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Hier sind interessante deutschsprachige CDs, die im Jahr 2013 veröffentlicht worden sind. Hier stehen Infos zu den deutschsprachigen Alben “Der Tag, an dem der Haushaltsroboter mein 200qm Loft in Brand gesetzt hat von der Band DIE SUPER SIEGER, “Am seidenen Faden” von TIM BENDZKO, “42” von PHIL VETTER, “Punktgenaue Landung” von LINDA HESSE, “Fluch der Zeit” von EISENHERZ und “Von den Elben” von FAUN. Wenn Du auf den Pfeil neben dem Album Titel klickst, kommst Du zurück zur Übersicht mit allen deutschsprachigen CDs!

 

 

 

 

DEUTSCHSPRACHIG

Deutsche CDs Übersicht

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DIE SUPER SIEGER “Der Tag, an dem der
Haushaltsroboter mein 200qm Loft in Brand gesetzt hat”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

TITELVERZEICHNIS:

1. 1000 Kilometer
2. Der König ist tot!
3. Indie Rock Band
4. Mechanischer Mensch
5. Wie einst Heinz Erhardt
6. Hummeln im Arsch
7. Las Vegas
8. Ich hab geweint
9. So radikal
10. Meehaw! (Die Wut)
11. Nicht mehr erwünscht
12. Darf ich bitten

POP & ROCK

Für Fans von: Die Toten Hosen - Mia. - Tocotronic

DEUTSCHLAND

Synthie Pop? Synthie Indie Pop? Auf jeden Fall – stelle ich fest beim Hören der ersten Takte des Albums - halte ich den Tonträger mit dem längsten Titel der Welt in der Hand. „Der Tag, an dem der Haushaltsroboter mein 200qm Loft in Brand gesetzt hat.“ Punkt. DIE SUPER SIEGER lächeln vom Cover Foto – und es sind zum grossen Glück nicht irgendwelche schlauen Supersieger der volksverdummenden Casting „Shows“ des volksverdummenden TV-Senders “Err-Teh-Ell”. Dominik Schauer und Christian Schnitter sind die Real-Namen der beiden Musiker, die sich hier zusammengefunden und mit „DtaddHm2LiBgh“ veröffentlichen „Die Zwei“ im März ihr ambitioniertes Debüt Album. 12 Titel (Spielzeit: 41:30 Minuten) gibt es und die Musik präsentiert sich sehr variabel mit einer dicken Portion RGitarrenriffs („Der König ist tot!“ ist beispielsweise ein Superteil für den alternativen Rock-Dancefloor!), die „1000 Kilometer“ sind deutschsprachiges pop-punk-musikalisches Liedgut für „Major-Tom-Fans“, die sich auf die nächste Evolutionsstufe begeben möchten. Ohrwurm.

Mit schwerem „Synthie-Keyboard-Riff“ beginnt der nächste kirmes-bubblegum-poppige Song, in dem der nicht ganz kugeldichte Kurt Cobain wieder auferstanden ist und auf Nirvana pfeift, um in die „Indie Rock Band“ einzusteigen. „Mechanischer Mensch“ ist eine Kreation der beiden SUPERSIEGER-Wissenschaftler, die hier den „Depeche-Mode-Herbert-Grönemeyer-Progpanda“-Mutanten geschaffen haben. 120,1 bpm für die fröhliche Bewegungstherapie und wer die Brücke mitpfeift, läuft Gefahr, dass sich die Melodie bei ihm im Kopf einnistet. Nach dem Auferstehen von “Cobain” gelingt die Wiederbelebung der „NDW“ ebenfalls auf wundersame Art & Weise.

Punkrockig und mit 210 gehämmerten Beets in der Minute startet „Wie einst Heinz Erhardt“ und plötzlich – Deja Vu pur – stehen die Beatles im Raum! Die Beatles! Ich glaube es zuerst gar nicht, aber ab Minute 01:17 höre ich höre Elemente des „Abbey Road“ Klassikers „Maxell’s Silverhammer“ – Zufall? Intelligente Fügung des Schicksals? Erstklassige Vocal Harmonien – ein Hammer von einem Song!

