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Du befindest Dich in der Rubrik ELEKTRONISCHE CDs. Hier sind Rezensionen der elektronischen Alben, die im Jahr 2011 vorgestellt worden sind. Hier stehen u. a. Infos zu den Alben “My Rorschach” von OCCAM aus Ungarn, “Long Flight” von KOALA aus Brasilien, “Parallel Fantasty” von INVISIBLE REALITY, Welcome To Reality” von NERO, “Toxikum” von INCUBITE aus Deutschland, “Seven” von DJ CAM und “Filter-Kaffee 101” von SCHÖNWÄLDER & ROTHE.

 

 

 

 

ELECTRONIC CDs

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OCCAM “MY RORSCHACH”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Occam - My Rorschach lc

TITELVERZEICHNIS:

1. Invocation
2. Midnight Taper
3. Passge
4. I Was A Dervish
5. La Dolce Vita
6. White Flag
7. Town Of Introspection
8. Back To The Egg
9. Diachronity
10. Anzix

Label: Pimodan Records
Webseite: www.pimodanrecords.com

DOWNTEMPO

Für Fans von: Tetsu Inoue - zoviet france - Bark Psychosis

UNGARN

Knapp 3 ½ Minuten dauert es, bis das spacige – von einer weiblichen Stimme verzierte – „Invocation“ seine elektronisch-ambiente Downtempo Fahrt aufnimmt. OCCAM nennt sich ein ungarisches Musikkollektiv, das von Tibor Lazar gegründet wurde und das technoide meditative Musik zum grossen Teil „elektronisch manuell“ spielt, mit teils mysteriösen Samples ergänzt und so für einen interessanten intelligenten Mix diverser Subgenres sorgt. In den folgenden beiden Stücken „Midnight Taper“ und „Passage“ plätschert der ruhige Klangteppich noch wie ein unaufgeregter Springbrunnen. Aber die erste Fassade täuscht, denn der hypnotische Reigen nimmt den Hörer mit auf eine 72minütige Reise, die ähnlich – wie beim Betrachten des CD-Covers - viel Platz lässt für spirituelle Abenteuer. Den Titel „I Was A Dervish“ (wieder mit dem weichen, gefühlvollen Gesang von Enikö Hodosi – zu sphärischen pink-floyd’schen Gitarrenklängen haucht eine heisere Posaune ihre Melodie) sollte man nicht zu Ernst nehmen, denn wer die tanzenden, wirbelnden Groove-Monster aus der arabischen Mystik kennt, wird beim Anhören des hier vorgetragenen Songs enttäuscht sein, weil zu Beginn des Stücks so gut wie nichts passiert rhythmisch.

Aber gerade das ist auch das Spektakuläre am Subgenre Downtempo und spätestens jetzt beginnt die ruhige Soundkulisse den Hörer zu packen, „La Dolce Vita“ ist eine kleine Spur dub-experimenteller, wofür im Hintergrund der zartblubbernde Bass sorgt, der die grazilen Melodica-Fetzen voranträgt. In „White Flag“ gibt es knisternde archaische Schallplattengeräuschen zu verzerrten 70er Jahre Space-Electro-Gitarren und die lebhafteste Nummer von allen erlebt der Zuhörer in der „Town Of Introspection“, in dem es ein wahres Feuerwerk an atmosphärischen Eindrücken gibt (freejazzige Drums treffen auf Didgeridoos, die das brummende Fundament zu wabernden Keyboardsounds, verträumten Vibraphonklängen und quäkenden Trompeten bilden).

