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Hier gibt es CD-Rezensionen von Heavy Metal Alben, die im 4. Quartal 2010 erschienen sind. Hier sind zurzeit u. a. die Infos zu den Alben ”There Is Hell Believe Me I’ve Seen It, There Is A Heaven, Let’s Keep It A Secret” von BRING ME THE HORIZON aus England, “Out For The Blood” von UNIT 187 aus Kanada, “Out Of The Ashes” von KATRA aus Finnland, “Clinic For Dolls” von UNSUN aus Polen, “Metalmorphosized” von IRON FIRE aus Dänemark, “The Calling” von MAMMOTH aus Australien und “Mastermind” von MONSTER MAGNET aus den USA. Weitere Heavy Metal CDs findest Du, wenn Du auf den Link “Metal CDs Übersicht” klickst. Zu neuen CDs kommst Du bei der “Gesamtübersicht”.

Metal CDs 2010 - 4

Metal CDs

Gesamtübersicht

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Bring Me The Horizon “There Is Hell Believe Me I’ve Seen It,
There Is A Heaven, Let’s Keep It A Secret”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

MATH METAL

Für Fans von:  Sylosis - Enemy Of The Sun - The Chariot

GROSSBRITANNIEN

Es lebten einst zwei Kinder im Königreich. Das eine trug den Namen “Screamo”, das andere rief man “Metalcore”. Von überall her kamen Invasoren und führten Heavy Metal Freunde in Versuchung, ausländische Produkte zu kaufen, was dazu führte, dass die einheimische Musikszene am Hungertuch nagte. 5 Musiker aus Sheffield nahmen die Kinder auf und zusammen suchten sie einen schwedischen Zauberer namens Fredrik Nordström auf. Dieser mixte einen quirligen und progressiven Cocktail, den die Kinder tranken und siehe da - aus zwei Personen wuchs plötzlich ein riesengrosses Monster, das eine fürchterliche progressive Math Metal Keule schwang und alles vernichtete, das sich ihm in den Weg stellte. Am Ende setzte sich das Monster an den Waldrand und legte ein Ei in Form einer CD, die das “Non Plus Ultra” modernster Heavy Metal Musik im Jahre 2010 darstellt. UK Metal Rules!

Bring Me The Horizon - There Is A Hell

VÖ: 04.10.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.bringmethehorizon.co.uk/

TOURDATEN

INFO: Aufgenommen wurde im Fredman Studio mit dem Produzenten Fredrik Nordström, der bereits die Scheiben von Opeth, Arch Enemy oder Soilwork veredelt hat. Als Gäste sind neben der kanadischen Songwriterin (bringt in zwei Songs gothic-waviges Ambiente mit ein) “Lights” Valerie Poxleitner auch Josh Franceshi (“You Met At Six”) und Josh Scogin (“The Chariot”) mit von der Partie. Das Album, das bei fortgeschrittenen Metal Fans wie eine Bombe detonieren wird, gibt es neben der Standard CD in  diversen digitalen Versionen. Die beste ist die US-Edition, die mit drei Bonus-Tracks kommt.

 

 

 

 

 

 

 

 

UNIT 187 “OUT FOR BLOOD”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

INDUSTRIAL METAL

Für Fans von:  Project Pitchfork  - Strapping Young Lad

KANADA

Auch Kanada hat interessante Industrial Metal Acts zu bieten. Einer ist UNIT 187, die sich Mitte der 90er als Electro Rock Band gegründet haben, aber durch die Produktion des Gitarristen Devin Townshend, der das zweite Album „Loaded“ (1998) inszeniert hatte, Geschmack am Heavy Rock Sound bekam und sich zum kernigen Industrial-Metal bekehrt hat. Die CD beginnt mit dem alptraumhaften schleppenden & rammsteinigen „Sick Obsession“, Donnerwetter, das sich eigentlich in den nachfolgenden „Rolling Vengeance“, „Threatened“ und „Guilty Pleasures“ exakt fortsetzt, was Tempo, Sound und Songstruktur betrifft. Und weil auch das Killing Joke Cover „The Wait“ in dieses Schema passt, bleibt am Ende die Feststellung: Ein bisschen mehr an Abwexlung hätte es dann doch sein dürfen. 10 Metallische Slow-Dance-Vibes (Spielzeit: 48:16)

Unit 187 - Out For Blood

VÖ: 07.10.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.unit187.com/

TOURDATEN

INFO: Die Ursprünge des Sub-Genres “Industrial Metal” führen zurück zum Ende der 80er Jahre, als Electronic Rocker wie “Nitzer Ebb” oder “Skinny Puppy” begannen, ihre EBM-beeinflusste Musik mit verzerrten Keyboards, Gitarren und Stimmen zu präsentieren. Die Musik wurde schnell zur Subkultur in den Underground-Klubs der Grossstädte und Bands wie “Ministry” oder “KMFDM” schrieben mit ihren Platten Erfolgszahlen und die schweren Dance-Grooves förderten wiederum die Entstehung anderer Schubladen wie “Groove Metal”, “Aggroelectro” und “Electro Industrial”.  Eine schöne Erklärung, der nichts hinzu zu fügen ist, gibt es hier: http://www.hell-is-open.de/info/metal-info.php?showpage=industrial

 

