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Hier gibt es CD-Rezensionen von Heavy Metal Alben, die im 2. Quartal 2014 erschienen sind. Hier findest Du u. a. die Infos zu den Alben ”The Serpent & The Sphere” von AGALLOCH, “Vendetta” von NEVERGREEN aus Ungarn, “Desert Butterflies” von YOSSI SASSI aus Israel, “Manslaughter” von BODY COUNT, “Lake Of Solace” von DEEP MOUNTAINS aus China, “Earthless” von DOOM:VS aus Schweden. Wenn Du auf den Pfeil neben dem Albumtitel klickst, kommst Du zurück zur Übersicht!

Metal CDs 2014 - 2

Metal CDs Übersicht

Gesamtübersicht

Startseite

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AGALLOCH “THE SERPENT & THE SPHERE”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Agalloch - The Serpent And The Sphere mc

TITELVERZEICHNIS:

01.  Birth And Death Of The Pillars Of Creation
02.  (Serpens Caput)
03.  The Astral Dialogue
04.  Dark Matter Gods
05.  Celestial Effigy
06.  Cor Serpentis (The Sphere)
07.  Vales Beyond Dimension
08.  Plateau Of The Ages
09.  (Serpens Cauda)

Label: Profound Lore Records
Web: www.profoundlorerecords.com

DOOM METAL

Für Fans von: Nokturnal Mortum - Gallowbraid - Woods Of Ypres

USA (OREGON)

Vier Jahre nach dem letzten Output meldet sich eine meiner Heavy Metal Lieblingsbands mit neuem Album. AGALLOCH sind die Meister, wenn es darum geht, eine Symbiose aus archaischem Neo Folk, Doom Metal und Athomspheric Black Metal zu erstellen. Die 2008er DVD „The Silence Of Forgotten Landscapes” ist mittlerweile eine meiner am meisten angeschauten Live DVDs einer Heavy Metal Band.

Gleich der erste Track „Birth And Death Of The Pillars Of Creation“ gestaltet sich als anmutig-düsteres in Zeitlupe herein schwebendes Meisterwerk. Besonderer Gast bei den Aufnahmen war der Gitarrist NATHANAEL LAROCHETTE, der vor allem im zweiten Stück „Serpents Caput“ (und in zwei weiteren instrumentalen Zwischenparts) für wunderbare Stimmung sorgt. Der kanadische Musiker bietet übrigens in seinem Bandcamp-Profil sein aktuelles Album „Threshhold of Transformation“ zum „Name Your Prize“ Download an. Unbedingt mal reinhören oder gleich runterladen und weiterempfehlen: Wen akustische Gitarrenmusik, die metallisch angehaucht ist, interessiert: http://nathanaellarochette.bandcamp.com/album/threshold-of-transformation

Richtig zur Sache geht es – und hier zeigt sich, dass die vielseitig gestrickten Boys auch jederzeit ordentlich Tempo machen können – in „The Astral Dialogue“ – mörderisches Bängen garantiert. „Dark Matter Gods“ ist eine Reminiszenz an die Anfangsjahre der 1995 gegründeten Band, als die Musik noch von norwegischen BM-Acts wie „Ulver“ oder „Satyricon“ beeinflusst war.  Herrliche zweistimmige Gitarrenriffs gibt es zu hören im himmlischen „Celestial Effigy“. Gitarrist Don Anderson treibt seinen Chef vor sich her mit starken Offbeat-Synkopen, <There is a voice adrift in the starless and marble black dark space> heisst es in Minute 02:35 und dann geht die buchstäbliche Post ab. Drummer Aesop Dekker spielt herrliche Breaks und peitschende Trommelwirbel und kommt rüber mit supertransparentem Sound – und das auf einer ultraharten lauten Metal Schlachtscheibe! Produzent Billy Anderson ist vom Fach ( http://www.billyanderson.net/) und hat einen erstklassigen Job abgeliefert –  Der Schlagzeuger hat übrigens 2013 mit der kalifornischen Band „Vhöl“ ein tolles Debüt Album aufgenommen. Ebenfalls noch erwähnenswert: Das starke instrumentale 12minütige „Plateau Of The Ages“ mit schwermütiger und dunkel schwelgender Melodik.

