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Hier gibt es CD-Rezensionen von Heavy Metal Alben, die im 4. Quartal 2011 erschienen sind. Hier sind zurzeit u. a. die Infos zu den Alben ”Embrace The End” von BLOODSPOT aus Deutschland, “Th1rt3en” von MEGADETH, “Pighammer” von WAYNE STATIC, “Here And Now” von NICKELBACK, “Dem Teufel ein Gebet” von 9MM, “Paragon Of Dissonance” von ESOTERIC, “Legacy” von THE MORNING AFTER, “O Hell Shine In Thy Whited Sepulcres” von ENCOFFINATION und “Supremacy Of Steel” von CAGE. Weitere Metal-CD-Rezensionen des 4. Quartals 2011 findest Du auf musikverrueckt.de

Metal CDs 2011 - 4

Metal CDs Übersicht

Gesamtübersicht

Startseite

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BLOODSPOT “EMBRACE THE END”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Bloodspot - Embrace The End

TITELVERZEICHNIS:

1.  In Nighttime
2.  Breathless
3.  Beneath A Burning Sky
4.  Bullets
5.  Answer My Fall
6.  Consumed By Hatred
7.  Heartgore
8.  Rise From Depravity
9.  Unborn
10. Lifeless Flesh
11. Venus

Label: Finest Noise Records
Webseite: www.finestnoise.de

Time:

1:11
3:50
4:33
4:34
6:39
3:12
5:34
4:55
6:33
7:33
5:03

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SLASHER METAL

Für Fans von: Torture Squad – Exodus – Cannibale Corpse – Leng T’che

DEUTSCHLAND

Eine Platte wie geschaffen für die kalte Jahreszeit. Wie ein Schemen eilst Du mit schnellen Schritten durch die Nacht und stemmst Dich gegen den heftigen Wind, der über das Land bläst und Dir unnachgiebig den Regen ins Gesicht peitscht. Dann ist das rettende Haus erreicht. Ein Kettenhund bellt heiser in der Ferne. Du schliesst die Tür auf, jemand wühlt im Radio nach einem Sender. Der Äther erfasst eine alte Jazznummer, eine Stimme singt, aber da öffnet sich schon die Kellertür neben dem Eingang und eine Hand zieht dich mit einem Ruck hinein.

Und in dem Moment, als sich die Türe hinter dir schliesst und du im kalten Gemäuer stehst, packt dich ein wahnsinnsthrashiger Rhythmus, der Dich von nun an während der nexten 53 Minuten nicht mehr loslassen wird. „Jaaaaaaaaaaaaaaaa“ kreischt eine dämonische Stimme, die oben beim hohen „D“ beginnt und bis den tiefen Keller hinunterfällt und zeitgleich das in blutrotem Leder gebundene Buch „Embrace The End“ aufklappt, um die 10 Gebote der traumatischen Beschallung zu zelebrieren.

BLOODSPOT spielen deathig-thrashigen Metalcore mit abwechselnd kreischenden und gutturalen Zombie- Vocals. Die Band kommt aus dem schönen Limburg an der hessischen Lahn. Die Band besteht aus fünf exzellenten Musikern: Marius Vent und Daniel (Captain) „Howdie“ Geierzahn teilen sich die Arbeit mit den schwingenden Äxten, Jürgen (Ritter) „Kuno“ Kühn und Bjoern Grontzki (er heisst tatsächlich so) sorgen wie das dichte Rhythmusgeflecht, in dem sich Neuankömmlinge verfangen.

Answer My Fall“ lautet das vierte Gebot, in dem sich nach 04:12 Minuten ein geiler Gitarrensolo in die Ohrmuschi hinein windet. Erinnert mich an die ultraheissen Feger von Gary Hunolt (von der kultigen ersten Exodus- Scheibe „Bonded By Blood“) – hätte ich mir nur etwas länger gewünscht.  „Rise From Depravity“ zeigt ebenfalls  metallische Züge, beinhaltet aber auch Elemente, wie sie Ende der 80er im Hardcore Punk von Agnostic Front oder  Wehrmacht verankert werden. „Unborn“ ist ein weiterer Partybrecher, der für skullcrushendes Moshen, das Pogotoben oder fürs „Torture Diving“ (Von der Bühne springen, wenn das wartende Publikum seine Fäuste mit ausgeklappten Butterflys nach oben streckt = modische Erscheinung bei Metal Konzerten in Taiwan) gerade prädestiniert ist. Charakteristisch für den Vortrag ist – wie in „Heartgore“ - das Frage (Grunz) und Antwort (Kreisch) Genöle von Sänger Dominik Jahn, der mir vorkommt, als ob zwei psychisch gestörte Personen gleichzeitig in seinem Körper stecken. Schon lange keinen mehr so energetischen Vocal Vortrag gehört!