Und sonst? Es bleibt lebhaft. „Hummeln im Arsch“ ist der rockigste Titel des Albums. Kreischende Vocals – es lebe die Pogo-Bewegung! „wir legen feuer - ich will mit dir heut’ abend würstchen grillen“ singen die SUPERSIEGER fröhlich. „Las Vegas“ – ein tierisches Quietschen gesellt sich zu den zyklischen Keyboard- Stakkatos – nimmt Spielernaturen auf den Arm. Die schwermütige Liebeskummerhymne „Ich hab geweint“ glänzt neben ausgefeilter Melancholie mit intelligent eingewobener (von der Gitarre gespielte) „Banghra“-Melodie. „So radikal“ ist guter Punk Pop, für das leicht heftigere „Meehaw! (Die Wut)“ gilt selbige Aussage, das Gitarrensolo wird umrahmt von einem aufmüpfigen Polka-Offbeat.

Fazit: Intelligente deutschsprachige Pop Musik von zwei Musikern, die sich zwar selbst nicht so ganz erst nehmen, aber trotzdem erstzunehmende Songs geschrieben haben, die sich – songtechnisch & was die Produktion betrifft - mit vergleichbaren internationalen Acts auf eine Stufe stellen dürfen. TOP Scheibe! Ich bin gespannt auf die Konzerte – Tourdaten rechts unten!

VÖ: 05.01.13

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://songpier.com/die-supersieger/indierockband 

TOURDATEN

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TIM BENDZKO “AM SEIDENEN FADEN”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

TEENIE POP

Für Fans von: Pohlmann - Xavier Naidoo - Roman Lob

DEUTSCHLAND

Er ist der eMail-Checker, er war Juror bei der Casting Show „The Voice Kids“, er ist der personifizierte Weltretter & seine Meinung war gefragt, als es darum ging, den deutschen Teilnehmer für den Eurovision Song Contest in Malmö zu bestimmen. Auch wenn er nicht über eine sonderlich herausragende Stimme verfügt - gut zu hören in „Vergessen ist so leicht“ - reiht er sich trotzdem ein in die Reihe der zurzeit erfolgreichsten Interpreten in Deutschland, weil seine selbst geschriebenen Songs grösstenteils die Kinderseele berühren und den Zeitgeist der deutschen Mainstream- Radio-Musikhörer treffen. Fazit: Nette, aber langweilige am Computer generierte Durchschnittskost. Musik und „Gesang“ wie dieser hier waren früher die Gründe gewesen, warum ich Pop aus Deutschland nichts abgewinnen konnte. Was aber natürlich nichts am Verkaufserfolg von “Am seidenen Faden” ändern wird.

Tim Bendzko - Am seidenen Faden

VÖ: 24.05.13

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.timbendzko.de/http://www.youtube.com/user/timbendzko

TOURDATEN

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PHIL VETTER “42”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Phil Vetter - 42

TITELVERZEICHNIS:

1. Gedankenkarussell
2. Intro
3. Hundert Pro
4. Affentanz
5. Sonntag
6. Nach Und Nach
7. Totschlag
8. Alle Guten Dinge
9. Theater
10. Rotalarm
11. Durchblick
12. Knallhart

Label: Hausboot Entertainment
Web: www.hausbootentertainment.de

SONGWRITER

Für Fans von: Chris Friedrich - Max Herre - Meike Koester - Ton

DEUTSCHLAND

PHIL VETTER ist ein Songwriter aus München, der einen vielseitigen Musikmix anbietet, der sowohl in die poppige als auch in die folkalternative oder gar emorockige Schublade hineinpasst. Seine Texte kredenzt er überwiegend in bestem Hochdeutsch und erinnert dabei etwas (stimmlich) an Alexander Bosse und sogar an den baden-württembergischen Soul Sänger Max Mutzke.

Sein jüngstes Album trägt den Titel „42“, es ist – so die Infos – nach den ersten gemischtsprachigen Alben auch sein Erstes, das er auf Anraten seine argentinischen Produzenten komplett in seiner deutschen Heimatsprache singt. Francisco Perez Mazon hat gemeinsam mit dem Songwriter die 12 Songs im Studio mit dem Feinschliff versehen, ausgeholfen in den einzelnen Tracks haben natürlich diverse Musiker & Interpreten aus dem Dunstkreis des befreundeten Labels Soulfire Artists. Im „blue-öyster-cult- bluesigen“ „Hundert Pro“ spielt Tommy Hien ein feines Dobro Solo, die „Jaramam“ Sister SARA LUGO liefert die Backing Vocals (wie auch noch später bei zwei weiteren Stücken), der ruhig startende Song entwickelt sich nach 1 Minute zum intelligenten Indie Rocker. Der erste Reggae Beitrag mit dezent eingesetzten Dub Effekten ist der „Affentanz“ und dass Phil auch ein versierter elektrischer Gitarrist ist, beweist er im Song mit einem tierisch guten „Wah-Wah“-Solo! 85 bpm für den alternativen Dancefloor!