INFO: In Deutschland erscheint das grossartige Album beim Label „Eisenwald Tonschmiede“, in Japan bei „Daymare Recordings“ und dort ist es sogar mit 2 Bonus Tracks angekündigt worden, was ich wiederum für eine Schweinerei halte, sollte das wirklich der Fall sein! Was haben denn wir Europäer verbrochen, dass wir diese 2 Tracks nicht auch bekommen?

VÖ: 13.05.14

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://www.agalloch.org/  &  http://agalloch.bandcamp.com/

TOURDATEN

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YOSSI SASSI “DESERT BUTTERFLIES”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Yossi Sassi - Desert Butterflies

TITELVERZEICHNIS:

01.  Orient Sun
02.  Fata Morgana
03.  Neo Quest
04.  Azadi
05.  Believe
06.  Desert Butterfly
07.  Inner Oasis
08.  Shedding Soul
09.  Jason’s Butterflies
10.  Azul
11.  Cocoon

ORIENTAL METAL

Für Fans von: Joe Satriani - Greg Howe - Marty Friedman

ISRAEL

Der Name YOSSI SASSI hat beim „gewöhnlichen“ Musikfan eigentlich erst einmal wenig Aussagekraft. Taucht man aber ein klein wenig tiefer in die Materie ein, gibt es die Erkenntnis: Der Mann war/ist ja Frontman der israelischen Metal Gruppe „Orphaned Land“ und spätestens jetzt entlockt es dem Metal Maniac ein wohlwollendes „Aaaah....“, Liebhaber der Gruppe, die vor einigen Jahren wie ein Phoenix aus der Asche auf deutschen Festivalböden auftauchte, sei gesagt – es ist das zweite Solo Album des charismatischen Gitarristen, der hier ein feines überwiegend instrumentales Opus vorlegt. Los geht’s mit der epochalen „Orient Sun“ – gutgelaunt möchte ich gleich einen nicht vorhandenen Refrain mitgrölen - auch der Rest der insgesamt 11 Songs ist gespickt mit weit ausschweifenden Melodiebögen, groovenden Riffs, wie man sie im Prog Rock zur Genüge kennt und auf die der 39jährige Wassermann schreiende Solo Eskapaden setzt, die wie im empfehlenswerten Anspieltipp „Fata Morgana“ an die exquisite Fingerfertigkeit eines Yngwie Malmsteen auf dessen ersten Solo Alben erinnern.

Technisch gesehen gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln, der Meister „zitiert“ seine Vorbilder – „Neo Quest“ hat etwas vom strukturellen Aufbau der „Joe-Satriani“-Klassiker, „Azadi“ hätte sich auch gut – nicht nur wegen des Namens – auf einer Fusion-Jazz-Platte der aserbaidschanischen Jazz Prinzessin Aziza Mustafa Zadeh gemacht (Wer hier Nachholbedarf hat und sich für weltmusikalische Jazzeleganz interessiert, hier gibt ein paar Infos zur Musikerin). Feines Pianospiel von Roy Zu-arets und perlende Vokal Eleganz von Yosefa Zauosh. Das erste von zwei gesungenen Stücken („Believe“) des Albums sieht Mariangela Demurtas in der Hauptrolle – die italienische Sängerin ist seit 2007 hauptberuflich in der norwegischen Band „Tristania“ aktiv. Im finalen „Cocoon“ steht der Chef gemeinsam mit seinem Daddy David am Mikrofon. Wer auf die „Frippertronics“ eines Robert Fripp (Infos dazu) steht, dem gefällt das 1 ½ minütige „Jason’s Butterflies“.

