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Hier sind Jazz CDs, die im Jahr 2011 veröffentlicht worden sind. Hier stehen Infos zu den Alben “Arabesque” von CAECILIE NORBY, “Muza” von SWING DE GITANES, “Live In Marciac” von BRAD MEHLDAU, “The Lost And Found” von GRETCHEN PARLATO, “Imprint” vom JULIA HÜLSMANN TRIO, “High Places” von der CLEMENS VAN DER FEEN BAND, “Saburi” von CYMINOLOGY, “The Great American Songbook” von ARETHA FRANKLIN, “Precious” von KAORI KOBAYASHI, “Standing On The Rooftop” von MADELEINE PEYROUX, “Platinum” von den HEADHUNTERS, “What’s It All About” von PAT METHENY, “Mano A Mano” von MICHEL CAMILO und “Embraceable” von NICOLE HENRY. Weitere Jazz CDs auf musikverrueckt.de

JAZZ  CDs 2011

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Neue Jazz CDs

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CAECILIE NORBY “ARABESQUE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Caecilie Norby - Arabesque

Dänemark schickt mit CAECILIE NORBY eine starke Vocal Jazz Artistin ins Rennen. Die Dame mit der sonoren  Stimme hat gegenüber anderen Vocal-Jazz-Damen einen Vorteil: Sie singt 15 Klassiker, die nicht unbedingt an jeder Strassenecke oder bereits auf zahlreichen Platten zu hören sind und sie bringt diese vor allem in eigenen Versionen, die von ihrer Art zu singen, geprägt sind. ”The Dead Princess” stammt ursprünglich aus der Feder des klassischen Komponisten Ravel, ”Wholly Earth“ wurde von der Jazz Sängerin Abbey Lincoln geschrieben, Caecilie interpretiert das Stück als tolles ambientes Brazilo-Folk-Funk-Masterpiece. Die 46jährige bewegt sich stilistisch sicher & locker zwischen den Tonarten und zeigt am Ende dieses Songs, dass sie auch über ein umfangreiches Stimmvolumen verfügt.

VOCAL JAZZ

Für Fans von:  Ida Sand - Caroline Henderson - Ann Farholt

DÄNEMARK

Orchestrales Einstimmen auf dem Kammerton gibt’s zu Beginn von „No Air“ – (wie auch das nachfolgende „No Phrase”) im Original von Erik Satie. Jetzt wird es melancholisch-romantisch. Sie haucht, holt den Ton aus der kratzenden Kehle, lässt ihn am Ende der Textzeile zart vibrieren. Funky Jazz-Folk Stimmung in „Bei mir bist du schön“ – Akustisches Trommeln auf dem Cajon, zarte Akkordeonklänge und ein ungewöhnliches Gitarrensolo, das durch das eingesetzte „Wah-Wah“-Effektgerät besonderes Flair verstrahlt. Septimjazziger Satzgesang von Caecilie Norby. Phätte Nummer! „Bei mir bist du schön – please let me explain – bei mir bist du schön – means that you’re great“ Kompliment zurück und der Tipp an innovative DJs, die ihren Fans einmal etwas Besonderes bieten möchten: Das Stück lässt sich auch gut in der R&B Runde einsetzen mit seinen 95,9 beets in der Minute!

The Tears Of Billie Blue“ ist eine komplexe Ballade von Debussy, „Woman Of Santiago“ driftet wieder etwas in die lateinamerikanische Richtung. Die „Scheherazade“ von Rimsky-Korsakov gibt es im groovigen Abendgewand, erst „I Will Say Goodbye“ (von Michel Legrand) streift als einer der ersten Songs tatsächlich das Sub-Genre „Vocal Jazz“, eine ruhige driftende Nummer, die Caecilie alles an vorhandenem Gefühl abfordert. Der Trompeter erinnert nuanciert an Miles Davis. Auch sehr fein: Das in ihrer Landessprache vorgetragene chansoneske „Hvirvelvinden“ (im Original: The Windmills Of Your Mind von Legrand).

VÖ: 28.01.11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.caecilienorby.com/ & https://myspace.com/caecilienorby/music/songs

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

SWING DE GITANES “MUZA”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Swing De Gitanes - Muza

„Gypsy Jazz“ ist schon so alt wie die “Schallplatte” selbst. Die Platten von Django (Reinhardt) und anderen stehen selbstverständlich in meinem Archiv. Ab und an gibt es ein paar Auffrischungen in der Sammlung, wenn „junges Blut“ in Form von Tonträger der Musiker Bireli Lagrene oder Andreas Varady hinzukommt. Die SWING DE GITANES habe ich durch Zufall entdeckt. In Frankfurt habe ich mich auf der Musikmesse mit einem Violinisten unterhalten, der von der besagten Gruppe regelrecht begeistert war – klar, dass ich mich um eine Aufnahme bemüht habe. Gegründet wurde die Formation im Jahr 2007 von den beiden Jazz Gitarristen Jacov Hoter und Ori Ben Zvi sowie dem Bassisten Oren Sagi mit dem Ziel, den “Gypsy Jazz” in ihrer Heimat Israel zu etablieren.

GYPSY JAZZ

Für Fans von: Django Reinhardt - David Grisman - L.Subramaniam

ISRAEL

Den Hörer erwartet das gewohnt-prächtige Feuerwerk aus akustischen Gitarren, die – Kanaltrennung sei Dank (die schönste Erfindung in der langen Geschichte des Stereoklangs) – wunderbar den spielenden Protagonisten zugeordnet werden können. Egal, ob Solist Yacov Hoter (rechts) oder Rhythmusgitarrist Ori Ben Zvi (links) spielt – Musikfans, die sich für “Jazzgitarre” begeistern – können gar nicht anders, als sich diese Scheibe in die Sammlung zu stellen. Wie die Musiker das Soundtrack Thema „Speak Softly Love“ aus dem Film „The Godfather“ verarbeiten, ist reine Weltklasse! Wenn das ”Der Pate” gehört hätte, die Musiker wären an dem Spruch „Isch wärde Ihnän ein Angebot machen, dass sie nicht ablehnen können!“ nicht vorbeigekommen. Selbst der 1979 verstorbene Komponist Nino Rota klatscht wohl immer noch Beifall in seiner Gruft. Aber auf der CD gibt es nicht ausschließlich Stoff mit der Gitano-Keule. „J’attendrai“ kenne ich als monumentale Ballade, die von der grossartigen Dalida (und Anderen) gesungen wurde und sie wird hier zum verträumten romantischen Instrumental-Monster! Super! Bestes Beispiel, wie Gefühl und Virtuosität miteinander kombiniert werden können. „Rhythm Israel“ entfernt sich minimal aus der Schublade „Gypsy Jazz“ und schraubt sich sogar verdächtig nahe in die qualitativen Höhen von Shakti oder eines John McLaughlin. Wunderbar die Breaks & Zwiegespräche zwischen Violine und Sologitarre! Die „Honeysuckle Rose“ ist klassisches Thema dieses Genres – muss gar nicht weiter beschrieben werden – auch hier einzigartig gespielt!  Auch noch unbedingt erwähnenswert: Die Speed-Bretter „Tchavalo Swing“ und das alles hinwegfegende „Black And White“ (im Original von Urvater Django Reinhardt), in dem Yacov Hoter solistische Stakkato Salven vorlegt, die sein (linkes) Gegenüber Ori Ben Zvi humor- und liebevoll ohne Probleme verfolgt. Auch gesagt werden muss, dass Bassist „Oren Sagi“ einen hervorragenden Job versieht dort unten an den tieftönenden Basis.

VÖ: 2011

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: https://myspace.com/swingdegitanes/music/songs & https://www.swingdegitanes.com/  

TOURDATEN

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BRAD MEHLDAU “LIVE IN MARCIAC”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

PIANO JAZZ

Für Fans von: Keith Jarrett - Larry Grenadier - Yaron Herman

USA (FLORIDA)

Beschwingt geht es hinein in die Live-Doppel CD von BRAD MEHLDAU. 2 Stunden gibt es ein virtuoses Feuerwerk für Pianisten und solche, die es werden wollen. Highlight der ersten CD ist: „Trailer Park Ghost“ mit in irrwitziger Geschwindigkeit gespielten Klangkaskaden. Ab und an nimmt er Tempo heraus und lässt sich Zeit für eine feine Ballade wie “Secret Love”. CD 2 präsentiert Klassiker aus allen stilistischen Bereichen neu: In „Nirvana’s“ „Lithium“ darf sich Mehldau gehörig austoben. Auf den Lennon/McCartney- Klassiker „Martha My Dear“, der zu einem meiner Beatles-Lieblinge gehört, war ich sehr gespannt: Und der 40jährige bringt den Song so relaxt, dass ich in Versuchung bin, mit zu trällern, auch wenn er natürlich nicht ohne ein paar komplexe Akkordzerlegungen auskommt. Das Konzert wurde 2006 beim Marciac Festival in Frankreich mitgeschnitten.

