die mit ihrer Kohle ja auch das Gehalt dieser „Beamten“ bezahlen, so viel Steine wie möglich in den Weg legen möchten. Aber als sich die erste Aufregung legte, habe ich dann beruhigt festgestellt, dass Universal Belgium die CD europaweit veröffentlicht. Selbst schuld, wenn man alles glaubt, das im Internet steht.

EURO DANCE POP

Für Fans von: Rihanna - Fergie - Ke$ha - Karmela

USA (NEW YORK)

Egal – die Kat DeLuna Party geht auf jeden Fall nach ihrer grossartigen 2007er Scheibe “9 Lives” weiter mit Club-Knallern wie „Party O’Clock“, dem auch als Videoclip (siehe unten!) verfügbaren “Drop It Low” oder dem stampfenden Hi-NRG-igen „Dancing Tonight“. In „Push Push“ steht ihr sogar das wie immer mit toller Stimme ausgestattete Bärchen AKON zur Seite. Von R&B ist allerdings kaum noch etwas zu spüren/hören. Auch „Oh Yeah (La La La)“ ist Euro-Disco-Dance-Pop, wahrscheinlich orientiert sich heute alles, was über einen gesunden Beckenschwung verfügt, in Richtung „RiKe$haGaGa“ – ist aber kein Problem bei Kathleen DeLuna, weil die Musik gut „kompressiert“ wurde – nur schade, dass die 23jährige nicht wirklich zeigen kann/will/darf, was sie gesanglich drauf hat – der einzige Song, in dem sie ihr großes Stimmvolumen  strapaziert, ist das ruhigere „One Foot Out Of The Door“. Ab und zu geht es sehr minimalistisch zu, in „All In My Head“ hört sich das amateurhafte Drum-Loop an, als ob der „Schlagzeuger“ der Progressive Schlagerband „Trio“ (Remember „Da Da Da“?) mit musiziert.  Die musikalische Entschuldigung für diesen Ausrutscher gibt es mit dem starken 116-beets-in-der-Minute-betakteten „Rock The House“. Der  Synth-Electro-Dance-Pop „Calling You“ setzt dem Ganzen sogar noch eine imaginäre Krone auf. „Be There (Ballad Version“) heisst das vorletzte Stück. „Und wo ist die „Dance Version“ frage ich mich? Zumindest nicht auf dieser CD, was darauf schliesst, dass da eventuell noch eine Maxi mit diversen Remixes kommt. Oder? Den Schluss bildet die Club-Rakete „Unstoppable“, die aber jeder Fan schon kennen sollte aus der filmischen Komödie „Confessions Of A Shopaholic“

VÖ: 05.11.10

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: https://twitter.com/KatDeLuna  &  https://vimeo.com/45813993 (Video “Drop It Low”)

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ALESHA DIXON “THE ENTERTAINER”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Alesha Dixon - The Entertainer mc

Nach dem grundsätzlich sehr guten Pop Album von ALESHA DIXON, das sie im Herbst 2008 (“The Alesha Show”) abgeliefert hatte, war ich mir hundertprozentig sicher, dass es einen ebenso guten Nachfolger geben würde. Beim ersten Stück werde ich allerdings gleich genötigt, meine gestellten Hoffnungen zu revidieren. „Baddest Chick“ ist reiner Kinder Dance- Pop, der zwar irgendwo ganz gut tanzbar ist, aber anderseits irgendwie durch Hirn und Seele durchrauscht, ohne bleibendes Gedankengut zu hinterlassen. “The Entertainer” ist das dritte Studio Album der 32jährigen. Drei Stücke der CD wurden produziert von “The Stereotypes”, die auch die  letzten Veröffentlichungen von Justin Bieber und den Paradiso Girl betreut haben. Sagt alles, oder?

TEEN DANCE POP

Für Fans von: Kelis - Jamelia - Girls Aloud

ENGLAND

Auch das zweite Stück „Radio“ ist Kinder-Pups-Pop, „Every Little Part Of Me“ bleibt in der selben Spur und ich zwinge mich dazu, schnellstens meinen Focus zu verändern, um das erwartete Pop Album aus meinen Gedankenfalten zu schütteln. Letztgenannter Song  erinnert in Struktur und Klang sehr an Gesangeskolleginnen wie Katy Perry oder Keri Hilson. Sinnigerweise skandiert die 32jährige ehemalige Girlgroup Sängerin (bei der britischen Gruppe “Mis-Teeq”) auch noch „I Put My Hands Up“. Zufall oder beabsichtigtes Dance-Klon-Schäfchen? Mit dem bisher besten Stück „Take Control“ folgt dann die Versöhnung auf dem „Fusse“. “Roll Deep” führt die Sängerin mit 125 bebenden beets in der Minute direkt auf den Dancefloor. „Drummer Boy“ ist der bekannte Erfolgstitel, der bereits im September als Single veröffentlicht worden ist. Die weiteren Titel sind nicht schlecht (am besten gefällt mir am Ende der „Klaas Remix Edit“ von „Radio, der zeigt, dass die meisten Stücke des Albums nach einiger Bearbeitung durchaus erwachseneres Potential haben könnten), sind aber auch nicht unbedingt das Creme-Häubchen auf der im Herbst massig veröffentlichten Pop-Torte – wer Abwexlung mag, kann sich das gute Kinder-Dance-Pop-Album (allein „Cool With Me“ schnuppert an den einstigen TOP-Qualitäten der Sängerin) von Alesha durchaus ins Regal  ins Regal stellen, wer es ein bisschen anspruchsvoller mag, lässt das Album unbeachtet oder – wenn es unbedingt Alesha sein soll – hört mal in den Vorgänger rein.

VÖ: 26.11.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://aleshadixon.net/blog/

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TAKE THAT “PROGRESS”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

POP

Für Fans von:  Manic Street Preachers - Scouting For Girls

ENGLAND

Dass sich ROBBIE WILLIAMS wieder mit der ehemaligen “Boygroup”, aus der er sich Mitte der 90er verabschiedet hatte, zusammen tun wollte, habe ich anfangs nur als Marketing-Gag abgetan. Der Single Hit “The Flood” eröffnete die CD, es folgt das schnellere (fast Lady-Ga-Ga-elektro-poppige) “SOS”, in dem sich Gary Barlow und Robbie Williams die Vocals teilen. Überraschend in die Dance-Pop-Kerbe haut “Wait” (mit beatlesquen Harmoniegesängen), marschierende Sturmtruppen bilden den Übergang zu “Widz”, einem vom brummendem Keyboard Bass dominierten Hi-NRG Dance Pop Monster. TAKE THAT hören sich hier an “Oasis auf Droge” Auch “Underground Machine” ist laut und krachend, Balladen gibt es bis auf das finale “Eight Letters” keine einzige - im Dance-Punker “Affirmation” glaube ich gar, den David Bowie der 70er zu vernehmen. Gute CD, ein neues “Patience” ist nicht dabei!