Durch die sporadisch eingestreuten orientalischen Folklore-Elemente, die SASSI durchwegs einstreut, sticht er aus der Masse ähnlicher Veröffentlichungen heraus – der versierte Multinstrumentalist bedient auf seinem zweiten Solo Album neben elektrischen und akustischen Gitarren u. a. auch die Bouzouki, die arabische Oud und die südamerikanische Charrango. Im Titelsong gibt es Gitarren Power pur! MARTY FRIEDMAN und der Avantgarde Musiker BUMBLEFOOT liefern sich mit dem israelischen Gitarristen eine – um beim modisch zur Zeit überall präsenten Wort zu blieben - exzellente “Battle”, die aber nicht nur in Lautstärke ausartet, sondern auch mit semiakustischer Extravaganz glänzt. Weitere Musiker auf dem Album sind die bereits beim Vorgänger „Melting Clocks“ spielenden Shay Ifrah (Schlagzeug), Roei Fridman (Perkussion) und Ben Azar (Gitarrist), neu in der Band von YOSSI SASSI ist Bassist Or Lubianiker, der sich in den letzten Jahren als gut beschäftigter Session Musiker einen Namen gemacht hat.

FAZIT: Tolle Scheibe, die man “over & over” und eigentlich auch zu jeder Tages- oder Nachtzeit hören kann, am besten aber während der Fahrt über leere Autobahnen nach einer durchzechten Nacht oder wenn frühmorgens die Sonne aufgeht. Die limitierte Deluxe Edition kommt mit dem Bonus Track „Palm Tree Road“ und einer zusätzlichen DVD, die das “Making Of” zum Album und 2 Videoclips beinhaltet. Für Gitarristen & sammelleidenschaftliche Plektrum-Fetischisten – on TOP erhält der Käufer (auch der physikalischen CD) ein vom Musiker speziell entworfenes Plektrum. Wer sich für grafische Exzellenz interessiert - das tolle Cover Artwork hat diese Dame entworfen: http://www.dinabova.com/ 

VÖ: 01.05.14

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: www.yossisassi.com/  &  http://yossisassi.bandcamp.com/album/desert-butterflies

TOURDATEN

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 Achtung! In diesem Text gibt es ein paar Ausdrücke, die zartbesaitete Menschen als vulgar empfinden könnten!      BODY COUNT “MANSLAUGHTER”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page      Achtung! In diesem Text gibt es ein paar Ausdrücke, die zartbesaitete Menschen als vulgar empfinden könnten!

Bodycount - Manslaughter

01.  Talk Shit, Get Shot    VIDEOCLIP
02.  Pray For Death
03.  99 Problems BC
04.  Back To Rehab
05.  Manslaughter
06.  Get A Job
07.  Institutionalized 2014
08.  Pop Bubble (feat. Jamey Jasta)
09.  Enter The Dark Side
10.  Bitch In The Pit
11.  Black Voodoo Sex
12.  Wanna Be A Gangsta
13.  I Will Always Love You
14.  99 Problems BC (Rock Mix)

RAP CORE

Für Fans von: Limp Bizkit - Insane Clown Posse - Anthrax

USA

Den fast schon legendären Spruch „What’s Bootsy doin’?“ wandele ich mal kurzerhand ab in „What’s Ice-T doin’?“. Vor fast 30 Jahren stürmte ein Rapper aus Brooklyn die Szenerie und machte den bis dato kommerziell erfolgreichen Kollegen wie Kurtis Blow oder Grandmaster Flesh ordentlich Dampf unterm Hinterteil mit seinem neu definierten „Gangster Rap“. Der Mann war ICE-T (aka Geburtsname Tracy Lauren Marrow), er ging nach drei umwerfenden Alben nach Hollywood, spielte mit in „New Jack City“ und „Colors“ und formierte dann zum Entsetzen vieler Hip Hop Fans seine eigene Crossover Metal Band. BODY COUNT setzten dort an, wo „Public Enemy“ und „Anthrax“ die Vorlage gegeben hatte mit der Definierung eines neuen Genres, das aber irgendwo schon vorbereitet worden war von Bands wie RHCP oder den FFW. Das 1992 noch auf dem Debüt Album befindliche „Cop Killer“ wurde indiziert, auf späteren Alben nicht mehr berücksichtigt, lediglich europäische Gängster (wie ich) haben noch eine Version dieses kompletten Albums in ihrer Kollektion.