Im Wave-Rocker „Sonntag“ bläst Robert Alonso ein einfühlsames Trompetensolo, „Totschlag“ ist ein experimenteller Zwidder, der variabel durch Pop, Dubstep und Rock-Reggae wandert – sehr schön auch die 2minütige kosmonautische (instrumentale) Einlage „Alle Guten Dinge“, in der die Zeit stehen zu bleiben scheint. Tolle Atmosphäre verbreiten die Synthie-Sounds im „Theater“ und dass sich seine gesangliche Qualitäten auf dem Niveau seines starken Songwritings bewegen, zeigt der gute Phil noch einmal im kuschelpoppigen „Knallhart“.

FAZIT: Vielseitiges intelligentes Songwriter Album, in dem PHIL VETTER den Zuhörer bei der Hand nimmt und durch einen variationsreichen Mix aus gefühlvollen und rockigen Eigenkompositionen führt.

VÖ: 15.03.13

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.myspace.com/philvetter  & http://www.youtube.com/user/philvetter?feature=watch

TOURDATEN

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LINDA HESSE “PUNKTGENAUE LANDUNG” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Linda Hesse - Punktgenaue Landung

TITELVERZEICHNIS:

1. Ich bin ja kein Mann
2. Irgendwie gut
3. Komm bitte nicht
4. Single Mom
5. Punktgenaue Landung
6. D B E A
7. Blöde
8. Lass es sein
9. Meetingpoint
10. Bleib bloss wie du bist
11. Ich bin ja kein Mann (Remix)
12. D B E A (Remix)
13. Ich bin ja kein Mann (Club Mix)

Time:

3:15
4:09
4:01
3:04
3:27
3:37
4:04
3:21
3:10
2:55
4:34
3:01
3:53

SCHLAGER POP

Für Fans von: Stefanie Hertel - Andrea Berg- Marianne Rosenberg

DEUTSCHLAND

LINDA HESSE hat Spass, hat ein neues Album am Start und sie ist selbstbewusst < ich zieh mein engstes Kleid an – und dann lass ich mich verführen – weil ich es mir leisten kann > singt sie im schlagerpoppigen „Ich bin ja kein Mann“. Die aktuelle Single gibt es selbstredend auf dem Studio Album „Punktgenaue Landung“ - dazu kommen noch der etwas längere „Wackel-Po-Remix“ (der auf einem etwas schnelleren „Love Is In The Air“ Groove herumreitet und von dem experimentierfreudige DJs einige Elemente des Stücks aufgrund der fetzigen 128 bpm sogar in einen House-Set einbauen könnten) und der stampfende „Club-Mix“.

Wer ist die Sängerin Linda Hesse? Sie war Mitglied der Pop Gruppe „Wir3“, der deutschen Antwort auf die belgische Teenie-Gruppe „K3“ – Cover Versionen haben sie gesungen von den Belgiern – 2011 ist die gebürtige Halbstädterin zugunsten der Solo Karriere ausgestiegen. Die ersten Takte in „Irgendwie gut“ (wiederholen sich etwas später in ruhigeren Momenten) hören sich an, als ob sie vom Song „It’s A Heartache“ (von Bonnie Tyler) gemopst worden sind. Hat denn das bis jetzt niemand gemerkt? Die besten Songs des Albums: „Single Mom“ handelt von einer Alleinerziehenden, die nachts in den Clubs Songs von “Madonna” und über die „Route 66“ für eine billige Gage singen muss, damit sie ihre „Süsse Kleine“ versorgen kann. <sie hätt’ gerne - ein paar sterne – einen der sie in den himmel bringt - doch die typen die sie liebten - wollten alle keine frau mit kind – sie sind halt wie sie sind – auch wenn sie manchmal träumt – und nachts im dunkeln weint>.

