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Hier sind Infos zu Jazz CDs, die 2015 erschienen sind. Hier gibt es u. a. Infos zu den Alben ”Monday Night By The Riverside” vom DIRK PIEZUNKA QUARTET aus Deutschland, “Ilé´” von OMAR SOSA, “Sweeter Than Sweetness Summer Passion” von CAL TJADER,  “Idlewild” von LAGE LUND, “Brazilian Nights” von KENNY G, “Soniando” von MARTA CASAS aus Spanien, “Pinball” von MARIUS NESET aus Norwegen, “Made In Chicago” von JACK DeJOHNETTE, “Bamboo Bridge” von LOUIS ARMSTRONG und zum Debüt Album der schwedischen Gruppe CHARLOTTAS BURNIN’ TRIO. Mit einem Klick auf den Pfeil neben dem Albumtitel geht es zurück zur Übersicht mit allen Jazz CDs!

Jazz CDs 2015

Jazz CDs Übersicht

Neue Jazz CDs

Startseite

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DIRK PIEZUNKA QUARTET
“MONDAY NIGHT BY THE RIVERSIDE”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Dirk Piezunka Quartet - Monday Night By The Riverside

TITELVERZEICHNIS:

01.  I’ll Be Seeing You
02.  Chan’s Song
03.  How Deep Is The Ocean
04.  Kayak
05.  The Best Things In Life Are Free
06.  These Foolish Things
07.  East Of The Sun
08.  Just In Time
09.  Oblivion
10.  Remember
11.  Monday Night Blues

Label: NIL Records
Web: www.nil-records.de

MODERN JAZZ

Für Fans von:  Joe Henderson - Dexter Gordon - Joshua Redman

DEUTSCHLAND

Wenn der Wahrheitsgehalt des Sprichwortes „Der erste Eindruck täuscht nie“ stimmt, dann ist mir da ja ein feines Scheibchen ins Haus geflattert mit dem Album „Monday Night By The Riverside“. Gut – es ist zwar Dienstag Abend, als ich die CD zum ersten Male im Player rotieren lasse, aber die Musik, die aus den Lautsprechern quirlt, passt zu jeder Tages und Nachtzeit. Bevor ich die Freunde der gepflegten Jazz Musik weiter auf die Folter spanne – der deutsche Saxophonist  DIRK PIEZUNKA legt sein neues Album in Quartettbesetzung vor. Gleich im ersten Stück „I’ll Be Seeing You“ begeistert er mit kunstvoll gehauchtem und butterweich warmen Ton, Schlagzeuger CHRISTIAN SCHÖNEFELDT und Bassist JENS HEISTERHAGEN wirken dezent im Hintergrund, Pianist JOE DINKELBACH lässt die Tasten swingen – schöner smoother Auftakt, der eigentlich im so oft verspotteten Bereich “Easy Listening Cocktail Jazz” einzuordnen ist, aber das hier Gespielte klingt nicht eine Sekunde lang seicht und oberflächlich gespielt von routinierten und gelangweilten Musikern, sondern kommt mit zarter Anmut daher, dass ich mir fast wünsche, in dieser Bar zu sitzen, um die Instrumentalisten Live zu sehen, wie sie das Stück zelebrieren.

Hier spielt keine zusammengewürfelte Truppe, sondern ein – wenn man so will - musikalischer Freundeskreis, der über die Jahre hinweg zusammengewachsen ist und bei dem Jeder blind versteht, was der Kollege gerade tut. Der „Chan’s Song“ (im Original von Herbie Hancock) erblüht so zu völlig neuem Leben, Piezunka ist ein Leader, der seinen Mitstreitern völlige Freiheiten lässt und Pianist Dinkelbach nutzt diese Tatsache aus, indem er mit perlenden Licks um sich wirft und den Zuhörer auf einer genussvoll swingenden Welle schaukeln lässt.

Zwei Titel vom Musical Komponisten Irving Berlin sind mit besonderer Jazznote ausgestattet worden, in „How Deep Is The Ocean“, bekommt Bassist Heisterhagen seinen kurzen Hot Spot und in „Remember“ zünden die vier Musiker einen virtuosen Feuerwerksböller. Mit flockiger Latin-Jazz Attitüde kommt der Kenny-Wheeler-Standard „Kayak“ daher, sehr gut gefällt mir auch der Klassiker „The Best Things In Life Are Free“ vom britischen Bandleader Jack Hylton, von diesem Standard habe ich mittlerweile verschiedene Interpretationen gehört habe, diese hier ist eine der schönsten bisher. „These Foolish Things”, „East Of The Sun“ und “Just In Time” sind fingerschnippende Modern Jazz Prachtstücke, letzteres lebt von seinen zahlreichen Fills und Pausen, die Schlagzeuger Schönefeldt kunstvoll zu gestalten weiss. Gefühlvolles Tango-Feel gibt es in der Astor-Piazolla-Nummer „Oblivion“ – Piezunka übernimmt mit seinem Saxophon die Funktion des Akkordeons und streichelt die Seele des Songs mit liebevollen Verzierungen, der final groovende „Monday Night Blues“ stammt aus der Feder des Chefs.