Die Band war trotz langer Pausen immer wieder mal präsent in den Medien (durch die filmischen Beiträge des Chefs oder durch Songs, die in Videospielen wie im dritten Teil von „Gears Of War“, für das Ice-T exklusiv den Titelsong geschrieben hatte). Im Mai 2013 gab es die Ankündigung, dass die Arbeit an einem neuen Album aufgenommen worden war – knapp ein Jahr später steht „Manslaughter“ in den Läden und – die Befürchtungen vieler eingefleischter Fans bewahrheiteten sich nicht – die Musik von BODYCOUNT im Jahr 2014 ist genau so voluminös krachend wie vor rund 22 Jahren! Thrash Metal trifft auf Crossover Hip Hop und knackig groovende Riffs und auch wenn mit dem Chiefinspektor und Gitarrist Ernie C, der wie in „Get A Job“, „Enter The Dark Side“ oder in der Cover Version „Institutionalized“ (im Original von den „Suicidal Tendencies“) mit schreienden Gitarrensoli um sich wirft, nur noch zwei Mann von der Originalbesetzung dabei sind – es ist ein klasse Album geworden!

In einem der Highlights („Pop Bubble“) steht Gastsänger JAMEY JASTA (in seinem Gruppenleben für die metallischen „Hatebreed“ aktiv) am Mikrofon, eine weitere Cover Version (das Original „99 Problems“ vom Rapper Jay-Z) gibt es gleich in 2 Versionen, der schnellste Pogo-Mosher ist „Bitch In The Pit“ (215 bpm) und wie in diesem wird auch in den  restlichen Songs auch inhaltlich deftig vom Leder gezogen, womit sich die Mannen um ICE-T auch den „Explicit Lyrics“ Sticker wohl verdient haben. Der Rekord der „Insance Clown Posse“ (193 „Fucks“ in einem Song) bleibt auf jeden Fall unangetastet – wer sich für die Thematik interessiert, klickt mal kurz auf diesen Link, wobei ich Musikfans aus Deutschland gleich mal darauf aufmerksam mache, dass sie die wenigsten der hier verlinkten Clips angucken können aufgrund des bescheuerten Tantiemenstreits zwischen youtube-google und der deutschen GEMA (heim).

Unter die Gürtellinie geht’s mit „Black Voodoo Sex“, in „I Will Always Love You“ schimmert ein versteckter „Black Sabbath“-Riff durch, ein bisschen erinnert mich der Track auch an die Songs der schwedischen „Clawfinger“ und mit „Back To Rehab“ haben die Boyz aus L. A. sogar einen monster-moshigen Headbänger im Angebot! Und um’s mit den Worten von ICE-T & Co zu sagen: Ein „ficky-facky“ Highlight! Dem der donnernde wie eine Walze aus den Lautsprechern rollende Titelsong “Manslaughter” in absolut gar nichts nachsteht!

Produziert hat übrigens WILL PUTNEY, der einen erstklassigen Job abgeliefert hat – wer sich für die weiteren Tätigkeiten des Studio Cracks interessiert: http://www.willputneyproductions.com/

FAZIT: <this track is killing me> meint ICE-T in einem der besten Stücke des neuen Albums von BODY COUNT! Recht hat, “Manslaughter” sollte mit Vorsicht genossen werden, denn die 14 Trampeltiere, die er hier mit seinen Mannen auf die Menschheit los lässt, sorgen bei ordnungsgemässer Anwendung (= Volumen der Anlage bis zum Anschlag aufgedreht, um diesen Stoff mit voller Breitseite zu geniessen) mit Sicherheit für den einen oder anderen Tinnitus-Schaden. Bis dato das beste Album der Band! Word.