Fazit: Meditative Hippie-Musik des neuen Jahrtausends. Selten war chillen schöner als mit OCCAM. Qualitativ nur ein minimal-kleiner Happen, den es hier gibt von der ungarischen Musikszene. In Westeuropa ist so gut wie gar nichts bekannt über dortige Interpreten & Gruppen, nur ab und zu gibt es ein paar Namen, die zwischen all dem Überangebot an internationaler Musik an die Oberfläche gespült werden. In den 70er Jahren waren es Rockgruppen wie „Omega“ oder „General“, heutzutage begeistern Metal Gruppen wie „Ektomorf“ die Musikfans. Wer Interesse an der reichhaltigen Musikszene Ungarns hat, kann die folgende wikipedia-Seite nutzen, um ein paar wichtige Namen kennen zu lernen:
http://en.wikipedia.org/wiki/Category:Hungarian_musical_groups

VÖ: 10.10.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.occammusic.com/Default.aspx

TOURDATEN

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KOALA “LONG FLIGHT”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

DOWNTEMPO

Für Fans von: Suns Of Arqa - Waldeck - Black Star Liner

BRASILIEN

Ob das Album „Long Flight“ als begleitender „Stiller“ Kumpel für einen langen Flug über den Wolken gedacht war, weiss ich nicht, Fakt ist, dass die 8 Kompositionen einen verträumten Freiflug assoziieren. 47 Minuten gibt es gefühlvoll-verträumte chillige Downtempo-Musik, die exklusiven Wohlfühlcharakter vermittelt, ohne dabei nur eine einzige Sekunde ins Kitschige abzudriften. Tot genudelte Computersounds wurden durch ein feines dichtstrukturiertes Arrangement ersetzt, das mich – speziell im ersten Stück „Ganja Gourmet“ - an den Klassiker „Natural Thing“ des Projektes “Innocence” Anfang der 90er Jahre denken lässt. Der Rest bleibt relaxt und doch wie in „Esperanza (Part 2)“ genussvoll funky – Highlight für Black Music Fans! Auf der „Vertrek Platform“ gibt es sogar ein experimentelles Abenteuer mit vertrackten Rhythmen und dissonanten Gitarrenlicks. So einfach kann Musik sein – und doch so schön.

Koala - Long Flight

VÖ: 15. 04. 11

Verfügbar: Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.myspace.com/koalamusique 

TOURDATEN

INFO: Das Projekt KOALA ist ist Anfang 2010 von den Brasilianern Andre Arnoni (elektrische Gitarre) und Felippe Camargo (Produzent & Remixer) ins Leben gerufen worden. Zuvor hatten die beiden Musiker bereits 6 Jahre lang in einer experimentellen Rock Gruppe zusammengespielt. Camargo hatte schon Jahre zuvor die Idee gehabt, elektronische Musik zu kreieren, die frei von allen Grenzen ist. Das Projekt entwickelte sich schneller als gedacht, nach der ersten erfolgreichen Maxi “Bubblegum”, die noch beim niederländischen Label “Selective Recordings” veröffentlicht wurde, stieg das Interesse anderer Labels und mittlerweile sind sie beim deutschen Unternehmen “Blackfish Productions” und parallel bei “Parasol Phoneteque” (dort ist auch das hier besprochene Album “Long Flight” erschienen) tätig. Wenn der studierte Schlagzeuger Camargo gerade nichts besseres vor hat, dann ist er als DJ in den Clubs von Sao Paulo tätig.

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NERO “WELCOME TO REALITY”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Nero - Welcome Reality

TRACKLISTING:

1. 2808
2. Doomsday
3. My Eyes
4. Guilt
5. Fugue State
6. Me And You
7. Innocence
8. In The Way
9.. Scorpions
10. Crush On You
11. Must Be The Feeling
12. Reaching Out
13. Promises
14. Departure

Label: MTA Records

TIME:

1:53
4:12
4:41
4:43
3:35
4:08
5:08
3:57
5:56
4:10
4:03
4:45
4:17
5:34

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DUBSTEP

Für Fans von: The Prodigy - The Orb - Primal Scream

ENGLAND

Neben der Computer Software „Nero“ gibt es seit 2004 auch ein gleichnamiges Dubstep Project NERO aus Grossbritannien (Gegründet von Daniel Stephens und Joe Ray). Jetzt gibt es den Debut Longplay der beiden Musiker: Musikalisch wird ein Mix aus ambienter und psychedelisch-kathedralischer Pink-Floyd-The-Orb-Thematik geboten, aber auch ein buntes Sammelsurium der frühen 90er Jahre, als damals Techno & Heavy Rock zum ersten Male munter kombiniert wurden. Sehr gut wird’s immer dann, wenn progrockige Elemente (wie die von “The Prodigy” oder “Primal Scream”) hinzukommen. Langeweile kommt zu keiner Zeit auf - in „In The Way“ landet ein riesiges, extraterrestrisches Raumschiff und lässt – den Bass der Anlage entsprechend justiert – Gläser in Vitrinen, Nägel in den Gardinenleisten und zu lange Fussnägel von Top Models vibrieren, in „Scorpions“ geistert die Stimme von Alana Watson “poltergeist-like” verzerrt-entfremdet durch den ätherischen Klangraum. Der phätteste Track ist der Clubkracher „Crush On You“, das funky „Must Be The Feeling“ (128,5) bpm könnte sogar in einer mainstreamigeren Rock Disco eingesetzt werden. „Reaching Out“ hört sich ein bisschen an wie ein Mix aus der Musik der britischen Pop Gruppe „Spandau Ballett“ und den „Tubular Bells“ von Mike Oldfield.

Fazit: Ein kunterbunter 61minütiger Mix aus handgemachter und elektronisch-technoider Musik, der - zum richtigen Zeitpunkt genossen - (schnief) furiose Achterbahnfahrten auslösen kann.

VÖ: 12.08.11

Verfügbar: CD & MP3 Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.thisisnero.com/ & http://www.thisisnero.com/

TOURDATEN

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INCUBITE “TOXICUM”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

HARSH ELECTRO

Für Fans von: DAF - Destroid - Kalte Farben - Maduro

DEUTSCHLAND

Seit zwei Jahren landet er in den Clubs einen Hit nach dem anderen, jetzt gibt es das erste Album von Neill Oblivion, der für das Projekt INCUBITE einen Vertrag beim Label Pronoize Records erhalten hat. Die Musik? Ein Mix aus Harsh Electro & Industrial Hardstyle. 13 radikale Tracks donnern ein Loch in die Hauswand - .Partyspass ist alleine durch die Texte garantiert. Auszug „Muschitanz“: „Hör zu gut mein Sohn, die Perlen der Erkenntnis: Es gibt nur zwei Silben auf dieser ganzen grossen Welt, die es wert sind, ausgesprochen zu werden.“ Es folgt der erste Teil des Songtitels - weiter geht es mit „Frauen, wer hat sie erschaffen? Diese herrlichen Wesen!“ und weiter: „Ihre Haare – die Haare, sind das wichtigste, weisst Du? Hast Du jemals Deine Nase in ein Meer von Locken getauft – das ist, als würdest Du ewig darin schlafen wollen – ohhh – mächtige Abenteuer warten auf Deinen kleinen Freund da unten.“

Incubite - Toxicum

VÖ: 18.02.11

Verfügbar: CD & MP3-Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.myspace.com/incubite

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

SCHÖNWÄLDER & ROTHE “FILTER-KAFFEE 101”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

AMBIENT & ELECTRONICA

Für Fans von: Tangerine Dream - Klaus Schulze - Enigma

DEUTSCHLAND

Der deutsche Musiker MARIO SCHÖNWÄLDER ist einer der fleissigsten Elektroniker überhaupt. Neben seinen zahlreichen anderen Aktivitäten (“Broekhuis“, „Keller & Schönwälder”) hat sich für ein weiteres Projekt mit dem Remixer & Produzenten Frank Rothe (von “Fratoroler”) zusammengetan und beide servieren sie mit dem Konzeptalbum „Filter-Kaffee 101“ 8 ambiente & meditative Kompositionen, die irgendwo im Universum zwischen Tangerine Dream, Pink Floyd und Popol Vuh eingegliedert werden können. Die Musik des Albums haben sie in sogenannte Tassen (Cups) eingeteilt, insgesamt bringt es das Album auf eine Spielzeit von 66 Minuten. Die einzelnen Tracks final zu bewerten, wird wohl erst nach mehreren Hördurchgängen möglich sein, am meisten haben mich beim ersten Hörgang “Cup 3” und “Cup 5” fasziniert. Veröffentlicht wurde dieser anregende Filterkaffee beim hessischen Label Syngate Records.