FAZIT: Das DIRK PIEZUNKA QUARTET zelebriert auf “Monday Night By The Riverside” einen weiten Bogen aus Bebop, Modern Jazz und Fusion – 71:24 kurzweilige Minuten, die im Flug vergehen und nach denen man sich fragt, wo eigentlich die Zeit geblieben ist. Sehr oft spielen die Musiker am Montag Abend in diversen Besetzungen auf dem Theaterschiff in Bremen - wer mal einen Blick auf das dortige Programm werfen möchte, klickt hier: http://www.theaterschiff-bremen.de/neu/jazz-on-board/

VÖ: 10.04.15

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.piezunka.com & http://www.joedinkelbach.de & http://www.christian-schoenefeldt.de

TOURDATEN

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OMAR SOSA & Cuarteto Afro Cubano “ILÉ”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Omar Sosa - Ile

01.  A Love Lost
02.   Momento I
03.   4 U
04.  Mentiras Enemigas
05.  Momento II
06.  D Vuelta
07.  Old Afro A BAba
08.  Dame La Luz
09.  Momento III
10.  Sad Meeting
11.  Momento IV
12.  La Tarde
13.  Mi Conga
14.  A Love Lost Reprise

MODERN WORLD JAZZ

Für Fans von:  Cucho Valdés - Chris McGregor - Terence Blanchard

KUBA

Man macht sich manchmal seine Gedanken, wenn man eine CD aus dem Zellophan schält und den Act nicht kennt, was einen wohl für eine Musik erwartet. Beim hier vorgestellten OMAR SOSA und dem fremdländisch klingenden Albumtitel hätte ich schwören können, dass es sich um irgendeine Form von Weltmusik handelt. Die ersten Töne belehren mich eines Besseren – das ist Jazz – mit Elementen soulig-ambienten Blaxploitation-Film- Klängen. Spontan fällt mir dazu die Musik von „Gil Scott-Heron“ ein, weil dieser schon in den 70er Jahren für damalige Zeiten abgedrehten Neo-Soul gespielt hat, als es diesen Begriff noch gar nicht handelsüblich gab. Und – eine gefühlsduselig dudelnde Flöte verzaubert das ganze Geschehen mit mystisch-geheimnisvollem Flair.

Jugendliche afrikanische Gesänge im Hintergrund von „Momento I“, tribale Perkussion – ich atme auf – hat mich mein erstes Blickgefühl doch nicht ganz verlassen! Ein Adler schwebt weit oben über einem Kindergarten im tiefschwarzen Nigeria und das Sopransaxophon ahmt die Schreie des Tieres in luftiger Höhe nach. OMAR SOSA ist seit Ende der 90er aktiv, er spielt mit seinen Ensembles einen Mix aus afrokubanischem Jazz und traditioneller Folklore. In einem Interview mit dem amerikanischen Magazin “Downbeat” hat er einmal erzählt, dass er sich gerne von religiösen Themen – der Musiker ist Anhänger der Santeria-Religion – und klassischer Musik treiben lässt. Die ruhe Ballade „4U“ steht beispielhaft für diese Aussage, Ernesto Simpson streichelt die Oberfläche seiner Snair-Drum mit dem Besen und das bleibt für den Moment die einzige rhythmische Bewegung im Stück.

Experimentell geht es zu in „Mentiras Enemigas“ – Teamarbeit aus Modern Jazz und inbrünstig zelebriertem Flamenco – Jose „El Salao“ Martin zeigt einmal mehr, was für ein ein phantastischer Sänger er ist! Mongolische Kehlkopfgesänge, perkussive Bantu-Elemente und balladesker Modern Jazz durchziehen das avantgardistisch angehauchte Intermezzo „Momento II“. Eine spannende Nummer ist der 7minütige Jam „Old Afro A Baba“ mit exzellentem Spiel des Perkussionisten Pedrito Martinez und des Gitarristen Marvin Sewell. Lebhafter Latin Jazz folgt im groovigen „Dame La Luz“, hier spielt der Chef auch einen der schönsten Pianosolos des Albums. Brasilianische Berimbeau-Klänge und feinste Improvisation auf der Klarinette (gespielt von Leandro Saint-Hill ) gibt es im „Momento III“ und in „La Tarde“ treffen sich ein weiteres Mal katalanische Leidenschaft und versiert swingende Latin-Jazz-Piano-Eleganz des kubanischen Chefkochs!

Fazit: Genussvoll zelebrierter Art Jazz und intellektuelle Schönheit paaren sich - für alle Feingeister unter den Jazzliebhabern. Unbedingt auch mal mit dem Kopfhörer reinziehen, um sich die feinsten Nuancen zu erschliessen. 

VÖ: 06.03.15

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://omarsosa.com  &  https://myspace.com/sosafunke/music/songs (ältere Songs)

TOURDATEN

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CAL TJADER “Sweeter Than Sweetness Summer Passion”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

LATIN JAZZ

Für Fans von: Lionel Hampton - Charlie Palmieri - Milt Jackson

USA (KALIFORNIEN)

Der 1982 verstorbene Jazz Musiker CAL TJADER hat ein riesiges Vermächtnis an veröffentlichter Musik hinterlassen. Die erste Platte datiert vom Sommer 1956 (als Cal Tjader Quartet), mittlerweile stehen über 75 Longplays im Katalog des Vibraphonisten. „Sweeter Than Sweetness Summer Passion“ gibt Latin Jazz Fans die Möglichkeit, ein paar seiner schönsten Einspielungen auf CD zu bekommen, 10 der 18 Songs sind Titel der 1961 veröffentlichten LP „In A Latin Bag“, die restlichen 8 stammen vom 1962er „Saturday Night/Sunday Night At The Blackhawk, San Francisco“, darunter eine der schönsten Cover Versionen des Gershwin-Klassikers „Summertime“, die ich bisher gehört habe. Weitere empfehlenswerte Anspieltipps sind “On Green Dolphin Street”, der “Mambo In Miami” und der locker drauf los spazierende Walking Blues “Weep”.