 

 

 

 

 

 

 

KATRA “OUT OF THE ASHES”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

SINFONIC METAL

Für Fans von:  Moonspell - Unsun - Lacuna Coil

FINNLAND

Mit sinfonischem Gothic Metal habe ich meine Probleme, wenn ich an die laschen Ergüsse von “Leaves Eyes” denke, aber was hier die finnische Band KATRA um Bandgründerin und Sängerin Katra Solopuro ableistet, kann sich hören lassen. “One Wish Away” ist ein toller Song, bei dem Satzgesänge und Aufbau wunderbar passen, die beiden Gitarristen spielen hervorragende doppelstimmige Läufe und sogar ruhige Passagen (wie in “If There Is No Tomorrow” - hat Hitpotential) wirken nicht kitschig und bemüht, sondern scheinen “aus dem Bauch heraus” entstanden zu sein. “Out Of The Ashes” ist das dritte Album (das zweite beim Label Napalm Records) der Gruppe und ausgerechnet im Titeltrack offenbart die brünette Schönheit gesangliche Schwächen, sie wird jedoch von den harten Riffs ihrer Mitstreiter auf der Banger-Welle, auf der ich mich länxt befinde, zum “Happy End” getragen. Gute CD!!

Katra - Out Of The Ashes

VÖ: 25.10.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite:  http://www.katra.fi/

TOURDATEN

INFO: Zuerst war da ein Piano. Katra Solopuro begann im Alter von Jahren mit klassischem Unterricht, fing mit 14 mit dem Singen an und studierte später Gesang und Theatermusik an der Universität der finnischen Stadt Tampere. In ihren ersten Bands spielte sie noch Keyboards und sang im Background. 2006 veröffentlichte sie ihre erste Solo Single “Sahara” (die finnische Original-Version kann hier angehört werden: http://www.youtube.com/watch?v=kNyAawGrjwQ ),  die vor allem in den Medien hochgelebt wurde. Nachdem sie die Band KATRA zusammengestellt hatte, ging es auf Tour und die ersten gemeinsam geschriebenen Songs wurden auf dem Debut Album beim deutschen Label Edel Records veröffentlicht. Erst 2007, als sie das österreichische Label Napalm Records unter Vertrag nahm, ging es so richtig los mit der internationalen Karriere.

 

 

 

 

 

 

 

 

MONSTER MAGNET “MASTERMIND”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

STONER METAL

Für Fans von:  Rob Zombie - Danzig - Biohazard

USA (NEW JERSEY)

Stoner Rock ist auch nicht mehr sooo präsent gewesen in den letzten Monaten. Ob sich das mit der neuen CD von MONSTER MAGNET ändert? Gruppen gibt’s genügend, die sich selbst in diese Schublade gesteckt haben. Der Opener „Hallucination Bomb“ kommt mit druckvoller doomiger Quali einstiger Old School Black Sabbath Scheiben, die beiden Gitarristen „John McBain“ und Dave Wyndorf schrubben wie gehabt um die Wette. Einzig der Schlagzeug Sound gefällt mir nicht, klingt – wie in „Bored With Sorcery“ viel zu platt. Ob’s dem Wechsel zum Label „Napalm Records“ geschuldet ist? Die „Magnets“ klingen punkiger als je zuvor. Der 4minütige  klonige Motörhead-Proll überzeugt nicht, aber es kommt besser: Der Mitgröler „Dig That Hole“ – die bereits veröffentlichte Single „Gods And Punks“ und der Titelsong „Mastermind“ sind die gewohnten noisigen Bretter-Tracks. Krachendes Highlight: „100 Million Miles“.

Monster Magnet - Mastermind sc

VÖ: 27.10.10

Verfügbar: CD & Vinyl & Digital album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.zodiaclung.com/

TOURDATEN

INFO: MONSTER MAGNET sind eine der Gruppen, deren Songs ständig in irgendwelchen Soundtracks auftauchen. Angefangen hat es mit dem Film “Düstere Legenden”.  Dem Song “Crop Circle” folgte “Heads Expolode”, das den Vampirfilm “Dracula 2000” beschallte.  Zwar werden die Songs von Monster Magnet gerne in Horrorfilmen gespielt (u. a. “Beowulf” oder “Chucky und seine Braut”), aber auch in Teenie Komödien wie “The Girl Next Door” oder TV-Serien wie “Sons Of Anarchy” gibt es die fette Magnet-Packung. Bandleader Dave Wyndorf hat dafür eine simple Erklärung: “Wenn ich einen Song schreibe, dann stelle ich mir jedes Mal, bevor ich beginne, zu komponieren, einen kleinen fertigen Film vor und wenn das Stück dann “im Kasten” ist, komme ich mir vor wie ein Regisseur, der gerade eine Kurzgeschichte abgedreht hat”.