Take That - Progress

VÖ: 15.11.10

Verfügbar: CD & Deluxe Edition & Digital

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.takethat.com/

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INFO: Das Cover der neuen TAKE THAT CD erinnert mich spontan an das Artwork einer Scheibe von Supertramp aus den 80er Jahren (“Brother Where You Bound” - 1985) - damals war der Hintergrund weiss, dieses Mal ist er gelb, was aber logisch ist, weil Borussia Dortmund die Tabellenspitze der Fussball Bundesliga ziert. Wer sich einmal auf der Webseite des Fotografen NADAV KANDER umsehen möchte, kann hier klicken: http://www.nadavkander.com/ - wenn Ihr auf der Webseite seit, bestätigt Ihr oben links “Click Here To Launch”, um die Bilder an zusehen.  Danach auf “Assigned” und dann auf “Music”, um zu den Einzelheiten des Album Covers zu kommen. Alle anderen Bilder gibt es links im Menü Punkt “Work”.  Keine Angst, wenn Ihr plötzlich nur noch die Site des Fotografen seht. Zurück kommt Ihr, wenn Ihr auf der Tastatur STRG-ALT-ENTF gleichzeitig drückt und im sich öffnenden Fenster “Wechseln zu” anklickt.

 

 

 

 

 

 

 

 

MANDO DIAO “MTV UNPLUGGED “ABOVE AND BEYOND”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

ACOUSTIC POP

Für Fans von:  The Hives - Brian Adams - Kings Of Leon

SCHWEDEN

Mitte der 90er konnte ich die ganzen „Unplugged“-Geschichten nicht mehr hören, weil mittlerweile jeder, der eine Gitarre halten konnte, irgendwelche Klassiker jaulte. Zuletzt gab es wieder mehr Qualität – Bands wie Faun oder Bryan Adams haben bewiesen, dass auch „Unverstärktheit“ Genialität und Virtuosität bedeuten kann.  MANDO DIAO beginnen die CD mit einem akustischen Rock’n’Roll und spielen diesen inbrünstiger als viele ihrer elektronisch hämmernden Kollegen. Ihr Vortrag besticht durch den erstklassigen Gesang, der  in den vorliegenden Versionen heraus sticht. In „Sheepdog“ ist es die Mundharmonika, die für den Zwischengrad aus relaxtem Spiel und Intensität sorgt. Erinnert in dieser Version ein bisschen an einen Song der Beatles aus der “White-Album-Phase”. Weitere Highlights: „Gloria“ und  der überraschende Auftritt der Schauspielerin Juliette Lewis im barjazzigen “High Heels”.

Mando Diao - MTV Unplugged

VÖ: 12.11.10

Verfügbar: CD & Doppel-CD & DVD & Blu-ray

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.mando-diao.com/

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INFO: Das MTV-Unplugged Album gibt es in folgenden Editionen: Die Standard CD mit 15 Songs und die Limited Edition (als Doppel-CD mit 24 Stücken), als Video kommt das Konzert auf  DVD oder Blu-ray. Der “Downloader” hat die Möglichkeit, das Album bei amazon oder iTunes (15 Stücke) oder bei UMusic (16 Stücke) zu erwerben. Die Limited Edition gibt es bei amazon.de als Download-Version mit 24 Songs, bei iTunes kommen noch 2 Videoclips und ein digitales pdf-Booklet hinzu, während UMusic nur das Standard-Album im Download Angebot hat.  DVD und Blu-ray beinhalten zusätzlich zum  MTV Unplugged-Konzert (120 Minuten) ein etwa 12minütiges “Behind The Scenes” Special

 

 

 

 

 

 

 

 

JAMES BLUNT “SOME KIND OF TROUBLE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

POP

Für Fans von:  Daniel Powter - Damien Rice - Teddy Geiger

ENGLAND

Der Mann hat eindeutig Spaß. Zu hören in „Stay The Night“ – es ist heiß und JAMES BLUNT sorgt für eine frische Brise – kann der 36jährige überhaupt mittelmäßige Songs schreiben? Auch die neue CD beinhaltet mit „Dangerous“ ein geklontes „1973“. Der Engländer zeigt damit, dass er genügend Lieder in petto hat, die sich wie ein Ei dem Anderen gleichen. „So Far Gone“ und „No Tears“ sind Romantic-Melancholie-Pop mit starken Melodien. Einen Riesenkracher hat er auch dieses Mal  im Gepäck: “These Are The Words” vereinigt die Kraft einstiger “America”-Klassiker mit der Dringlichkeit epischer U2-Hymnen. Ein Mega-Song!  Gospel-souligen Pop stellt er vor im tollen „I’ll Be Your Man“ und die bisher ungewöhnlichste Blunt-Nummer gibt es im psychedelisch angehauchten „Turn Me On“. James Blunt als Pseudo- Rocker – von wegen Softrock, der Mann hat es faustdick hinter den Ohren!

James Blunt - Some Kind Of Trouble

VÖ: 08.11.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.jamesblunt.com/home.htm

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INFO: Das rockige “Turn Me On” hat der Songwriter JAMES BLUNT als sein Lieblingsstück unter den neuen Songs der CD “Some Kind Of Trouble” bezeichnet. Das komplette Album wurde in seinem neu errichteten Home-Studio in Los Angeles eingespielt und aufgenommen. Vom dritten Studio-Album des Sängers gibt es diverse Versionen: Die Standard CD kommt mit 12 Songs, die japanische Version beinhaltet 2 Video-Clips,  beim MP3-Download-Album hat der Interessant die Wahl zwischen amazon.com (zusätzlicher Song “There She Goes Again”) und iTunes (Bonus-Track “Into The Dark”).

 

 

 

 

 

 

 

 

JUSTIN BIEBER “MY WORLDS - THE COLLECTION”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Justin Bieber - My Worlds - The Collection

Kann sich ein Musikfan, der von wilden Metal-Attacken oder furiosen Jazz-Virtuosen begeistert ist, objektiv mit einer Platte von JUSTIN BIEBER beschäftigen? Werde ich oft gefragt. „Klar, wenn er musikverrueckt genug ist“, lautet immer meine Antwort. Im Falle von JUSTIN BIEBER war ich dann aber schon etwas skeptisch. Der Knirps wurde im Alter von 13 Jahren auf YouTube entdeckt, später vom berühmten „Usher“ unter Vertrag genommen. Im Alter von 16 Jahren blickt der kanadische Jüngling mittlerweile zurück auf ein äusserst erfolgreiches Album, eine EP und fünf Singles, die sich allesamt in den Charts weltweit plazieren konnten. Die Doppel CD “My Worlds - The Collection” kommt mit 30 Liedern und ist seine erste umfassende (und gute) Zusammenstellung aller bisher veröffentlichten Songs.