Brad Mehldau - Live In Marciac

VÖ: 22. 02. 11

Verfügbar: Doppel CD inkl. DVD

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.bradmehldau.com/

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

GRETCHEN PARLATO “THE LOST AND FOUND”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

SCHNARCH JAZZ

Für Fans von: Norah Jones - Diana Krall

USA

Muss das sein? „Holding Back The Years“ – im Original von Simply Red – gesungen von Mick Hucknall- ist einer der schönsten Soul Songs, die in den letzten 20 Jahren geschrieben und gesungen worden sind. Die Jazz Sängerin GRETCHEN PARLATO hat sich des Songs angenommen. Sie ist die Tochter von Dave Parlato, der einst als Bassist für Frank Zappa tätig war. Abgefärbt hat es nicht auf den Sprössling, sie taucht den Song in Belanglosigkeit, ohne Gefühl, ohne „Soul“. Es gibt zahlreiche Sängerinnen, die sich derzeit im Genre Vocal Jazz aalen, Frau Parlato ist eine der überbewertesten. Was sie auf der aktuellen CD „The Lost And Found“ treibt, spottet jeglicher Beschreibung. Die Musik ist gut gespielt, aber der genuschelte, gesäuselte Vocal Jazz verdient die Bezeichnung “Vocal Fahrstuhl”. Einzig das Duett “Still” (mit dem Gitarristen Alan Hompton) und “All That I Can Say” können!

Gretchen Parlato - The Lost And Found

VÖ: 05. 04. 11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.gretchenparlato.com/ 

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

JULIA HÜLSMANN TRIO “IMPRINT”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

MODERN JAZZ

Für Fans von: Bill Evans - Wolfgang Muthspiel - Aki Takase

DEUTSCHLAND

„Imprint“ ist das zweite Album vom JULIA HÜLSMANN TRIO: Die Besetzung Piano, Bass und Schlagzeug klingt minimalistischer, als es das Endergebnis vermuten lässt. Die drei Musiker entfachen ein Modern Jazz Feuerwerk – reich an zarten und unaufdringlichen Improvisationen.  Dem ruhigen, ambienten „Rond Point“ folgt der lebhafte Ausflug in die Schluchten des „Grand Canyon“. Während Schlagzeuger Heinrich Köbberling mit filigranstem Beckenspiel begeistert, umspült Julia Hülsmann den Bass mit virtuosen Klangkaskaden. Stark die Ballade „Lulu’s Paradise“ und „(Go And Open) The Door“: Geh zur Tür, öffne Sie und lass Dich überraschen von der musikalischen „Breitseite“! Das swingende Highlight kommt im Finale: „Who’s Next“ steht am Ende einer tollen CD, die sich mit erstklassigem Klangbild aus der Masse zahlreicher Veröffentlichungen hervorhebt.

Julia Hülsmann Trio - Imprint

VÖ: 04. 02. 11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.juliahuelsmann.de/

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

CLEMENS VAN DER FEEN BAND “HIGH PLACES”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

JAZZ ROCK

Für Fans von: Mike Stern - John Scofield - John Abercrombie

NIEDERLANDE

Knarzige jagende Bassläufe, umherwuselnde Gitarrenlicks, verschachelte Drum Grooves – Modern Jazz der abwechslungsreichen Sorte. Jazz vom niederländischen Nachbarn ist bisher – mal abgesehen von einigen Scheiben - kaum in meiner bisherigen Kollektion vertreten. Wenn ich mir den starken Auftakt „Peaceguns“ anhöre, mache ich die Feststellung, dass ich das schleunixt mal ändern sollte. „Brothers“ ist lyrischer, wofür das frei improvisierende Saxophonspiel von Brüderchen Paul Van Der Feen sorgt, dessen pulsierende Licks mich an das aufgeregte Schreien unsortierter Hafenmöwen erinnern. „The Devil’s Delusion“ bietet einen Crossover Mix aus Metheny Licks und bluesrockigem Americana Flair. In der sanften Ballade „Round It Goes“ greift Special Guest Toots Thielemans zur Mundharmonika. „Happy And Rich“ lässt ansatzweise sogar die  Funklegende “B. T. Express” auferstehen. 

Clemens Van Der Feen Band - High Places

VÖ: 17. 01. 11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://clemensvanderfeen.com/

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

CYMINOLOGY “SABURI”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

JAZZ

Für Fans von: Aziza Mustafah-Zadeh - Keith Jarrett - Jane Duboc

DEUTSCHLAND

CYMINOLOGY sind eine Berliner Jazz-New-Age-Fusion-World Band aus Berlin, die von der deutsch-iranischen Sängerin CYMIN SAMAWATIE angeführt werden, die während der 51 Minuten in den 8 Kompositionen in ihrer Landessprache singt, was dem Ganzen den Reiz des Fremden & des Abenteuerlichen gibt. Dazu spielen Ralf Schwarz (Bass), Ketan Bhatti (Drums, Perkussion) und Benedikt Jahnel (Piano) gepflegten, modernen und meist balladesken Jazz. Alles ganz nett, beim vierten Stück machen sich erste Ermüdungserscheinungen beim Hören bemerkbar. Für die ruhige Platte sollte man sich viel Zeit nehmen. Eine sogenannte „Kopfplatte“ für Geniesser, wer allerdings viel Spektakel benötigt, darf an dieser Veröffentlichung getrost vorüber gehen.

Cyminology - Saburi

VÖ: 21. 02. 11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.cyminology.de/index.php

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

ARETHA FRANKLIN ”THE GREAT AMERICAN SONGBOOK”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

SOUL’N’JAZZ

Für Fans von: Ella Fitzgerald - Natalie Cole - Ray Charles

USA (TENNESSEE)

”The Great American Songbook” heisst die neue Zusammenstellung von älteren Songs der Queen Of Soul. 18 klassische Soul und Jazz-Songs gibt es, die von ARETHA FRANKLIN in den Jahren 1961 – 1965  für das Label Columbia Records eingesungen worden sind. Die meisten davon waren damals als Single veröffentlicht worden und die “Legacy Reihe” gibt jetzt den Aretha-Fans die Möglichkeit, die besten davon kompiliert auf einem Album serviert zu bekommen. Bei den meisten Stücken wird die damals 20jährige von einem Orchester begleitet, stimmlich ist sie in absoluter Höchstform und auch wenn man glaubt, die alten Schinken schon hundert Mal gehört zu haben, die Songs leben durch die Intensität der jungen Aretha, die sensationell gut & locker singt, in „Love For Sale“ begeistert die begleitende Combo mit einem rasenden Swing und eine herausragende Performance zeigt sie im „Ac-Cent-Tchu-Ate The Positive“.

Aretha Franklin - Great American Songbook

VÖ: 01. 02. 11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://www.sonymusicdigital.com/aretha-franklin/details/5732018

TOURDATEN

INFO:  10 Studio Alben, 7 Zusammenstellungen (Kompilationen) und 1 Live-Album  gibt es in der Gesamtheit, die das Label Columbia Records mit Songs von Aretha Franklin veröffentlicht hat. Das Unternehmen wurde 1888 von Edward Easton in Washington D. C. im Distrikt Columbia (daher leitet sich der Name ab) gegründet und verkaufte am Anfang lediglich Grammophone und Schallplattenspieler. 1901 begann man mit der Schallplattenproduktion, 1951 lief die erste 45er Single vom Stapel. Die erste Stereoaufnahme datiert vom Dezember 1956 (“Handel’s Messiah” - aufgenommen mit dem New York Philharmonic Orchester und dem Westminster Chor, Dirigent war Leonard Bernstein). Ende der 80er Jahre wurde das Label von der japanischen Sony Corporation gekauft, deren Tochter Sony Music Entertainment heute als einer der mächtigsten Tonträgerkonzerne der Welt gilt. Die Label-Webseite: http://www.columbiarecords.com/

 

 

 

 

 

 

 

 

KAORI KOBAYASHI “PRECIOUS”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Kaori Kobayashi - Precious sc

TRACKLISTING:

1.  Overture - Hi No Tori
2.  Precious
3.  Tanabata
4.  Prologue - Great India
5.  Great India
6.  Kahlua Milk
7.  Organic Relation
8.  Maximum Attack
9.  Garniture
10. Stay With You
11. Peridot
12. Nothing’s Gonna Change My Love For You

Label: Victor Entertainment

SMOOTH JAZZ

Für Fans von: Candy Dulfer - Mindy Abair - Kenny G

JAPAN

Dass es nicht nur blonde saxophonierende Damen gibt, dafür tritt die Japanerin KAORI KOBAYASHI den Beweis an. Mit wallendem schwarzen Haarschopf präsentiert sie das smoothige Jazz Pop Album „Precious“ mit 12 groovigen Stücken, deren Musik sich irgendwo zwischen den Gute-Laune-Stücken von Candy Dulfer und computeranimiertem 70er Jahre Soul-Funk Sound einpendelt. Technisch spielt sie sauber, auch die Arrangements der Songs sind zeitgemäss produziert, was aber nicht so richtig rüber kommen will, ist der Begeisterungsfunken, den die „soul-intensive“ Musik eines Maceo Parker oder einer Average White Band zu entfachen vermag. Wer sich noch an die Horden ewig lächelnder Japaner erinnert (z. b. die Band “Koinonia”), die in den 80er Jahren Fusion-Jazz spielten und gleichzeitig technisch herausragend die komplexesten Noten und Melodien herunter bretterten  –  die Musik von KAORI KOBAYASHI erinnert mich daran. Was nicht passt: Die Symbiose zwischen 70ies Sound-Samples und dem modern klingenden Saxophonton von Frau Kobayashi – das sind klangtechnisch zwei verschiedene Welten – als ob man versucht, Fisch in einer Gulaschsuppe zu dünsten. Und ab und an hätte es der Komposition als solcher auch ganz gut getan, auf die eine oder andere gespielte Note zu verzichten, um wenigstens halbwegs etwas Dramaturgie zu erzeugen. So aber bleibt nur festzustellen, dass zwar die Verpackung edel ist, es sich aber gesamtgesehen zwar um guten instrumentalen Pop-Jazz handelt, der sich aber leider qualitativ nicht weit vom Begriff Fahrstuhl-Jazz entfernt. Highlights des Albums: Der Heavy Funk Brüller „Great India“, der funky Reggae-Cocktail „Kahlua Milk“, der rockpunkige „Maximum Relation“, in dem KAORI zeigt, dass sie technisch durchaus mit den weltweiten Grössen im Saxophonuniversum mithalten kann. (Masa Kohama spielt ein rattenscharfes Gitarrensolo) und der electropoppige Power-Bossa „Peridot“, der allerdings – je nach Gefühlslage – Geschmacksache ist. 