Cal Tjader - Sweeter Than Sweetness

VÖ: 02.03.15

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

3 Songs vom Album:  “Mambo In Miami”, “Speak Low” & “Pauneto’s Point

WIKI INFOS

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CHARLOTTAS BURNIN’ TRIO “CHARLOTTAS BURNIN’ TRIO”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Charlottas Burnin Trio

TITELVERZEICHNIS:

01.  The Pope
02.  Klara, Fardiga, Ga!
03.  Nimbus 2000
04.  Taj Mahal
05.  India
06.  Avundsjukan
07.  Runnin’

Label: Musicbase Records

Lineup:
Charlotta Andersson (Gitarre)
Jonas Nilsson (Bass)
Natanael Salomonsson (Schlagzeug, Perkussion)

JAZZ ROCK FUSION

Für Fans von:  Mike Stern - The Eleventh House - Kazumi Watanabe

SCHWEDEN

Gitarren Heros gibt ja mittlerweile zur Genüge, guckt man sich aber einmal um nach der holden Gitarre schwingenden Weiblichkeit und soll die auch noch virtuos ihren Lebensunterhalt bestreiten, kann man es meistens an einer Hand abzählen – Jennifer Batten fällt mir als Erstes ein, Ana Popovic, Carolyn Wonderland beim Blues und im Jazz Bereich gibt es Leni Stern und sonst? Vor kurzem habe ich die schwedische Saitenfetischistin Charlotta Andersson entdeckt. An der Malmö Musikhögskola (die Malmöer Musikakademie) hat sie studiert, hat sich dann weitergebildet am Berklee College Of Music und zuletzt ist sie sogar von skandinavischen Künstlern wie „Titiyo“ und „Alina Deverscerski“ für deren Aufnahmen und Konzerte verpflichtet worden.

Mit ihrem 2014 gegründeten CHARLOTTAS BURNIN’ TRIO hat die Gitarristin jetzt ein rasantes Mini Debüt Album veröffentlicht. Jonas Nilsson (Kontrabass) und Natanael Salomonsson (Schlagzeug) sind die beiden Musiker, die es wagen, beim Geschwindigkeitsrausch der Gitarristin mitzuhalten. „The Pope“ taucht noch ein in den klassischen Modern „beboppigen“ Jazz Bereich, „Klara, Fardiga, Ga!“ vermischt Jazz, Rock, Funk zu einer wilden Fusion-Hatz. und richtig heavy gut es zu im „Nimbus 2000“ – eine Nummer, die seinerzeit auch dem „Mahavishnu Orchestra“ zu Ehren gereicht hätte – ich sehe vor meinem geistigen Auge, dass Miles Davis schon den Hörer in der Hand hat, um die Gitarristen telefonisch zu engagieren, aber da muss er wohl noch ein wenig warten, denn im Gegensatz zu ihm fristet die Schweden ja noch ein irdisches Dasein. Studienkollege und Drummer Natanael hat hier auf jeden Fall ebenfalls ordentlich Spass und malträtiert seine Becken. Der Solospot von Tieftöner Jonas folgt auf dem Fusse – er beginnt den Aufstieg zum rockigen „Taj Mahal“ – die Chefin bedient danach ihre Zuhörerschaft mit schrägen, überlappenden Soundclustern und einer herausfordernden verminderten Tonleiter quer übers Griffbrett. Das funky groovende Highlight des Albums!

Lediglich das heavyrockige „India“ wirkt anfangs etwas befremdlich, aber wer die Biographie durchstöbert, erfährt, dass es in der Jugend von Charlotta auch gewisse Vorlieben für die Musik von Led Zeppelin gegeben hat und so macht das finale „Runnin“ durchaus Sinn, hier gibt es einen für den Jazz unüblichen Mix aus Post Bop und verzerrtem Sludge Metal Gedöns. Definitiv keine Musik für Traditionalisten, aber dafür für interessierte Geniesser, die auch mal gerne über den eigenen Gartenzaun schauen. Bei amazon.de kostet die digitale Kopie des Albums zurzeit günstige 6,93 Euro (Stand: 23. März 2015). Anfang April gibt das Trio ein paar Konzerte in Deutschland.

VÖ: 09.03.15

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://charlottasburnintrio.blogspot.de & https://youtu.be/2osXJJCAD_A  

TOURDATEN

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LAGE LUND “IDLEWILD”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

MODERN JAZZ

Für Fans von:  Pat Martino - Les Paul - Kenny Burrell

NORWEGEN

In Triobesetzung stellt LAGE LUND sein neues Album „Idlewild“ vor. 12 Songs gibt es, 4 sind Eigenkompositionen, der Rest besteht aus Standards von John Coltrane („Straight Street“), Cole Porter („Just One Of Those Things“) oder Bobby Hutcherson (eine herausragende Version von „Isn’t This My Sound Around Me?“). Der norwegische Gitarrist hat in den letzten Jahren zahlreiche renommierte Preise eingeheimst, u. a. auch die „Thelonious Monk Guitar Competition“ gewonnen und er wird von vielen als einer der aufstrebenden Stars am Jazzfirmament gesehen. Es ist Musik, die technisch auf hohem Niveau steht, improvisatorisch den beteiligten Musikern alle Grenzen offen lässt, aber irgendwie mag trotz aller Virtuosität der Begeisterungsfunke auch beim zweiten Durchhören nicht zünden. Der finalen Bewertung soll das aber nicht abträglich sein.