Was schwer fällt, ist ein Highlight zu benennen, das aus den 11 Tracks hervorsticht, weil man als Hörer nach den ersten drei Hörgängen immer noch richtig belämmert ist und lieber erst mal besinnlich schweigt, um die dämonische Metalpraline der Welt erst mal genüsslich sinken zu lassen. Eventuell könnte das oben bereits erwähnte „Unborn“ zu meinem heimlichen Favoriten herauskristallisieren, weil sich gerade in diesem Stück die virtuosen Fertigkeiten der 5 Musiker zu einer wahren Splatterorgie verketten. Und eventuell noch der hinreissende „Exodus“ Gedächtnismosher „Lifeless Flesher“ (Zitat „The Process Of Rotting Reveals The Most Truth – And You’ll Take Part In What I Call My Fucking Life“  - köstlich!)

Das 10. Gebot wird instrumental und (grosse Überraschung) akustisch vorgetragen. „Venus“ wird das letzte Rätsel an die Zuhörerschaft bleiben – steht als Synonym für „verschliesse Dich trotz aller Leidenschaft nie den interessanten Abwechslungen des Lebens. Aber Metalheads sind – das habe ich schon oft gepredigt – die tolerantesten aller Musikfans überhaupt und gestatten sich neben ihren Metalgöttern auch den einen oder anderen anders gearteten Musikgeschmack.

FAZIT: Wenn sich irgendwann der eiserne Ritter gemäss dem Buch der Offenbarung erhebt, um die Welt mit Katastrophen zu segnen, hat er wohl den dazugehörigen Soundtrack von BLOODSPOT im Rucksack. „Embrace The End“ (Umarme das Ende). Wer allerdings die Musik der Band alleine mit Zombies in Verbindung bringt, hat die Botschaft nicht verstanden – hier geht es um viel mehr – „I’ve Given The Right To Decide Between Life Or Death“ - BLOODSPOT sind hessische Metalgötter, die ich auf eine Stufe mit etablierten Gruppen wie „Rage“ oder XXX stelle. Einziger Kritikpunkt: Bei Musikern dieser Güteklasse wünscht man sich als Gitarrenfan ein paar mehr dieser blutigen, zerstörerischen Soli.

VÖ: 15.10.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: https://myspace.com/bloodspot/music/songs

TOURDATEN

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WAYNE STATIC “PIGHAMMER”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Notendurchschnitt 1,897 für das Debut Album "Pighammer" von WAYNE STATIC. Beste Tracks: "Around The Turn", "Assassins Of Youth", "Thunder Invader" und "Chrome Nation"

TITELVERZEICHNIS:

1.  Pighammer
2.  Around The Turn
3.  Assassins Of Youth 
4.  Thunder Invader
5.  Static Killer
6.  She
7.  Get It Together
8.  Chrome Nation
9.  Shifter
10. Slave
11. The Creatures Are Everywhere
12. Behind The sky

Time:

0:28
2:27
3:13
4:47
5:06
3:30
3:33
3:33
4:03
4:09
4:26
2:54

GROOVE METAL

Für Fans von: Korn - Kevorkian Death Cycle - Clawfinger - Pantera

USA

WAYNE STATIC packt den Schweinehammer aus – und zwar den „schweinegeilen“!. Hauptberuflich ist der Musiker in der Industrial Metal Band „Static X“ als Sänger und Leadgitarrist tätig, am 04. Oktober hat er sein Solo Debut „Pighammer“ veröffentlicht beim Label Dirthouse Records. Das erste kurze „Grüß Gott“ ist ein dicker Metal Groove namens „Around The Turn“, dem sich das nicht minder krachende „Assassins Of Youth“ anschliesst. Der 46jährige hat sämtliche Instrumente selbst eingespielt, hat die ganze Geschichte produziert und glänzt mit 11 „straight forward“ Pogo Tracks, die jeden Rock Club auf Vordermann bringen. Einen Gastbeitrag gibt es auch und zwar in „Static Killer“, hier zeigt die Pornodarstellerin (und seit 2008 auch seine Ehefrau) TERA WRAY mit verführerischem Stöhnen, dass sie nicht nur als Flüstertüte über gewisse Qualifikationen verfügt. Später darf sie auch im Outro „Behind The Sky“ ein paar geheimnisvolle Zeilen wispern. Die Dame war ja bereits im Videoclip „Stingray“ von Wayne’s Band „X-Static“ aktiv.

VÖ: 04.10.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Aktuelle Info vom April 2017: Der Musiker Wayne Richard Wells aka WAYNE STATIC ist am 01. November 2014 im Alter von 48 Jahren an den Folgen einer Drogenüberdosis gestorben. Seine Gattin (Witwe) Tera Elizabeth Lents aka TERA WRAY hat am 31. Januar 2016 im Alter von 33 Jahren einen erfolgreichen Selbstmordversuch verübt.

