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Hier gibt es CD-Rezensionen von Heavy Metal Alben, die im 3. Quartal 2009 erschienen sind. Hier stehen u. a. Infos zu den Alben ”Ride The Sky” von AT VANCE aus Deutschland, “Necropolis” von VADER aus Polen, “Endgame” von MEGADETH, “Here Waits Thy Doom” von 3 INCHES OF BLOOD aus Kanada, “Purulence” von ACRIMONIOUS aus Griechenland, “Beyond The Thunders Of The Upper Deep” von CULTED aus Schweden, “Bringer Of Plagues” von DIVINE HERESY, “House Of Insanity” von CHRIS CAFFERY und “The Roaring Tanks Of Armageddon” von BLIZZARD aus Deutschland.

Metal CDs 2009 - 3

Metal CDs Übersicht

Gesamtübersicht

Startseite

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AT VANCE “RIDE THE SKY”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

POWER METAL

Für Fans von:  Europe - Helloween - Accept

DEUTSCHLAND

AT VANCE stürmen in die neue CD ohne Punkt & Komma. “Ride In The Sky” und “Burning Like Fire” sind zwei müde Rocker ohne jeglichen Wiedererkennungswert. Selten hat Heavy Metal “älter” geklungen als auf dieser “Power Metal” Scheibe. Die ständigen Umbesetzungen scheinen der Band nicht gut getan zu haben. Im Klassiker “Wishing Well”, den einst Paul Rodgers mit Free zum Meilenstein gesungen hat. stolpert Sänger Rick Altzi durch den Song wie ein tappsiger alter Bär, der zudem deutliche Schwierigkeiten mit der englischen Phonetik hat. Schauderhaft. Ab und zu gibt es einen netten Gitarren Riff (“Farewell”), den ich aber ähnlich irgendwo schon mal auf einer Uriah Heep Platte gehört habe. In “Last In Line” gibt es gar den grausamen Versuch Rock mit Klassik zu paaren und zum ersten Male nach einem Vierteljahr spiele ich mit dem Gedanken, das Anhören einer CD vorzeitig zu beenden.

At Vance - Ride The Sky

VÖ: 07.09.09

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.at-vance.com/

TOURDATEN

INFO: Es war einmal eine Gruppe, die hatte einen ordentlichen Sänger namens Oliver Hartmann und als dieser dann beschloss, die Gruppe zu verlassen, kam der Schwede Mats Leven, der das Mikro für “Therion” und “Krux” geschwungen hatte. Nach dem Ausstieg dieses Shouters war es zunächst aus mit der einstigen Herrlichkeit, die sämtliche vorangegangen Alben von AT VANCE auszeichnete. Für den jetzigen Sänger sind die hinterlassenen Fußstapfen eindeutig zu gross.  Seitdem sich die Band im Jahr 1998 gegründet hatte, wurden 10 Besatzungsmitglieder ausgetauscht. OLIVER HARTMANN hat in der Zwischenzeit auf Platten von Avantasia, Iron Mask und Heavenly mitgewirkt und arbeitet derzeit an einem neuen Solo Album.

 

 

 

 

 

 

 

 

VADER “NECROPOLIS”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

DEATH METAL

Für Fans von:  Six Feet Under - Napalm Death - Cannibal Corpse

POLEN

In Polen werden nicht nur Autos geklaut, sondern auch ordentlich Gitarrensaiten geschrubt, wie schon die ACID DRINKERS mit ihrer aussergewöhnlichen geilen (ups!) aktuellen Scheibe gezeigt haben. “I Smell Your Exitments” singt der Sänger von VADER in bestem gutturalen Englisch im ersten Stück “Devilizer”. Bangen ist von Beginn an angesangt, das polnische Death Metal-Quartett ”blättert” auf der neuen CD “Necropolis” so hart, dass sämtliche Bäume ihr Laub bereits im September abschmeissen. In “Rise Of The Undead” sägt und düst der Leadgitarrist durch den Song, dass ich vor Begeisterung fast auf den Bildschirm springe und “diven” will. Es sind nicht Peter, Paul & Mary, sondern Peter, Paul, Reyash & Vogg, die mit ihrem 8. Studio Album die Höllentore öffnen und die Botschaft in die Welt brüllen: “Yes, We Bang!”