 

 

 

 

 

 

 

 

UNSUN “CLINIC FOR DOLLS”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Unsun - Clinic For Dolls

Vor zwei Jahren gab es das Debut Album der polnischen Gothic & Melodic Metal Formation UNSUN, die vom ehemaligen Vader-Gitarristen gegründet wurde, um seine Frau (und Leadsängerin) Aya Stefanowicz in den Focus zu stellen. Ich empfand das Album damals als ganz nett und in Ermangelung besserer Produktionen im bewerteten Monat wurde ”The End Of Life” sogar zur Metal CD des Monats gekürt. Bei den Sommer Festivals im Jahre 2009 musste die Band - speziell die Frontfrau - allerdings mit harter Kritik der deutschen Medien leben – ein Magazin, das dafür bekannt ist, diejenigen in den Himmel zu heben, die ordentlich dafür zahlen, verunglimpfte die Gruppe unsäglich und lobte gleichzeitig das operettenhafte Gesülze eines anderen Metalmädchens über alle Massen. Jetzt also Album Nummer 2: Ich war gespannt!

GOTHIC METAL

Für Fans von:  Lacuna Coil - Anathema - Leaves Eyes

POLEN

Der Auftakt „The Lost Way“ ist nicht sonderlich aufregend, hebt sich auch nicht ab von ähnlichen Produktionen. Die Stimme (hier: Kopfstimme) von Frontfrau Aya erscheint mir speziell in den langsamen & gefühlvollen Passagen sehr dünn. Der Titelsong „Clinic For Dolls“ ist dann wesentlich besser, es gibt harte Bretter- Riffs von Maurycy “Mauser” Stefanowicz Jetzt geht die Frontdame “aus sich raus” – ist lauter – rockiger – aggressiver (aber immer noch ohne „Growl“, der ihr eigentlich auch ganz gut stehen würde. Vielleicht mal Unterricht nehmen bei Angela Gossow von “Arch Enemy”?). Noch besser wird’s in „Time“ – hier kommt auch endlich der erste (leider nur kurze) Gitarrensolo – druckvoller Sound – guter Mix von Klampfen, Keyboards und Drums, nur der Bass kommt nicht so gut weg, da muss ich schon ganz schön an der Anlage justieren, um etwas von Filip Hatucha zu hören. Ob die Gebrüder Wieslawski (haben das Album produziert) mit Ohrenstöpseln gearbeitet haben? Alter Pole!

Der ersten Ballade „The Last Tears“ stehe ich mit wechselnden Gefühlen gegenüber. Einerseits denke ich mir, dass Frau Stefanowicz im Soft-Metal Metier eher besser aufgehoben wäre, denn ihre Stimme passt hier ganz gut, andererseits rauschen solche (überflüssigen) Titel links rein und rechts wieder raus aus’m Ohr. Echten authentischen (donnernden) Gothic Melodic Metal gibt es wieder mit „Home“ - es folgen krachende galoppierende Riffs in „Ceased“ – Perfektionisten halten sich aber beim Gesang besser die Ohren zu, denn hier offenbaren sich wieder Mal die typischen phonetischen Schwächen von Sänger(innen) aus dem Ostblock („it’s nice to chear ...). Bereits beim letzten Album hatte ich angemerkt, dass ich es besser finde, in der Landessprache zu singen, weil so Musik & Wesen viel authentischer rüberkommen, anstatt auf die schnell verdiente Kohle im durch massige Produktionen von mittelmässigen Metal-Scheiben zugeschütteten restlichen Europa zu schielen.

VÖ: 12.10.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Info: Band wurde mittlerweile aufgelöst, keine Webseite verfügbar

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

SIN 7 SINS “PERVERSION LTD.”

UNEARTHLY TRANCE “V”

Sin7Sins - Perversion Ltd

Eine niederländische Britney Spears namens Lotus singt sich durch 10 cyber-thrashige Bubblegum Rocker, aber irgendwie will der 38minütige pervertierte Tulpen Kaugummi nicht so richtig schmecken. Überflüssig

Unearthly Trance - V

Nachdem die Wartezeit seit dem 2008er “Electrocution” mit einigen Split Alben überbrückt wurde, meldet sich das Brooklyn Trio mit einem starken Doom & Sludge Metal Album zurück. Geile Scheibe!

VÖ: 22.10.10

Empfehlung: K K K K K K K K K K

VÖ: 01.10.10

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.sin7sins.com/

Webseite: http://www.unearthlytrance.com/

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IRON FIRE “METALMORPHOSIZED”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

POWER METAL

Für Fans von:  Hammerfall - L. A. Guns - Force Of Evil

DÄNEMARK

IRON FIRE aus Dänemark spielen Old School Power Metal, der anfangs antiquiert rüber kommt. Nach den ersten Stücken rocken die Dänen straight forward und genau das nehme ich ihnen auch ab: Ehrlichen Heavy Rock & Roll zum Party-Bangen – erinnert an Skid Row, L. A. Guns & Great White. Das gut-riffige „The Underworld“  reisst mit, passt gut in die Rock-Disco. Der beste Song! Zwischendurch gibt es Durchhänger, vor allem, wenn sie versuchen, melodiös zu spielen, aber donnernde Rocker wie „Left For Dead“ entschädigen für die Störungen. Und: Sänger Martin Steene wird oft gelobt für seine charismatischen Vocals, ist aber deutlich über seine beste Zeit hinaus – Musik ist TOP – Gesang ist schwach, Kirk Backarach gehört zu den besten skandinavischen Metal Gitarristen und erweist sich als rettender Feuerwehrmann und führt das brennende Schiff zum rettenden Wasserstrahl.