VÖ: 23.02.11

Verfügbar: CD & CD+DVD & Digital

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://kaorikobayashi.com/index.html & für Gitarristen: http://masakohama.com/

TOURDATEN

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MADELEINE PEYROUX “STANDING ON THE ROOFTOP”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Madeleine Peyroux - Standing On The Rooftop

01.  Martha My Dear
02.  The Kind You Can’t Afford
03.  Leaving Home Again
04.  The Things I’ve Seen Today
05.  Fickle Dove
06.  Lay Your Sleeping Head, My Love
07.  Standing On The Rooftop
08.  I Threw It All Away
09.  The Party Oughta Be Comin’ Soon
10.  Superhero
11.  Love In Vain
12.  Don’t Pick A Fight With A Poet
13.  Meet Me In Rio
14.  Ophelia
15.  The Way Of All Things

2:32
3:59
3:35
3:44
3:28
3:23
5:46
3:15
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3:21
3:40
4:28
3:51
5:12
4:02

ACOUSTIC JAZZ-POP

Für Fans von: Jane Monheit - Aimee Mann - Linnzi Zaorski

USA (GEORGIA)

Auch auf dem aktuellem Album von MADELEINE PEYROUX gibt es wieder ein paar feine Cover Songs, gleich zu Beginn hat sie sich für ein zärtlich dahingehauchtes, akustisches „Martha My Dear“ von den Beatles (von deren genialem “White Album”) entschieden. Mit dem EX-Rolling Stone Bassisten Bill Wyman hat sie zwei Stücke geschrieben: „The Kind You Can’t Afford“ – ist bluesig-funky - die Akustik-Ballade “Leaving Home Again” einfach melancholisch schön. Von Jazz bis hier her allerdings keine Spur, auch „Fickle Dove“ bleibt ruhig-chillig- gefühlvoll, aber doch irgendwo langweilig. Die Komposition des Avantgarde-Gitarristen Marc Ribot wurde mit einem Text von W. H. Auden versehen, plätschert lediglich vor sich hin wie ein tröpfelnder Wasserhahn. Am Anfang von „Standing On The Rooftop“ erleide ich ein kleines Deja Vu. Ich glaube, mich inmitten des ätherischen Soundtracks von Neil Young zu dessen Schwarzweiss-Western-Drama „Dead Man“ zu befinden, so fesselnd ist das mysteriöse Arrangement des Stücks. Gefällt mir bisher am besten. Das Bob Dylan Cover „I Threw It All Away“ ist auch gut gelungen, eine weitere Steigerung gibt es im relaxten „The Party Oughta Be Comin’ Soon“ – das beste Stück des Albums aber ist der Acoustic Groover „Don’t Pick A Fight With A Poet“.

Fazit: Für alle Musikfans, die unter Einschlafproblemen leiden – hier ist die Therapie! Trotz allem Hype um Madeleine Peyroux, die Musik ist spieltechnisch gut, die Arrangements sind fein um die zarte Stimme der Sängerin gestrickt, aber ich kann dem akustischen Mix aus Pop, Folk & sanftem Jazz – bis auf die oben erwähnten Highlights - leider nichts abgewinnen.

VÖ: 14.06.11

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://standingontherooftop.com/ 

TOURDATEN

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THE HEADHUNTERS “PLATINUM”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

The Headhunters - Platinum mc

Tracklisting :

1.  Platinum Intro
2.  Mission Statement (feat. Jaecyn Bayne)
3.  Reality Of It
4.  Salamander
5.  I Predict A Good Year
6.  D-Funk (feat. Snoop Dogg & George Clinton)
7.  I Feel Really Good About
8.  Tracie
9.  Rehearse Everybody
10. Paging Mr. Wesley
11. M Trane
12. Apple Tree (feat. Jaecyn Bayne)
13. Palm Nut
14. Years Of Touring
15. Congo Place (feat. Donald Harrison)
16. On The Road
17. Head Hunting
18. Skizness (feat. Private Pile)
19. Soul Glow
20. Platinum Outro

Time:

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7:09
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4:49
3:50
5:31
0:42

JAZZ & FUSION FUNK

Für Fans von: Herbie Hancock - Azymuth - Jeff Lorber - Seawind

USA

Und da sage noch mal jemand, dass Jazz Musiker nicht innovativ sind. Die HEADHUNTERS waren in den 1970er Jahren eine Kultband, die zusammen mit dem Keyboarder/Pianisten Herbie Hancock für eine der besten (und gleichzeitig auch ersten) Fusion–Platten (“Headhunters” im Jahr 1973) im Bereich Soul-Jazz gesorgt haben. 1998 gab es nach 20 Jahren Pause (die einzelnen Musiker pflegten ihr musikalisches Können natürlich in den unterschiedlichsten Session-Bereichen weiter) für das Label Verve ein erstes Lebenszeichen mit dem Album “The Return Of The Headhunters”.

Jetzt gibt es wieder etwas völlig Neues von der Truppe und das wird sogar die Puristen umhauen, die HEADHUNTERS haben sich weiterentwickelt und spielen heutzutage Nu Jazz. Das Intro beginnt mit einem hypnotischen indisch-nepalesischen Sakral-Singsang, bevor nach 51 Sekunden der erste Nu-Jazz-HipHop-Groove namens “Mission Statement” (mit Rapper Jaecyn Bayne am Mikrofon) losbricht und er wühlt sich über einen exzellenten Deep Funky Vibe, dem mit einem tollen „Maceo“-ähnlichen Saxophon Solo (von Gründungsvater Bernie Maupin) die Krone aufgesetzt wird. 98 beets in der Minute machen das Stück tauglich für einen Einsatz auf dem Dancefloor. Zwischendurch gibt es immer wieder mal kurze Erinnerungsfetzen an die alten Hancock-Zeiten, aber in der Hauptsache dominiert während der 70 Minuten der knackige Soul-Jazz-Funk. Der 7minütige „Salamander“ wechselt dabei wie sein Namensgeber geschickt die Farben, in dem er zum blubberndern Bassmonster mutiert und so genug Spielraum für die sich frei entfaltenden Instrumente Trompete & Piano schafft.

Im Hip Hop Funk „D-Funk“ melden sich zwei gute Bekannte zu Wort. SNOOP DOGG und GEORGE CLINTON wechseln sich ab am Mikrofon. Genial & rund um gelungen sind die instrumentalen Funk-Jams „Paging Mr. Wesley“ mit - logisch - schweisstreibendem Trompetensolo von Rick Gardener, „Palm Nut“, das modernjazzige coole (an die Klassiker von „Weather Report“ erinnernde) „M Trane“ und für alle Retro-Fetischisten gibt es den „Soul Glow“ mit knackigen Slap-Bass-Kaskaden, die auch einem Larry Graham gut zu Gesicht gestanden hätten. Ein starkes freifliegendes Sopran Saxophon Solo gibt es „On Top“! Und dass der Gitarrist auch irgendwo von Jeff Beck beeinflusst sein muss, zeigt er in seinem Fusion-Solo ab Minute 03:30!

VÖ: 14.06.11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite des Labels Owl Studio: http://www.owlstudios.com/

TOURDATEN

Info: Das sechste “Solo” Album der HEADHUNTERS überzeugt auf der ganzen Linie! Von der ursprünglichen Stamm Besetzung ist zwar nur noch Perkussionist Bill Summers übrig geblieben, aber einige der Gründungsväter (Bernie Maupin) kommen bei zwei oder drei Stücken des Album “zu Wort”. Ich hatte im Frühjahr die Gelegenheit, mich mit dem ehemaligen Headhunters Gitarristen DeWayne McKnight zu unterhalten und als die Sprache auf seine “Headhunters”-Phase kam, sagte, dass sein damaliges Mitwirken noch heute  zu seinen besten musikalischen Erinnerungen gehört. Ach ja - Soulfreunde werden sich über das “Wiederhören” mit der Keyboarderin Patrice Rushen freuen, die bei 3 Tracks des Albums mitspielt.