TEEN POP

Für Fans von: Jeremih - David Archuleta - Corbin Bleu

KANADA

Auf der ersten CD gibt es die akustischen Versionen des Remix Albums „My Worlds Acoustic“ (u. a. von den Hits „Baby“ – dieses Mal ohne den Rapper „Ludacris“ -  und  „U Smile“). Natürlich gibt es auch die obligatorische Liebeserklärung an die Eltern und auch die restlichen Songs bieten Genug Futter für dahin schmelzende (weibliche) Teenagerherzen. „Favourite Girl“ gibt es live mit exzessiv kreischenden Teenagern und tollem akustischen Gitarrensolo, „That Should Be Me“ kommt sogar als Gospel-poppige Nummer, CD 2 bietet alle Songs des 2010 veröffentlichten Longplay-Albums und der Debut EP aus dem Jahr 2009. Der Käufer der Doppel-CD bekommt sämtliche Hits und Songs, die es bisher vom 16jährigen gibt. Muttis & Daddys aufgepasst: Schönes Weihnachtsgeschenk für Eure 12-15jährige Mädels! Vorher sollte man das wertvolle Geschirr in der Vitrine in Sicherheit bringen, denn ab und zu sticht die „schrille“ Stimme von Mister Bieber wie eine heisse Nadel in die menschliche Membrane – vor allem dann, wer er mit Power die höheren Töne anschlägt – ist aber wohl ein Problem des bis kurz zur Verzerrung ausgeloteten Vocal-Masterings. Wird er irgendwann so enden wie der niederländische „Heintje“, als dieser nach seinem Stimmbruch nur noch Jobs in Altersheimen oder auf Verkaufsveranstaltungen von Kaffee-Bus-Fahrten-Initiatoren absolvieren durfte? Glaube ich erstmal nicht, weil der Teenager mit Sicherheit über ein erfahrenes Management verfügt, das ihn vor etwaigen Fehlern verschont. Aber wer spricht schon heute noch von einem David Cassidy? Schau mer mal!

VÖ: 19.11.10

Verfügbar: 2-CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.justinbiebermusic.com/#!news

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PANJABI MC “THE RAJ”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

BHANGRA POP

Für Fans von:  Heera Group - Apache Indian - Apna Sangeet

ENGLAND

„Moorni“ startet moderat, „Jodi – Big Day Party“ ist das erste Highlight des Musikers aus Ost-London. Kuldeep Manak ist der begleitende Gast- Rapper, der diesen Club-Track mit seinen Rhymes veredelt. „Nach Di Di“ (hat nichts mit Herrn Hallervorden zu tun) ist der nexte “Clubster”, der jeden Partyfloor in eine leiberzuckende Hölle verwandelt. Wenn das der “olle” Buddha gewusst hätte, als er den Indern vor rund 2500 Jahren ihre “tanzzendente” Ader einhauchte. Nach zwei ruhigeren Tracks wird es wieder lebhafter mit Trommeln & aufpeitschenden Gesängen. Nach dem Hip Hopper „The Raj“ ist der indische Reggae-Dub „Dil Mor De“ an der Reihe. Es folgt der coole Dancehall-Vibe „What You Feeling“, göttliche Bhangra-Power gibt’s mit „Kuri Punjaban“, bei dem während der Autofahrt fast die Felgen von den Reifen geflogen sind, so haben Bass & Percussion in meiner Karre gedröhnt.

Panjabi MC - The Raj

VÖ: 22. 11. 10

Verfügbar: CD & Special Edition & Digital

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.pmcrecords.com/

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INFO: Vor sieben Jahren  war ein Name plötzlicher in aller Munde: Der Bhangra-Beat von RAJINDER SINGH RAI, den die meisten nur mit seinem Künstlernamen PANJABI MC kennen. Der grosse Hit hiess „Mundian To Bach Ke“, der Nachfolger „Jogi“ war auch nicht ohne – Deutschland war reif für die erste indische Punjabi Hip Hop Welle, die dann aber nie so richtig in Schwung kam, weil die hiesigen Medien überfordert waren und es daraufhin lediglich den wirklichen Bollywood- Fans vorenthalten blieb, tiefer in die indisch-populäre Bollywood Musik einzutauchen oder sich mit der englischen Clubszene im Untergrund zu beschäftigen.  Und genau diese Insider werden diese neue CD des Musikers exzessiv lieben!

 

 

 

 

 

 

 

 

ALPHAVILLE “CATCHING RAYS ON GIANT”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Alphaville - Catching Rays On Giant

ALPHAVILLE – Hmmm.... hatte ich ganz anders in Erinnerung, nur nicht so „fresh“. „This Is A Song For No One But Myself“ singt er – und warum wird er dann veröffentlicht? Und wieso sind ALPHAVILLE jetzt plötzlich da? Weil die 80er Jahre mittlerweile so populär sind, dass sie sogar in Casting-Shows als Motiv-Shows dienen, auch wenn die Redakteure ab und an überfordert sind. Bei einer Motto-Show von DSDS verlegten sie „Highway To Hell“ in die 80er – aber das ist jetzt ein ganz anderes Thema. Und wo waren Alphaville in den leztten Jahren? Nachdem es Mitte der 90er den mehr oder weniger erfolglosen Comeback Versuch gegeben hatte, war die Gruppe 2006 plötzlich wieder gefragt, als die australische Band “Youth Group” mit dem Cover von “Forever Young” einen Nummer-Eins-Hit landete.

SYNTHIE-POP

Für Fans von:  A-ha - The Beloved - Soft Cell - Pet Shop Boys

DEUTSCHLAND

Song For No One“ ist der erste Song des neuen Albums und ich überrascht über die klare, gute Stimme von Hartwig Schiebaum, den die meisten nur mit seinem Künstlernamen Marian Gold kennen – und Gold hat er wirklich in der Stimme, nur das dümmliche Ennio Morricone Pfeifen stört gewaltig – ich bin hin und her gerissen, ob ich erstaunt sitzen bleiben oder zur Schüssel rennen soll, um diese zu umarmen und ihr meinen Unmut zu übergeben.

Der Überraschungen werden noch mehr: „I Die For You Today“ klingt wie der Sound einer gewissen norwegischen Band. Ich denke „Aha! Das ist also auch Alphaville!“ und bin wiederum perplex ob des tollen Arrangements. „Seit wann gefällt mir Synthie-Pop der 80er?“ denke ich  In einer Zeit, in der diese Art von Musik spurlos an mir vorüber gegangen ist wie Jahrhunderte zuvor ein inzwischen vermisster Kelch bei einem anderen gewissen Herrn, weil ich in den Katakomben der deathmetallischen Folterknechte gefangen war. Aber die heutigen ALPHAVILLE klingen frisch und jung wie ‚ne 00er Band, erstaunlich!