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MEGADETH “TH1RT3EN”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Megadeth - Thirteenth l

TITELVERZEICHNIS:

1.  Sudden Death
2.  Public Enemy No. 1
3.  Whose life (It It Anyway?)
4.  We The People
5.  Guns, Drugs & Money
6.  Never Dead
7.  New World Order
8.  Fast Lane
9.  Black Swan
10. Wrecker
11. Millennium Of The Blind
12. Deadly Nightshake
13. 13

Time:

5:09
4:15
3:50
4:33
4:19
4:32
3:56
4:04
4:10
3:51
4:15
4:55
5:49

THRASH METAL

Musik für: Hardrocker - Zombie Biker - Hellraiser & Beerdrinker

USA

Ist es wirklich schon 26 Jahre her, seitdem MEGADETH die Rockwelt mit ihrem ersten Album „Killing Is My Business ... And Business Is Good“ die Rockwelt erschütterten? Es war seine direkte Antwort auf das ein Jahr zuvor veröffentlichte Debut Album von Metallica gewesen. Dieses erste Megadeth-Album besitzt bei mir heute noch den gleichen Stellenwert wie „Kill Em All“ oder der ersten Exodus-Kracher „Bonded By Blood“ – Ein neues Genre war geboren – Thrash Metal würde das durch die immer mehr aufkommenden Mainstream Heavy Rock Bands wie Krokus oder Saxon etwas angestaubte Genre wieder auffrischen. Der alte Haudegen Dave Mustaine – einst bei Metallica geschasst – liess sich danach nie so richtig von irgendwelchen Trends oder Strömungen beeindrucken und zog „sein Ding“ bis zum heutigen Zeitpunkt durch.

Das neue und dreizehnte Studio Album bietet in dem Fall auch nichts Neues, nur altbewährte geniale Kracher wie die Rock-Klub-Dance-Nummer „Public Enemy No. 1“ , indem Mustaine’s Vocals nach wie vor klingen, als ob Donald aus Entenhausen am Mikrofon steht. Seine Gitarrenarbeit ist immer noch vom Feinsten – der Musiker aus Kalifornien, der im September seinen 50. Jahrestag feierte, bevorzugt nach wie vor einen mitreissenden Mix aus schnellen bluesrockigen Licks, thrashig-galoppierenden Rhythmus-Riffs und für die up-to-date-Metal Techniken wie Two Hand Tappings und rasend schnelle Alternate-Shred-Pickings sorgt der virtuose Chris Broderick.

Highlights & Anspieltipps: „Whose Life (Is It Anyways?)“ wurde bereits als kostenloser Download auf Mustaine’s Facebook-Seite angeboten, das groovende „Guns, Drugs & Money“, der „Back-to-The-Roots-of- Thrash“ Kracher  “Never Dead” mit genialen Breaks und der komplexe Rocker „New World Order“, der zwischen 4/4 und 7/8 Takt pendelt und in dem Broderick einen scharfen Solo aus dem Handgelenk schüttelt.

Fazit: Exzellentes dreizehntes Studio Album der Thrash Metal Legende Megadeth!

VÖ: 28.10.11

Verfügbar: CD & Vinyl & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.megadeth.com/home.php

KONZERTDATEN

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NICKELBACK “HERE AND NOW”       Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Nickelback - Here And Now

TITELVERZEICHNIS:

1.  This Means War
2.  Bottoms Up
3.  When We Stand Together
4.  Midnight Queen
5.  Gotta Get Me Some
6.  Lullaby
7.  Kiss It Goodbye
8.  Trying Not To Love You
9.  Holding On To Heaven
10. Everything I Wanna Do
11. Don’t Ever Let It End

Label: Roadrunner Records
Web: www.roadrunnerrecords.de

Time:

3:20
3:40
3:10
3:14
4:41
3:48
3:35
4:11
3:51
3:26
3:49

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HEAVY ROCK

Für Fans von: Black Stone Cherry - Disturbed - 3 Doors Down

KANADA

Siebtes Studio Album von NICKELBACK aus Kanada: „Here And Now“ beginnt mit dem wuchtigen Kracher „This Means War“ und diese Ausrichtung setzt sich auch während der nachfolgenden 10 Tracks fort. Wer Nickelback im Hard Rock Päckchen erwartet hat, bekommt auch Nickelback und das nicht zu wenig. 39:51 Minuten Spielzeit sind es zwar nur geworden, aber Fans der Band sind nach drei Jahren Veröffentlichungspause schon mal froh, überhaupt was Neues von der Formation um Chad Kroeger serviert zu bekommen. Auch wenn die im September vorab veröffentlichte melodramatische (und allzu sehr an den Charts orientierte) Single „When We Stand Together“ schon schlimmste Befürchtungen bei beinharten Rockern ausgelöst hatte. Aber schließlich muss es für die harten Mädels auch einen Grund geben, das Album zu kaufen, oder? Die Highlights: Der gleissende Gitarrensolo in „Bottoms Up“ ab Minute 02:20, die donnernde (159,9 bpm) „Midnight Queen“, der metallische Stadionrocker “Kiss It Goodbye” und der „Clawfinger-Gedächtnis-Metal-Groover“ „Gotta Get Me Some“.

FAZIT: Geradliniger als der Vorgänger “Dark Horse” - “Canadian Heavy Rock” Rules!