Lage Lund - Idlewild

VÖ: 10.02.15

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://www.lage-lund.com

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KENNY G “BRAZILIAN NIGHTS”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Kenny G - Brazilian Nights

01.  Bossa Antigua
02.  Corcovado (Quiet Night Of Quiet Stars)
03.  Bossa Real
04.  Brazilian Nights
05.  April Rain
06.  Menina Moca
07.  Bu Bossa
08.  Clouds
09.  Girl From Ipanema
10.  Summer Love
11.  Loving You (Live Version)
12.  G Bop (Live Version)
13.  Forever In Love (Live Version)
14.  Heart And Soul (Live Version)

Label: Concord Music Group

SMOOTH JAZZ

Für Fans von:  David Sanborn  - George Howard - Gerald Albright

USA

Alleine der Name KENNY G genügte in den 80er Jahren, dass viele der intellektuell angehauchten Jazz Fans gruselige Schauer bekamen. Der US Saxophonist ging einher mit der fürchterlichen Bezeichnung „Fahrstuhlmusik“, die hier in Deutschland oft von überheblichen Musikkritikern benutzt wurde, um Musik zu kategorisieren, von denen sie eigentlich keine Ahnung hatten. Der „Smooth Jazz“ von KENNY G. war nie wirklich die Musik, die in Fahrstühlen gespielt wurde, sondern diente allenfalls mal der Beschallung von besseren Cocktail Lounge-Etablissements diverser Hotelketten. Und lange bevor der „Smooth Jazz“ hierzulande salonfähig wurde, hatte Kenneth Bruce Gorelick, wie der Musiker mit bürgerlichem Namen heisst – auch das wissen die wenigsten – ein paar ordentliche Funk-Dance-Hits wie beispielsweise „"Hi, How Ya Doin'?"“ mit dem er in den 80er Jahren einen TOP Hit in den Black Music Charts gelandet hatte und der vor allem von der schwarzen Community sehr geliebt wurde und ich darf das sagen, weil ich selbst dazu gehöre und diesen Song als Teenager auf dem Plattenspieler meines Daddys fast todgenudelt habe. (Diese Rezension wurde von Chuck Fulton geschrieben, Anm. d. Red.)

Kurzum – bei der Musik von KENNY G handelt es sich um niveauvolle „easy-listening“-Chillout Musik, die meistens von den kommerziell nicht so erfolgreichen Neidern herabgewürdigt wird – Musik, die aber oft in der Regel von exzellenten Session Musikern eingespielt worden ist – Musik, die vor allem klangtechnisch immer noch mit zum Besten gehört, was in der Rubrik Jazz veröffentlicht wird. Das neue Album „Brazilian Nights“ bildet da keine Ausnahme, relaxt swingende Groove-Perlen wie „Corcovado“, „Bu Bossa“ oder „Menina Moca“ erfreuen Sinne und Ohren und wie es der Titel bereits aussagt, gibt es dieses Mal die Annäherung an südamerikanischen Bossa Jazz und da dürfen natürlich auch nicht die Klassiker „Girl From Ipanema“ oder „Bossa Antigua“ fehlen, die hier jenseits von Gut & Böse einfach traumhaft schönes instrumentales Soul Ambiente in die Bude bringen. Produziert wurde das Album von Walter Afanasieff, der auch für die Keyboards, Pianos und orchestralen Arrangements gesorgt hat.

FAZIT: Beim „Smooth Jazz“ von KENNY G geht die Sonne am Firmament auf, der US Jazz Saxophonist hat diverse Klassiker der Bossa Nova Historie mit eleganten Arrangements versehen – „easy listening“- Perlen auf qualitativ hohem Niveau – ein Leckerbissen für Jazz Fans, die abseits von allem experimentellen Gedudel auch mal Stoff für besinnliche Minuten brauchen. Und wer sich die Deluxe Edition des Albums besorgt, bekommt 4 Live-Aufnahmen, darunter eine tolle Version des 92er Klassikers „G Bop“. Interessierte, die sich auf der Webseite des Musikers den Newsletter bestellen, bekommen den auch als Single veröffentlichten Song “Bossa Real” als kostenlosen MP3-Download!

VÖ: 27.01.15

Verfügbar: CD & Deluxe CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.kennyg.com/  & https://twitter.com/officialkennyg

TOURDATEN

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MARTA CASAS “SONIANDO”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

VOCAL JAZZ

Für Fans von: Anna Valdeneu - Paloma Berganza - Victzoria Abril

SPANIEN

Vocal Jazz aus südlichen Ländern hat hierzulande nicht die Bedeutung wie sie englischsprachigen Künstlern zuteil wird, eine der neuen interessanten Sängerinnen ist die in Barcelona geborene MARTA CASAS, die im Teenageralter Gitarre lernte und Folklorelieder sang, während des Studiums an der Universität die Jazz Vokalistin und Pädagogin Viv Manning kennen lernte und dadurch geprägt wurde, was die musikalische Ausrichtung betraf. Das Debüt Album „Soniando“ verbindet traditionelle Folklore mit modernem Jazz,. die 9 Songs bestechen durch exzellente Produktion, die Spanierin zieht alle Register von gefühlvoll verzierten Vibratos bis hin zu luftig flatterndem Scat-Gesang. Highlights: Das kraftvoll gesungene „La Luna“, „La Dama D’Arago“ gefällt Modern Jazz Fans und „Las Aguilas De Aragon“ ist eine wundervolle mediterrane Midtempo-Ballade.

Marta Casas - Soniando

VÖ: 10.02.15

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://www.martacasas.comhttps://soundcloud.com/marta-casas-mairal

TOURDATEN

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MARIUS NESET “PINBALL”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Marius Neset - Pinball

01.  World Song, Part 1
02.  World Song, Part 2
03.  Pinball
04.  Odes Of You
05.  Police
06.  Music For Cello And Saxophone
07.  Theatre Of Magic
08.  Aberhonddu
09.  Jaguar
10.  Music For Drums And Saxophone
11.  Summer Dance
12.  Hymn From The World

Label: ACT Music
Web: www.actmusic.com

MODERN JAZZ

Für Fans von:  Michael Brecker - Mike Lovano - Jerry Bergonzi

NORWEGEN

Zeitgenössischer Modern Jazz mit einem Hauch weltmusikalischer Extravaganz, MARIUS NESET ist der Sohn musikalischer Eltern – jugendlich geprägt von der heimischen Musikkollektion, hat sich der Saxophonist nach seinem Studium am „Copenhagen Rhythmic Music Conservatory“ bei Meistern wie Django Bates weitergebildet. Beim „Natjazz“ in Bergen, einem der grössten Jazz Festivals Norwegens, war er zudem 2004 als bestes Talent mit einem Award ausgezeichnet worden, 2008 gab es dann die Veröffentlichung seines Debüt Albums „Suite for the Seven Mountains“, das neue Album ist bereits das fünfte Solo Album unter seiner Regie. Wie schon beim 2013er „Birds“ wird er auch auf „Pinball“ begleitet von Ivo Neame (Piano), Jim Hart (Vibraphon), Anton Eger (Schlagzeug), Jasper Høiby (Kontrabass) und Schwesterherz Ingrid (Flöte, Piccolo).