End Of The World“ würde auch Depeche Mode gut zu Gesichte stehen, gefällt mir sogar bisher am besten. „The Things I Didn’t Do“ ist ein Zwidder aus „Inxs“ (australische Band) und „30 Seconds To Mars“ und brummt genau so schön (mit 130 beets in der Minute) wie die vorangegangen Stücke. Auch gut tanzbar. „Gravitation Breakdown“ legt Zeugnis dafür ab, dass Marian Goldberg Fan von New Order gewesen sein muss. 146 bpm für diesen guten „Klone“. Weiterhin erwähnenswert: „Phantoms“ für alle FGTH-Fans (für jüngere Pop-okraten: Frankie Goes To Hollywood = 80er Band). 12 Stücke hat die reguläre CD, auf der Limited Edition (empfehlenswert) gibt es noch die Demo Versionen der Single „I Die For You Today“ (interessante Version, klingt stark nach „Tears For Fears“ und gefällt mir sogar besser als der offizielle Single-Mix), die Blaupausen von „Call Me“ und „Fallen Angel“ sowie den “Factory Mix” von „Forever Young“.

VÖ: 19.11.10

Verfügbar: CD & Delxue CD & Digital

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.alphaville.info/

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GIRLICIOUS “REBUILT”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

DANCE POP

Für Fans von:  Girls Aloud - Monrose - Pussycat Dolls

USA

Und noch eine Girl Group, die versucht, den Konkurrentinnen etwas Wasser ab zu kochen. GIRLICIOUS sind eine Retortengruppe und wurden vom Gründer der “Pussycat Dolls” ins Leben gerufen. Es gibt sie seit 2007 - „Rebuilt“ ist das zweite Album, das wieder allen Britney-Miley-Girls-Aloud-Monrose-The-Saturdays“ Fans gefallen dürfte. Die Songs wurden stimmlich mit „Kompression bis zum geht nicht mehr” aufgemöbelt. Die Mädels hören sich an wie emsige Arbeiterinnen in einem Ameisenhaufen. Am besten dröhnen „What My Mama Don’t Know“ (hier zeigen die Drei Girlies, dass sie die Nachfolge von „Salt-N-Pepa“ antreten könnten) und der Bubblegum-Hip Hop „Drank“, von dem mit Sicherheit noch einige Remixe zu erwarten sind. Mit seinen 128 beets in der Minute  kann der „.5 Mix“ in jeder House- Runde bestehen. Erinnert stark an Lady Ke$ha! Oder war’s “Rigaga”?

Girlicious - Rebuilt

VÖ: 22. 11. 10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.girliciousmusic.com/

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INFO: Die Girlgroup ist 2007 zusammen-gecastet worden, veröffentlichte ein Album, das vor allem in Kanada sehr erfolgreich war. Das Debut Album “Girlicious” sollte das Letze für die Sängerin Tiffany Anderson gewesen sein, die seit Juni 2009 nicht mehr Bestandteil der Band ist und sich auf eine Solo Karriere vorbereitet. Die zum Trio geschrumpfte Gruppe liess sich nicht beirren und arbeitete unverdrossen am zweiten Album, das bisher nur in Kanada veröffentlicht wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

THE SCENE AESTHETIC “BROTHER” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

INDIE-POP

Für Fans von: Saint Etienne - Magnetic Fields - Backstreet Boys

USA (WASHINGTON)

Toll harmonieren sie miteinander, die beiden Boys von THE SCENE AESTHETIC: Die kleinste Vocal-Pop-Gruppe der Welt bietet 12 Songs an auf ihrem dritten Album „Brother“. Sie sind eine der Formationen, die sich mit der Platzierung ihrer Songs auf dem Portal von MySpace einen weltweiten Fankreis “ersungen” haben. Bis zum heutigen Male ist ihre aktuelle Single „Beauty In The Breakdown“ über 10 Millionen Mal gestreamed worden. Die restlichen Songs sind mainstream-indie-pop-rockig und beziehen ihre Kraft aus dem Gesang, der beiden Protagonisten, aber auch aus der Mitte der Kompositionen, die – deutlich zu hören in „My Humility, You Are“ keine Retorten- Songs sind, sondern Ergebnis einer fundierten musikalischen Leidenschaft. Weitere Highlights: Das bubblegum-poppige „Never Gonna Let This Go“ und das romantische “Lonely Girl” mit Unterstützung der Cary Brothers.

The Scene Aesthetic - Brother

VÖ: 02. 11. 10

Verfügbar: CD (Import) & MP3 Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite:  http://myspace.com/thesceneaesthetic

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RICHARD MARX “STORIES TO TELL” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Richard Marx - Stories To Tell

RICHARD MARX war Ende der 80er Jahre in den USA einer der beliebtesten & erfolgreichsten Songwriter. Alleine das Debut Album warf 4 Singles ab, die allesamt in die TOP 10 der Single-Charts marschierten. Mit der zweiten Platte „Repeat Offender“ gelang es ihm sogar, den Erfolg zu toppen und mit dem Millionenhit „Right Here Waiting For You“ hat er eine der schönsten Pop Balladen geschrieben, die auch europaweit gut ankam. Danach wurde es ruhiger um den Musiker, auch weil er sich zum Teil anderen Aufgaben wie der Produktion anderer Künstler („Luther Vandross“) zuwandte oder weil er als Session Musiker und Background Vokalist sehr gefragt (beim 97er Streisand-Album „One Voice“ stammen sämtliche Harmonie Vocals von ihm).

ACOUSTIC POP

Für Fans von:  Bryan Adams - Kevin Costner - Don Henly

USA (ILLINOIS)

Nach fünf Jahren Recording-Pause gab es 2010 ein spezielles - die Europatournee begleitendes -  Album, das seine grossen Hits akustisch aufwärmt. So gibt es die Songs „Endless Summer Nights“, „Angelica“ oder „Should’ve Known Better“ in intimen & überwiegend balladesken Versionen, die sich vor allem für den gemütlichen Abend vor dem Kamin oder zum Anhören während des Frühstücks auf der sommerlichen Terasse eignen. Für die Songs „This I Promised“ und „Loved“ hat er sich zusätzlich ans Piano gesetzt. Stimmlich gehört der 47jährige immer noch zum Besten, das die amerikanische Singer/Songwriter-Szene hergibt. Das erste akustische Album von Marx gibt es in der Standard US Version (11 Songs) als Import und in einer limitierten europäischen Ausgabe (mit 7 Bonus-Tracks, die er ursprünglich für andere Sänger wie Josh Grobhan oder Keith Urban geschrieben hatte und die auch von diesen auf deren Platten veröffentlicht worden sind), die natürlich wesentlich empfehlenswerter ist, weil sich gerade unter diesen zusätzlichen Stücken auch ein Donnerwetter wie das heavyrockige „Never Take Me Dancing“ befindet.