Vader - Necropolis

VÖ: 21.08.09

Verfügbar: CD & Deluxe CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite:  http://www.vader.pl/ & http://myspace.com/vader

TOURDATEN

INFO: Vader sind ‘ne polnische Band, die nach dem Zusammenbruch der imperialistischen Sturmtruppen in den Ostblock geflüchtet  und  mit Erfolg im Untergrund der Masuren abgetaucht sind. Piotr Wiwczarek ist der legitime Sohn von Darth Vader (man hört es an der Stimme) und hat sich im Jahr 1983 mit anderen Ausgestossenen zusammen getan, der Welt das fürchten zu lehren. Mit positivem Feedback, denn “Necropolis” ist die elfte Veröffentlichung der Truppe.

 

 

 

 

 

 

 

 

MEGADETH “ENDGAME”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

HEAVY METAL

Für Fans von:  Marty Friedman - Yngwie Malmsteen

USA

Was wie rasendes instrumentales Metal-Geschnetzeltes a la Marty Friedman VS. Jason Becker beginnt (“Dialectic Chaos”), entpuppt sich als neue CD von Dave Mustaine’s Megadeth. Er hat sich Verstärkung geholt mit einem zweiten Gitarristen, der ihm in Sachen Technik sogar noch einiges voraus hat.  “This Day We Fight!” ist bester Speed Metal der alten Sorte - die abwexelnden Soli ziehen sich durch sämtliche Songs. “Endgame” ist schnell, hart.und virtuos. “1,320” ist der kosmonautische Hummelflug, “Bite The Hand” gar einer der besten Metal-Tracks, die ich im letzten halben Jahr gehört habe. Kompromisslos “brangutal” (= neue Wortschöpfung von Dr. Music und bedeutet so viel wie bangend, gut und brutal)  und funky! Weitere Highlights: “Bodies” und das hardrockige “Head Crusher”, das auch AC/DC-Fans entzücken dürfte.

Megadeth - Endgame sc

VÖ: 11. 09. 09

Verfügbar: CD & Vinyl & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Internet: www.megadeth.com oder www.myspace.com/megadeth

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

3 INCHES OF BLOOD “HERE WAITS THY DOOM”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

HEAVY METAL

Für Fans von:  Helloween - Iron Maiden - Accept

KANADA

Der Titel täuscht. Es handelt sich nicht um Black- oder Doom Metal, sondern um traditionellen Classic (Power) Metal. Die Titel “Battles And Brotherhood” und “Rock In Hell” gehen dementsprechend ab, wie es die Post nie könnte. Es wird ordentlich gebrettert, aber nach spätestens 4 Stücken geht die kreischende, keifende Stimme von Cam Pipes auf den Sack. Zu wenig Abwexlung und immer nur die gleiche Tonlage in elf Stücken, die sich zudem noch alle identisch anhören. Natürlich wird auch etwas galoppiert, wie es das Genre verlangt (“Fierce Defender”), auch 2stimmige Gitarrenriffs (“Preacher’s Daughter”) kommen nicht zu kurz, aber letzen Endes stellt sich die Frage: Warum die CD von “3 Inches Of Blood” kaufen, wenn es noch weitere von Iron Maiden gibt, die ich noch nicht habe?

3 Inches Of Blood - Here Waits Thy Doom

VÖ: 31. 08. 09

Verfügbar: Standard CD oder  Limited Digipack

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Internet: http://3inchesofblood.com/ & http://www.myspace.com/3iob

TOURDATEN

INFO: Die kanadische Band 3 INCHES OF BLOOD gibt es seit 1999. Als Einflüsse geben sie selbst die New Wave Of British Heavy Metal an. Bis zum heutigen Zeitpunkt gibt es vier Alben und 2 EPs. Von der 99er Originalbesetzung ist niemand mehr übrig geblieben. Sänger Cam Pipes sang früher in der High School in einem Knabenchor.