VÖ: 10.06.14

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://bodycountband.com/  (Seite der Band) &  http://icet.com/ (Seite vom Chef)

TOURDATEN

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NEVERGREEN “VENDETTA”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Nevergreen - Vendetta mc

01.  Szemet szemért
02.  A végső harcunk vár
03.  A szerelemben hiszek
04.  Ha elborít a vágy
05.  Seregek Ura
06.  Hamvak szárnyán
07.  Szemem a köd
08.  Loving The Death
09.  More
10.  Sweet Dreams
11.  Para Bellum / Eye For An Eye
12.  Rise For The Last Fight
13.  I Never Will Believe In Love
14.  Desire Calls For More
15.  God Of War
16.  Wings Of Ashes
17.  Eyes Of The Fog

GOTHIC METAL

Für Fans von:  Nightwish - Lacuna Coil - My Dying Bride - Unsun

UNGARN

Serben leben in Ungarn und spielen Gothic Metal. Auch nicht schlecht. Das humorvolle Intro daher, weil ich vor Jahresfrist schon einmal eine ungarische Gothic Truppe in der Mangel hatte und deren Album dann nicht so gut abgeschnitten hatte in der finalen Bewertung. Hier galoppieren die Musiker zunächst einmal schön gerade aus mit „Szemet szemért“ – fängt gut an – bis dann die weibliche Stimme mit dem Jodeln & Quieken anfängt. Diese operettenhafte Beiträge von Sängerinnen, die wohl in der klassischen Oper kein Bein auf die Erde gebracht haben und danach im Gothic Bereich untergekommen sind, kann man meistens nur als schauderhaft bezeichnen. Hier funktioniert es allerdings meistens gut, weil Valentina Simon schön in den kompakten Gesamtsound eingebunden worden ist wie in „A végső harcunk vár“ (was sinngemäss soviel heisst wie „Bist Du bereit jetzt für den letzten Kampf?“), und auch weil Front“sänger“ Slobodan über eine gute Stimme verfügt und auch der gute Gesamteindruck der Produktion und der vorgetragenen Songs überzeugt. Die ersten 7 Tracks werden in der Landessprache gesungen, was ich gut finde, weil so die Authentizität der Musiker richtig gut rüberkommt. Wer darauf nicht so viel Wert legt: - der zweite Teil des Albums beinhaltet die englischen Versionen der Titel, die gesamtgesehen aber auch gut rüberkommen, wenn man nicht gerade unbedingt explizit auf die Aussprache (Phonetik) achtet.

„Vendetta“ ist das bereits zehnte Studio Album der Band aus Szeged. Gegründet wurde sie 1994 – im gleichen Jahr erschien das erste ausschliesslich ungarisch sprachige Album „Game Over“ – 20 Jahre später also kommt jetzt das Jubiläumsalbum der Formation um Sängerin Valentina und Shouter Slobodan Macura. Highlights des Albums sind „Ha elborít a vágy“ (in dem Valentina schön die Klappe hält), die kathedralischen Orgel-Sounds des wuchtigen Doom Monsters „Loving The Death“ und das beiden abrockende „Hamvak szárnyán“. Gespannt war ich natürlich auch auf die Cover Version „Sweet Dreams“ (das Original gibt es von den „Eurythmics“) – der Song passt sehr gut in das gothic-metallische Konzept von NEVERGREEN – vor allem das orchestrale Arrangement versieht das Stück mit tollem neuen Eigenleben!

INFO: Hammer Records ist ein Label aus Budapest, bei dem auch die über die Landesgrenzen bekannten Bands „Kalapács“, „Ossian“ und „Pokolgép“ unter Vertrag stehen. Das grösste ungarische Metal Label verlegt auch das monatliche „Hammerworld Magazine“, ein Blick auf die bisherigen Titelbilder https://myspace.com/hammerworld/photos  die doch sehr an den deutschen „Metalhammer“ erinnern. Regelmässig gibt es auch eine CD- oder DVD-Beilage, bei der auch lokale & einheimische Acts vorgestellt werden. Die ungarische Webseite des Magazins: http://hammerworld.hu/  - das Magazin kann bestellt werden, 5 Ausgaben (inkl. Der CDs) kosten 4900 Forint, das sind umgerechnet (Stand August 2014) rund 15 Euro. CDs von ungarischen Metal Bands können zudem im Online-Shop bestellt werden.