Fazit: Ein weiteres Highlight in der Sammlung „A Man and his guitar“ – und wer jetzt denkt, „na, ja Lieder -  nur mit Akustikgitarrenbegleitung – langweilig“ täuscht sich. Richard Marx bietet Abwechslung, was den Mix an Balladen und schnelleren Stücken betrifft und er variiert seinen Vortrag erstklassig.

VÖ: 01.11.10

Verfügbar: US CD & European CD & Digital

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.richardmarx.com/ 

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MYRA MAIMOH “ANSWER’D ME”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Myra Maimoh - Answer'd Me

„Somebody Help Me“ singt MYRA MIAMOH die erste Zeile des Auftakt Songs “You And Me”. Disco Fox – 113 Beets in der Minute. Pop Musik für Erwachsene, die sich irgendwo zwischen Madonna und Kylie Minogue bewegt. Auch das folgende „Hallow“ mit schöner eingängiger Refrain-Line kann überzeugen. Wer ist die Sängerin? Im Dezember 1982 wurde sie in Kamerun geboren, die Roots spürt und hört man spätestens im afro-poppigen „Killing Me“, interessant der Mix aus Gospel-Flair und R&B-trächtigen computergenerierten Handclappings. Während ich mich vom Groove tragen lasse, bin ich am googeln – beeinflusst wurde die Interpretin durch die CD-Sammlung ihrer Mutter, die sich für Ella Fitzgerald, James Brown und afrikanische Tradition, aber auch westliche Bluesgeschichten begeisterte.

POP

Für Fans von:  Sade - Madonna - Caron Wheeler - Aura Dione

DEUTSCHLAND

Cuando“ schweift mit Salsa-Perkussion ab in den swingenden Latino-Pop Sektor und dieses Kleidchen steht MYRA MIAMOH sehr gut. Ein zarte Trompete spielt unaufdringliche Fills zwischen den Textzeilen. Bester Song bisher! Als sie zum spanischsprachigen wechselt, erinnert mich der Song sogar nuanciert an Madonna’s „La Isla Bonita“. „L’incourage U“ zielt in die Sade-Ecke, bringt schöne Harmonien, gutes Song-Arrangement, ausgeklügelt von Mbachi Halle, dem auch der Löwenanteil zusteht, was das Songwriting betrifft. „I Need Him“ überzeugt mit starkem Dance-Groove (98,3 bpm) , der sich zudem wohltuend von Mainstream-Produktionen abhebt, weil in jeder Faser des Songs ihre afrikanische Seele durchschimmert. Fröhliches Highlight der Platte!

Mit „Please Take It Slow“ gibt es auch eine feine Gospel-Ballade (Myra ist in einer christlichen Familie aufgewachsen) und im langsamen Rocker „The Lies“ haben die Produzenten von Hitsmith mit einfachen Mitteln eine dichte faszinierende Atmosphäre gezaubert, die den Hörer verzückt durch den Song trägt. Einziger Kritikpunkt: In manchen Songs (wie z. B. „Whatever I Promise“) hätte ich mir manuell gespielte Instrumente gewünscht, anstatt sich auf die etwas antiquiert klingende Computer Software zu verlassen.

VÖ: 11.11.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.myramaimoh.com/  & https://soundcloud.com/myra-maimoh

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NATASHA BEDINGFIELD “STRIP ME” (Deluxe Edition)   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Natasha Bedingfield - Strip Me

Die Konkurrenz ist riesig, wird immer grösser, da muss man/frau sich schon etwas besonders einfallen lassen. „A Little Too Much“ kann auch schon wieder „tödlich“ sein und so hat sich die Sängerin aus Surrey in England aufgemacht, eine dicke Ladung starker Songs ins Rennen zu schicken. Die Deluxe Edition kommt mit insgesamt 18 muskulösen Musikstücken – vorausgesetzt der Musikfan hat die Scheibe vorab bestellt, denn nur dann gibt es einen „Pre Order Track“ zum Gesamtpaket. Nach dem netten Auftakt gibt es ein Duett mit Kevin Rudolf,, das sich sogar ganz gut in der Rock-Disco einsetzen lässt. „All I Need“ imponiert mit einer mächtigen Gitarrenwand. Und „Die Bedingfield“ hebt sich von Gaga-Ke$ha-Avril-Konsorten ab, weil sie eine geile Stimme hat, die wie ein scharfes Messer in die weiche Gefühlsbutter schneidet.

POP

Für Fans von:  Christina Aguilera - Alanis Morrissette

ENGLAND

Mit solch guter Kritik kann sie hervorragend leben und darum flattert sie mit einigen „la-la-la-lah-las“ davon – mitten hinein in den fröhlichen Titelsong „Strip Me“, in dem sie sich physikalisch und soulistisch entblättert und den Hörer teilhaben lässt an einer munteren Achterbahnfahrt durch die Gefühle. Toller Mainstream-Pop – dramaturgisch hervorragend arrangiert! Das monströse Songwriting setzt sich fort – sie knipst die „Neon Lights“ an – perkussive Rhythmen, Mandolinen & ein zartes Piano fordern dazu auf, Platz zu nehmen auf einer schwebenden Wolke, die – einen wunderbaren melancholischen Reigen entfachend – zum ersten Höhepunkt der CD fliegt. Climak-tisch gut!

Sogar die Mainstream Powerballade „Try“ meistert sie erstklassig. Die Mördernummer „Touch“ enthüllt einen zarten Gitarren-Riff, wie er in zahlreichen früheren U2-Songs zu hören war und über allem steht die glasklare Stimme von Natasha, die mit diesem Gesangsvortrag sämtlichen Bundesgenossinnen die Nase dreht. Hiphoppigen Pop-R&B vergisst sie auch nicht: „Run Run Run“ hat dickes Hitpotential. Auf der Deluxe Edition gibt es dazu akustische Versionen der Songs ”Weightless“, ”All I Need“, ”Strip Me“ (klingt hier schön poppig-funky!)  und ”Can’t Fall Down“ (gefällt mir sogar viel besser als die Original Version!). Nextes Highlight ist  die Spitzen Ballade ”It’s Easy“, die sie gemeinsam mit der Country Gruppe RASCAL FLATTS singt - Mega, Mega, Mega! Da wünsche ich mir demnext wieder einmal eine Zusammenarbeit. Den Song gibt es übrigens auch auf der aktuellen CD von Rascal Flatts. Der anfangs erwähnte „Pre Order Track“ “Unexpected Hero” ist ein feine vocal-pop- jazzige Nummer mit gospeligen Harmoniegesängen. Stark!

Der Käufer der Deluxe Edition bekommt zusätzlich vier Live Performance-Clips sowie die zwei Original Music Videos von „Touch“ und „Strip Me“. Fazit: Intelligente Pop Musik, zum Jahresabschluss gibt es aus England eines der besten Pop-Alben 2010! Empfehlenswert ist natürlich die Deluxe Edition, mit der Fans von NATASHA BEDINGFIELD ein superfeines Package bekommen!