 

 

 

 

 

 

 

 

ACRIMONIOUS “PURULENCE”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

BLACK METAL

Für Fans von:  Blackguard - Necrophanes - Khtulu

GRIECHENLAND

Alles schon irgendwann einmal gehört? Sollte ich “eigentlich” nach 40 Jahren aktiven Musikhörens behaupten können. Pustekuchen! Diese Schlachtplatte hatte ich noch nicht auf dem Teller: Griechischer orthodoxer Black Metal. Herrlicher Begriff. ACRIMONIOUS unterscheiden sich aber in Musik und Sound nicht wesentlich von anderen Vertretern des Genre. Das 11minütige “Call To Disorder” wechselt routiniert zwischen doomigen und thrashigen Elementen, erst das zweite Stück “Dissolving Spirals” offenbart etwas satanische Leidenschaft.und das folgende “Spirit’s Eclipse” veranlasst mich zum ersten schüchternen “Durch-Den-Flur-Moshen-Und-Dabei-Die-Katzen-Vom.-Kratzbaum-Fegen”. Und als ob der Oberpriester C. L. unerbittlich die Daumenschraube anzieht, kommt mit “Angel Withdrawn” das Highlight der CD.

Acrimonious - Purulence

VÖ: 09.09.09

Verfügbar: CD - Download

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Internet: http://www.myspace.com/attheportalsofdaath

TOURDATEN

INFO: Acrimonious (dtsch: Verbittert) haben sich 2003 in Athen formiert. Zurzeit handelt es sich beim griechischen Projekt allerdings nur um ein Ein-Mann-Unternehmen, weil Chef C. L. alle anderen Bandmitglieder wohl geopfert hat und er deshalb Gitarre, Bass, Schlagzeug und das Mikrofon alleine bedienen muss.

 

 

 

 

 

 

 

 

CULTED “BEYOND THE THUNDERS OF THE UPPER DEEP”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

DOOM METAL

Für Fans von:  Pentagram - Memento Mori - Lake Of Tears

SCHWEDEN/KANADA

Als Urväter des “Doom Metal” galten die schleppenden krachenden Riffs von Black Sabbath - der stampfende “Iron Man” als wegweisendes, zerstörerisches, entfesseltes Beispiel. Die Musik des schwedisch-kanadischen Projekts Culted spinnt den Faden etwas weiter und sorgt für langsamen, düsteren, unheimlichen Thrill, der sich wie in Zeitlupe auf Dich zubewegt, während Du mit weit aufgerissenen Augen erstarrt bist in schockiger Elegie und Dich nicht fortbewegen kannst, bis Dich das kreischend-gutturale Organ von Daniel Jansson erreicht und in Deine Ohrgeweide quillt und Du gefangen bist am “Place Of Skulls”. Ultra-tief gestimmte Gitarren assoziieren zusätzlich, dass es immer tiefer hinunter geht in die finsteren Höhlen von Moriah. Dunkle Verlorenheit - Einsamkeit - archaisch brutal und esoterisch-psychedelisch-schön. Must Have!

Culted - Beyond The Thunders Of The Upper Deep

VÖ: 21. 07. 09

Verfügbar: CD - Download

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: www.myspace.com/culted

TOURDATEN

INFO: Eine Band, die es ohne Internet und das Netzwerk des myspace-Portals nie gegeben hätte. In Kanada eigenbrötelten Matthew Friesen, Michael Klassen und Kevin Stevenson mit diversen Metal-Projekten vor sich hin, als der über myspace zustande gekommene Kontakt mit dem Schweden Daniel Jansson ihr metallisches Leben veränderte. Zwei Jahre, mehrere hundert  eMails und einige hin- und hergesandte Demoaufnahmen später war die CD Beyond The Thunders Of The Upper Deep im Kasten. Bis zum heutigen Zeitpunkt haben sich die vier Musiker noch nie real gegenüber gestanden!