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PAT METHENY “WHAT’S IT ALL ABOUT”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Pat Metheny - What's It All About_1-Hell5

01.  The Sound Of Silence
02.  Cherish
03.  Alfie
04.  Pipeline
05.  Garota De Ipanema
06.  Rainy Days And Mondays
07.  That’s The Way I’ve Always Heard It Should Be
08.  Slow Hot Wind
09.  Betcha By Golly, Wow
10. And I Love Her

TOTAL TIME: 55:55
Label: Nonesuch Records
Webseite: http://www.nonesuch.com/

6:33
5:25
7:41
3:23
5:07
7:10
5:57
4:23
5:12
4:22

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ACOUSTIC JAZZ

Für Fans von: Michael Hedges - Stanley Jordan - William Ackerman

USA

Die Musik von PAT METHENY habe ich zum ersten Male 1978 gehört, als mir sein Debut Solo Album auf den Plattenteller kam. Begeisterung? Eher zurückhaltend, weil ich damals bluesig-hardrockig-freejazzig-soulfunky auf einer ganz anderen Schiene fuhr. Ich stand auf Musik von Son Seals, Rik Emmett (von der kanadischen Band “Triumph”), James Blood, der Ohio Players oder des damals erstmals auf sich aufmerksam machenden Prince und plötzlich kam ein Gitarrist, der die Welt mit ätherischen, ambienten & wunderschönen Klängen „revolutionierte“. Doch je mehr ich in die Metheny-Materie eintauchte, desto interessanter wurden seine Kompositionen, mit denen ich mich dann auch “gitarristisch” auseinandersetzte. Nicht lange und ich spielte beispielsweise den Song „Phase Dance“ Note für Note nach und tauchte ab in eine neue Welt.

Mittlerweile – 28 Jahre und rund 40 veröffentlichte Alben (Gruppen-, Trio-, Duo- und Solo Alben inklusive) später – veröffentlicht Metheny ein reines akustisches (instrumentales) Album. Es gibt von ihm neue bearbeitete Cover Versionen von Pop Klassikern, die – zum richtigen Zeitpunkt genossen – ein unterhaltsames Deja Vu versprechen. Die meisten Songs wie „The Sound Of Silence“ von Simon & Garfunkel, „Cherish“ von The Association oder „That’s The Way I’ve Always Heart It Should Be“ von Carly Simon sind bereits in deren originalen Versionen ruhige Vertreter ihrer Art gewesen, aber was Metheny aus den vorliegenden Kompositionen macht, darf als ein weiteres Highlight in seinem musikalischen Portfolio betrachtet werden. Er operiert mit offenen Stimmungen, konstruiert wie ein Architekt neue Strukturen, verwebt komplexe Harmonien aus Dm7, Ebmaj7 und Bb11 Akkorden mit chromatischen und alterierenden Läufen, die sich in der Wiedererkennungsphase des jeweiligen Songs in grossartigen Klanggebilden auflösen.

Im Auftakt “The Sound Of Silence” setzt er die für ihn konzipierte 42saitige Pikasso Gitarre (siehe auch den Link im Infokasten) ein, um den Klang einer japanischen Koto zu assimilieren. “Rainy Days And Mondays” (im Original von den “Carpenters”) erfindet er komplett neu mit traumhaft schöner Eleganz.  Fahrstuhljazz erprobte Hörer werden allerdings zum grossen Teil das eine oder andere Problemchen haben, die Stücke – vor allem während der solistischen Phasen – wieder zu erkennen, Musikkenner dagegen werden die Interpretationen des 56jährigen Musikarchitekten als wohltuende Alternative zum „ausgelutschten Pop-Alltag“ zu geniessen wissen. Weitere Highlights neben den bereits erwähnten Stücken: Das mit der 12saitigen Gitarre gespielte „Pipeline“ (im Jahr 1963 veröffentlichter Surfrock-Klassiker der “Chantays)” und der Beatles Song “And I Loved Her”.

VÖ: 14.06.11

Verfügbar: CD & Limited CD & Vinyl & Digitla

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.patmetheny.com/

TOURDATEN

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MICHEL CAMILO “MANO A MANO”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Michel Camilo - Mano A Mano

TITELVERZEICHNIS:

1.  Yes
2.  The Sidewinder
3.  Then And Now
4.  Mano A Mano
5.  You And Me
6.  Rice And Beans
7.  Naima
8.  No Left Turn
9.  Alfonsina Y El Mar
10. Rumba Pa’ Ti
11. About You

Label: Emarcy Records
Webseite: www.emarcy.com

PIANO JAZZ

Für Fans von: Eddie Palmieri - McCoy Tyner - Mike Catalano

DOM REP

Was darf man von einem Pianisten erwarten, der mit einem spanischen Namen ausgestattet ist und sich zudem dem Genre Jazz verschrieben hat? Latin Jazz? “Yes”! Und genau so heisst auch die erste Komposition des 57jährigen Musikers, die in sein neues Album „Mano A Mano“ hineinführt. 61 Minuten lang gibt es perfekt gespielten Salsa Jazz im Stile eines Eddie oder Charlie Palmieri. Perlende Akkordkaskaden, die er locker aus dem Handgelenk schüttelt, lediglich begleitet von Kontrabass & Congas charakterisieren den tollen Auftakt, der aber sogar nur die Ruhe vor dem furiosen Feuerwerk bedeutet, das noch folgen soll. Richtig swingen tut „The Sidewinder“, in dem der Maestro gekonnt Stops, Stakkatos und verminderte Dreiklänge einsetzt, die dem Groove ihr exzellentes Spannungshäubchen aufsetzen. Tanzmusik für Jazzaholics! Da braucht’s keine Loops, keine Drumcomputer – hier windet sich die (gar nicht einmal komplex klingende) Virtuosität der praktizierenden Musiker zum monströsen Vibe, der den Hörer begeistert das Gesicht verziehen lässt, um sich von der Musik forttragen zu lassen. 06:14 Minuten, bei denen man sich wünscht, dass die Zeit stehen bleibt! Gefühlvoll balladesk zeigen sich die drei Musiker in „Then And Now“ und „Alfonsina Y El Mar“, der Titelsong „Mano A Mano“ begeistert wieder mit rasantem Tempo, „You And Me“ ist melancholisch schön, die beiden Standards „Rice And Beans“ und „Naima“ bringen das Flair der 50er/60er Ballroom Aera zurück, während sich das lockere „No Left Turn“ anhört, als ob es bei einer spontanen Aufwärm-Session aufgenommen wurde. Fazit: Schon lange kein Piano-Jazz-Album mehr gehört, das so viel Spass gemacht hat. Jazz für Puristen!

VÖ: 27.06.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K KK

Webseite: http://www.michelcamilo.com/

TOURDATEN

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RICK BRITTO “FOR YOUR LOVE”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Rick Britto - For Your Love

1.  Funky Mama
2.  Into Your Love
3.  Pure Delight
4.  Summer’s Night
5.  Festival
6.  Time And Again
7.  Your Love
8.  Jump For Joy
9.  Better Half
10. Giant Rasta Steps
11. First Steps
12. Determination

Label: Trine Arc Music
Webseite: http://trinearcmusic.com/

ELEVATOR JAZZ

Für Fahrstuhlfahrer - Liebhaber von Dampferfahrten

USA

Sieht man sich das Cover des neuen Albums „For Your Love“ des Saxophonisten RICK BRITTO, erwartet man allenfalls gemütlichen Jazz mit einigen Blues Elementen – doch weit gefehlt: „Funky Mama“ startet die CD und lässt mich spontan an die grossen Groove Nummern von Maceo Parker denken. Fehlt nur noch der Aufschrei „Fellas – I’m gettin ready to get up’n do my thang!“ Schade, dass nach 02:25 Minuten Schluss ist. Das zweite Stück „Into Your Love“ ist – wie man es vom Titel annehmen kann und was auch letzten Endes stimmt –eine Ballade, die von den Gastsängerinnen Joani Taylor und Nesta Talmadge veredelt wird. Das Stück plätschert sich aber ein bisschen in Richtung belangloser Fahrstuhljazz, weil der strukturierte Aufbau fehlt, der dem ordentlichen Beginn nicht wenixtens einen oder gar mehrere Höhepunkte folgen lässt. Sadé!

Pure Delight“ ist schwungvoller. Schöner Mix aus Philly-Geigen und relaxtem Grover Washington Ambiente, verursacht gute Laune und lässt die Sonne aufgehen! Was den Musiker allerdings geritten hat, das folgende „Summer Night“ mit einem plumpen „Fade In“ zu starten (das macht jeder angetrunkene Partykeller-Nachwux-DJ besser!), ist einfach nicht nachvollziehbar. Der Song ist zu  überfrachtet, zu viel Kompression beim Abmischen, zerstört den guten Eindruck des vorigen Stücks. Wir befinden uns wieder im Fahrstuhl und jeder hofft, dass das Ziel (sprich: das richtige Stockwerk und somit das Ende des Songs) bald erreicht ist. Plätscher, plätscher, gähn – da helfen auch keine noch so gefühlvoll eingestreuten Licks, die in diesem belanglosen Arrangement überhaupt kein Gefühl aufkommen lassen. Nochmal Sadé!