Die Melodien und Rhythmen im Titelstück „Pinball“ springen wild durcheinander und machen dem Namen des Stücks alle Ehre, explosive Virtuosität wird hier mutwillig zur Schau gestellt – eines der lebhaftesten und schönsten Modern Jazz Stücke, die ich seit langer Zeit gehört habe. “Die Schöne & das Biest”  bedeutet in der Version des Norwegers “Komplexität gepaart mit graziler Formvollendung”.

Gut, dass das Tempo im nachfolgenden „Odes Of You“ zurückgenommen wird, die Flut der aufgenommenen Eindrücke des vorangegangen Stücks muss schliesslich erst einmal verarbeitet werden. Aber dass auch eine verhältnismäßig ruhige Ballade genutzt werden kann, um ein brillantes Pianosolo über die Tasten zu werfen, zeigt Londoner IVO NEAME. Die Hauptverantwortung reicht er weiter an seinen Landsmann, den Vibraphonisten JIM HART, der in „Police“ mit technischer Raffinesse und exzellenten Phrasierungen vorangeht. „Theatre Of Magic“ – Saxophon und Flöte vollführen magische Sprünge und reiten auf einem hypnotischen Piano-Groove, während im Hintergrund Gastcellist ANDREAS BRANTELID schaurigschöne Glissandis einwirft.

Dagegen ist „Jaguar“ fast simpel und „easy going“ gestrickt mit „straight forward“ marschierenden Soli aller Beteiligten. Einmal mehr Beispiel dafür, dass Geschwindigkeit und die darauf aufsetzenden technischen Spielereien die Seele erwärmen. „Music For Drums And Saxophone“ – eigentlich wohl nur als Etüde fürs Lehrbuch gedacht und doch mit expliziter Spielfreude vorgetragen, dass auch dieses kurze Intermezzo für Freude beim Hörer sorgt.

INFO: Ein Konzept-Album, vor dem man steht wie vor einem abstrakten Gemälde, in dem man begeistert grazile Kunst und avantgardistischen Expressionismus abwägt. Was die 5 Hauptprotagonisten und ihre Gäste etwas mehr wie eine Stunde abliefern, ist Jazz Musik, bei der sogar die grossen Meister John Coltrane und Miles Davis im Publikum begeistert den Atem angehalten hätten. Ende Februar und Anfang März befindet sich MARIUS NESET auch im deutschsprachigen Raum auf Europa-Tournee, am 17. September 2015 ist er in Braunschweig beim Festival “Kultur im Zelt” zu Gast.

VÖ: 30.01.15

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.mariusneset.infohttps://www.actmusic.com/en/Artists/Marius-Neset

TOURDATEN

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JACK DeJOHNETTE “MADE IN CHICAGO”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Jack DeJohnette - Made In Chicago

TITELVERZEICHNIS:

01.  Chant
02.  Jack 5
03.  This
04.  Museum Of Time
05.  Leave Don’t Go Away
06.  Announcement
07.  Ten Minutes

LINE UP:

Jack DeJohnette (Schlagzeug, Perkussion)
Henry Threadgill (Altosaxophone, Bassflöte, Blockflöte)
Larry Gray (Kontrabass, Cello)
Muhal Richard Abrams (Piano)
Roscoe Mitchell (Alto & Tenorsaxophone, Querflöte)

Label: ECM Music

FREE JAZZ

Für Fans von:  John Coltrane - David Murray - Günter Sommer - Sun Ra

USA

Ehefrauen, die Wert darauf legen, dass ihre Männer treu sind, sollten sich auf jeden Fall einen Jazz Musiker zulegen. Dass gerade diese viel Wert auf eine lange Beziehung legen, dafür steht der Schlagzeuger JACK DeJOHNETTE in vorderster Beweisführung. Ein Album des US Musikers habe ich mir Ende der 70er Jahre gekauft (das gemeinsam mit Terje Rypdal und Miroslav Vitous eingespielte Trio-Album ohne besonderen Titel) und das Label, bei dem der Drummer damals unter Vertrag stand, war ECM Records gewesen. Jetzt gibt es das neue Album von DeJOHNETTE & Co und von welchem Label wird es veröffentlicht? ECM Records!

Aufgenommen wurden die 6 (+1) Songs (Spielzeit: 77:40 Minuten) von “Made In Chicago” am 29. August 2013 beim 35. Chicago Jazz Festival, das jährlich im “Pritzker Pavillion Millennium Park” stattfindet. Wer sich ein paar Videos der Acts ansehen möchte, die dort in den letzten Jahren gespielt haben, klickt auf den folgenden Link (öffnet sich in neuem Fenster!): https://www.youtube.com/channel/UCD9Xy_qeQp_jYFPdIujL7Og

Musikalisch wird eine ganze Menge geboten – von Modern Jazz, BeBop bis zum ausufernden Free Jazz, gespielt hat der mittlerweile 72jährige beim damaligen Konzert mit Henry Threadgill (Saxophone, Flöte), Larry Gray (Kontrabass, Cello), Muhal Richard Abrams (Piano) und Roscoe Mitchell (diverse Saxophone, Bassflöte) – produziert wurde das Album – man höre & staune – wie damals 1979 – von Manfred Eicher, dem Label-Chef höchstpersönlich. Empfehlenswerte Anspieltipps sind der ausufernde Auftakt „Chant“ - wer darauf wartet, dass der Chef sein musikalisches Portfolio zum Besten gibt, kann das sehr gut im hyperaktiven „Leave Don’t Go Away“ hören, dort wartet auch schon Pianist Abrams mit den beiden Bläsern und gemeinsam brennen sie alle ein virtuoses Feuerwerk an Akkordkaskaden und komplexen Klangkollagen ab. Als Zugabe gibt es die wilden “Ten Minutes” - eine musikalische Schlacht, in der jeder dem Anderen sein Instrument um die Ohren klopft!