VÖ: 05.05.14

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.nevergreen.hu/  &  https://myspace.com/nevergreenhungary

TOURDATEN

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 深山  (DEEP MOUNTAINS) - “忘忧湖 (LAKE OF SOLACE)”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Deep Mountains - Lake Of Solace

TITELVERZEICHNIS:

01 / 引子 Intro
02 / 毀滅 Sin
03 / 九黎之舞 Wind And Stellar
04 / 超脫 Detachment
05 / 忘憂湖 壹 Lake of Solace pt.1
06 / 忘憂湖 贰 Lake of Solace pt.2
07 / 渿河謠 Ballad of Nai River
08 / 李鳳華 Li Fenghua

Label: Pest Productions
Webseite: http://website.pest666.com/

Time:

03:09
04:11
05:58
08:24
07:36
07:41
03:36
02:58

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BLACK METAL

Für Fans von: Agalloch - Ulver - Skagos - Oak Pantheon

CHINA

Rock & Metal aus dem alten Kaiserreich China habe ich zum ersten Male Mitte der 90er Jahre gehört – ich war sehr angetan von der ungewöhnlichen Mischung aus folkloristischem Rock und harten westeuropäischen Metal Grooves. Jetzt liegt wieder mal eine Promo im digitalen Briefkasten vom 2006 gegründeten chinesischen Label Pest Productions – ein Kontakt, den ich vor einigen Jahren auf der Internationalen Musikmesse in Frankfurt knüpfen konnte. Während ich diese Zeilen schreibe, läuft das „Intro“ des Albums „Lake Of Solace“ (sinngemässe Übersetzung aus dem chinesischen: “Der Lotus See”) – ein ruhiger von einschläferndem 2 ½  minütigem Wasserplätschern dominierter Track – DEEP MOUNTAINS ist der vom Label englisch übersetzte Namen der Gruppe, die sich stilistisch atmosphärischen “Black Metal“ auf die Landesfahne geschrieben hat. „Sin“ beginnt mit archetypisch fürs Subgenre tiefer gelegten Tönen (die beiden Gitarristen spielen 8saitige Gitarren des Herstellers “Shengyun”), erschaffen zusammen mit dem heiser flüsternden Gesang von Liu Qiang ein wundervolles postapokalyptisches Emocore Szenario – der Zuhörer steht geistig-visuell vor der entvölkerten Erde, betrachtet sich die Verwüstung in rostbraunen kontrastverstärkten Bildern und schwelgt zu den langsamen Rhythmen, die nach 3 Minuten an Tempo zulegen  – am Ende prasselt ein besänftigendes Feuer in der letzten Zuflucht der Menschen. Eine melodiös-melancholische Melodie beginnt „Wind And Stellar“ – die akustische Gitarre von Song Chen gibt das Grundgerüst vor, während sich auf das Fingerpickung ein epochaler elektrischer Riffbogen setzt. „Lady In Black“ trifft auf den darkwavegothigen Pop einer Anne Clark. Atmosphäre pur!

Die „Ballad Of Nai River“ hat zwar mit dem eigentlichen Thema Black Metal überhaupt nichts am Hut, aber die glockenhelle zarte Stimme von Bassistin Chen Xiao in dieser folkloristischen World Pop Ballade ist einfach traumhaft schön – passend dazu am Ende gibt es das ambient-akustische Instrumental „Li Fenghua“.