 

 

 

 

 

 

 

 

DIVINE HERESY “BRINGER OF PLAGUES”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

METALCORE

Für Fans von:  Sylosis - Kataklysm - Scar Symmetry

USA (KALIFORNIEN)

DIVINE HERESY sind das Baby von DINO CAZARES; Gitarrist bei Fear Factory. Aber da bei denen nicht passiert zurzeit, gibt es halt den nexten Metalcore-Auswurf in Form eines ultraharten neuen Albums. Dino an der Klampfe und Joe Payne am Bass rasen um die Wette, als möchten sie die 100m in 5 Sekunden absolvieren. Drummer Tim Yeung knüppelt mit und zusammen mit Sänger Travis Neal feiern sie ein Feuerwerk, das bei aller Geschwindigkeit trotzdem millimetergenau und präzise Gehirn und Ohren in den exzessiven Climax treibt. Ultrawahnsinn! Schon das erste Stück “Facebreaker” lässt gestandene Musiker wie Metallica wie Kindergartenbubis aussehen: Und nach all den Schweinegrippen und FSK-Beauftragten sind die Plagen, die uns Divine Heresy bringen in Form von Knallern wie “Redefine” und “Anarchaos”, die beste Seuche seit langem!

Divine Heresy - Bringer Of Plagues

VÖ: 28. 07. 09

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Internet: www.myspace.com/divineheresyband

TOURDATEN

INFO: Die zweite CD von DIVINE HERESY setzt nach dem 2007er Debut Album noch eins drauf. Das Line-Up wurde verstärkt vom - ebenfalls wie der Drummer Tim Yeung von der Gruppe Nile gekommenen - Bassisten Joe Payne - als Sänger wurde Travis Neal verpflichtet, der sich erste Lorbeeren bei The Bereaved und Pushed verdienen konnte.

 

 

 

 

 

 

 

 

CHRIS CAFFERY “HOUSE OF INSANITY”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

HEAVY PROG-MAINSTREAM

Für Fans von:  Savatage - Judas Priest

USA (NEW YORK)

Da fällt mir der alte Witz ein: Wann fängt ein Gitarrist an, zu schwitzen? Wenn man ihm ein Notenblatt vorlegt. Nein, so schlimm ist es hier nicht - aber bereits der erste Song “Seasons Of Change” wirkt bemüht, im Studio zusammengebastelt. Singen kann der Mann eher schlecht als recht, auch die Chöre im Refrain sind neben der Spur. Seine Stimme erinnert etwas an Rob Halford, er knödelt aber gleichzeitig wie ein Ersatz-Claus-Meine. Spielen kann der Leadgitarrist der Band Savatage  zwar immer noch herausragend (“House Of Insanity”),  aber auch hier wirkt der Sound leicht antiquiert - und selbst wenn mir die Musik gut gefällt, geht mir sein gekünstelter Gesang bereits nach dem vierten Stück so dermassen “auf den sprichtwörtlichen Sack”, dass ich denke, hoffentlich ist die CD bald durchgehört.

Chris Caffery - House Of Insanity

VÖ: 14.07.09

Verfügbar: CD - Download

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Internet: http://www.chriscaffery.com/ & http://myspace.com/chriscaffery

TOURDATEN

INFO: Gitarre spielt er, seid er 11 Jahre alt ist. Seine Einflüsse sind die Beatles, Rush, Judas Priest, Kiss, Sabbath u. v. a. - Für die Band Savatage hat er (und spielt auch noch) auf fast allen Alben mitgewirkt und auch den Sound im wesentlich geprägt. Weitere Projekte des exzellenten Gitarristen sind das Trans-Siberian Orchestra und Doctor Butcher. “House Of Insanity” ist das dritte Solo-Album des 41jährigen New Yorkers.