VÖ: 21.11.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.nickelback.com/

TOURDATEN

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9MM “DEM TEUFEL EIN GEBET”      Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

9mm - Dem Teufel ein Gebet

TITELVERZEICHNIS:

1.  Wenn Träume fliegen
2.  Symphonie des Zorns
3.  Der letzte Engel
4.  Kains VS. Abel
5.  9/ARR
6.  Dein Wille ist Gesetz
7.  Feigheit
8.  Party Rock’n’Bier
9.  Evil Knievel
10. Sommer
11. Amigos Para Siempre
12. Störtebeker
13. Durstige Männer

HARD ROCK

Für Fans von: Ohrenfeindt – Kärbholz – Tankard - Captain Duff

DEUTSCHLAND

Wen es schon immer interessiert hat, wie Motörhead sich anhören würden mit deutschen Texten und wem die Musik der „Toten Hosen“ zu kuschelrockig ist, braucht sich nur einmal die Songs der Gruppe 9MM anhören. Die Band kommt aus Hessen und spielt einen geradlinigen Mix aus Punk Thrash & Classic Hard Rock Elementen. Im Onlineshop von amazon.de beschreiben die Boys ihren Stilmix gar als „dreckigen Bastard aus Rose Tattoo, Motörhead und feinstem Deutschrock“.

Damit würde man es sich aber zu leicht machen, denn in der Musik der Truppe stecken gut und gerne 30 Jahre Musikgeschichte. Die wuchtige „Symphonie des Zorns“ erinnert mich beispielsweise an die Klassiker von Judas Priest (speziell von deren Album „Rock And Rolla“), ich setze diesen Party Hammer mittlerweile in meinem DJ-Set zwischen den Beastie Boys („Fight For Your Right“) und Billy Idol („Mony Mony“) ein – funktioniert prächtig – 149,7 bpm hat das geile Teil!

„Pabba?“ „Ja, mein Bubb?“ „Mach mal Rackänroul“ lautet das Zwiegespräch zwischen Vadder und Sohn, bevor die Band mit dem Stück „Kain Vs. Abel“ ihre Version vom „American Rock & Roll“ aus den Lautsprechern klopft. Und wie einst Schweinepriester Clint Eastwood seine wortlosen Phrasen mit dem Peacemaker in die Welt schickte, so fliegt hier das „9mm“-Gitarrensolo (ab Minute 01:20) in „9/ARR“ (kurz für “9mm Assi Rock & Roll”).

Weitere Anspieltipps: Die Punk Roots der Musiker schimmern durch in „Dein Welle ist Gesetz“, das gutturale Motorgrollen „Feigheit“, der definitive Strandfeger „Sommer“ und im Bonus Track „Durstige Männer“ (nur auf der limitierten Erstauflage, aber auch beim digitalen Album verfügbar), in dem die 4 Hessen ihre intime Pubertäts- Beratungs-Kolumne („Durstige Männer wollen den Frauen immer nur zwischen die Beine“) eröffnen, erkenne ich mich selbst wieder in der sympathischen Aussage „Durstige Männer trinken – Kaltes Bier“. Tipp: Text auswendig lernen, ab in die nexte Kneipe und beim Versenken des nexten ”Binding”Krugs „Dem Teufel ein Gebet“ grölen. Kommt sehr gut auf dem nächtlichen Nachhausewege – die Anwohner werden es dem Sänger sicherlich danken.

Fazit: Ein Album wie geschaffen für die nexte Junggesellenfete - 13 ultimative Party Cracker, die durstig machen – 9MM spielen harte & herzliche Musik für gestandene Mannsbilder.

VÖ: 21.10.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.9mm-rock.com/  &  https://myspace.com/rockrotten9mm/music/songs

TOURDATEN

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ESOTERIC “PARAGON OF DISSONANCE”       Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Esoteric - Paragon Of Dissonance

TRACKLISTING DISC 1:

1.  Abandonment
2.  Loss Of Will
3.  Cipher
4.  Non Being

TRACKLISTING DISC 2:

1.  Aberration
2.  Eso Disconsolate
3.  A Torrent Of Ills

Label: Season Of Mist Records
Webseite: www.season-of-mist.com

Time:

13:34
07:05
09:15
15:30

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15:44
15:33
13:37

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DOOM METAL

Für Fans von: Black Sabbath - Cathedral - Penance

ENGLAND

ESOTERIC sind eine britische Doom Metal Band, kommen wie einst „Black Sabbath“ aus Birmingham und haben sich bereits 1992 gegründet. Das charakteristische Merkmal ihrer Musik sind lange Tracks (nicht selten dauern ihre Kompositionen zwischen 10 und 15 Minuten) und genau dieser Tatbestand macht es dem Zuhörer sehr gut möglich, tiefgründig in die psychedelisch-düstere Klangwelt einzusteigen und sich einfach treiben zu lassen. Natürlich sind auch hier - auf der Suche nach DEM ultratiefen Ton - sämtliche Instrumente tiefer gestimmt wie es die meisten Doom Metal Bands praktizieren. Mit „Abondonment“ gibt es wieder einmal eine erstklassige Genre-Hymne, deren Wirkung sich bei dementsprechender Narkotisierung noch vielfacher entfaltet. Wenn die Band beginnt, ab Minute 09:10 das Tempo anzuziehen, verschwimmen die Konturen und beim noisigen Ende droht – bei vorschriftsmässig aufgedrehtem Volumenregler– die Schädelmembrane zu zerplatzen.