VÖ: 07.12.10

Verfügbar: CD & Delxue Edition & Digital

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.natashabedingfield.com/  

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MICHAEL JACKSON “MICHAEL” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

POP & R&B

Für Fans von:  Thriller - Bad- Dangerous - Off The Wall - Invincible

USA

Als der erste Song auf Jackson’s Webseite online stand, waren Musikfans begeistert, aber es gab auch die ersten kritischen Stimmen („Das ist doch gar nicht Michael Jackson“ war eines der zahlreichen Statements, die es zum Song gab). Die erste Single ist „Hold My Hand“ – ein inbrünstiges Duett mit dem R&B Sänger Akon. Ursprünglich hatte der senegalesische Interpret den Song für sich selbst geschrieben, jetzt im Nachhinein dann aber festgestellt, dass das Stück durch die Präsenz von Michael eigentlich zu dessen Song geworden ist. „Hollywood Tonight“ beginnt wie „Remember The Time“ – produziert von Teddy Riley, der ja auch damals den 90er Hit inszeniert hatte – ist auch irgendwo ein bisschen vom New Jack Swing (Beat) beeinflusst – ich höre auch etwas „Bad“ in der Songstruktur. Ist auf jeden Fall ein Clubhit (114 bpm), der demnext in sämtlichen Clubs dieser Erde gespielt werden dürfte.

Michael Jackson - Michael hsk

VÖ: 10.12.10

Verfügbar: CD & MP3-Album + T-Shirt

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.michaeljackson.com/us/home

TOURDATEN

Ein paar statistische Daten (Quelle: Billboard): Am gestrigen Sonntag haben sich 2.800 Visitors auf der MySpace Webseite von Michael Jackson herumgetrieben,  während auf der Seite von Katy Perry über 5.200 waren. Lady Gaga kam auf die stolze Anzahl von 7.600 Tagesbesuchern, während Beyonce wiederum nur auf eine Zahl von knapp über 3.500 kam. Taylor Swift lag knapp darunter mit 3.100 Besuchern. Ein Vergleich mit anderen Sängern: Tom Jones brachte es auf  bescheidene 88 Visitors, Justin Bieber auf 2.700, bei der neuen Nummer Eins der USA (Kanye West) stand die Zahl bei 3.400 daily visits.

 

 

 

 

 

 

 

 

LEONA LEWIS “THE LABYRINTH TOUR - LIVE FROM THE O2” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Leona Lewis - The Labyrinth Tour Live At The 02

Dass die Frau ein Phänomen ist, dürfte mittlerweile jedem Pop oder R&B Fan klar sein. Ab und zu werden ihre Songs sogar beim Hausfrauensender Antenne Bayern genudelt. Nachdem gewonnenen X-Factor Wettbewerb im Jahr 2006 und einer überaus & weltweit erfolgreichen Platte mutierte sie zur „meist-ge-coverten“ Sängerin aller terrestrischer & interplanetarischer Casting-Shows (Quelle: Marsianer- Post vom 12.04.3014*). Die Debut CD belegte in 10 Ländern den ersten Platz der Album-Charts, der Nachfolger “Echo” verkaufte sich 2009 “nur” runde 2 Millionen Mal und mit “The Labyrinth Tour - Live from The 02” gibt es das erste Live-Album der Sängerin. Meiner Meinung nach etwas verfrüht, weil man der 25jährigen Interpretin die mangelnde Erfahrung auf grossen Bühnen anhört.

POP & R&B

Für Fans von: Alexandra Burke -Cheryl Cole - Celine Dion

ENGLAND

Die CD beginnt mit „Brave“ und es fällt sofort auf, dass die Songs der Audio-CD nicht die gleiche Präsenz ausstrahlen wie die Aufnahmen der Studio Alben, aber letzten Endes kommt es darauf gar nicht, weil die CD sowieso nur eine schöne Beigabe ist zum Hauptprodukt, der DVD, die während ihrer Debut Konzert Tour mitgeschnitten wurde. Leona ist wie immer gut bei Stimme, das jubelnde Publikum ebenfalls, bei „Better In Time“ steht neben dem Gesang überraschender Weise die akzentuiert rockende elektrische Gitarre im Vordergrund. „Whatever It Takes“ klingt (dank des Choreinsatzes) in der Live-Version wesentlich „gospeliger“.

Verbieten sich eigentlich an einer grossartigen Sängerin wie Leona Lewis kritische Bemerkungen? Normaler Weise schon, Fans wird es sowieso nicht interessieren, trotzdem – in der Ballade „Happy“ trifft sie ein einziges Mal einen höheren Ton nicht exakt genau (sofort erfolgt die heftige Einwandbehandlung seitens des anwesenden R&B- Redaktörs “Okey Dokey” - übernimmt ab Januar die neue R&B-Abteilung).

Richtig viel Gefühl gibt es in „The First Time Ever I Saw Your Face“ –  das folgende “Outta My Head” ist der schwächste Song der CD und nach dem Eurhythmics-Cover „Sweet Dreams“ animiert sie das Publikum zum Mitsingen der Erfolgsballade „Run“ – aber ehrlich gesagt -  Live hat mir der Song von Edita Abdieski bei deren X- Factor-Vortrag wesentlich besser gefallen – auch hier kann der Gospel Chor beim dramaturgischen Aufbau stark punkten. Nur der Leadgitarrist wollte den Song am Ende unbedingt gefühllos zu Tode dudeln. Der erste „Orgel- Akkord“ von „Bleeding Love“ lässt die Audience ausrasten. Ist der beste Song der Scheibe und wird wohl auch auf ewig die Erkennungsmelodie von LEONA LEWIS bleiben.

FAZIT: Annehmbare Live CD einer tollen Sängerin, aber wenn ich ihre CDs mit den ersten Alben von Whitney Houston vergleiche, muss ich feststellen, dass Whitney damals einfach die besseren Songs im Gepäck gehabt hat. Die DVD beinhaltet 20 Stücke und ist natürlich visuell (über eine gute Anlage genossen) ein absolutes Schmankerl!

VÖ: 10.12.10

Verfügbar: CD + DVD & Blu-ray

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.leonalewismusic.co.uk/gb/

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

JUANES “P.A.R.C.E.” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

LATINO POP

Für Fans von:  Shakira - Santana - Obie Bermudez - Fonseca

KOLUMBIEN

„Amigos“ ist ein wunderbarer Latino-Romantic-Pop-Song mit Philly-Anleihen und leichtem Rumba-Rhythmus - traumhaft zum Davon schweben auf wolkigen Major-7-Akkorden. Es folgt das rockige „Yerbatero“, das der Sänger zum ersten Male bei der Eröffnungsfeier der Fussball-WM in Südafrika präsentiert hat. Wenn der Song Fahrt aufnimmt, erinnert’s an bisschen an die jüngeren Santana-Stücke. Ruhig & melancholisch wird’s in „La Razon“, „Segovia“ ist eine Mixtur aus Latin-Rock und  Ska-Mex-Pop, das grosse Gefühl sagt „Hallo“ in der Ballade „El Amor Lo Cura Todo“  und im finalen “Esta Noche” holt der Top Musiker wieder die Santana-Keule aus seinem Kompositonssack. Juanes hat selbst komponiert & produziert, spielt eine feine Gitarre und hat mit diesem Album bewiesen, dass er derzeit zu den besten Songwritern in der spanischsprachigen Musikgemeinde gehört.