 

 

 

 

 

 

 

 

BLIZZARD “THE ROARING TANKS OF ARMAGEDDON”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

BEER  METAL

Für Fans von:  Motörhead - Bulldozer - Sex Pistols

DEUTSCHLAND

Explodierende Granaten und panisch umherlaufende Menschen im Hintergrund eröffnen die CD, bevor hölzernes Drumgeknüppel & verzerrte “motorhead-ige” Gitarren-Riffs die Richtung vorgeben. Lemmy Kilmister hat Pate gestanden - oder ist er’s selbst, der “singt”? Das Trio aus Nürtingen (liegt irgendwo in den baden-württembergischen Wäldern) schrubbt sich 11 Stücke und 44 Minuten lang durchs Punkrock-Universum. Der Sound dröhnt irgendwo zwischen Motörhead und den frühen 80er Judas Priest-Scheiben, der “Tank Commander” ist dabei der effektivste Banger (158 beets per minute) und kann hervorragend in der Rock Disco zwischen knackigen Mötley Crue und Alice Cooper Party Krachern eingesetzt werden. Sehr gut zum Mitgrölen eignen sich der “Whiskey Demon” und “Whore Rock” (mit herrlichem “Angus Young-Gitarrrensolo”)!

Blizzard - Roaring Tanks Of Armageddon

VÖ: 24.09.09

Verfügbar: CD & Vinyl-LP

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://www.blizzard-metal.com

TOURDATEN

INFO: Atze und Balor haben die Band 1998 gegründet, um die Welt mit  “Dirty Heavy Metal” zu schocken. Bereits 2001 war nach einigen Umbesetzungen Schluss für die Band. Sieben Jahr später trafen sich die beiden Protagonisten wieder und beschlossen, einstige Pläne erneut um zu setzen. Gut so, denn mit ihrem aktuellen Wert sind sie eine 100%ige Alternative zum bierseligen Heavy Rock der bald in Rente gehenden “Motörheads”.  Darf auf keiner Fete mehr fehlen!

 

 

 

 

 

 

 

 

JUDAS PRIEST “A TOUCH OF EVIL”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Judas Priest - A Touch Of Evil

TRACKLISTING:

1.  Judas Rising
2.  Hellrider
3.  Between The Hamer & The Anvil
4.  Riding On The Wind
5.  Death
6.  Beyond The Realms Of Death
7.  Dissident Agressor
8.  A Touch Of Evil
9.  Eat Me Alive
10. Prophecy
11. Painkiller

JUDASPRIEST:
Rob Halford (vocals), KK Downing (guitar),
Glenn Tipton (guitar), Ian Hill (bass),
Scott Travis (drums)

TIME:

4:23
5:38
4:35
3:29
7:52
6:52
3:04
6:11
4:36
6:07
7:12

Chris
Sim
Tom
Marc

CLASSIC METAL

Für Fans von: Heaven And Hell - Iron Maiden - Accept

ENGLAND

Judas Priest sind bereits seit 1974 aktiv tätig, hatten ihre beste Zeit Ende der 70er und Mitte der 80er, als sie das Genre Heavy Metal mitbegründeten und Hymnen wie “Breaking The Law” oder “Living After Midnight” in die Welt setzten. Vor rund einem Jahr hatten sie es sich zur Aufgabe gemacht, dem Pessimisten Nostradamus mit einem Konzept-Album zu huldigen. Die Idee war ganz nett, aber der Umsetzung mangelte es zum überwiegenden Teil daran, dass Judas Priest einfach keine “böse Buben” mehr sind, sondern nur noch eine gut verdienende und funktionierende Marketing Maschine, die dem konsumierenden Fan regelmässig das gibt, was er benötigt. Neues Song-Futter. Jetzt also wieder mal ein Live-Album (mittlerweile das Fünfte!) der Band, die ihre Ursprünge im britischen Birmingham hat. Die oben erwähnten Klassiker fehlen auf der neuen CD komplett.