Auch „Cipher“ ist absolut hörenswert und in „Non Being“ scheint die Zeit stehen zu bleiben, so zeitlupenhaft „doomen“ sich 4 Musiker durch die esoterisch-gespenstischen 15 ½ Minuten. Etwas lebhafter wird es in den Stücken der zweiten Disc, aber auch hier schweben gepeinigte Seelen kreischend & guttural über den trostlos-dunklen Klangwolken, die Mastermind Greg Chandler (Gitarre, Keyboards, Vocals, Mixing, Engeneering) mit seinen Kollegen fabriziert. Wo sich Andere aus marketingtechnischen Gründen mit dem Genre-Sticker „Doom Metal“  schmücken, praktizieren ESOTERIC metallische Trägheit exzessiv, indem sie jede gespielte Note mit ultraschwerer Langsamkeit zelebrieren - der perfekte Soundtrack für die misanthropischen Botschaften der Band.

FAZIT: Ich selbst bezeichne die fünf Musiker gerne als „metallische Ausgabe von “Tangerine Dream“, weil auch im Klangbild von ESOTERIC die Keyboards eine wichtige Rolle spielen. Das Artwork des Covers stammt übrigens von KATI ASTRAEIR, die bereits für das Dark Ambient Project „Raison D’Etre“ und den polnischen Elektroniker Olegh Kolyada und sein Projekt „In Meditarivm“ tolle Arbeiten abgeliefert hat. Für Interessierte hier ihre Webseite: http://katiastraeir.com/ 

VÖ: 21.11.11

Verfügbar: 2-CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.esotericuk.net/  

TOURDATEN

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THE MORNING AFTER “LEGACY”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

The Morning After - Legacy

1.  Legacy
2.  Into The Fire
3.  Limit
4.  America
5.  The Witch Is On My Back
6.  Over The Wire
7.  Streams Of Stars
8.  These Hills Have Eyes
9.  Powerdrive
10. Rest In Pieces
11. Nightmare Planet
12. Seasons
13. I Walk With Giants

Label: Rising Records

CLASSIC METAL

Für Fans von: REO Speedwagon – Vandenberg – Coney Hatch - Boston

ENGLAND

THE MORNING AFTER spielen Heavy Metal alter Prägung, was bedeutet: Hier gibt es “Old School” oder “True Metal” Metal Riffs der 80er Jahre, majestätisch anmutende Satzgesänge, die aber – was hier nicht abwertend sein soll – von einem Vocalizer generiert wurden und powermetallische Melodien, wie man sie von den Scorpions, Halloween, Vandenberg oder zahlreichen anderen nicht mehr aktiven Genre Bands kennt. Und während bei der einen oder anderen Band, die sich im Genre versucht, oft der eine oder andere schmierige Schmalz-Haken zu finden ist, stimmt hier so ziemlich alles. Apropos Haken: Der Gitarrist lässt herrlich seinen Jammerhaken = Floyd Rose Vibrato „schnalzen“ (im Stück „Over The Wire“), als ob er sich selbst noch inmitten der 80er Jahre befindet.

Classic Rock Fans werden im Klanggewitter der britischen Boygroup eine Menge Altbekanntes wiederfinden. „Limit“ hört sich an wie eine kommerziellere Variante der Songs der kanadischen Progrocker „Rush“, die Satzgesänge erinnern durchgehend an die gesanglichen Qualitäten der ROAR Bands „Foreigner, REO Speedwagon oder Journey“ und ab und zu wirft  Gitarrist Phil Mayer sogar seinen analogen „Flanger“ (Effektgerät für Gitarristen) an wie es in „The Witch Is On My Back“ zu hören ist.

Fazit: Ein 61minütiger Song, der nach 20 Minuten klingt wie nach 5 Minuten und sich nach 50 Minuten immer noch anhört wie das erste Stück. Und eigentlich trotzdem nicht langweilig wird. Habe ich so auch noch nie gehört. Sei es wie es ist: „Legacy“ ist eine Classic Power Metal Packung, die schmeckt wie ein hyperaktives Erfrischungsstäbchen

VÖ: 12.12.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: https://myspace.com/themorningafterrock/music/songs

TOURDATEN

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ENCOFFINATION “O HELL SHINE IN THY WHITED SEPULCRES” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Encoffination - O Hell Shine In Thy Whited Sep

TITELVERZEICHNIS:

1.  Sacrum Profanum Processionali
2.  Rites Of Ceremonial Embalm’em
3.  Ritual Until Blood
4.  Elegant In Their Funebrial Clo
5.  Crypt Of His Communal Devourme
6.  Washed And Buried
7.  Pall Of Unrequited Blood
8.  Annunciation Of The Viscera

Label: Selfmadegod Records
Web: www.selfmadegod.com

Time:

01:05
05:08
04:25
04:13
04:55
04:53
03:55
10:35

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DOOM METAL

Für Fans von: Absymal Darkening - Be’lakor - Catheter

USA

Das polnische Label „Selfmadegod“ Records ist seit Jahren spezialisiert auf Hardcore, Death Metal und Grindcore und wirft mit dem Album „O Hell Shine In Thy Whited Sepulchres“ ein weiteres exemplarisches Werk einer relativ jungen Metal Band auf den überfluteten Genre Markt. ENCOFFINATION haben sich 2008 gegründet und praktizieren einen Mix aus Brutal Death & Doom Metal, den es 39 Minuten lang auf ihrem Debut Album zu hören gibt. Das 1minütige Intro „Sacrum Profanum Processionali“ beginnt blackmetallisch mit modischen Kirchenglocken und lateinisch gesprochenen Beschwörungsformeln, im folgenden „Rites Of Ceremonial Emblam’men“ passiert ausser doomigem Gerumpel und schrillen, aber hölzern klingenden Schlagzeugbecken (da hätte ich mir mal einen Drummer gewünscht, der etwas atmosphärisches Gefühl entwickelt zur Musik) nicht viel.

Ritual Until Blood“ ist besser und mit „Elegant In Their Funebrial Clo“ wird die Spitze des doomigen Vulkans erreicht. Ultratiefer gestimmte Gitarren und Bässe bieten die exzellente Spielwiese für den gutturalen Shouter Ghoat, der sich anhört, als ob er dem Hörer jeden Moment seinen Mageninhalt zur Verfügung stellen möchte. Die meisten Metal Fans kennen den Musiker, der hier auch für die Gitarren- und Bassarbeit sorgt, durch seine Tätigkeiten bei der Metal Band „Father Befouled“ aus dem schönen Chicago. Die düsteren Choräle in „Crypt Of His Communal Devourme“ erinnern mich an die geniale Musik von Antón García Abril im Klassiker „Die Nacht der reitenden Leichen“.

Highlights des Albums sind „Pall Of Unrequited Blood“ und das 10minütige “Annunication Of The Viscera”. Der Deathmaster “Elektrokutioner” klopft mit Mörderbassdrum an die Pforte, die unsere alte Welt von der Apocalypse trennt. Dann vermischen sich arachische megadoomige Black Sabbath Riffs, der Sound von blutverschmierten Plektren, die auf ungeschliffenen Saiten den wunden Gitarrenhals von oben nach unten schneiden und die (bereits von oben bekannten) klagenden Kirchenglocken, die wiederum den Weg bereiten für den Höllenknecht, der in jedem Moment das Portal der Gruft aufreisst, aus dem die Todesboten Ghoat und Elektrokutioner steigen, um all denen, die sich ihnen in den Weg stellen, ihr zweites Studio Album über den Schädel zu hauen.

FAZIT: ENCOFFINATION zelebrieren gutturale deathmetallische Langsamkeit, als ob jede überflüssige Bewegung den entscheidenden Schweißtropfen auslösen würde, der die Hölle zum Überlaufen bringt.

VÖ: 15.11.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: https://myspace.com/encoffination/music/songs 

TOURDATEN

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CAGE “SUPREMACY OF STEEL”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Cage - Supremacy Of Steel

TITELVERZEICHNIS:

1.  Bloodsteel (feat. Bitterfrost)
2.  The Beast Of Bray Road
3.  King Of The Wasteland
4.  Metal Empire
5.  War Of The Undead
6.  Flying Fortress
7.  Doctor Doom
8.  Annaliese Michel
9.  Braindead Woman
10. The Monitor
11. Hell Destroyer Vs. Metal Devil
12. Skinned Alive

Label: Music Buy Mail

POWER THRASH

Für Fans von: Iron Maiden - Judas Priest - Uriah Heep - Jaguar

USA

Hinter dem harmlosen erscheinenden Namen CAGE verbirgt sich infernalische Höllenpower namens „Supremacy Of Steel“. So heisst das neue Album einer Band aus dem sonnigen San Diego, die bereits seit 1992 im metallischen Universum wütet. Bereits 1995 hatte es ein Debut Album gegeben, das aber nie veröffentlicht worden war und erst 2007 digital auf dem Portal von iTunes unter dem Namen “The Lost CD” angeboten wurde.

Gleich im ersten Track „Bloodsteel“ prallt ein wuchtiges rob-halford’sche Kraftpaket auf eine krachende Bretter-Thrash-Orgie, die mich an die donnernden Grooves von Exciter oder Hexenhaus erinnern. Mit dem schwedischen Gitarristen Christopher Erikson, der sich hinter dem Pseudonym BITTER FROST versteckt, ist hier ein exzellenter “special guest” mit von der Partie. Der bis ins Mark einschneidenden Stimme von SEAN PECK kann sich keiner entziehen, die Gitarristen DAVE GARCIA und STEVE BROGDEN erinnern an die besten Zeiten von „Iron Maiden“, als - noch Anfang der 80er Jahre – fröhlich drauf los & zweistimmig gebrettert wurde, Bassist PETE STONE braucht sich ebenfalls nicht zu verstecken hinter den Geschwindigkeitsriffs eines Steve Harris und weil auch Drummer NORM LEGGIO gerne auf sich aufmerksam machen möchte, zeigt er in der Historiengeschichte „Flying Fortress“, was er so alles mit seinem Double-Bass-Drum anstellen kann.