Juanes - P.A.R.C.E.

VÖ: 07. 12. 10

Verfügbar: SIEHE INFO KASTEN

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.juanes.net/ & http://myspace.com/Juanes

TOURDATEN

INFO: Nur 37 Minuten lang ist die Standard CD mit ihren 10 Stücken, die Deluxe Edition hat ein anderes Tracklisting und zwei zusätzliche Titel, empfehlenswert für seine Fans ist die Combo Version, die eine zusätzliche DVD mit 2 Videoclips, einem Making of und der Dokumentation zum Album beinhaltet.  Bei den Aufnahmen der Platte haben tolle Session- Musiker wie Phil Palmer (hat schon für Wishbone Ash, Tina Turner, Bryan Adams u. a. gespielt), Victor Indrizzo (Beck, Macy Gray, Colbie Caillat), Ash Soan (Rick Wakeman, James Morrison, Jordin Sparks) oder der Mandolinist Geoffrey Richardson mitgewirkt. - die Deluxe CD beginnt mit den beiden Titel „Quimera“ und „Regalito“ (nicht auf der Standard CD enthalten)

 

 

 

 

 

 

 

 

LaVive “NO SLEEP”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

LaVive - No Sleep mc

Als im Dezember die Pro-7-Nabelschnur durchschnitten wurde, hat wieder einmal eine neue Girl Group das Licht der Welt erblicken dürfen. Nach amerikanischem Vorbild inszenierte die Casting Show “Popstars: Girls Forever” (schon allein der Titel ist so richtig bescheuert) die Suche nach 4 Mädels, die zukünftig Kohle für Warner Music anschaffen dürfen. Die aus der Retorte gestampfte Mädchenband trägt den Namen LaViVe. Bereits lange vor dem Ende der Show gab es genug Songs, um bei Nacht und Nebel mit den Siegerinnen ein Album ein zu singen, was darauf hinweist, dass die Songs nicht  explizit für die Sängerinnen selbst konzipiert wurden, womit wiederum ganz deutlich wird, dass es diesen Firmen nicht auf Qualität ankommt, sondern nur auf die Kohle, mit der die Fans die Bankkonten der Verantwortlichen füllen.

KINDER-DANCE-POP

Für Fans von: Sugababes - All Saints - Girlicious

DEUTSCHLAND

Die Musik? Dem blutleeren „How Deep Is Your Love“ (nicht identisch mit dem Bee Gees Klassiker, der im letzten Jahr von einem erfolglosen Sänger namens Mennjowiehn - oder so ähnlich - verhunzt wurde) folgt ein stampfender Disco-Feger namens “No Time For Sleeping”, der sogar ein Club-Hit werden könnte, vorausgesetzt, das Stück findet seinen Weg in die DJ-Kiste oder auf das tranportable Notebook. Die meisten Songs der CD tragen martialische Titel wie „Hurtful“, „Burning Love“ oder gar „Unisex“. Am besten gefallen mir das schnelle & tanzbare (126 bpm) „Rock That City“ (für alle „Kylie Minogue“- oder „Sugababes“-Fans), das hip-groovige „Ufo“ (erinnert leicht an die englischen Bananarama). Die Mädels tun das, was sie am besten können: Sie singen routiniert ohne solistische Brillanz, weil es die Kompositionen auch gar nicht zu lassen.

Überraschend ist, dass die CD besser ist, als ich zunächst erwartetet hatte. Sarah Rensing (nicht verwandt & verschwägert mit dem ehemaligen Torhüter von Bayern München - jetzt übrigens beim 1. FC Köln untergekommen), Meike, Juli Berg und Katrin Mehlberg versehen ihren Job mit wesentlich mehr Spass an der Sache als andere ausgelutschte Girliegroups wie Monrose, All Saints oder die flügellahmen No Angels. Sogar die Ballade „Hurtful“ geht einigermassen als gelungen durch, weil die Melodie Ohrwurmcharakter offenbart, nur der- oder diejenige, die für den finalen Mix und hier vor allem für den Schlussakkord zuständig war(en), sollte(n) seine/ihre musikalische Existenz (und speziell das Taktgefühl) noch einmal überdenken, denn das wird absolut nichts mehr in diesem Leben. FAZIT: Angenehmes Teenie-Kinder-Pop-Album, das – wenn man den überheblichen Erwachsenen- Focus verändert – durchaus bei Pop Fans für das eine oder andere spassige Element sorgen kann.

Aktuelle Info im März 2011: Die Band hat sich aufgelöst, die offizielle Webseite gibt es nicht mehr.

VÖ: 17.12.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.lavive.de/ (Seite nicht mehr existent)

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MYLENE FARMER “BLUE NOIR”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

ELECTRO POP

Für Fans von:  Yazoo - Eurhythmics - Anne Clark

KANADA

Entgegen ihres ländlichen Nachnamens fabriziert die 49jährige Musikerin aus Kanada keine kühemelkende Folklore, sondern poppige Electro-Chansons. Die Hit Single „Oui Mais ...Non“ ist ein Track, der jeden Donna-Summer-Fans glücklich machen dürfte. „Moj Je Veux“ wurde dicht eingebettet in schwelgende Melancholie. Am besten von allen Songs gefällt mir das elegische Pop-Dance-Stückchen „Toi L’Amour“, das sich mit seiner 122 beets in der Minute gut zum Club-Einsatz eigent, auch die „Lonely Lisa“ donnert fröhlich-modern aus den Lautsprechern, während die beiden „M’Effondre“ und „Light Me Up“ in Richtung Dark Wave Synth-Pop abdriften. Das düstere „Leila“ vermittelt Tristesse pur und „Inseparables“ gibt es in sowohl in der englischen als auch in der originalen (30 Sekunden kürzeren) französischen Version (die mir wesentlich besser gefällt).

Mylene Farmer - Blue Noir

VÖ: 06.12.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.mylene.net/

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INFO: MYLENE FARMER ist die Rekordhalterin in den französischen Charts, was die Anzahl ihrer Nummer Eins Hit betrifft. Die erste Single “Maman A Tort” war im Jahr 1984 nur ein Achtungserfolg, aber bereits zwei Jahre später landete sie mit “Libertine” ihren ersten TOP 10 Kracher und  das zweite Album “Ainsi soit je” beinhaltete den ersten Spitzenreiter, das kontroverse Video “Pourvu Qu’elles Soient Duces”.  In Deutschland war die Single “Desenchantee” vom Album “L’autre” im Jahr 1991 am erfolgreichsten.  “Blue Noir” ist das achte Studio Album der gebürtigen Kanadierin.