Iron Fire - Metalmorphosized Limited Edition

VÖ: 01.10.10

Verfügbar: CD & Limited CD &Digital

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.ironfire.dk/ 

TOURDATEN

INFO: “Metalmorphosized” ist das sechste Studio Album der dänischen True Metal Gruppe, die Mitte der 90er Jahre unter dem Namen “Misery” startete. Die ersten drei Longplays und das 2009er “To The Grave” wurden vom Helloween-Produzenten Tommy Hansen in Szene gesetzt, seit dem 2006er “Revenge” sind sie beim Label Napalm Records untergekommen.  Wer die Musik der Band noch gar nicht kennt, sollte unbedingt mit dem Debut Album “Thunderstorm” beginnen, das meiner Meinung nach immer noch die beste Veröffentlichung des Dänen-Vierers ist. 

 

 

 

 

 

 

 

 

CRADLE OF FILTH “DARKLY, DARKLY, VENUS AVERSA”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Cradle Of Filth - Darkly, Darkly, Venus Aversa

Ein Spinett klimpert herum, „Aaaahhh“ – Choräle (wie aus einem schlechten Gruselfilm der 60er Jahre schwirren durch den Raum – eine weibliche Stimme sagt (gar nicht furchteinflössend) „I Am She – Lilith - Mistress of the dark - of Sheba-  first offender & sucker to demons -  whose Sweet Seduction and wicked rise - By The Flesh - And Tonight - I Come For You!“ „Zu viel „Supernatural“ gesehen, wa?“ sind meine ersten Gedanken - aber Keyboarderin Ashley steht ja eher auf “Das Schweigen der Lämmer” - dann bricht die versöhnliche Knüppelhölle los. Double Bass-Drums & wuchtige Gitarren Riffs bieten der kreischenden jaulenden Stimme von Daniel Davy den Nährboden, sich zu entfalten.  Zwei Jahre ist es her seit dem letzten Konzeptalbum von CRADLE OF FILTH. 

HEAVY METAL

Für Fans von:  Nocturnus - Bring Me The Horizon - Tiamat

ENGLAND

“Darkly, Darkly, Venus Aversa” ist das neunte Studio Album der Mannschaft aus England. Es gibt die übliche Ladung (62:34 Minuten auf CD 1) Power-Brutal-Sinfonik-Dark-Extreme-Metal und wer durchgehalten hat, darf sich noch die zweite CD mit 4 weiteren Teilen (24:14) reinziehen. Der erste Track „The Cult Of Venus Aversa“ kingt wie „Alice Cooper/Marylin Manson auf einem Speed-Tripp” – die Black-Metallisch- angehauchten schrillen, kreischenden Vocals von Dani Filth (so nennt sich der Sänger geschäftlich) tun ihr übrigens, um Stimmung auf zu bauen. CRADLE OF FILTH – die musikalische Hölle auf Erden. Musikalisch & spieltechnisch geht es wie gehabt erstklassig zu, in „The Nun With The Astral Habit“ gibt es geile Breaks & Riffs und den ersten siedenden (leider nur kurzen) Gitarrensolo. Problem ist, selbst wenn man die Band nicht mag, man kann sich der Intensität des Dargebotenen nicht entziehen: Die sex Musiker spielen Heavy Metal für Intellektuelle Metalfans & Absinth-Fetischisten. Einmal begonnen, sich mit der Musik auseinander zu setzen, steckt man drin im unglaublichen Dickicht der düsteren Soundstruktur – die Songs entfalten Suchtcharakter und setzt man sich zusätzlich mit den Texten auseinander, könnten Zartbeseitete plötzlich anfangen, ihren Goldhamster zu quälen. Als man in den 80ern behauptet hatte, dass irgendwelche US-Teenager sich von den Songs einer Metal Band namens Judas Priest zu irgendwelchen Greueltaten, auf die ich hier gar nicht weiter eingehen möchte (wen’s interessiert: wikipedia u. a. bieten genügend Käse an zum Thema), animieren liessen, konnte ich es gar nicht glauben – die Botschaften der Engländer hier sind aber mindestens genau so gefährlich. (*) Aber zurück zur Musik: Die riffigen Highlights der CD heissen „The Decieving Eyes“, “The Church Of The Sacred Heart” und „Lilith Immaculate“ (war auf den meisten CD-Beilagen der Metal Magazine in den Monaten Oktober/November/Dezember vertreten), einen instrumentalen Track gibt es dieses Mal nicht. Auf CD 2 bin ich von “Behind The Jagged Mountain” und vom 7minütigen “Mistress From The Sucking Pit” begeistert.

FAZIT: CRADLE OF FILTH sind die Hawkings der Heavy Metal Kultur. Mit dem Konzeptalbum “Darkly, Darkly, Venus Aversa, das sich die weibliche mesapotamische Dämonin Lilith zur Hauptfigur auserkoren hat, haben die englischen Musiker ein weiteres Meisterwerk vom Stapel gelassen. Das Album ist das erste, das beim Label “Peaceville Records” erscheint. (*) Schleichwerbung, damit sich die Junx von der BPjM (ehemals BPjS und davor WFADHMH) das Album kaufen.