Auch „Festival“ wird eingeblendet – es hört sich an, als ob plötzlich aus irgendeinem Teil einer Jam Session der Lautstärkeregler hochgezogen wurde, um den Rest des Stücks auf CD zu „bannen“. Wird zum Glück nach drei Minuten genauso lieblos ausgeblendet. Das Konzept des Hinein- und Herausfadens setzt sich leider während des Grossteils der restlichen Songs fort. Mag ja sein, dass der gute RICK BRITTO ein toller Saxophonist ist, aber was Arrangement, Abmischung & Endproduktion angeht – da hätte er sich Rat & Beistand von erfahreneren Leuten holen sollen. Viel Potential verschenkt! Einzig der Latino-Bossa-Swinger „Better Half“ und das luftige „Determination“ (beide mit Trompeter Jack Gomes) können noch punkten, um das Album in der Gesamtwertung etwas nach oben zu ziehen. Fazit: Ein guter Musiker, der nicht weiss, wie er sein Produkt verpacken soll. Vergleichbar mit einem guten Parfum, das in einer Tunfischblechdose verkauft wird. Sadé!

VÖ: 23.08.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://makinmusicnetwork.com/profile/RickBritto

TOURDATEN

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NICOLE HENRY “EMBRACEABLE”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Nicole Henry - Embraceable

1.  Just A Little Lovin’
2.  Like Someone To Love
3.  anything For You
4.  Since I Fell For You
5.  Trouble In Mind
6.  Hush Now
7.  Waiting In Vain
8. Embraceable You
9.  A Day In The Life Of A Fool
10. Even While You You’re Gone
11. A Little Time Alone
12. Save Me From Myself

Label: ArtistShare
Webseite: www.artistshare.com/

3:33
4:18
4:00
4:50
4:12
4:55
4:51
3:49
4:32
5:39
6:27
4:35

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VOCAL JAZZ & SOUL

Für Fans von: Norah Jones - Cassandra Wilson - Deniece Williams

USA (FLORIDA)

Als Vocal Jazz Interpretin wird sie überall gepriesen, der erste Song „Just A Little Lovin“ ihres neuen Studio Albums „Embraceable“ erinnert jedoch an die souligen (Mundharmonika) Balladen von Stevie Wonder. NICOLE HENRY hat bisher vier Longplays in ihrer Discographie stehen und konnte bisherige Erfolge vor allem im fernen Japan feiern und lieferte sich im Lande der aufgehenden Sonne mit der etablierten Norah Jones ein ständiges Kopf an Kopf Rennen um die Spitzenpositionen der dortigen Jazz Charts. 2005 wurde die Platte „Teach Me Tonight With The Eddie Higgings Trio“ zudem mit dem Titel „Bestes Vocal Jazz Album des Jahres“ ausgezeichnet. Wobei ich mich natürlich nach wie vor standhaft weigere, bei einem Award dieser Güte auf die Qualität der dargebotenen Musik zu schliessen. Dafür gibt es viel zu viel unbeachtete Perlen, die – meistens auch aufgrund wenig aufwändigerer Marketing-Kampagnen - leider nur Insidern bekannt sind.

Die Sängerin aus Florida schaukelt sich locker & relaxt durch Soul-, Pop- oder gar Soft Country Elemente und gestaltet die 12 Songs des Albums – obwohl allesamt balladesk – abwechslungsreicher als viele Platten ihrer (ähnlich gestrickten) Kolleginnen. Stimmlich bewegt sich Nicole Henry irgendwo zwischen oben erwähnter Norah Jones, Cassandra Wilson und Nina Simone. Richtig fein sind auch die musikalischen Arrangements, die von tollen Musikern ausgeschmückt werden und alles andere besitzen als den Fahrstuhl-Approach zahlreicher Vocal Jazz Produktionen. Highlights: Das Gänsehaut verursachende „Since I Fell For You“, das gospelige „Trouble In Mind“, der gefühlvoll intonierte Gershwin Standard „Embraceable You“ und die traumhafte Cover Version des Bob Marley Klassikers „Waiting In Vain“- Nicole Henry haucht dem Song eine völlige neue Identität ein. Gregoire Maret liefert zusätzlich – wie schon im Auftaktsong– eine brillante Mundharmonika Performance ab.

Fazit: Ein Album, bei dem sich alle Feinheiten nicht beim ersten Durchhören erschliessen. Vocal Jazz Darbietungen diverser Sängerinnen konnten mich in den letzten Jahren selten richtig begeistern, aber diese Scheibe hier ist wirklich ein Schmankerl für Feinschmecker geworden.

VÖ: 23.08.11

Verfügbar: CD & Collector’s CD & digital

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.nicolehenry.com/  &  http://twitter.com/#!/nicolehenryjazz

TOURDATEN

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DIANE SCHUUR “THE GATHERING”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Diane Schuur - The Gathering

TITELVERZEICHNIS:

1.  Why Can’t He Be You
2.  Healing Hands Of Time
3.  Beneath Still Waters
4.  Til I Can Make It On My Own
5.  Don’t Touch Me
6.  Today I Started Loving You Again
7.  Till I Get It Right
8.  Am I That Easy To Forget
9.  When Two Worlds Collide
10. Nobody Wins

Label: Vanguard Records
Web: www.vanguardrecords.com

Time:

4:55
5:30
4:34
3:13
3:54
4:54
3:10
3:34
3:14
3:18

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VOCAL JAZZ

Für Fans von: Holly Cole - Anita Baker - Ella Fitzgerald

USA

Großes “Gefühlskino” ist angesagt auf dem neuen Album „The Gathering“ von DIANE SCHUUR. 10 wundervolle Balladen, begleitet von Musikern, die der Sängerin einen gemütlichen Teppich aus Jazz, Soul & Blues bereiten. Und auch wenn die meisten der 10 Songs 1000fach gehört wurden, es ist die Präsenz dieser phantastischen 57jährigen Sängerin, die am strahlend blauen Himmel für die Sonnenstrahlen sorgt. Die besten Songs: Das bluesige „Healing Hands Of Time“ (mit tollem Saxophon-Solo und vor Begeisterung quietscht die Sängerin am Ende mit dem Horn um die Wette), die feine Country-Ballade „Beneath Still Waters“ (in der mit gefühlvollem Besenspiel ”gekehrt” wird), das zart vorgetragene „Til I Can Make It On My Own“, das sweetsoulige Rhythm’n’Blues Meisterstück „Don’t Touch Me“ und das stark an die Musik von George Benson erinnernde „Today I Started Loving You Again“, in dem die Sängerin locker mit der Gitarre um die Wette scattet. Das groovende Stück könnte sogar in einem Blues Club dazu verwendet werden, das anwesende Publikum zum Tanzen anzuregen

Fazit: DIANE SCHUUR ist immer noch eine der versiertesten Jazz Sängerinnen auf dem Erdball und wenn man sich “The Gathering” anhört, wird deutlich, dass von der Presse umjubelte Emporkömmlinge wie Norah Jones, Diane Krall und wie sie alle heissen mögen immer noch in der zweiten Liga singen.

VÖ: 07.06.11

Verfügbar: CD & Vinyl & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.dianeschuur.com/

TOURDATEN

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WAYNE JONES “CLOSED FOR THE HOLIDAYS      Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Wayne Jones - Closed For The Holidays

TITELVERZEICHNIS:

1.  Closed For The Holidays
2.  Feeling Playful
3.  Barcelona
4.  Children Who Lose Their Way
5.  Perfect Mistakes
6.  Strawberry On A String

Line Up:

Wayne Jones: Bass, Programming
Rick Braun: Trumpet
Ron Peers: Guitars
Fallon J Williams III: Drums
Mike MacArthur: Saxophone
Dave Carter (Keyboards)
Paula Vargas (Percussion)

Time:

3:44
3:49
4:11
4:09
3:46
4:18

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SMOOTH JAZZ

Für Fans von: Marcus Miller – Wayman Tisdale – David Sanborn

AUSTRALIEN

Australier vergessen nie. Möchte man meinen. Mit dem Bassisten WAYNE JONES habe ich mich im April auf der Musikmesse in Frankfurt über Gott & die Welt & natürlich auch über die Musik unterhalten, ohne überhaupt zu wissen, wer er ist. So am Rande erwähnte er dann, dass er daran arbeitet, ein Album zu veröffentlichen mit seinen Kompositionen. „Dann schick mir mal ein Album zu, ich stelle es auf meiner Webseite vor!“ Wir tauschten Visitenkarten, aber irgendwie habe ich ihn dann doch über die Monate aus den Augen verloren. Vor zwei Wochen war es dann plötzlich soweit: Der Postbote überreichte mir ein Päckchen aus Australien – mit der CD eines Musikers namens WAYNE JONES. Im April hatte ich mich noch über seinen Namen amüsiert geäussert (sein Vater war einmal glühender John Wayne Fan gewesen); jetzt läuft die CD im Büro rauf & runter!

In jungen Jahren war der Australier ein begeisterter Schlagzeuger gewesen, verlor aber bei einem Unfall seinen linken Daumen. Die Trauer über sein Handicap währte nicht lange, er bekam einen Bass in die Hände und begann sehr schnell, einige der bereits vorhandenen Rhythmustechniken auf dem Saiteninstrument einzusetzen. Mittlerweile hat er sich “Down Under” zu einem der renommiertesten Jazz Musiker gemausert. Seit über 15 Jahren spielt Wayne Jones den Status Bass „Empathy“ mit einem Graphithals und erreicht dadurch und durch eine Höherstellung der Tonabnehmers einen phätten Bass Sound mit hervorragendem Sustain.