INFO: Zu Pest Productions gehören mit „Weary Bird Records“ (Post Rock, Sadcore) und „Midnight Records“ (Neo Folk – Industrial – Ambient) noch zwei kleinere Labels, die es jungen & unbekannten Bands aus China ermöglichen, ihre Musik zu veröffentlichen. Das Album „Lake Of Solace“ ist auf 500 Stück limitiert – ausser Landes werden nur 200 Kopien verkauft – wer ein Album von DEEP MOUNTAINS möchte, beeilt sich – es gibt auch ein T-Shirt mit dem Cover Art Work – die Kombi (Shirt/CD) ist ausverkauft. Hier gibt es vom Label zum Kennenlernen einen kostenlosen Sampler als Download http://pestproductions.bandcamp.com/album/pest-productions-promo-2014-part-i

VÖ: 25.04.14

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://site.douban.com/liuqiang/  & http://pestproductions.bandcamp.com/album/lake-of-solace

TOURDATEN

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DOOM:VS “EARTHLESS”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

DOOM METAL

Für Fans von:  Shape Of Despair – Lethian Dreams – Draconian

SCHWEDEN

Der gutturale Kellergeist des Monats kommt aus Schweden. Johan Ericson bohrt sich tief ins Erdreich und schwärzt die Seele des Metal Fans. Der Mann, der sonst als Gitarrist für “Draconian” tätig ist, verweist hier sogar Chris Barnes von „Six Feet Under“ in die Riege der Kindergartensänger. DOOM:VS heisst sein Solo Projekt, mit dem er nach 6 Jahren Pause (dem 2008er „Dead Words Speak“) den Nachfolger und gleichzeitig das dritte Album „Earthless“ nachlegt. Schwermütiger „Atmospheric Funeral Doom“, wie er eigentlich gar nicht besser inszeniert werden kann. Die düstere Hoffnungslosigkeit seiner Kompositionen erreicht ihren Höhepunkt in “White Coffins”, wo er Kindersoldaten weisse Särge bauen lässt, weil sie für die übrig gebliebenen Nägel keine weitere Verwendung mehr sehen. Ein 50minütiges alptraumhaftschönes Szenario!

Doom VS - Earthless

VÖ: 05.05.14

Verfügbar: CD &  2-Vinyl & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: https://myspace.com/doomvs 

TOURDATEN

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SAVN “SAVN”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

GOTHIC METAL

Für Fans von:  Unsun - The Sins of Thy Beloved - Midnattsol

NORWEGEN

„Female fronted“ Melodic Gothic Metal, wie es so schön heisst im Info des Labels. SAVN kommen aus Norwegen, in vorderster Front steht die blonde Carmen Elise Espenæs, für den musikalischen Rahmen sorgen Anders Thue (Keyboards) und Stig Johansen, der für die restlichen Instrumente (Drums, Gitarren, Bass) zuständig ist. Nach der ersten Single „Hang On“ gibt es jetzt das Debüt Album der Formation aus Bryne (in der Kleinstadt hat auch die Karriere des international bekannten „Kaizers Orchestra“ begonnen). Wer auf die Musik von „Leaves’ Eyes“ steht, wird auch an „Savn“ Gefallen finden. Highlights des 11-Track Albums sind „I Am Free“ und „Lengselens hånd“ –dass Vinyl-Käufer nur die abgespeckte Version mit 9 Tracks bekommen, ist blöd –  mit dieser Verkaufspolitik wird man nicht dafür sorgen können, dass Vinyl-Platten irgendwann wieder mal interessant werden.

Savn - Savn

VÖ: 24.04.14

Verfügbar: CD &  Vinyl & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://www.savn-official.com/  & http://savn-official.bandcamp.com/releases

TOURDATEN

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Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

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NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, gehört in JEDE Sammlung, für die einsame Insel

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NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den  besten  1000 aller Zeiten

KKKKKKKKKK

NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

KKKKKKKKKK

NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

KKKKKKKKKK

NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung,  bei Bedarf wieder hervorholen

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NDS 2,150

Durchschnittliches Album,  nur für Edel-Fans empfehlenswert

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NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

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NDS 2,350

Langweilig, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

KKKKKKKKKK

NDS 2,450

Schwaches Album, CD und  Cover als Unterlage im Katzenklo

KKKKKKKKKK

NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

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NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

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