Judas Rising”  beginnt mit Pauken (donnerndes Double-Bassdrum-Getrampel) und Trompeten (wiehernden Leadgitarren, die ihre Vibratoren - die an der Gitarre natürlich - schütteln). Die altbekannte Twin-Guitar-Crew K. K. Downing und Glenn Tipton präsentiert sich in gewohnt routinierter Form. Danach folgt dann auch schon das erste Highlight. Der schnelle Headbanger “Hellrider” gefällt mir sehr gut, das Volk tobt ebenfalls mit. Man hört zwar Rob Halford auch hier an, dass er längst nicht mehr die sakralen Höhen erreicht wie zu seiner Bestzeit, aber nach 2 Minuten und 28 Sekunden leitet ein kontrapunktierter Heavy-Riff die extatische Wanderung zweier Saitenfetischisten ein, die sich gegenseitig auf ihren 12 Saiten  wie Maniacs umherjagen und bis zu Minute 3:54 jeden Metalfan zwei Fäuste gen Himmel recken lassen - egal wo er sich gerade befindet! Das Original stammt übrigens vom 2005er Album “Angel Of Retribution”. “Between The Hammer & The Anvil” (vom 90er “Painkiller”) klingt immer noch, als ob von Sabbath’s “Paranoid” gemoppst, kann aber auch überzeugen, obwohl sich jeder der beiden Gitarristen hier seinen individuellen Klopps leistet (Glenn Tipton bleibt beim Solo kurz hängen bleibt - kompensiert es aber sofort routiniert - und dann versaut auch K.K. Downing kurz danach sein Van-Halen-Plagiat, in dem er geschwindigkeitstechnisch nicht ganz nachkommt - es gibt halt doch nur einen Eddie!).

Und dann - als ob mich der gute “Robbie” Lügen Strafen will, in “Riding On The Wind” klingt er, als ob er hoch oben über den Wolken schwebt mit göttlicher Stimme, die ganz oben an die Pforten von Petrus klopft. Aber will er das überhaupt bei diesem Album-Titel? Auf jeden Fall Matchball für Judas Priest. Klasse Titel - sehr gut gespielt - leider nur 3 Minuten und 21 Sekunden kurz - identisch mit der 82er Version von “Screaming for Vengeance”. Glockenläuten “läutet” die nexte Runde ein. Es ist das doomige “Death” vom unsäglichen “Nostradamus”-Album. Passieren tut nichts spektakuläres, gleiches gilt auch für das ruhigere “Beyond The Realms Of Death”, das auch als einziger Song der CD nicht aus der gemeinsamen Feder von Halford, Downing und Tipton stammt. Der damalige Drummer Les Binks hatte sich vor der Aufnahme zum 78er Album “Stained Class” in einer stillen Minute mit der Klampfe vergnügt und der Riff, der sich dabei entwickelte, gefiel seinen Kollegen so gut, dass er auch noch heute ein Klassiker von “JP” ist. Ist übrigens auch auf der 2007er Platte von Blind Guardian (“The Forgotten Tails”) zu Ehren gekommen. Das titelgebende Stück “Touch Of Evil” ist ein weiterer Beitrag des 1990er Albums “Painkiller”. “Eat Me Alive” wird alle Zombie-Fans freuen, mich freut’s auch, weil es nach Track 2 und 4 das nexte tolle Stück ist, bei dem die Post abgeht Die abschließenden “Prophecy” und vor allem das krachende thrashende “Painkiller” entschädigen für einige laue vorangegangenen Momente. Rob Halford scheint hier kurz vor dem Kollaps zu stehen, gleich steigt er auf seinen Hexenbesen und knattert damit ins metallische Universum.          