Das Album heisst „Closed For The Holidays“ und ist – dann leider doch nur eine EP geworden (Spielzeit: 23:42 Minuten) mit 6 Stücken, aber die haben es allesamt in sich. Der Australier spielt auf seinem 6Saiter komplexe Melodien, funky Thumpin’N’Slappin“ Techniken, die sich hinter der Spielfertigkeit eines Mark King oder Larry Graham nicht zu verstecken brauchen und er bringt diese Licks so mit ein, dass sie in der Gesamtheit des Songwritings nicht weiter stören. Wer sich früher für den Smooth Jazz Funk von Tom Scott, Earl Klugh, Grover Washington, Marcus Miller oder George Duke begeisterte, findet mit dem Mini Album „Closed For Holidays“ hervorragenden Stoff. Die TOP Stücke neben dem Titelstück sind das funky „Feeling Playful“, „Perfect Mistake“ und die gefühlvolle Ballade “Barcelona”, die er in Spanien während eines Aufenthaltes geschrieben hatte - mit dem Blick auf das Meer - vor einer Bodega sitzend.

VÖ: 12.09.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: https://www.wayne-jones.com/bass-player-wayne-jones/

TOURDATEN

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TERRI LYNNE CARRINGTON “THE MOSAIC PROJECT”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Terri Lyne Carrington - The Mosaic Project

01.  Transformation
02.  Got Lost In His Arms (feat. Gretchen Parlato)
03.  Michelle
04.  Magic And Music
05.  Echo
06.  Simply Beautiful
07.  Unconditional Love
08.  Wistful
09.  Crayola (feat. Esperanza Spalding)
10.  Soul Talk
11.  Mosaic Triad
12.  Insomniac
13.  Show Me A Sign
14.  Sisters On The Rise (A Transformation)

Label: Concord Records

MODERN FUNK JAZZ

Für Fans von: Esperanza Spalding - Cindy Blackman - Glenna Powrie

USA

TERRI LYNE CARRINGTON spielt Schlagzeug, arrangiert & produziert und ist auf ihre Art & Weise eine Powerfrau, die es verdient hat, in der neuen Kategorie „Starke Frauen“ zu stehen. Die 46jährige Jazzmusikerin hat sich über all die Jahre als Instrumentalistin ein Renommee erspielt wie kaum eine andere Jazzfrau. Mit „The Mosaic Project“ hat sie im Juli 2011 ein starkes fünftes Studio Album veröffentlicht. Begleitet wird die 46jährige von einer hochkarätigen Riege von weiblichen Gästen (den Sängerinnen Cassandra Wilson, Nona Hendryx, der Perkussionistin Sheila Escovedo, der Trompeterin Ingrid Jensen und der „Grand Ole Dame“ Dee Dee Bridgewater)

Die besten Stücke: Der Auftakt „Transformation“ ist ein lockerer Easy-Listening-Swinger ohne Fahrstuhl-„Approach“, in „I Got Lost In His Arms“ mit GRETCHEN PARLATO (gefühlvoll & verführerisch) am Mikrofon dominieren schwarze Funk Licks, die Vibes erinnern mich an die „deep soul“ Balladen der „Ohio Players“ (eine Funk-Soul-Band, die ihre beste Zeit Mitte bis Ende der 70er Jahre hatte), die instrumentale Eigenkomposition „Unconditional Love“ mit starkem Pianospiel und schönen Klarinettensoli. Das von ESPERANZA SPALDING geschriebene und gesungene „Crayola“ ist lebhaft & schrullig, „Soul Talk“ präsentiert mit der ehemaligen Labelle- Mistreiterin NONA HENDRYX ebenfalls eine alte Bekannte und das abschließende „Sisters On The Rise“ ist ein astreines Soul-Funk-Piece, wie ich sie in den 80er Jahren gerne von der Keyboarderin Patrice Rushen gehört habe, die - wie sich dann im Nachhinein heraus stellt - auch ihre flinken Fingerchen mit im Spiel gehabt hat.

Und wer es gerne „beyond the road“ mag -  „Michelle“ ist die abenteuerlichste Cover Version des legendären Beatles-Titels, die ich bisher gehört habe während meiner rund 45jährigen Historie als Musikfan.

Fazit: Kein Jazz für Puristen, aber wer nichts gegen einen komplexen Mix aus Soul, Funk, Jazz und Pop einzuwenden hat, ist bei „The Mosaic Project“ genau richtig. Niveauvoll gute Alben wie dieses hier von TERRI LYNE CARRINGTON gibt es heutzutage leider immer weniger.

VÖ: 19.07.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.terrilynecarrington.com/

TOURDATEN

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RENEGADES OF JAZZ “HIP TO THE JIVE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Renegades Of Jazz - Hip To The Jive

1.  Hooked On Swing
2.  Krabine
3.  Get A Wiggle On
4.  Blow Your Horn
5.  Voodoo Juju
6.  Cascade
7.  Black Milk
8.  Jitterbug
9.  Apple Sauce
10. Hip To The Jive
11. Solitaire
12. You Better Run

Label: Wass Records
Webseite: www.kudosrecords.co.uk

5:00
4:22
5:47
4:30
4:30
4:16
5:07
4:30
4:10
3:27
5:47
4:19

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JAZZ HOUSE & NU JAZZ

Für Fans von: United Future Organization - Dusty - Funk D’void

DEUTSCHLAND

Acid Jazz, so taufrisch, als ob das Genre erst gestern ins Leben gerufen worden ist. RENEGADES OF JAZZ ist DAVID HANKE, der mit „Hip To The Jive“ ein geniales Sammelsurium an hippen Beats & swingenden Grooves & toll inkludierten Samples veröffentlicht hat. Jeder der 12 Tracks (Spielzeit: 55:51) ist extrem tanzbar – die Highlights: „Blow Your Horn“, der Samba-Disco-House „Voodoo Juju“, der Uptempo-Knaller „Black Milk“ und das treibende, jazzfunkige Megateil „Apple Sauce“. Positiv: Eine zum grossen Teil instrumentale Dröhnung, weil zum Glück auf Sänger(innen) und meistens auf Dancefloor-Produktionen installierten belanglosen Säusel-Gesang verzichtet wurde. Die einzigen Stimmen, die es zu hören gibt, basieren auf Samples oder den stimmentfremdeten Vocals, die Hanke selbst konstruiert hat. Er muss zudem ein grosser Gitarrenfan sein, weil es in fast jedem Stück eine dicke Packung mit Licks, invertierten Akkordfolgen und in „You Better Run“ sogar ein wildes, freejazziges Crescendo aus virtuosem „Gedudel“ & bluesigen Legato-Runs gibt, gespielt vom Gitarristen Paul Curtis.

Fazit: Wer gerne tanzt, wird in „Hip To The Jive“ Erfüllung finden. Gute Kondition ist jedoch unabdingbar, denn wer einmal mit dem Herumtoben angefangen hat, möchte gar nicht mehr aufhören. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Ihren Apotheker oder lesen Sie die Packungsbeilage = das Booklet durch.

VÖ: 05.09.11

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.renegadesofjazz.com/ 

TOURDATEN

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GEORGE BENSON “GUITAR MAN”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

George Benson - Guitar Man

1.  Tenderly
2.  I Want To Hold Your Hand
3.  My Cherie Amour
4.  Naima
5.  Tequila
6.  Don’t Know Why
7.  The Lady In My Life
8.  My One And Only Love
9.  Paper Moon
10. Danny Boy
11. Since I Fell For You
12. Fingerlero

Label: Concord Records
Web: www.concordmusicgroup.com

2:01
5:10
4:08
3:41
4:01
2:45
4:30
3:24
2:44
3:26
2:58
3:40

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GUITAR JAZZ

Für Fans von: Stanley Jordan - Larry Carlton - Earl Klugh

USA

Lange nichts mehr gehört vom Gitarristen GEORGE BENSON. Und bei den ersten Tönen bin ich richtig erschrocken. Der Maestro ganz allein und akustisch. Poltert virtuos los, als ob er jedem bereits in den ersten Sekunden beweisen möchte, dass er es noch kann.

Im zweiten Track gibt es aber dann – ich habe mir schon Sorgen gemacht – den üblichen Soft-Pop-Easy-Listening-Smooth-Jazz, wie man ihn von George Benson (und auch von Earl Klugh oder anderen) zur Genüge kennt. Pop-Jazz, der niemandem weh tut und der Kritiker irgendwann Mitte oder Ende der 70er dazu veranlasst hat, den Begriff Elevator- oder Fahrstuhl-Jazz zu erfinden. Plätschernde instrumentale Musik, die niemandem weh tut, den Menschen (vor allem in Käufhäusern) ein Gefühl von Geborgenheit vermittelt, damit sie sich gutgelaunt in einen Kaufrausch stürzen. Natürlich wurden damals auch viele hochklassige Platten mit dem Begriff „Fahrstuhlmusik“ abqualifiziert, aber das waren dann auch meistens irgendwelche Schwachköpfe, die sich als Redakteure ein paar Kröten dazu verdienen mussten mit Plattenrezensionen. Bei diesen Schmierfinken hat es sich meistens um Leute gehandelt, die zwar Musik hörten, aber selbst nie ein Instrument in der Hand gehalten haben. Egal, Platten von George Benson habe ich mir schon lange nicht mehr gekauft, weil sie mir nicht mehr gefallen haben. Der einstige Virtuose war nur noch ein Schatten seiner selbst. Und jetzt kommt plötzlich diese Scheibe vom Label Concord Records, wo es jede Menge hochkarätiger Jazz Scheiben gibt, aber wo man sich auch durchaus sehr oft in andere Stilrichtungen bewegt.