VÖ: 01.11.10

Verfügbar: CD & Deluxe-CD & Digital

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.cradleoffilth.com/

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

METALLICA “SIX FEET DOWN UNDER Part 2”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Metallica - Six Feet Down Under Pt 2 EP

In diversen Internet-Portalen zereissen sie sich die “Mäuler” über die LIVE EP, die Metallica anlässlich ihrer Australien Tournee mitgeschnitten und jetzt auf Disc veröffentlicht haben. Der Sound sei “absolutely sheet” und “überhaupt” und “dies und jenes”. Mann – Leute, seid doch froh, dass es Bands und die Technik heute überhaupt ermöglichen, dass der Musikfan soviel Output seiner Lieblinge bekommt wie nur möglich. Ich habe in den 80er Jahren mal wie verrückt alle Rory Gallagher-Live- Scheiben gesammelt, weil ich damals seinen Stil studiert habe und habe mir abstruse Bootlegs, die runde 80 D- Märker das Stück gekostet haben, einverleibt. Metallica bieten auf ihre Website seit Jahren die Mitschnitte diverser Konzerte kostengünstig sehr fanfreundlich  via Download an.

THRASH METAL

Für Fans von:  Exciter - Anthrax - Testament

USA

Diese vorliegende EP klingt sogar nicht einmal sooo schlecht. Bei „Blackened“ kommt der Sound zwar nicht ganz so wuchtig wie bei hochkarätigen Studio-Produktionen, weil er zu sehr in die Mitte gemischt wurde, aber spieltechnisch sind die 8 Stücke in Ordnung – es war wohl eines ihrer besseren Konzerte gewesen. Was mir nicht gefällt, dass man die Songs nicht am Stück geniessen kann, weil jeder Song am Ende “gefadet” wird. Es gibt eine Zeitreise zurück in die 80er und wer wie ich die Originale genau im Ohr hat, wird enttäuscht sein, „Ride The Lightning“ wird zwar technisch gut runtergeschrubbt, aber die Seele des Stücks scheint in den letzten Jahren abhanden gekommen zu sein. Das Gitarrensolo ist gut, bringt aber keine neuen Erkenntnisse. Routiniert gespielt.

Eines meiner Metallica-Lieblinxstücke, das ich in jungen Jahren selbst mal in einer Coverband gespielt habe, ist „The Four Horseman“. Auch hier fehlt das Feuer das Originals, der Song wird minimal schneller gespielt, rhythmisch etwas geraten die Junx etwas ausser Takt, aber wen juckt das hier schon! Die meisten im Publikum hören das sowie so nicht, und der “normale” Metallica-Fan freut sich, weil den Song bereits auswendig mitgrölen kann. Der Drummer versucht dann, das Tempo wieder an sich zu reissen, seine Beckenarbeit gefällt mir aber gar nicht – auch die Gitarrensoli sind dieses Mal kurz und schmerzlos – das Original ist viel besser. „Welcome Home (Sanitarium)“ – hier klingt der Gesang wirklich “absolutely sheety”! Zu nasal (vielleicht hat er kurz vor eine ....na ja, lassen wir das!), aber er war ja noch nie einer der besten Sänger gewesen, der gute James Hetfield – ist Live deutlich zu hören. Nicht auszudenken, wenn hier ein Coverdale oder ein Jeff Scott-Soto am Mikrofon stünde. Dann hiesse die Band wohl Metalsnake oder Kirk Hammsteen’s Metalforce (he, he!)

Master Of Puppets“  - routiniert in Ordnung, “Fade To Black” ist besser und seltsamer Weise ist “Damage, Inc” das beste Stück der CD, entweder weil die Junx zurück ins Hotel wollten oder schnell in die Bar – absolutely idiotisch ist allerdinx wiederum das “Fade-Out” dieses Songs, der noch gar nicht richtig am Ende angekommen war. Der Engineer, der diese lieblose Zusammenstellung verbrochen hat, gehört zur Strafe ins Sanitarium eingeschlossen und mit einer 8wöchigen Schlagermetal-Therapie a la Modern Talking“ abgestraft. Ein Dankeschön für die Fans in Australien sollte es sein – viel scheint den Metallicas nicht an ihren Fans zu liegen, wenn sie solch ein liebloses Album autorisieren. Da sind die meisten der Download-Mitschnitte auf der Band-Webseite trotz aller Bootleg-Qualitäten wesentlich besser gelungen. Aber es ist wie es ist im Leben – auch bei normalsterblichen Musikfans ist nicht jeder Tag so gut wie der Vorangegangene - und so hebe ich meinen mittlerweile achten Guiness-Humpen (beim Gongschlag ist es 2 Uhr Nachts und 34 Minuten) und trinke auf das Wohl der einstigen Speedmetal-Legende und erstelle mein abschliessendes FAZIT: Nicht eines ihrer besten Konzerte, aber dafür authentisch und rau – das mitgrölende Publikum wurde zum Glück nicht herausgefiltert. Metallica-Fans freuen sich über ein weiteres Stück in der Sammlung – und werden „Six Feet Down Under Part II“ von Zeit zu Zeit  genüsslich in den Player schieben.