Schönwälder & Rothe - Filter-Kaffee 101

VÖ: 13.05.11

Verfügbar: Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.manikin.de/ & http://www.myspace.com/271695494

TOURDATEN

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INVISIBLE REALITY “PARALLEL FANTASY”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

ELECTRONIC

Für Fans von: Tetsu Inoue - Biosphere - Lisa Carbon

ISRAEL

Beim ersten Titel „Incognito“ habe ich spontan an die gleichnamige britische Acid Jazz Band gedacht, aber die hier präsentierte Musik schüttelt technoide House-Bässe aus den Lautsprechern, die Grundlage sind für ein ambientes Konstrukt, das sich durch 9 lange, spacige Tracks zieht. Tanzbar sind sie allesamt, das Tempo pegelt sich zwischen 133 und 135 bpm ein. Es gibt plätschernde Wasserfälle („Vanishing Days“), Starkstrom- Flamenco („Criminal Code“) und mit dem Trommelwirbel eines 70er Jahre Gruselfilms von Dario Argento („Suspiria“) beginnt das unheimliche „Celestial Objects“ – mysteriöse Kellergewölbe-Geräusche schmettern zu tropfenden Wasserhähnen und puckernde Bass-Loops garantieren extatisches Brainwashing, bevor man sich überhaupt irgendwelche bewusstseinsverändernde Drogen eingeworfen hat. Sehr gutes (zweites) Album des israelischen Duos beim deutschen Label Iono Records!

Invisible Reality - Parallel Fantasy

VÖ: 19. 02. 11

Verfügbar: CD & MP3 Album (nur Beatport)

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.myspace.com/realityinvisible

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

DJ CAM “SEVEN”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

DJ Scam - Seven lc

TITELVERZEICHNIS:

1. California Dreamin
2. Swim (feat. Chris James)
3. Dreamcatcher
4. Love (feat Nicolette)
5. Seven
6. 1988 (feat. InLove)
7. Ghost (feat. Chris James)
8. Fontainbleu
9. Uncomfortable (feat. Chris James)
10. A Loop

Label: Inflamable Records
Webseite: http://inflamable.com/

DOWNTEMPO

Für Fans von: Massive Attack - Bowery Electric - Kruder & Dorfmeister

FRANKREICH

„I’m Calling You“ verspricht die Stimme dem Zuhörer mehrere Male und dann driftet sie mit dem beginnenden chilligen Groove hinein in die ambiente Downbeat-Atmo, die das 10teilige neue Abenteuer des französischen Produzenten & DJs Laurent Daumail aka DJ CAM verspricht. Den Song „Swim“ gibt es bereits als Single und dazu passenden Videoclip. CHRIS JAMES singt die Nummer einfach traumhaft schön und versieht das Stück durch seine weiche Intonation mit der dazugehörigen Sonnenaufgang/Sonnenuntergang-Stimmung Einer der besten Lounge/Easy Listening/Chillout Tracks, den ich bisher im Jahr 2011 gehört habe. So sexy, wie er von Akkord zu Akkord gleitet, erübrigt sich jedes Gleinmittel.

Mit Rückwärtsschleifen, spacigen Dub-Effekten & Spielmannzugtrommeln wird im ambienthousigen „Dreamcatcher“ gearbeitet, für den Song „Love“ hat mit der zarten, aber doch in die Seele schneidenden Stimme von NICOLETTE SUWOTON (die bereits für „Massive Attack“ tätig gewesen ist) die geniale Interpretin gefunden, während Daumail den flirrenden Groove mit Stakkato Akkorden seines Keyboards auflockert. „1988“ zertrümmert die besinnliche Ruhe des Titelsongs „Seven“ mit aufgeregten (gut tanzbaren) Freestyle Beets (132,4 bpm) und die zuckersüssen Vocals seiner neuen Label Gefährten „In Love“ tanzen zur wunderbaren Ambient-Atmo.