VÖ: 17.07.09

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: www.judaspriest.com   &  www.myspace.com/judaspriest 

Texte von Judas Priest: http://www.darklyrics.com/j/judaspriest.html  

Einige Videoclips von Judas Priest: http://www.elixic.de/Judas-Priest/musik-videos/ 

TOURDATEN

FAZIT: Judas Priest-Fans werden das Album kaufen - klar - alle anderen, die noch kein Live-Dokument der Briten besitzen, sollten ihr Augenmerk lieber auf das 87er “Priest Live” werfen, denn dort passiert wesentlich mehr. “A Touch Of Evil” ist keine schlechte Platte - absolut nicht - aber wie bei anderen Kollegen (z. b. ZZ Top) ist der Zahn der Zeit deutlich zu spüren und es bleibt leider nur “bei der Berührung des Bösen” - wer sich wirklich metallisches Übel einverleiben möchte, wird bei den New Yorker Kumpels von “Cannibal Corpse” wesentlich besser bedient. Mit jedem Kauf eines Produktes dieser Band kann man zusätzlich die ehemalige Familienministerin ärgern. Aufgefallen ist mir auch, dass sich die beiden Gitarristen nach 30 Jahren eigentlich technisch nicht weiterentwickelt haben und immer noch den gleichen Stiefel zusammen spielen wie in den 80ern. Ist aber wurscht, denn die CD habe ich mir auch schon deswegen gekauft, weil ich bisher alle Priest-Platten besitze und da wird sich auch in den nexten Jahren nichts ändern.  Bis zum nexten Release also!

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CHILDREN OF BODOM “SKELETONS IN THE CLOSET”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

HEAVY METAL

Für Fans von:  Kreator - Iced Earth - Stutterfly - In Flames

FINNLAND

CHILDREN OF BODOM sind bekannt, dass sie Songs von anderen Interpreten covern, aber CCR’s “Lookin’ Out My Back Door” in einer Heavy Metal Version mit keifendem Gesang und wildem Gethrashe? Hört sich eher wie eine Polka an, auch wenn unter Beweis gestellt wird, dass sogar die Saiten eines Banjos rasend schnell malträtiert werden können. Bei Songs wie “Somebody Put Something In My Drink” (von den Ramones),  “Silent Cream” (Slayer) oder “Aces High” (Iron Maiden) ist dann er angenehme Aha- Effekt grösser. Allerdings muss ich mich fragen, warum eine Cover-Version von “Mass Hypnosis” (Sepultura) oder ”Don’t Stop At The Top” (Scorpions) sein muss, wenn gerade diese Originale einzigartig waren und hier mit überflüssigen Keyboards vermüllt werden. Nett - aber überflüssig!

Children Of Bodom - Skeletons In The Closet

VÖ: 01. 09. 09

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://www.cobhc.com/  oder http://myspace.com/childrenofbodom

TOURDATEN

INFO: Cover-Versionen gibt es bereits, seit es Musik gibt. Die ersten, mit denen ich konfrontiert wurde, hörte ich den 60er Jahren. Damals war es in Mode, italienische Original-Versionen von Songs wie “Quando M’innamoro” in englischer Sprache zu interpretieren. Zahlreiche Bands oder Sänger (Engelbert, Tom Jones, Herman’s Hermits) landeten mit diesen Versionen Riesenhits. Sogar die Beatles waren beinflusst und benutzten italienische Lyrics im “Sunking” (Abbey Road/1969).  Zum Thema gibt es demnext an anderer Stelle mehr Informationen. Eine der umfangreichsten Datenbanken für Cover-Versionen (mit derzeit 342815 Einträgen ist diese hier: http://www.coverinfo.de/

 

 

 

 

 

 

 

 

Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

KKKKKKKKKK

NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, gehört in JEDE Sammlung, für die einsame Insel

KKKKKKKKKK

NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den  besten  1000 aller Zeiten

KKKKKKKKKK

NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

KKKKKKKKKK

NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

KKKKKKKKKK

NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung,  bei Bedarf wieder hervorholen

KKKKKKKKKK

NDS 2,150

Durchschnittliches Album,  nur für Edel-Fans empfehlenswert

KKKKKKKKKK

NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

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NDS 2,350

Langweilig, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

KKKKKKKKKK

NDS 2,450

Schwaches Album, CD und  Cover als Unterlage im Katzenklo

KKKKKKKKKK

NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

KKKKKKKKKK

NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

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