Die Highlights des Albums:  Das donnernde „Metal Empire“ , das sich auch bestens zum Einsatz auf dem Metal Dancefloor (179,3 bpm) eignet und die Exorzismus-Hymne „Annaliese Michel“, die mit der wirklich wahren Geschichte eines besessenen Marktheidenfelder Heavy Mädels aufwartet.

Fazit: Wem die Musik von Judas Priest gefällt und wer sich gleichzeitig irgendwo für den Classic Heavy Rock der britischen Uriah Heep anfreunden kann – mit CAGE gibt es ein tolles Quintett aus Kalifornien, das beide Stilrichtungen in ihren Songs vereinigt. Exzellentes sechstes Studio Album!

VÖ: 13.12.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://cageheavymetal.com/ 

TOURDATEN

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JAVIER REYES von ANIMALS AS LEADER bei der Musikmesse in Frankfurt

ANIMALS AS LEADERS “WEIGHTLESS”      Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Animals As Leaders - Weightless

TITELVERZEICHNIS:

1.  An Infinite Regression
2.  Odessa
3.  Somnarium
4.  Earth Departure
5.  Isolated Incidents
6.  Do Not Go Gently
7.  New Eden
8.  Cylindrical Sea
9.  Espera
10. To Lead You To An Overwhelming Question
11. Weightless
12. David

Label: Prosthetic Records

INSTRUMENTAL METAL

Für Fans von: Cacaphony - Pelican - Russian Circles - Bottled Science

USA

Wie es sich anhört, wenn Stanley Clarke, Joe Satriani, Chad Wackerman und Al di Meola in einer Band spielen? In etwas kommt das hin, das die US Band ANIMALS AS LEADERS auf ihrem Album „Weightless“ praktiziert. Progressiver Heavy Metal als reine Kunstform. Warum die Band trotzdem fast keiner kennt hierzulande ausser den “real music lovers”? Weil sie ausschliesslich instrumentale Kompositionen anbietet und so wohl kaum jemals in einem üblichen Radioformat gespielt werden wird.

Im März haben die drei Musiker (Tosin Abasi, Javier Reyes und Navene Koperweis) an zwei Tagen einen halbstündigen Auftritt bei der Musikmesse in Frankfurt hinlegen – ein Termin, den ich mir ganz dick im Kalender angestrichen habe. Enttäuscht war ich dann auch nicht, am ersten Tag, dem Freitag, war es ein guter Gig vor halb gefüllter Halle, am zweiten Tag, dem Samstag war der Sound - sorry for the word - so dermassen beschissen, dass nur die Drums zu hören waren! Entweder hatte der Mann am Mischpult gerade Eier in den Ohren oder es ging ihm aus irgendeinem anderen Grund nicht gut. An diesem zweiten Tag habe ich die Location dann auch nach 10 Minuten fluchtartig verlassen. Die beiden Gitarristen spielen auf 8seitigen Instrumenten der Firma Ibanez, Schlagzeuger Koperwies bedient die Drums von Random (Cymbals von Instanbul).

Natürlich ist das Album ein Feinschmeckerli vor allem für Gitarristen. Hier werden sie mit allem bedient, was die derzeitige Kunstform „Moderne elektrische Gitarre“ hergibt: irrwitzige Two Hand Tappings, heisse Shredder-Soli („Cylindrical Sea“), komplexe zweistimmig vorgetragene Rhythmus-Muster („Isolated Incidents“), Sweep Techniken („Weightless“) und chromatisch & verminderte in höchster Geschwindigkeit gespielt Skalen.

Die Highlights des Albums herauszupicken, ist nach einem ersten Hören abhängig von der Tagesform, am besten hat mir beim ersten Mal das rasend schnelle „Earth Departure“ gefallen, in dem sich metallische Bretterwände mit verschachtelten Reggae-Breaks abwechseln.

FAZIT: ”Meine Lieblings ’Black’ Metal Band” hat ein Fan auf dem Portal von YouTube geschrieben, als er einen Clip der Band begeistert kommentiert hat. Das „Black“ ist hier natürlich auf die Hautfarbe des Bandleaders Tosin Abasi gemünzt, der in den letzten Jahren in die Riege der besten „schwarzen“ (oder „farbigen“) Gitarristen aller Zeiten aufgestiegen ist – und diese Liste liest sich nicht schlecht: Jimi Hendrix – Vernon Reid – Bootsy Collins – Ernie Isley und noch ein paar mehr! Fakt ist, dass „Weightless“ ganz sicher eines der besten instrumentalen  Rock Alben der letzten Jahre ist.