CHRIS JAMES, der hauptberuflich in der Indie Rock Gruppe „Stateless“ singt, darf noch mal ans Mikro in „Ghost“. Das Stück erinnert etwas an „Limit To Your Love“ von James Blake, gefällt mir aber aufgrund des psychomeditativen Arrangements und den feinen Vocal Harmonien (die im späteren „Uncomfortable“ noch orgastischer ausgereizt werden) besser. „Fontainbleu“ ist kosmonautisch-ambientes Trip Hop Futter und im abschliessenden “Loop” kombiniert der Macher auf geniale Weise Elemente der 80er, 90er und 00er Jahre.

Fazit: Eines der besten Genre Alben des Jahres! Der französische Electronica Produzent Laurent Damail aka DJ Cam verknüpft die Stilrichtungen Downtempo, Trip Hop & Ambient miteinander und erschafft ein Kunstobjekt.

VÖ: 24.10.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://soundcloud.com/djcam-official

TOURDATEN

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STEVE HAUSCHILDT “TRAGEDY & GEOMETRY”

Steve Hauschildt - Tragedy And Geometry mc

TITELVERZEICHNIS:

1. Polyhymnia
2. Battles May Drain
3. Cupid’s Dart
4. Already Replaced
5. Peroxide
6. Arche
7. Music For A Moire Pattern
8. Blue Marlin
9. Impossible Flower
10. Too Short A Season
11. Allegiance
12. Tragedy & Geometry
13. Overnight Venusian
14. Stare Into Spac
e

Time:

03:00
04:09
01:39
04:03
03:32
01:15
11:03
04:20
02:59
04:19
05:55
04:27
06:04
05:06

AMBIENT

Für Fans von: Jessamine - The Spiny Anteaters - Neu - Labradford

USA

Ambiente und meditative elektronische Klänge, wie es sie in den 70er Jahren von einer deutschen Formation namens „Neu“, aber auch von „Kraftwerk“ oder „Popol Vuh“ gegeben hatte. Die 14 Tracks einzeln zu beurteilen, fällt beim ersten Anhören schwer, weil das 62minütige Album eigentlich in seiner Gesamtheit betrachtet oder angehört werden sollte. Wenn man etwas bemängeln kann, dann sind es die sich ewig wiederholenden Schleifen, die sich minimal in Klangtiefe – und -farbe unterscheiden. So wirkt die Musik spätestens zur Hälfte des Albums leicht ermüdend – aber vielleicht ist das ja so gewollt und der Komponist will seinen Zuhörern zu einer guten Mütze Schlaf verhelfen. Daher mein Tipp: Laut aufdrehen, damit sich einem die gesamte Klangperspektive erschliesst. Zu Risiken und Ohrensausen fragen Sie Ihren Arzt oder Dockter Music! Die spannendste Geschichte hat sich der Komponist bis kurz vor dem Schluss aufgehoben: „Overnight Venusian“ kann mit riesigen Sequenzer-Schleifen und pompösen Klanggebilden punkten. Aber auch hier gilt: Ein kleiner experimenteller Freigeist hätte der ganzen „Voyage“ durch das geometrische Klanguniversum mit Sicherheit nicht geschadet.

Fazit: 62 Minuten gibt es – nichts – auf die Glocke. STEVE HAUSCHILDT hat einen durchgehenden meditativen Soundtrack geschaffen, der teilweise fasziniert, aber auch – wenn man sich der Musik nicht komplett aufschliesst – dahinplätschert wie das ermüdende Abendprogramm im Kulturkanal RTL.