INFO: Regisseur Spielberg hätte es nicht besser erzählen können - drei ehemalige Schulkameraden treffen sich Jahre später wieder an ihrem Heimatort und spielen ein Konzert vor Tausenden. Jack DeJohnette, Henry Threadgill und Roscoe Mitchell sind seinerzeit am “Wilson Junior College” in Chicago in die gleiche Klasse gegangen und haben schon damals ihre Jam Sessions veranstaltet.

VÖ: 16.01.15

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.jackdejohnette.comhttp://www.larrygraymusic.com

TOURDATEN

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LOUIS ARMSTRONG “BAMBOO BRIDGE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

JAZZ

Für Fans von: Duke Ellington - Sidney Bechet - Dizzy Gillespie

USA (LOUISIANA)

Der diskographische Katalog von LOUIS ARMSTRONG ist unübersichtlich, vom Jazz Trompeter gibt es unzählige vor dessen Tode und posthum veröffentlichte Alben. „Bamboo Bridge“ ist eine Retrospektive, die von einem  kleinen Label zusammen geschustert worden ist - verfügbar in diversen online-Shops und präsent auf den Wühltischen zahlreicher 1-Euro-Ketten. Fans können unbedenklich zugreifen, auf der CD gibt es ein paar tolle Stücke. Highlights: Das Halloween-Spektakel „Skeleton In The Closet“, das humorvolle „She’s The Daughter Of A Planter From Havana“, das swingende „Alexander’s Ragtime Band“ und der Titelsong „On A Little Bamboo Bridge“ mit der von Andy Iona gespielten „Hawaii“-Gitarre, schön auch die Stücke mit der Vocal Gruppe THE MILLS BROTHERS, die ihre Glanzzeiten in den 30ern gehabt haben.

Louis Armstrong - Bamboo Bridge

VÖ: 28.01.15

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Tracklisting & Bezugsmöglichkeit bei amazon.de: Klick!

WIKI INFOS

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STEPHANE BELMONDO “LOVE FOR CHET”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

MODERN JAZZ

Für Fans von: Chet Baker - Jac Berrocal - Éric Le Lann

FRANKREICH

Ein Feuerwerk liefert der französische Trompeter STEPHANE BELMONDO (nicht verwandt & verschwägert mit dem Schauspieler Jean-Pierre) in Triobesetzung ab auf seinem Album „Love For Chet“, einem Tribut an den US Musiker „Chet Baker“, der ihn in jungen Jahren protegiert hatte. Unterstützt wird er dabei vom herausragenden niederländischen Gitarristen JESSE VAN RULLER und vom versierten Kontrabassisten THOMAS BRAMERIE. Die Anspieltipps sind die Cole-Porter-Nummer “Love For Sale” (einer der bekannten Signature-Songs von Chet Baker) sowie die Eigenkompositionen “Say It So” und “Daddy & I”,  lediglich der einzige von AMIN BOUKER gesungene Vokalbeitrag „Blame It On My Youth“ haut mich nicht vom Hocker. Der Rest des Albums (TT 73:17 Minuten) überzeugt mit zeitgenössischem modernen Jazz.

Stephane Belmondo - Love For Chet

VÖ: 06.04.15

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://www.stephane-belmondo.com

TOURDATEN

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Stefano Battaglio Trio “In The Morning: Music Of Alec Wilder” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

MODERN JAZZ

Fans von: Keith Jarrett - Esbjörn Svensson - Ketil Björnstad

ITALIEN

Ambienter Jazz für ruhige Phasen des Tages, Alec Wilder war ein Komponist aus New York gewesen, der eher im klassischen Bereich unterwegs war bis zu seinem Ableben am Heiligabend 1980. Der Pianist STEFANO BATTAGLIA hat sich seiner Werke angenommen und sie in ein zeitgenössisches – wie es nur vom „Manfred-Eicher“-Label ECM veröffentlicht werden kann – Kleidchen gesteckt und mit der minimalsten aller Triobesetzungen (Klavier, Kontrabass, Drums) umgesetzt. Herausgekommen ist eine  70minütige Reise durch Schwermut, Einsamkeit und Tristesse, doch wer genau hinhört, wird feststellen, dass die drei Protagonisten auf ihren Instrumenten – zwar nicht effektheischend, aber doch virtuos – wunderschöne instrumentale Geschichten zum Besten geben. Weißburgunder aufmachen – Kopfhörer drauf – genießen!