D B E A“ - Diese vier Akkorde kann die Sängerin jetzt spielen, da sie mit dem Gitarre Spielen begonnen hat, weil sie ihren „Schatz“ erwischt hat in flagranti, als sich gerade eine Andere mit ihm im Bett gewälzt hat: <du bist ein arschloch> singt sie <mein schatz, das bist du> jetzt machen die Akkorde auch Sinn, oder? Schlagerpop mit hardrockigen Gitarren – nicht schlecht, Herr Specht! Gibt es später noch als kantigen (leicht antiquierten) „Disko Danza Remix“. Ob man diesen Remix vorher mal im Club ausprobiert hat? Sollte man lieber Fachleuten überlassen.

Dazu passt der Titel „Lass es sein“ - ebenfalls so ein halb “geklauter” Song. Die Rezeptur: Man nehme ein bisschen „Smokie“ – etwas „Marianne Rosenberg“ und fertig ist der Song. Linda Hesse kann es aber egal sein – sie macht das Beste aus dem Song, in dem sie einfach natürlich gut singt. Was die Musik betrifft, gibt es noch einen Spruch obendrauf: Deutsches Liedgut am Rande der Einfallslosigkeit

FAZIT: LINDA HESSE singt gut – stimmlich erinnert sie mich – vor allem bei den zärtlich eingebrachten Tönen – an Annett Louisan, nur dass dort bessere Songwriter sitzen. Eventuell gibt es mal ein Duett? Schade, dass sich die Schreiberlinge in der Musikhistorie bedient haben und die Sängerin nur mit tausendfach gehörtem Retortenmist versorgen. Eigentlich sollte man die „Komponisten“ ein paar Jahre ohne Musik und ohne Beschallung in einem finsteren Loch einsperren, damit sie lernen, eigene Ideen zu entwickeln und um sich nicht überall „fremdzubedienen“. Wo sind denn hier die Herren der GEMA?

VÖ: 25.02.13

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.lindahesse.de/

TOURDATEN

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EISENHERZ “FLUCH DER ZEIT” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Eisenherz - Fluch der Zeit

TITELVERZEICHNIS:

1. Eisenherz
2. Die Nacht
3. Du Liebst Mich Nicht
4. Fluch Der Zeit
5. Racheengel
6. Licht Der Welt
7. Du Bist So Kalt
8. Vampir
9. Schlampenball
10. Scheintot
11. Manipulator
12. Schicksal
13. Die Seele brennt

Label: Dust On The Tracks Records

Time:

2:04
4:54
3:49
4:12
3:21
3:42
4:38
3:30
5:04
3:39
3:53
3:56
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METALECTRO

Für Fans von: Oomph! - Rob Zombie - Eisbrecher - Deftones

DEUTSCHLAND

Herrlich. Mit dramaturgisch gestricktem Intro-Hörspiel beginnt die CD „Fluch der Zeit“ - im Hintergrund orgelt eine dröhnende „Phantom-der-Oper“ Orgel - „Die Nacht“ startet ein wuchtiges Elektro-Synthie-Rock-Donnerwetter, das immer wieder durchzogen wird von barocken, gothischen Intermezzos und dem klagenden Backup Gesang von Sängerin Yvonne, während Bandgründer & Chef Heinz Zürl seine dichterische Poesie mit sonorer Stimme in die Seele der Zuhörerschaft hämmert: „ich bin die nacht – der fürst der für dich wacht – der mond in aller pracht – erlebe meine macht - nehmt euch vor mir in acht – denn ich bin die nacht“

Du liebst mich nicht“ brüllt der sympathische Unterfranke zum harten metallischen Groove und zeichnet eine brutale Liebeskummerorgie in die düstere Stimmung hinein – harte „rammstein“sche Riff-Stakkatos verführen dazu, sich den Frust auf dem alternativen Rocktanzboden von der Seele zu tanzen. Im Hintergrund setzt eine aufschreiende elektrische Gitarre weitere Nadelstiche in das zerbrochene Eisenherz des Sängers. Fröhlich-gothisch-metallisch beginnt der „Fluch der Zeit“. Mit 135 beets in der Minute ebenso prädestiniert- wie eigentlich alle der 13 Songs – für einen Einsatz in der Rockdiskothek. „Tanzmetal“ habe ich irgendwo gelesen – die Aussage trifft es genau!