VÖ: 12.11.10

Verfügbar: CD (Australien-Import)

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.metallica.com/

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

ANGUISHED “COLD”    

Anguished - Cold

Mein lieber Schwan, die Frau hat es aber faustdick hinter den Ohren! Und all diejenigen, die sich ihr Album „Cold“ mit der richtigen Lautstärke angehört haben, danach auch. Ich verbessere mich: Mit den Ohren. ANGUISH nennt sich das „One Woman Projekt“ einer finnischen Dame und sie präsentiert mit dieser CD ein kreischendes, wüstes Durcheinander, dem nur eines ordentlich fehlt, was das Genre nun halt mal auch irgendwo benötigt: Höllische tiefe Töne. Und wenn es den Begriff „Kreisch-Metal“ noch nicht gibt, habe ich ihn hiermit erfunden. In „Come To Me Satan“ brüllt sie, als ob sie selbst am Spiess steckt, der über dem Feuer gedreht wird. Ob der gute alte Deibel ein Faible hat für so eine durchgedrehte Metal-Mietze? Im gleichen Song singt sie eine weitere Spur und outet sich  mit dünnem Stimmchen als “Nicht-Sängerin”.

BLACK METAL

Für Fans von:  Tiamat - Catatonia - Kult Ov Azazel

FINNLAND

Ich bin gerne fürs „Extreme“, egal um was es sich handelt. Als alter Ministrant schwärme ich natürlich auch für phättesten Grindcore, denn im musikalischen Bereich ist es mir schlichtweg wurst, in welchem Genre es wild durcheinander geht, aber der 40minütige Stoff, der hier geboten wird, ist schon ultraharter Tobak. Der Sound ist sehr dünn, das bisschen Drums, das zu hören ist, klingt sch***** und die verschiedenen Gitarrenspuren wurde einfach übereinander gelegt und klingen matschig wie der Morast eines ausgehobenen Sumpfes. Intros oder Outros gibt es gar nicht. Sobald die ersten Takte ertönen, beginnt die Prinzessin der Finsternis mit dem Kreischen und genau so gnadenlos werden die Stücke durchgeknüppelt bis zum „abgehackten Schluss“. Zum Ende der CD macht das opferbereite Girlie schlapp, „Tired“ macht seinem Namen alle Ehre – langweilig & müde

Fazit: Absolutely & totally underground – der Sound ist mies – die Botschaft ist klar & deutlich: Folter ist angesagt, die praktizierende Musikerin hat sie schon hinter sich, der „Sado-Metal“-Freak, der sich die CD antun möchte, sollte das bei ohrenbetäubender Lautstarke tun, damit er mitbekommt, wie schön schmerzhaft extremer Black Metal sein kann. Und für alle Girlies, die es der Blackmetallurgin nachmachen möchten – eine Menge Kamillentee einkaufen, denn was hier getrieben wird, geht mit Sicherheit auf die Stimmbänder!

Tipp an die Musikerin: Sounderfahrenen Techniker suchen, das Ganze noch mal abmischen, weil die Grundstruktur auf jeden Fall Potential hat. Ich stehe gerne zur Verfügung, Babe! An einen Nachfolger glaube ich allerdings nicht, denn der finale Schrei auf der CD hört sich an, als ob sich der „beschwörte“ Ziegenhuf das höllische Mädel letzten Endes doch noch ”einverleibt” hat. Haudi Saudi

VÖ: 09.11.10

Verfügbar: Tseh-Deh

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: https://myspace.com/anguished666/music/songs  

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

 ATHEIST “JUPITER”

Atheist - Jupiter

Manchmal gibt es Erklärungsbedarf und ich rudere mit Attributen, wenn ich einem Pop-Fan, der sich noch nie mit der härteren Musikfraktion auseinander gesetzt hat, diverse Metal-Genres vorstellen möchte. Aber wie erkläre ich einem Laien den Begriff “Technical Death Metal”? Die einfachste Lösung? Ich spiele ihm das erste Stück „Second To Sun“ von der neuen CD der Grupoe ATHEIST vor. Wilde durcheinander & gegeneinander laufende Riffs, durchbrochen von abenteuerlichen Schlagzeug Eskapaden, eine kreischende Stimme, die sich einen Dreck schert um irgendwelche songtechnischen Vorgaben und einen drückenden Bass, der die angerührte Musik mit einem Quirl im Topf herumwirbelt – das ganze wird in einen eisernen Topf geschüttet – Flamme (Lautstärke) hoch auf 10 – ich habe fertig.

HEAVY METAL

Für Fans von:  Meshuggah - Trigger The Bloodshed  - Gorguts

USA (FLORIDA)

Jazzer würden dabei eher mit dem Begriff “Free ”Metal” klar kommen, wobei die Exkursionen von ATHEIST ja meist nicht frei improvisiert sind, sondern klar strukturierten Abläufen folgen. Musiker, die sich selbst in die Schublade TDM stecken, sind Virtuosen mit dem Anspruch, Musik für Musiker zu komponieren. Eine gefährliche Sache, weil gerade diese die grössten Kritiker sind und sich am wenigsten von Leidenschaft & Intensität des Dargebotenen blenden lassen (wollen.). Der herausragende „Fictitious Glide“ bricht dabei keinesfalls aus dem Konzept, ist genauso wenig zu fassen wie die meisten der Stücke und donnert „abnormal“ komplex geradewegs auf den Tinnitusschaden des nicht geübten Hörers zu.