Stefano Battaglia Trio - In The Morning

VÖ: 28.08.15

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: www.stefanobattaglia.com & www.robertodani.com &https://vimeo.com/127940788

TOURDATEN

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BILL DOGGETT “TANGERINE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

R’n’B OLDIE

Für Fans von: Freddie Roach - Count Basie - Jimmy Smith

USA (PENNSYLVANIA)

Wer es nostalgisch mag und nicht zurückscheut vor einem Ausflug in die 50er Jahre, sollte reinhören in „Tangerine“ vom US Organisten BILL DOGGETT. 18 instrumentale Uraltschinken mit dem Charme einer kerzenbeleuchteten Schmuse-Plüsch-Ecke aus Großvaters Zeiten – der am 13. November 1996 im Alter von 80 Jahren verstorbene Tastenspezialist hat früher u. a. in den Tourbands von „Ella Fitzgerald“ und „Louis Jordan“ gespielt, er selbst hat um die 40 Solo Alben veröffentlicht - wer sich den ultimativen Oldie-Kick geben möchte, investiert 3,99 Euro bei amazon.de für die digitale Kopie. Anspieltipps sind “Marcheta”, das mit wummerndem Leslie zugekleisterte „Sweet Lorraine“, „Dinah“ mit PERCY FRANCE am Saxophon, und die genüsslich auf den wiegenden Jazz-Licks von Gitarrist BILLY BUTLER wippende „Ramona“.

Bill Doggett - Tangerine

VÖ: 17.07.15

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Infos zum Organisten: https://de.wikipedia.org/wiki/Bill_Doggett

TRACKLISTING

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ANTONIO SANCHEZ & MIGRATION “THE MERIDAN SUITE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

MODERN JAZZ

Für Fans von:  Aziza Mustafa Zadeh - Bill Evans Trio - Miles Davis

MEXIKO / USA

Der mexikanische Drummer ANTONIO SANCHEZ ist einer der Musiker, die das angestaubte Genre Latin Jazz wieder mit Leben erfüllen. Vom Lehrer Danilo Perez ist er in jungen Jahren an Großmeister Paquito D’Rivera vermittelt worden, später wurde er vom Gitarristen Pat Metheny für dessen Gruppe rekrutiert, seit 2007 veröffentlicht er Solo Alben. „The Meridian Suite“ hat er mit der Gruppe „Migration“ aufgenommen. Die kroatische und in New York lebende Sängerin Thana Alexa ist wie der US Gitarrist Adam Rogers in „Imaginary Lines“ zu hören, ansonsten bleibt es Bassist Matt Brewer, Saxophonist Seamus Blake und Pianist John Escreet vorbehalten, für Latin-Free-Jazz- Erquickungen zu sorgen. Eines der tollen Alben, das sich dem Hörer vor allem über die Elemente „Guter Kopfhörer“ und „Konzentration“ erschliesst.

Antonio Sanchez - The Meridian Suite

VÖ: 09.06.15

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://www.antoniosanchez.net  &  http://www.thanaalexa.com

TOURDATEN

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JOE LOCKE “LOVE IS A PENDULUM”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

MODERN JAZZ

Für Fans von:  Weather Report – Steps Ahead - Milt Jackson

USA (KALIFORNIEN)

JOE LOCKE ist ein Jazz Vibraphonist, dem es die Liebe angetan hat. Auf seinem jüngsten Album „Love Is A Pendulum“ gibt es 5 Titel, die das 4-Buchstaben-Wörtchen beinhalten, musikalisch instrumental gibt es einen Mix aus Modern Jazz und swingender Latin Fusion, bei den Aufnahmen Im Studio haben ihm die üblichen Bandkollegen assistiert mit Robert Rodriguez (Piano), Terreon Gully (Schlagzeug) und Ricky Rodriguez (Bass), als besondere Gäste vertreten die Saxophonisten Rosario Giuliani und Donny McCaslin die Reed-Sektion, Paul Bollenback (Gitarre in „For Jesse Mountain“), Victor Provost (Steeldrums in „Love Is A Perpetual Motion“ und im finalen „Embrace“) und Theo Bleckmann (Gesang) komplettieren das Lineup. Empfehlenswerte Anspieltipps sind „Love Is The Tide“, „Last Ditch Wisdom“ und das ruhige „Love Is A Planchette“.

Joe Locke - Love Is A Pendulum

VÖ: 12.06.15

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://joelocke.com/index.phphttps://twitter.com/joelockecom

TOURDATEN

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DEXTER GORDON “THE ESSENTIAL”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

BE BOP

Für Fans von: Lester Young - Sonny Stitt - Phil Woods

USA (KALIFORNIEN)

DEXTER GORDON war einer der Be-Bop-Urväter und muss mit Charlie Parker oder Dizzy Gillespie genannt werden, wenn die Sprache auf diesen Jazz Stil kommt. Legacy Recordings huldigt dem 1990 verstorbenen Tenor Saxophonisten mit einer feinen „The Essential“-Edition. 2 CDs, die – sieht man die immense Diskographie des Musikers - mit 19 Titeln zwar nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist, aber ein tolles Schnäppchen gerade für Musikliebhaber ist, die noch nicht so sehr in die Gordon-Materie eingetaucht sind. Einige der Titel („Gingerbread Boy“) gibt es in mitreißenden Live Versionen, die Aufnahmen sind vom 76er Live Album „Home Coming - Live At The Village Vanguard“ und waren schon – wie die meisten Tracks dieses Doppel Albums – Bestandteil des 2011 veröffentlichten 7-CD- Deluxe Sets „The Complete Columbia Album Collection“.

Dexter Gordon - The Essential

VÖ: 02.06.15

Verfügbar: 2-CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://www.dextergordon.comhttp://www.legacyrecordings.com/  (Label)

WIKI INFOS

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STANLEY TURRENTINE “THE ESSENTIAL”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

MODERN JAZZ

Für Fans von: Rusty Bryant - Red Holloway - Sonny Rollins

USA (PENNSYLVANIA)

Auch STANLEY TURRENTINE erhält im Rahmen der „The Essential“-Reihe von Legacy Recordings das wohlverdiente Doppel-Tribut-Album zugesprochen. Der Saxophonist, der hierzulande nie das Standing wie ein Charlie Parker oder ein Stan Getz hatte, war bis zu seinem Tode im September 2002 in der Szene als „Sugar Man“ unterwegs gewesen und hatte seit seiner ersten Schallplatte im Jahr 1960 („Look Out!“) über 50 Alben, die meisten davon beim Label Blue Note Records, veröffentlicht. Schon das erste Stück „Sugar“ (der Titelsong des gleichnamigen 1971er Albums) gibt es einen klitzekleinen Eindruck, auf was sich der Zuhörer freuen darf: Ellenlange Jam-Sessions mit TOP Musikern – hier sind es neben dem Chef vor allem Trompeter Freddie Hubbard und ein damals relativ unbekannter Gitarrist namens George Benson.