Ein harten „clawfinger“schen Riff und dissonante Keyboard-Akkorde gibt es im „Racheengel“ – das „Licht der Welt“ ist Headbänger-Stoff für hyperaktive Zombies und Nachtschwärmer, „Du Bist So Kalt“ kommt als Gothic Rock Monster, in dem der Gitarrist und musikalische Director Alex Gerlich einen megageil klingenden Gitarrensolo aus den Lautsprechern quellen lässt. Ein dickes phättes Gothic-Metal-Brett, das die beiden Hauptakteure hier geschaffen haben. Die elektrogeflügelte Attacke „Vampir“ haut ebenfalls hammermässig rein und würde sich sogar gut als Beschallung für einen der modernen Genrefilms machen. Der „Manipulator“ und das „Schicksal“ sind zwei weitere exzellente Elektro-Cracker für Musikfans, die sich für den Crossover-Metal von „Clawfinger“ oder die Neue Deutsche Härte von „Rammstein“ begeistern und in der barocken Theaterinszenierung „Schlampenball“ zeigt Gerlich ein weiteres Mal, dass er sich spieltechnisch nicht hinter der internationalen Elite zu verstecken braucht (rasende chromatische Läufe wechseln mit komplexen Sweeptechniken).

FAZIT: Gothic Rock meets Neue deutsche (barocke) Härte. Es gibt zwar hierzulande eine ganze Menge Bands, die Ihr musikalisches Konzept ähnlich gestrickt haben, worin sich die Gruppe EISENHERZ aber von diesen „anderen“ unterscheidet sind die erstklassigen Songs, gute Texte und herausragende Arrangements, die den meisten Eigenkompositionen des Albums das Attribut „Genre-Meilenstein“ einhauchen. Ich bin sehr gespannt auf zukünftige Live Performances.

VÖ: 25.01.13

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.eisenherz-band.com/ 

TOURDATEN

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FAUN “VON DEN ELBEN”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Faun - Von Den Elben

TITELVERZEICHNIS:

1. Mit dem Wind
2. Diese kalte Nacht
3. Von den Elben
4. Tanz mit mir (Duett mit Santiano)
5. Schrei es in die Winde
6. Wilde Rose
7. Wenn wir uns wiedersehen
8. Bring mich nach Haus
9. Welche Sprache spricht Dein Herz
10. Andro II
11. Minne 2013 (Duett mit Subway To Sally)
12. Thymian & Rosmarin
13. Warte auf mich

MEDIEVAL POP

Für Fans von: Lord Wind - Stille Volk - Die Irrlichter

DEUTSCHLAND

FAUN war eine der ersten Bands, die mir nach dem Start der „music-newsletter“-Webseite im September 2009 eine Promo CD zugesandt hatte und irgendwie hat mich die Musik der süddeutschen Gruppe immer begleitet über all die Jahre. 2009 habe die Formation im nächtlichen Weilburg bei einem Auftritt beim Weihnachtsmarkt erleben dürfen und ich war – wie sämtliche Besucher, die sich auf dem Burghof eingefunden haben, fasziniert. Musik, die hypnotisierend auf die Zuhörerschaft wirkt, die sich auch nicht vom einsetzenden Regen beirren liess und bis zum letzten Ton des Konzertes ausharrte. Beispielhaft gibt es dazu den wunderschönen Song „Diese Kalte Nacht“ vom neuen Album „Von den Elben“, das im Januar 2013 veröffentlicht worden ist und die kommende (akustische) Tour der Band ankündigt. Auf „Mittelalterliche Balladen für bestuhlte Konzertsäle“ dürfen sich Musikfans freuen.

FAUN bieten auf „Von den Elben“ die komplette Palette aus mittelalterlicher Romantik & rockigem Folk und schmücken ihre Virtuosität mit einfühlsamen, deutschsprachigen Texten. Das instrumentale Arrangement & die packenden (Gänsehaut verursachenden) Harmoniegesänge im Auftakt „Mit dem Wind“ sorgen gleich zu Beginn dafür, dass Zuhörer hineingezogen werden in die wundersame Materie, die von der Musik der von Oliver Pade im Jahr 2002 gegründeten Band aus Gräfelfing ausstrahlt.