Die einzelnen Songs untereinander zu bewerten, ist eine regelrechte Herausforderung, weil jedes Stück für sich neben dem Kick in die Magengrube einzigartig ist. Ich hab’s trotzdem getan: Highlights unter den 8 Mega-Hämmern sind „Fraudulent Cloth“, „Tortoise The Titan“ und „Third Person“, in dem es neben dem Drummer, der keine Arme, sondern Tentakel zu haben scheint, auch noch eine Portion Slap-Bass und inmitten der Bretterwände einen versteckten – und rasend schnell gespielten - Bolero-Rhythmus gibt. Das einzige Auszusetzende ist die kurze Spielzeit von 32:35 Minuten. Tipp: Wer’s den Musikern gleichtun möchte und sich im Genre TDM versuchen will: Tonleitern üben & Tonleitern üben & Tonleitern üben. Dur-Skalen, Moll-Skalen, Verminderte Skalen, chromatische Skalen, dorische Skalen und um sich von anderen Musikern abzuheben: Indonesische Pelogskalen

FAZIT: Ein Heavy Metal-Kopfplatte für Musiker – Nachricht an das Label: “Thank You, Season Of Mist 4 such a nice & pretty beast!” Und auf einmal  begreife ich auch den Bandnamen und gebe die Erklärung dafür mit einem abgedroschenen Sprichwort ab: Wer das hier hört, „fällt wirklich vom “Glauben ab”

INFO: ”Jupiter” von ATHEIST wurde im Dezember 2010 zum besten “Heavy Metal Album des Monats” gekürt.

VÖ: 08.11.11

Verfügbar: CD & Limited CD & Digital

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite:  http://www.atheistmusic.com/

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

TANKARD “VOL(L)UME 14”

THRASH PUNK

Für Fans von: Toxic Lies - Motörhead - Megadeth - Manowar

DEUTSCHLAND

Über TANKARD zu schreiben, sollte sich eigentlich erübrigen. Jeder Rock-Fan sollte die Frankfurter Band kennen. Seit dem 17. Dezember gibt es das 14. Album der Rabauken, die schon 1982 Thrash Metal gespielt haben, als viele der designierten Nachfolger noch in die Windeln gepupst haben. 10 Tracks gibt es auf „“Vol(l)ume 14“, der Kasten Bier auf dem Cover zeigt das „täglich Brot“ eines Rockers. Sie nennen sich „Kings Of Bier“, ob das Album deswegen den Sticker „Parental Advisory“ bekommen hat? Egal - der Song „Rules For Fools“ ist mit Sicherheit politisch Gesinnten gewidmet, die Thrash-Hymne „Fat Snatchers“ besingt den Metzger, der unterwegs ist, der FSK-Ministerin ihr FSK-18-Logo auf die Birne zu ritzen. Drei Highlights gefallen mir am Besten: „Brain Piercing Of Death“, “Beck’s In The City” und die “Zombie Attack”, die wohl auch den müdesten Krieger zum Toben bringt.

Tankard - Volume 14

VÖ: 17. 12. 10

Verfügbar: CD & Doppel CD & Vinyl

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.tankard.info/

TOURDATEN

INFO: Auf der Bonus DVD gibt es 12 wilde Bezerker-Thrash Tracks und wer bisher immer der Meinung war, ein gefilmtes Konzert  könne die Energie eines Live erlebten Events nichts wiedergeben, der soll sich mal die DVD dieser Limited Edition ansehen.  Natürlich macht die Sache noch mehr Spass, wenn das auf dem Cover abgebildete Utensil (gibt’s  beim Getränkehandel Deines Vertrauens) im Wohnzimmer herum steht. “Vol(l)ume 14” ist - wie es der Titel schon sagt, das 14. Studio Album der Hessen und gleichzeitig das fünfte, das vom Label AFM Records aus Schwalmstadt veröffentlicht wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

THE DAMNED THINGS “IRONICLAST”

The Damned Things - Ironiclast

Eine lustige Clown-Fratze lächelt vom CD-Cover – mir kommt ein Verdacht, wer das sein soll – aber ich spreche ihn hier besser nicht aus, weil die Webseite auch von zartbeseiteten Musikfans besucht wird (Frau Dr. Music wirft mir gerade ein Papierknöllchen an den Kopf). Heavy Metal habe ich erwartet, aber das erste Stück „Handbook For The Recently Deceased“ klingt eher nach Ozzy Osbourne der 80er Jahre und das sehe ich nicht unbedingt in der Ecke Heavy Metal. Natürlich sind die Jungs, die hier spielen, von den guten alten Zeiten beinflusst, weil sie damit aufgewachsenn sind. Scott Ian & Rob Caggiono spielen sonst bei den Thrashern von Anthrax, Keith Buckley bei „Every Time I Die“ und Joe Trohman und Andy Hurley bei „Fall Out Boy“.