Stanley Turrentine - The Essential

VÖ: 29.05.15

Verfügbar: 2-CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: https://de.wikipedia.org/wiki/Stanley_Turrentine

TRACKLISTING

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CASSANDRA WILSON “COMING FORTH BY DAY”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Cassandra Wilson - Coming Forth By Day

01.  Don’t Explain
02.  Billie’s Blues
03.  Crazy He Calls Me
04.  You Go To My Head
05.  All Of Me
06.  The Way You Look Tonight
07.  Good Morning Heartache
08.  What A Little Moonlight Can Do
09.  These Foolish Things
10.  Strange Fruit
11.  I’ll Be Seeing You
12.  Last Song (For Lester)

Label: Legacy Recordings
Web: www.legacyrecordings.com/

BLUES & JAZZ

Für Fans von:  Betty Carter - Billie Holiday - Vanessa Rubin

USA

CASSANDRA WILSON versucht sich an den Songs von „Billie Holiday“. 10 Stücke der legendären Jazz Sängerin gibt es auf „Coming Forth By Day“ – Nummer 11 ist die als Tribut  für den 1959 verstorbenen US Jazz Saxophonisten Lester Young gedachte Eigenkomposition „Last Song“. Wer die Musik mochte von Eleonora Fagan, wie Frau Holiday mit Geburtsnamen hieß, wird einige Zeit benötigen, bevor er sich mit dem rauchigen Jazz-Blues der mit mehreren Grammy ausgezeichneten Vokalistin anfreunden kann. Die luftige Unbekümmertheit der swingenden Jazz-Standards ist tiefschwarzer depressiv wühlenden Melancholie gewichen – sehr gut zu hören im „Billie’s Blues“ mit rückwärtslaufenden Soundschleifen und wabernder Kulisse aus Piano-Fragmenten und sinister klingenden Bruchstücken einer Bass-Klarinette (gespielt von Robby Marshall).

Der Auftakt “Don’t Explain” säuselt depressives „I-Put-a-Spell-On-You“-Flair, „Crazy he Calls Me“ wird dominiert von dezenten Blues-Licks (T-Bone Burnett), feinen Piano-Akkord-Kaskaden (Jon Cowherd) und mysteriösem Motown-Feeling, mit dem sich das VDP Orchestra einbringt. Die Lebensgeister der 70er Philly-Ära sind zu hören im romantischen „You Go To My Head“. Gefühl „hoch zwei“ gibt es in der geflüsterten Love Story „The Way You Look Tonight“, in “Good Morning Heartache” überwiegt avantgardistische Eleganz .

FAZIT: Jeder(r)mann/frau kennt die Floskeln wie „sie/er hauchte den Originalen neues Leben ein“ – CASSANDRA WILSON ist es mit ihrer eigenwilligen Interpretation gelungen, den Klassikern von „Billie Holiday“ damenhaftes Flair zu verleihen. Begleitet von einer superben Mannschaft, die sich – ohne virtuos auf die Pauke zu hauen – gekonnt und trotzdem dezent hinter die Vokalistin stellt und ihr (vorsichtig Floskel) einen glitzernden Klangteppich ausbreitet, auf dem sie sich vergnüglich räkeln kann. „Coming Forth By Day“ ist ein hypermoderner Blues-Jazz-Mix für anspruchsvolle Feingeister!

VÖ: 23.04.15

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.cassandrawilson.com  &  https://twitter.com/reallycassandra

TOURDATEN

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STACEY KENT “TENDERLY”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

VOCAL JAZZ

Für Fans von:  Diane Schuur  -Holly Cole - Kim Nally

USA (NEW JERSEY)

STACEY KENT stellt neue Songs vor: „Tenderly“ wird seinem Namen gerecht – klassische Cover Versionen, seit gefühlten Millionen Jahren als Standards gehandelt und von Tausenden von Musikern und Vokalist(inn)en gespielt und gesungen – der einzige Grund, warum die Sängerin nicht längst in der Gilde der hoch gehandelten Diana Krall oder Eliane Elias angekommen ist – sie ist wohl nicht blond genug, um in die Vermarktungsschemen der Tonträgerfirmen zu passen. Sei es wie es ist – „Tangerine“, „Embracable You“ und „Only Trust Your Heart“ sind gut gesungen und noch besser gespielt von Roberto Menescal, einem brasilianischen Gitarristen, der die 12 Songs mit relaxtem Bossa-Spiel verzaubert. Die spartanische Besetzung wird komplettiert von Ehegatte Jim Tomlinson (Saxophone, Flute) und dem Kontrabassisten Jeremy Brown.

Stacey Kent - Tenderly

VÖ: 13.11.15

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://staceykent.com/ & https://www.youtube.com/user/StaceyKentmusic

TOURDATEN

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Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

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NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, gehört in JEDE Sammlung, für die einsame Insel

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NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den  besten  1000 aller Zeiten

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NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

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NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

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NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung,  bei Bedarf wieder hervorholen

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NDS 2,150

Durchschnittliches Album,  nur für Edel-Fans empfehlenswert

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NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

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NDS 2,350

Langweilig, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

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NDS 2,450

Schwaches Album, CD und  Cover als Unterlage im Katzenklo

KKKKKKKKKK

NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

KKKKKKKKKK

NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

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