 

 

 

 

 

 

 

 

CRYSTAL KAY “SPIN THE MUSIC  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Notendurchschnitt 1,989 für CRYSTAL KAY und "Spin The Music" - die Highlights sind "Journey", "Konya Wa No. 1", "Time Of Love",  "I Pray" und "Goodbye"

Japanische Musik ist so gut wie unbekannt in unseren Breitengraden. Es gibt aber natürlich  auch eine geringe Anzahl von  unentwegten Musikfans, die so ziemlich für alles offen sind im musikalischen Bereich – und die sich auch seit Jahren für asiatische Musik interessieren. Japanische Musik wird von Fachleuten oft mit dem Kürzel J-Pop umschrieben. Die Sängerin CRYSTAL KAY ist im asiatischen Raum kein unbeschriebenes Blatt mehr und verzeichnet einen Erfolg nach dem anderen. Ihr Debut hat sie im Jahr 2000 veröffentlicht und seitdem konnte sie mehrere Hits in den diversen asiatischen Ländern landen. Bereits 2003 nahm sie für das Album “Natural: World Premiere Album” englischsprachige Cover Versionen von Cindy Lauper, Judy Garland und Gladys Knight auf, die Scheibe wurde aber nie ausserhalb Japans veröffentlicht.

J-POP

Für Fans von:  Celine Dion - Madonna - Hitomi Harada - Aiko

JAPAN

Mit dem neuen Album „Spin The Music“ wagt sich CRYSTAL KAY zum zweiten Mal in den internationalen englischsprachigen Raum. Und nicht zu Unrecht: Die Musik ist toll, sie singt stark – die 12 Songs zeigen all das, was Produktionen & Songs aus Asien ausmacht. Tolle Melodien („Kimi Ga Ireba“), gefühlvolle Balladen („Time Of Love“) und sogar Fans, die sich auch heute noch für den Disco-Funk der 80er Jahre („“Konya Wa No. 1“ gefällt mit Sicherheit allen Anhängern von Evelyn “Champagne” King“) begeistern, werden bedient.

Für die “Gaga-Fans” gibt es den „Elektro-Popper „Flash“, Funkster erfreuen sich genüsslich am Slow (Lite) Funk „Thank You“ (das Original gibt es von der Woodstock-Legende “Sly & The Family Stone“). Sehr interessanter Versuch! Grosses Musik-Kino aus Südkorea erfahren Interessierte in der abschliessenden (und zweisprachig gesungenen) Ballade „I’ll Be There“.

Bei den gängigen Musikportalen ist das Import-Scheibchen sehr teuer, aber wer sich generell für Musik aus Asien (Japan, Korea, China) interessiert, kann sich bei yesasia.com so ziemlich alles (und das noch viel günstiger) bestellen, was das musikalische Herz begehrt. Und erfreulich ist, dass die Lieferung in der Regel innerhalb von 14 Tagen kommt : www.yesasia.com/global/crystal-kay-spin-the-music-korea-version/1023838940-0-0-0-en/info.html

FAZIT: Pop Musik aus Fernost für Erwachsene – Musikfans, die sich nicht vom Koreanischsprachigen abschrecken lassen, werden mit interessanten Songs & musikalischer Bewusstseinserweitung belohnt.

VÖ: 20.12.10

Verfügbar: CD (Import) & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.crystalkayonline.com/index2.html

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BRYAN ADAMS “BARE BONES”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Bryan Adams - Bare Bones Best Of Live

Der Kanadier BRYAN ADAMS (am 05. November 2011 52 Jahre alt geworden) ist ja auch schon eine gewisse Zeit lang im musikalischen Universum unterwegs. Mitte der 80er ging sein Stern auf, Anfang der 90er verbrüderte er sich mit Robin Hood und feiert mit dem Soundtrack-Song „Everything I Do (I Do It For You)“ seinen kommerziell grössten Erfolg. Er  ist einer der Künstler, dessen Alben immer gleichbleibende gute Qualität anbieten, was dazu geführt hat, dass er sich eigentlich immer eine konstante Fan-Gemeinde erhalten hat. Mit „Bare Bones“ gibt es jetzt die abgespeckte Version seiner Hits, die auch den Untertitel „A Man And His Guitar“ tragen könnten. Begleitet wird er lediglich vom Pianisten Gary Bright. Am Album gibt es nichts auszusetzen.

ACOUSTIC POP

Für Fans von: Don Henly - Eddie Money - John Mellencamp

KANADA

Er singt sich mit Reibeisenstimme – mal gefühlvoll – mal mit rockigem Ausbruch 74 Minuten lang durch 20 Stücke, die allesamt Live eingespielt wurden und auch das Publikum ist - deutlich zu vernehmen – begeistert „Here I Am“ singt er im zweiten Stück „Without My Band“ – und warum soll nicht auch einmal ein renommierter und beliebter Künstler wie BRYAN ADAMS auf eine “Unplugged Tour” gehen. Das, was andere Songwriter(innen) können, kann er schon lange. Highlights? Klar – natürlich die Hymnen „Summer of 69“ und „Straight From The Heart“, aber auch das tolle „I’m Ready“, in dem er seine Mundharmonika auspackt oder das akustisch-rockige „The Way You Make Me Feel“. Auf “Request”(= zugerufener Wunsch) einer einzelnen Dame im Publikum spielt er sogar den Song „It’s Only Love

Und er spricht seine Zuhörer gerne an: „This Next Song is a song, I wrote for my favourite singer of all time, his name is Ray Charles. The Only thing is, I forgot to give it to him, The reason I wanna play this song, because it’s name is “The Right Place” and I feel in the right place right now!”. Tosender Applaus. Und es ist zugleich einer der stärksten Songs der CD, der auch einem Ray Charles gut gestanden hätte. Fazit: Muss man nicht unbedingt haben, aber für Bryan Adams Fans ist ”Bare Bones” natürlich ein Schmuckstück in der Kollektion.

VÖ: 15.10.10

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.bryanadams.com/

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Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

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NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, gehört in JEDE Sammlung, für die einsame Insel

KKKKKKKKKK

NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den  besten  1000 aller Zeiten

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NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

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NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

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NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung,  bei Bedarf wieder hervorholen

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NDS 2,150

Durchschnittliches Album,  nur für Edel-Fans empfehlenswert

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NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

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NDS 2,350

Langweilig, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

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NDS 2,450

Schwaches Album, CD und  Cover als Unterlage im Katzenklo

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NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

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NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

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