HEAVY ROCK’N’METAL

Für Fans von: Anthrax - Everytime I Die - Velvet Revolver

USA

Das findige Label Island Records vermarktet die ganze Geschichte natürlich unter dem Zäpfchen „Heavy Metal Supergroup“ und das erste (oben erwähnte) Stück dringt auch sofort ein in die Rock-Seele des ambitionierten Fans. Gute & harte & laute Musik, der Sänger klingt seltsamer Weise auch nach Ozzy, nur die Gitarristen können – obwohl sie herausragende „Arbeit“ leisten - Randy (Rhoads) oder Jake (E.Lee) technisch nicht das Wässerchen reichen. Aber wer kann (oder will) das schon? (Anm. von Bertram: Steve Vai, Satriani, Friedman, Howe,  Victor Smolksi und Matze Wurm) Trotzdem: Guter Rock-Groove für die Metal-Disco! Auch „Bad Blood“ geht voll auf die Hörner, klingt in Richtung „härterer Bon Jovi-Stoff“, das nachfolgende „Friday Night“ ist der schnellste Track bisher (186 beets in der Minute, falls es jemanden interessiert) und passt (DJs aufgepasst!) hervorragend zwischen die Blast-Stücke von „Mötley Crue“ und „Extremo“. Hier gibt es auch den bisher besten Leadgitarren-Solo – exzessives Malträtieren des Jammerhakens (für Outsider: Tremolo = Vibrator für frustrierte Gitarristen) ist angesagt. Caggiano und Throhman teilen sich die leadgitarristischen Extrovertiertheiten gut, die Platte mit ihren 10 Tracks (Spielzeit leider nur 39:18) macht Spass und als MP3-Album kostet das Album bei amazon.de immerhin nur 9,63 Euro. Kritik gibt’s aber auch: Teilweise klingen die Songs auch, als ob sie in unterschiedlichen Studios oder von unterschiedenen Engineers aufgenommen wurden. So klingt der Sound in „Little Darling“ und „A Great Reckoning“ etwas dumpf im Gegensatz zu den ersten fünf Tracks.

FAZIT: Gutes brauchbares Album, das auf jeden Fall in die Sammlung gehört, wenn man zu den Fans der Rock Gruppen gehört, in denen die hier partizipierenden Musiker ansonsten wüten.

VÖ: 13.12.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://thedamnedthings.com/

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RUINS OF HONOR “ONLY THE GUILTY DREAM”

PROG METAL

Für Fans von: Opeth - Mekong Delta - Sylosis

USA (TEXAS)

Wie vielfältig Heavy Metal ist, zeigt das Beispiel RUINS OF HONOR. Die US-Boys spielen auf „Only The Guilty Dream“ einen thrashigen Mix aus Prog Metal und Old School Heavy Rock Bretterwänden a la Sabbath oder Priest. Einzig die Stimme von Dave Kilbourn schert sich einen Dreck um Altbewährtes, er kreischt sich mit gutturalem Gehabe durch die Songs, die von permanenten Rhythmus-Wechseln der Musiker dominiert werden. Brüderchen Rob spielt punktierte Heavy Riffs, während sich Kollege Mike Day auf höchstem Level bewegt und sogar „Sweeptechniken“ aus dem Handgelenk schüttelt. „False Tears“ beginnt deathig, fällt kurzzeitig in doomige Schläfrigkeit, wird dann wieder von den donnernden Fusspedalen vorangetrieben, die sich im Temporausch mit den immer schneller werdenden Gitarrenriffs duellieren. Schade, dass der ultraschnelle Bassist fast unhörbar im Riffgewitter untergeht

Ruins Of Honor - Only The Guilty Dream

VÖ: 29. 12. 10

Verfügbar: Nur digitales Album bisher

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://ruinsofhonor.bandcamp.com/album/only-the-guilty-dream

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MAMMOTH “THE CALLING”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

SOUTHERN METAL

Für Fans von: Kyuss - Black Stone Cherry - Texas Hippie Coalition

AUSTRALIEN

Doomiger Beginn, der Titelsong „The Calling“ schleppt sich während der ersten 2 Minuten – vorangetrieben vom mächtigen Organ des Sängers Pahl Hodgeson – dahin wie ein alter Sabbath-Klassiker. Ein schmieriges – mit dem Halstonabnehmer gespieltes - Gitarrensolo bahnt sich seinen Weg, bevor zweistimmige Maiden-Wishbone-Ash-Riffs für Abwexlung sorgen. Es ist eine Menge geboten auf dem Debüt Album der Southern Rocker aus Südaustralien. Aber nach dem zweiten Track „Devil’s Fire“ scheinen die Boys ihr Pulver verschossen zu haben. Vielleicht ist es nur die Anordnung der Songs, die kein Party-Feeling aufkommen lässt. Die 2minütigen instrumentalen „Zwischendinger“ „Premonition In H Minor“ und „The Condemned“ langweilen, am Ende gibt es dann aber doch noch zwei Highlights mit “Riders Of The Apocalypse” und dem schnellen “Liberation Day”

Mammoth - The Calling

VÖ: 01. 12. 10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.mammothmammoth.com/

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Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

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NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, gehört in JEDE Sammlung, für die einsame Insel

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NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den  besten  1000 aller Zeiten

KKKKKKKKKK

NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

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NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

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NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung,  bei Bedarf wieder hervorholen

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NDS 2,150

Durchschnittliches Album,  nur für Edel-Fans empfehlenswert

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NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

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NDS 2,350

Langweilig, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

KKKKKKKKKK

NDS 2,450

Schwaches Album, CD und  Cover als Unterlage im Katzenklo

KKKKKKKKKK

NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

KKKKKKKKKK

NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

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