GEORGE BENSON liefert mit dem “Guitar Man” ein Album mit überwiegend instrumentalen Cover Versionen etlicher bekannter Klassiker ab, trotzdem erkenne ich beispielsweise den Song „I Want To Hold Your Hand“ überhaupt nicht wieder. Tolles Ambiente und die Licks und Runs, die der Gitarrist zwischen den Akkordwechseln spielt, “sind schon erste Sahne”.  Erst „My Cherie Amour“ verschafft mir ein Deja-Vu Gefühl, das Stück gibt es im Original von Stevie Wonder, George singt hier selbst zu seinen Oktav-”Double-Stops” (englische Bezeichnung für das Oktavspiel, bei dem gleichzeitig der Grundton und die acht Töne höhere Oktave angeschlagen wird).

Die grosse Überraschung des Albums ist die Benson-Version des Uralt-Party-Crackers „Tequila“ – den Song habe ich mittlerweile schon so oft gehört – meistens in überflüssigen Nudel-Dudel-Versionen, aber was George  hier veranstaltet, ist unglaublich. „Tequila“ kommt als ein heisser, furioser Latin-Jazzer, der richtig vom Hocker reisst.

FAZIT: Ausgewogenes Album zwischen Anspruch und Unterhaltung für den relaxten Cocktail Abend. Gutes Album von George Benson mit jeder Menge Cover Versionen, ob es letzten Endes jemand braucht, sollte jeder für sich entscheiden. Auch wenn es den einen oder anderen Song schon mal gibt von anderen Interpreten, die musikalische Qualität ist exzellent und für Gitarristen, die sich irgendwo für den Bereich Pop & Jazz interessieren, ein tolles Highlight im kalten Herbst.

VÖ: 04.10.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.georgebenson.com/

TOURDATEN

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DARK CHOCOLATE “CAPER”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Dark Chocolate - Caper

1.  Give My Soul
2.  Gitane
3.  Quest
4.  Come Join
5.  Fundament
6.  On The Train
7.  Boygirl
8.  Funko
9.  Chocolate Jam
10. Unchained
11. Los Tres Cajones
12. The Rains Came Down

Label: Megawave Records
Webseite: www.megawavemusic.com

6:02
3:31
4:03
2:36
6:16
6:36
4:57
3:38
6:02
3:06
3:31
5:35

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NU JAZZ

Für Fans von: Spyro Gyra - Miles Davis -  Pharoah Sanders

KANADA

DARK CHOCOLATE nennt sich ein progressives Nu Jazz Ensemble aus den USA, das 2008 von Clay Henry gegründet worden ist, mit dem Ziel, die alten Jazz Strukturen aufzubrechen und mit perkussiven, polyrythmischen Mustern und weltmusikalischen Elementen zu vermischen. Die Songs entstehen durch spontane Sessions, die Musiker des Projektes rekrutieren sich aus Jazz Gruppen wie Spyro Gyra oder The Rippingtons. “Caper” ist das dritte Studio Album der Formation.

Verloren herumklimpernde Piano Licks gesellen sich im Auftakt “Give My Soul” zu wabernden Gitarrenakkorden und der verführerischen Stimme von Gastsängerin Ashley Mazanec, die sich dem freejazzigen Geschehen experimentell anpasst. „Gitane“ verstärkt den merkwürdigen Mix aus Dissonanz und melancholischer Atmosphäre – ein Akkordeon steppt zum filigranen Klang einer afrikanischen Kora. Erst das dritte Stück „Quest“ führt halbwegs in die Normalität mit einem hypnotisch-fesselnden Groove, der von pygmäen-ähnlichen Klanggewölben, akustischen Gitarren und spacig – von Hall umrahmten –  Stimmen getragen wird.

Ziemlich jazzig geht es auch in den restlichen der insgesamt 12 Stücke (spielzeit: 55:18 Minuten) zu, das Klangspektrum ist weit gefächert - im relaxten „Fundament“ brummt ein Cello mit tiefsten Tönen, lediglich die säuselnde Stimme von Sängerin Jacqui Hope geht etwas auf den Geist. Im nachfolgenden „On The Train“ gibt es mit Lori Hofer eine Interpretin, die mir wesentlich besser gefällt und die auch ansonsten im Soul Segment tätig ist und zwar in der Band des kalifornischen Schlagzeugers Kim Edmundson, der zu Beginn des Jahres eine starke James Brown Tribute Gruppe auf die Beine gestellt hat.  Noch besser wird es im Stück „Boygirl“ – mittlerweile reitet die Combo auf einem erstklassigen Funky Groove, die punktierten Stakkato-Piano-Salven und die Scat-Phrasen der Sängerin konkurrieren im offenen Wettbewerb – das beste Stück des Albums bisher – hätte ich mir länger als nur 04:55 Minuten gewünscht. „Chocolate Jam“ ist ein weiteres Highlight - hier darf man sich über ein perkussives  Latin Jazz Arrangement und einen fusion-rockigen Gitarrensolo freuen, der sich selbst hinter einem Allan Holdsworth (virtuoser englischer Fusion-Jazz Gitarrist) nicht zu verstecken braucht. Hier ist Joseph Lucido am Werk.

Im tribalen “Los Tres Cajones” verbünden sich afrikanische “Talking Drums” mit dem brasilianischem “Berimbau” zu einem hypnotischen Vibe und “on top” bauen die drei Gastsängerinnen einen kanonartigen Singsang auf, wie man ihn sonst nur von den Alben der brasilianischen Weltmusikexpertin Marlui Miranda kennt. 

Fazit: Eine Platte, die am Anfang Zeit braucht, aber wenn man sich etwas länger als eine Viertelstunde auf die Musik eingelassen hat, wird man hineingezogen in den Sud aus avantgardistischen Arrangements &  neumodischem Krims-Kram-Jazz. Nichts für Old School Puristen, aber toller Stoff für Musikfans, die keine Vorurteile haben und sich gedanklich wie praktisch weiter entwickeln möchten.

VÖ: 08.11.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://darkchocolatemusic.com/

TOURDATEN

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RENSKE TAMINIAU “MOVE ME”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Renske Taminiau - Move Me

TITELVERZEICHNIS:

1.  Love
2.  Ny Sirens
3.  Paris
4.  Modern Chaingang
5.  Metamorphoses
6.  To You We Swing
7.  Move Me
8.  Stay
9.  To Have & To Hold
10. I Told You So
11. Luna

Time:

2:06
4:14
3:13
4:35
4:26
5:23
4:33
4:43
3:25
4:16
5:07

VOCAL JZZ

Für Fans von: Cassandra Wilson - Abbey Lincoln - Monica Akihary

NIEDERLANDE

RENSKE TAMINIAU ist eine niederländische Sängerin, die mit „Move Me“ ihr zweites Studio Album veröffentlicht hat. Die Dame ist im Pop Jazz Bereich tätig. Nach dem noch unspektakulären, ruhigen Auftakt „Love“ geht es in die Ballade „Ny Sirens“, in der vor allem der warme Ton des Saxophons (Floris van der Flugt) für wunderbare Atmosphäre sorgt. „Paris“ ist – wie es der Titel eigentlich verlangt – ein kammersinfonischer Chanson mit melancholischem Glöckchenklingeln, Akkordeon & dem zarten Ton einer Klarinette. „Modern Chaingang“ kombiniert rudimentäres Blackploitation-Feeling mit schleppender Kontrabass-Melancholie und  allein das Vocal Arrangement, das die Sängerin inszeniert, sorgt für das Sahnehäubchen auf dem balladesken Chanson-Perlchen.

Metamorphoses“ reisst plötzlich aus der Lethargie und besticht mit schaukelndem Groove, der Gitarrist spielt vertrackte Rhythmus-Fills und er zeigt, dass er irgendwo auch vom „The Police“-Gitarristen Andy Summers beeinflusst worden ist. Ab Minute 02:23 gibt es zur Feier des Höhepunkts gemeinsam mit dem Sopransaxophon Solo einen wundervollem „Steely-Dan-Gedächtnis-Groove“. Pop Jazz vom anderen Stern! Bestes Stück bisher.

Der Titelsong „Move Me“ erinnert mich mit seinen relaxten Vibes an den Soul-Jazz-Erzählstil eines Gil-Scott Heron, aber wo sich der Amerikaner oft in belanglosen Jam-Sessions verlor, gelingt es Madame Taminiau (was für ein herrlicher Name für Katzenfans!) die Spannung des Songs bis zur letzten Sekunden aufrecht zu erhalten. Mit „To Have & To Hold“ gibt es noch ein schönes Vocal Duett mit dem niederländischen Pianisten & Sänger Ruben Hein (veröffentlicht im Dezember übrigens sein mit dem Metropole Orchester aufgenommenes Live Album). Das funkysoulige „I Told You so“ hat RENSKE TAMINIAU für ihren Ehemann geschrieben. Das finale balladeske „Luna“ mutiert nach zwei Minuten zu einem furiosen Ende mit galaktischem Bläser Arrangement.

FAZIT: In die Couch versinken, vorher eine Flasche Merlot entkorken und 46 Minuten lang die alternativ-jazz-melancholische Vielfalt der 11 Kompositionen genießen. RENSKE TAMINIAU trägt das Subgenre Vocal Jazz in das nächsthöhere Level. Chanson Jazz vom Feinsten!