VÖ: 14.11.11

Verfügbar: CD & Doppel-Vinyl & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.kranky.net/ & http://twitter.com/#!/gneissthings

TOURDATEN

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EXTRAWELT “IN AUFRUHR”

Extrawelt - In Aufruhr

TITELVERZEICHNIS:

1. The Next Little Thing
2. Division Dunkel
3. Blendwerk I
4. Leaf 43
5. Aufwind
6. Herz aus Blech
7. Pontiac
8. Swallow The Leader
9. 808 Slate
10. Blendwerk II
11. Phoebe
12. Dumb Age
13. Die Welt ist nicht genug
14. Schlusslicht

Label: Cocoon Records

Time:

4:25
5:13
4:29
5:13
5:18
5:01
6:05
7:06
4:29
5:00
6:14
6:13
6:58
6:15

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ELECTRO ROCK

Für Fans von: Sven Väth - Dominik Eulberg - Trentemoeller

DEUTSCHLAND

Und am Anfang schuf Gott Arne Schaffhausen und Wayan Rabe und der Garten Eden lag in einer ländlichen Gegend vor Hamburg und wenn sie nicht begonnen hätten, mit ein paar Zweigen rhythmisch zu klopfen und extatisch zu schwelgen zum hypnotischen Reigen, wer weiss, wohin sich die Menschheit irgendwann einmal musikalisch entwickelt hätte. Gott aber sah dies und hörte es und weil es sich nun überhaupt nicht regelkonform verhielt wie das in den 10 Geboten vorgeschriebene Seemannsgarn, verstiess er die beiden Wesen aus dem Paradies und gab ihnen den guten Rat mit, sich fort hin als Musiker zu akkreditieren.

So weit so gut – Gerüchte besagen, dass es von diesem Hans Albers Evangelium, in dem diese Zeilen stehen, irgendwo noch einige wertvolle Exemplare gibt – glauben tue ich es nicht. Weil die beiden Ausgestossenen nicht namenlos durch die öde Wüste (die damals noch nicht “St. Pauli” hiess) stolpern wollten, nannten sie ihr Projekt EXTRAWELT und genau eine solche haben sie geschaffen mit ihren 14 instrumentalen Eigenkompositionen des neuen Albums „In Aufruhr“. 78 Minuten lang gibt es einen herausragenden Mischmasch aus diversen elektronischem Spielarten, ohne den Hörer mit extremen Noiseattacken zu erschlagen und trotz aller vertrackter Breaks und Loops steht das Ergebnis des Klangbildes an vorderster Stelle und es ist – gute Anlage vorausgesetzt – ein wahres elektronisches Gebirge, das die beiden Musiker vor den Ohren des Hörers auftürmen.

Die meisten der Stücke leben vom „Straight forward“ Charakter, aber es gibt auch komplexere Ausnahmen wie das „Herz aus Blech“, das von einem – fast grazilen – Backbeat vorangetrieben wird, während im Vordergrund die Keyboardbässe wummern. Kristallklare Pianotöne sorgen für kosmopolitische Weite im Klanguniversum. In „Division Dunkelheit“ variiert das Tempo zwischen geraden Beats und drückendem Offbeat-Tempo.

Die Highlights: „The Next Little Thing“, „Aufwind“ (mit einem wahnwitziges Sammelsurium an Samples & Rhythm Patterns der 80er und 90er Jahre), „Pontiac” und das deephousige „Phoebe“, in dem sich wabernde Klangwolken mit genialen Ennio Morricone ähnlichen Western Sound-Samples abwechseln. Auch stark: Das von einem rasant schnellen „Reggae’n’Dub“ Vibe vorangetragene „Die Welt ist nicht genug“!