VÖ: 04.11.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite:  https://myspace.com/animalsasleaders/music/songs

TOURDATEN

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ANTEDILUVIAN “THROUGH THE CERVIX OF HAWAAH”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Antediluvian - Through The Cervix Of Hawaah

TITELVERZEICHNIS:

1.  Rephaim Sceptre ...
2.   ... Through The Cervix Of Hawaah
3.  Intuitus Mortuus
4.  Scions Of Ha Nachash (Spectre Of The Burning Valley)
5.  From Seraphic Embrace
6.  Luminous Harvest
7.  Turquoise Infidel
8.  Gomorrah Entity (Perversion Reborn)
9.  Erect Reflection (Abyss Of Organic Matter)

Label: Profound Lore Records
Web: www.profoundlorerecords.com

HÖHLEN METAL

Für Fans von: Mitochondrion - Napalm Death - Impetuous Ritual

KANADA

Death Metal aus Kanada. „Loudness By Thy Name!“ könnte das Motto der metallischen Duos lauten, den die beiden Musiker 36 Minuten lang praktizieren. Lyrics? Nebensächlich, weil sie sowie niemand versteht, so kellerguttural reitet der „Sänger“ auf den Brutal Riffs herum, die er sich mit seinem langjährigen Kompagnon zusammengeschustert hat. Ich nehme einfach mal an, die Geschichten, die uns „Haasiophis“ (Guitar, Vocals) und „Nabucodnosor“ (Bass, Vocals) erzählen möchten, handeln von der Periode nach der Erschaffung der Erde bis zur Sintflut, so verstehe ich zumindest den wissenschaftlichen Ausdruck ANTEDILUVIAN, mit dem sie die Band geschmückt haben. Haut auch irgendwo hin, denn wenn man sich den Track „Intuitus Mortuus“ anhört, kann ich vor meinem geistigen Auge den Neanderthaler Kain sehen, wie er seinem Brüderchen Abel das Hirn weich klopft. 2000 Jahre später sind es nur die Schlagzeugbespannungen, die – ist aber jetzt nur eine gefühlte Annahme - wohl nicht aus Menschenhaut bestehen. Fakt ist aber auch, dass dieses Debut Album lange vorbereitet wurde und dass die beiden Musiker in ihren Texten mit etlichen in der Antike immer wieder übernommenen Bibelthesen aufräumen und die Schöpfungsgeschichte aus ihrer eigenen Sicht erzählen.

Die Pforten der Hölle öffnen sich spätestens bei „Scions Of Ha Nachash (Spectre Of The Burning Valley)“ und ich bin zunächst einmal erstaunt, dass zwei (2) Musiker ohne Unterstützung solch einen Krach hinbekommen. Für ihre Live-Präsentationen haben sie sich die schlagenden Dienste von Mars Sekhmet gesichert. ANTIDELUVIAN spielen Death Metal, der viele andere Bands, die sich nur noch aus monetären Gründen mit der Genre-Schublade schmücken, zu Kindergartenbands degradiert. Doomige Riffs wechseln mit gutturaljaulenden Gitarren, die mich an abstürzende Stukkas aus dem 2. Weltkrieg erinnern.

“Unfuckingendlich” schade, dass der ultrageile Headbanger Groove im Track „Luminous Harvest“, der ab Minute 02:30 startet, schon wieder nach 03:33 abgewürgt wird. Dieses grandiose Vergnügen hätte ich mir ein paar Sekunden länger gewünscht! Das gnadenlose Highlight kommt am Ende des Albums: Knappe 7 Minuten gibt es mit „Erect Reflection (Abyss Of Organic Matter)“ auf die Ohren!

Fazit: Interessant, dass sich ANTEDILUVIAN einen Dreck scheren um übliche „Social Networks“ wie Myspace oder Facebook. Einem Online-Auftritt sind sie zwar nicht abgeneigt, aber von zeitgenössischen Modeerscheinungen, denen sich die Bands unterordnen, die ansonsten gegen den Mainstreamgedanken revolutionieren, halten sie nicht viel. Schade zwar, weil sie sich  auf diesem Wege ihren Fankreis wohl nie in dem Sinn erschliessen werden, wie sie es eigentlich verdient haben. „Through the Cervix Of Hawaah“ ist nämlich eine der herausragenden Genre-Veröffentlichungen des Jahres, weil sich hier einmal mehr die  Seele des „True Death Metal“ blütenrein offenbart.

VÖ: 22.11.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Das Highlight als Audioclip: http://www.youtube.com/watch?v=6yQ5Sf7_oZU  

TOURDATEN

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Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

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NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, gehört in JEDE Sammlung, für die einsame Insel

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NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den  besten  1000 aller Zeiten

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NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

KKKKKKKKKK

NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

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NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung,  bei Bedarf wieder hervorholen

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NDS 2,150

Durchschnittliches Album,  nur für Edel-Fans empfehlenswert

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NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

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NDS 2,350

Langweilig, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

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NDS 2,450

Schwaches Album, CD und  Cover als Unterlage im Katzenklo

KKKKKKKKKK

NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

KKKKKKKKKK

NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

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