VÖ: 07.10.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.rensketaminiau.com/

TOURDATEN

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  PAT MARTINO QUARTET “UNDENIABLE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Pat Martino Quartet - Undeniable lc

TITELVERZEICHNIS:

1.  Lean Years
2.  Inside Out
3.  Goin’ To A Meeting
4.  Double Play
5.  Midnight Special
6.  Round Midnight
7.  Side Effect

Besetzung:

Pat Martino (guitar)
Eric Alexander (saxophone)
Tony Monaco (organ)
Jeff Watts (drums)

Time:

07:37
08:32
10:00
08:03
08:45
07:52
08:11

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MODERN JAZZ

Für Fans von: Wes Montgomery - Mike Stern - Kenny Burrell

USA

PAT MARTINO, die Gitarrenlegende aus Philadelphia mit einem Live Album. „Undeniable – Live At Blues Alley“ hat der 67jährige Musiker zusammen mit Jeff “Tain“ Watts (Schlagzeug), Tony Monaco (Hammond B-3) und Eric Alexander (Tenor Saxophone) eingespielt. Der Modern Jazz Fan bekommt 7 Stücke, die sich stilistisch zwischen elitärem Hard Bop, jagendem Fusion-Funk und swingendem Latin-Jazz einordnen lassen.

MARTINO wird wohl immer als einer der eindruckvollsten Gitarristen der Jazz-Szenerie gelten. Er verfügt über ein unglaubliches Timing, zu dem sich ein grosser Reichtum an ausgeklügelten linearen und harmonischen Ideen gesellt. Bereits in den frühen 60er Jahren hat er als Sideman für Don Patterson gearbeitet und bereits damals gezeigt, wie man als Gitarrist mit einem Organisten zusammen arbeiten kann. 1969 gründete er seine erste feste Gruppe und begeisterte die Musikwelt mit fortgeschrittensten Spielkonzeptionen und vertracktesten Gitarrensoli.

Auch auf dem neuen Live Album ist der Gitarrist in TOP Form, bereits im Auftakt „Lean Years“ brennt er mit dem ihn begleitenden Trio ein virtuoses Feuerwerk in atemberaubender Geschwindigkeit ab (Für interessierte DJs, die ab und an mit Jazz-Elementen arbeiten, die bpm-Zahl: 243,6 bpm – die Zahl halbieren und schon kann man diverse Partikel der Komposition schön in einem House-Stück verarbeiten).

Natürlich gibt es keine Martino-Platte ohne einen ordentlich „Blues“-Bopper. „Inside Out“ fordert geradewegs auf, die Augen zu schliessen, mit zu wippen, und die wundervollen Licks, die der Gitarrist in seinem Solo verarbeitet zu geniessen. Davon angeturnt, lässt sich Tenorist Eric Alexander nicht lumpen und antwortet mit heiseren Tönen, die aus den tiefsten Winkeln seiner “Tröte” zu kommen scheinen. Im Gegensatz dazu Organist Monaco mit fast schelmischem, zurückhaltendem Solo, das die Band als Aufforderung sieht, sich zurückzunehmen, um dem Tastengott seinen verdienten Freiraum zu lassen. In den letzten zwei Minuten trifft sich das Quartett wieder unisono und schaukelt den Hörer dem Ende des Stücks entgegen.

Mit einfachsten Mitteln gelingt es den Musikern in „Goin To A Meeting“, die anwesende Zuhörerschaft, zum rhythmischen Mitklatschen zu bewegen. Zum moderaten bluesigen Takt (110,1 bpm) brennt jetzt das Feuerwerk des Organisten, bevor Martino seine Tätigkeit wieder aufnimmt.  Dass PAT MARTINO nicht nur von Wes Montgomery, sondern auch von John Coltrane oder Nicolas Slonimsky beeinflusst ist, zeigt er in „Midnight Special“ – hier improvisiert er in irrwitziger Geschwindigkeit in der 13. Lage seines Griffbretts über eine Fm7 und Bb13 Folgelinie. Auch noch erwähnenswert: Der tolle Solo von Saxophonist Eric Alexander in „Double Play

FAZIT: Authentischer Modern Jazz, wie er leibt & lebt & wie er Musikfans noch in 1000 Jahren begeistern wird. Die mathematische Formel: Exzellenter Sound plus Transparenz multipliziert mit herausragender Spielfertigkeit ergibt ein Live Jazz Album für die einsame Insel!

VÖ: 11.10.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.patmartino.com/

TOURDATEN

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JOHN ZORN “THE DREAMERS CHRISTMAS”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

John Zorn - A Dreamers Christmas

TITELVERZEICHNIS:

1.  Winter Wonderland
2.  Snowfall
3.  Christmas Time Is Here
4.  Santa’s Workshop
5.  Have Yourself A Merry Little Christmas
6.  Let It Snow! Let It Snow! Let It Snow!
7.  Santa Claus Is Coming To Town
8.  Magical Sleigh Ride
9.  The Christmas Song

Label: Tzadik Records
Webseite: www.tzadik.com

CHRISTMAS JAZZ

Für Fans von: Maynard Ferguson - Hazmat Modine - Juji Takahashi

USA

Beim Durchwühlen der monatlichen Neuerscheinungen, um zu sehen, was auf mich zukommt in den nächsten Tagen, bin ich schon sehr erstaunt, eine Weihnachtsplatte des Avantgardisten JOHN ZORN in die Hände zu bekommen. Der Mann, der innerhalb der letzten 30 Jahre kein experimentelles Fettnäpfchen ausliess und ein innovatives Werk nach dem anderen schuf, versucht sich jetzt an traditionellen Weihnachtsliedern.

Und die eigentliche Überraschung? Der Tannenbaumklassiker „Winter Wonderland“ ist als solcher wiedererkennbar. Es gibt Glöckchengeklingel, ein virtuos vibrierendes Vibraphon, den Klang einer honigsüssen Pedalsteel Guitar und sogar ein kurzes Rockabilly-Gitarrensolo. In der Ballade „Snowfall“ taucht der Gitarrist sogar tief ein in die 50er Jahre, als der Sound der „Ventures“ oder „Shadows“ hochaktuell war und ein swingender Besen bereitet den Boden vor für ein schönes relaxtes Pianosolo. „Christmas Time Is Here“ zieht ab in Richtung Modern Jazz, im lebhaften „Santa’s Workshop“ meint man, sich inmitten der festlichen Stube zu befinden, in dem der bärtige Nikograus und seine Spießgesellen die Geschenke einpacken & versiegeln. Richtig virtuos rund geht’s in „Santa Claus Is Coming To Town“ – wer es lieber rockig-organistisch hat, springt auf den “Magical Sleigh Ride” und geniesst am Ende das besinnliche „The Christmas Song“ mit der sonoren, gefühlvollen Stimme von Mike Patton.

Fazit: DIE Weihnachtsplatte für intellektuelle Festliebhaber und vielleicht wird dieses Album sogar den einen oder anderen misanthropischen Weihnachtshasser bekehren, wenn er sich von der Magie der „zornigen“ Gebilde einlullen lässt. Aber von Avantgarde gibt es hier kaum eine Spur, auf „The Dreamers Christmas“ brilliert JOHN ZORN dieses Mal, indem er seine Jazzader freilegt.

VÖ: 27.09.11

Verfügbar: CD & Picture CD & Vinyl & digital

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Das von John Zorn betriebene Label: https://www.tzadik.com/

TOURDATEN

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CARLOS BICA & AZUL “THINGS ABOUT”      Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

JAZZ

Für Fans von:  Pat Metheny - John Scofield - Ralf Gauck

PORTUGAL

Er hat in Würzburg studiert, an der Hochschule für Musik, der portugiesische Musiker CARLOS BICA, der auf dem Kontrabass zu Hause ist. 1998 ist er in seinem Heimatland als „Musiker des Jahres“ ausgezeichnet worden und neben zahlreichen Präsenzen bei internationalen Festivals war er jahrelang tätig für musikalische Größen wie Maria Joao, Kenny Wheeler, Aki Takase oder Markus Stockhausen. Beim Label „Clean Feed Records“ hat der Virtuose  mit der Band AZUL sein neues und viertes Studio Album „Things About“ veröffentlicht. Mit von der Partie sind Gitarrist Frank Möbus & Drummer Jim Black. 57 Minuten lang gibt das Trio dem Zuhörer Gelegenheit, in ein 11teiliges, vielschichtiges Dickicht aus Modern Jazz, neoklassistischem Kammerjazz und traditionellem Hardbop einzutauchen, das beste Stück „Deixa Pra Lá“ ist leider nur 2 Minuten lang.

Carlos Bicu And Azul - Things About

VÖ: 05. 12. 11

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: www.carlosbica.com/  & https://myspace.com/carlosbicaazul/music/songs 

TOURDATEN

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Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

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NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, gehört in JEDE Sammlung, für die einsame Insel

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NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den  besten  1000 aller Zeiten

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NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

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NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

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NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung,  bei Bedarf wieder hervorholen

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NDS 2,150

Durchschnittliches Album,  nur für Edel-Fans empfehlenswert

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NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

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NDS 2,350

Langweilig, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

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NDS 2,450

Schwaches Album, CD und  Cover als Unterlage im Katzenklo

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NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

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NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

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