Fazit: Eine (fast) instrumentale elektronische House-Rock-Orgie, in der aber auch oder vor allem das starke „Songwriting“ der beiden Masterheads überzeugt, die mit „In Aufruhr“ ihre Schöpfungsgeschichte neu geschrieben haben

VÖ: 08.11.11

Verfügbar: CD & Vinyl & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.midimiliz.de/ & http://cocoon.net/artists/extrawelt

TOURDATEN

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PAWN “TONE SKETCH”

Pawn - Tone Sketch

TITELVERZEICHNIS:

1. Morning Tone (feat. Marei Suyama)
2. Star Shards (feat. Cokiyu)
3. Painted Wall
4. Tone Sketch (feat. Natsuko Yanagimoto))
5. Long Distance Fragments (feat. NQ)
6. Qop
7. Forrest Trail (feat. Fraqsea & Pleq)
8. 4 Grid Complex (feat. Nyolfen)
9. Prepared Statement (feat. Marihiko Hara)
10. Tokyo Resonance (feat. Sooner)
11. Strange Angimal (feat. Cuushe)
12. Discolored Photograph (feat. Seiji Takahasi)

Label: Progressive Form
Web: www.myspace.com/progressiveform

ELECTRONIC GLITCH

Für Fans von: O Yuki Conyugate - Vidna Obmana - Vladislav Delay

JAPAN

Glöckchenklingeln & ambiente sphärische Sounds beginnen das dritte Studio Album des japanischen Produzenten & Elektronikmusikers HIDEKI UMEZAWA, der seine Musik unter dem Pseudonym PAWN veröffentlicht. Die Einstieg offenbart aber noch nicht die charakteristischen Merkmale der Musik des 25jährigen.

Die 12 Kompositionen des Albums „Tone Sketch“ bieten eine Erlebnisreise durch die Welt der modernen elektronischen Musik. Computersounds, digital verzerrte industrielle Klänge, hüpfende CDs, aber auch Vinylplattenknistern, analoges weisses Rauschen, durchgeschmorte Leitungen & brummende elektrische Kabel, einrastende Schubladen, klackende Türschlösser – es gibt nichts an industriellen und handgemachten Klängen, das nicht Eingang in die Musik von Umezawa findet.

Und der Japaner führt den Zuhörer geschickt ein in seine Welt, indem er ihm zunächst mit dem ruhigeren „Morning Tune“ und der leiernden Stimme von MAREI SUYAMA einen friedvollen Garten mit einem Meer duftender Blumen vorgaukelt. Die gefühlvoll zirpende Stimme von COKIYU (geborene Yukiko Ito) veredelt das folgende transatmosphärische „Star Shards“. Die studierte Musikologin hat selbst im September 2011 ein neues interessantes Solo Album veröffentlicht.

Richtig interessant wird es dann in „Painted Wall“ – hier kann der phantasievolle Zuhörer spüren (und emphatisch hören), wie der Künstler den Pinsel in die Farbe taucht und danach die Wand mit intellektuellen kreisrunden, aber auch unorthodoxen Bewegungen mit seiner Farbpalette verziert. Im Titelsong „Tone Sketch“ nimmt sich der Komponist noch ein weiteres Mal zurück und überlässt der Sängerin NATSUKO YANAGIMOTO überwiegend das Feld.

Dann nimmt das Album Fahrt auf und fährt hinein in den avantgardistischen Klang-Tunnel, ohne aber mit explizit krachenden Störgeräuschen aufzuwarten. Das nexte ambiente Instrumental, das abtaucht in experimentelles Rauschen ist das zart groovende „Long Distance Fragments“. Der lebhafteste Track ist „4 Grid Complex“, das der japanische Produzent gemeinsam mit NYOLFEN umgesetzt hat. Kann jederzeit auch auf dem Dancefloor in einer chillout- oder ambient-house-Runde eingesetzt werden. HIDEKI UMEZAWA hat hier einen wunderbaren Melodiebogen mit einem tollen Triphop Groove versehen. Extatisch tanzbar!

Kritik muss aber auch angenommen werden bei aller Lobhudelei: Im vorletzten Stück ist die nasale nervtötende Stimme von Gastsängerin CUUSHE eine Strapaze für Ohren & verwöhnten Geist. Wie gut, dass diese Herausforderung beim wiederholten Hören mit der Skip-Taste der Fernbedienung gelöst werden kann. Ist aber natürlich auch Geschmaxsache, es soll ja Menschen geben, denen quengelnd-nasale Kinderstimmchen gefallen.

Fazit: Wenn Elektronik zur Kunstform wird, ist Hideki Umezawa nicht weit. Beim Japaner plätschert „ambient music“ nicht unaufgeregt & meditativ vor sich hin, sondern fordert die Zuhörer auf, sich zu konzentrieren auf die intellektuellen Vibes – die Belohnung ist ein 53minütiger konnotativer Spassfaktor. Ein Album, bei dem auch beim 25. Hörgang neue Entdeckungen möglich sind.

VÖ: 14.10.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.myspace.com/pawnbrokerplum

TOURDATEN

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REIGNS “THE WIDOW BLADES”

Reigns - The Widow Blades

TITELVERZEICHNIS:

1. Over Tone Gulley
2. Hybrium Sulphate
3. The Diagram
4. Four And A Half Minutes Missing
5. I Will Burn For This
6. Horse Murders
7. Green Butter
8. They Likes To Sleep Soft
9. Plainsong
10. Vessels
11. The Mounds

Label: Monotreme Records
Webseite: www.monotremerecords.com

ELECTRONIC AMBIENT

Für Fans von: Barzin – Philip Glass – Harmonius Bec – Syd Barrett

ENGLAND

Einstündiger Mix aus instrumentalen Ambient, akustischem Dream Pop, gesprochenen Singsang-Texten und elektronischem LoFi. Hinter dem Pseudonym REIGNS verbirgt sich das Brüder-Duo TIM und ROO FARTHING, für Liebhaber gibt es eine exklusive auf 250 Stück limitierte Deluxe-Vinyl-Packung, die sich vor allem genreinteressierte Vinylsammler nicht entgehen lassen sollten.

Nach dem ruhigen Einstieg „Over Tone Gulley“ steigert sich der zweite Track „Hybrium Sulphate“ am Ende zu spacig-pink-floydscher Dominanz. Der sonore Sprechgesang von Tim Farthing erinnert mich etwas an die selbstzerstörerischen Emotionen eines Leonard Cohen. In „Diagram“ gibt es zu Sprachfetzen von Nachrichtensprechern klingelnde Glöckchen, einen minimalistisch dröhnenden Keyboard-Bass und elektronische Snythesizer-Synkopen. Mein persönliches Highlight des Albums ist der 19minütige Endlos-Jam „The Mounds“, in dem der Geist des viel zu früh verstorbenen Pink Floyd Mitbegründers Syd Barrett sein Unwesen zu treiben scheint.

FAZIT: Bei mir hat die Lunte erst beim dritten Hörgang gezündet – um sich die Musik von REIGNS zu erschliessen, ist innerliche Ruhe erforderlich. Wer sich allerdings auf das meditative Klangabenteuer der beiden Brüder einlässt, wird belohnt mit einem interessanten Produkt.

VÖ: 14.10.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.reigns.net/Reigns_of_Wessex/Home.html

TOURDATEN

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Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

KKKKKKKKKK

Sagenhafte Platte, gehört in JEDE Sammlung!
Die Platte für die einsame Insel

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Sehr gute Platte, ist genre-spezifisch unter den besten 1000 aller Zeiten an zu siedeln

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Gute Platte, sehr empfehlenswert, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

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Ganz gut gelungen, sollte man haben, es gibt aber Vergleichbare Platten im Genre

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Kann man hören, rein in die Sammlung und bei Bedarf wieder hervorholen

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Durchschnittliche Platte, sollte man umtauschen dürfen. Nur für Edel-Fans

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Langweilige Platte, kann man seinem Feind zu Weihnachten schenken

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Schwache Platte, das Cover als Unterlage im Katzenklo und die CD als Untersetzer

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Grauenhafte Platte, ab damit in den Müllcontainer oder in die Verbrennungsanlage