Seit 2012 sorgt die neue Sängerin Sonja Drakulich für zarte Präsenz im „Faun“-Universum. Die in Los Angeles geborene Interpretin mit ungarischen und serbischen Vorfahren ist für Sandra Elflein, die 2010 Mutter wurde und aus der Band ausgeschieden ist, von der Gothic Medieval Formation „Stellamara“ zur Gruppe gekommen und teilt sich das Mikrofon mit Oliver Pade – eine perfekte Ergänzung. Bereits im Alter von 18 Jahren hat Sonja begonnen, sich für arabischen, indischen und griechischen Gesang zu interessieren, sie studierte bei der renommierten bulgarischen Sängerin Tsvetanka Varimezova und war auch schon im orientalischen Mevlevi Dervishes Ensemble als Perkussionistin & Vokalistin tätig. Diese Erfahrungen lassen die Qualität der sowie schon auf hohem Niveau angesiedelten Gruppe FAUN noch ein weiteres Treppchen nach oben steigen in der musikalischen Evolution.

Volle Medieval Dancefloor Power gibt es in „Tanz mit mir“ – hier bekommt FAUN Unterstützung von der Flensburger Irish Folk Gruppe SANTIANO, der Zuhörer fühlt sich mitten in ein Wirtshaus des 12. Jahrhunderts versetzt, in dem es hoch hergeht und die umworbene Braut vor Begeisterung zu ihrem Ritter auf den Tisch springt. Die folkrockige Note wird betont im schnelleren „Schrei es in den Wind“ und dass es in der Musik von FAUN sogar einen Hauch von Western-Romantik gibt, glaube ich in den melancholischen Melodien der überwältigenden Komposition „Wilde Rose“ zu hören. Würde aber auch perfekt zum Soundtrack des von Ridley Scott inszenierten Monumentalfilms „Königreich der Himmel“ passen. Nach dem Schluss Akkord erwarte ich, dass entweder Clint Eastwood, der irische Rebell Rob Roy oder der Templer Sir Godfrey von Ibelin um die Ecke geritten kommen.

Meine Gedanken werden durch das zauberhafte „Wenn Wir uns Wiedersehen“ fortgeblasen – ein Song, den sich bestimmt auch Mike „Moonlight Shadow“ Oldfield gerne in seine Songwriter-Diskographie geschrieben hätte, gleiches trifft zu für den kuschelrockigen Medieval Walzer „Bring Mich nach Haus“ mit seinen lyrisch klingenden Flöten – dieser Song zeigt, dass sich die Band nicht nur auf genre-typische Instrumentierungen verlässt, sondern wundervolle Melodien und erstklassiges Liedgut für sich selbst sprechen lässt.

FAZIT: FAUN spielen Mittelalter Musik, aber gleichzeitig auch Pop, Celtic Folk und akustischen Rock und sie sind eine der vielseitigsten Gruppen im deutschsprachigen Raum. Ich begeistere mich – ich gebe es unumwunden zu – für die Musik der Gruppe aus Gräfelfing, seitdem ich sie das erste Mal gehört habe und mit dem neuen Album „Von Den Elben“ haben sie sich nun selbst die Krone aller Medieval Bands aufgesetzt – fantastische Songs – gespielt & gesungen von exzellenten Musikern, die auch im internationalen Schaufenster gesehen, zum Besten gehören, das die Szene derzeit hergibt. 

VÖ: 15.01.13

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseiten: http://www.faune.de/http://www.myspace.com/paganfolk

FAUN LIVE

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DOMINIK PLANGGER “HOFFNUNGSSTUR”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Dominik Plangger - Hoffnungsstur

TITELVERZEICHNIS:

01. Als ich ein Junge war
02. Der Lehrer
03. Es rührt sich was in mir
04. Lied der Ungeliebten
05. Liebeslied im alten Stil
06. Wieda daham
07. Mein Freund, der Afghane
08. Es ist an der Zeit
09. Unten bei den Dirnen
10. Der Hennengeier
11. Almliad
12. Piazza Grande
13. If I Needed You
14. Novemberrot

LIEDERMACHER

Für Fans von: Reinhard Mey - Klaus Hofmann - Konstantin Wecker

ÖSTERREICH

Schon mal was von DOMINIK PLANGGER gehört? Nein? Nicht weiter schlimm, mir ging es bis vor kurzem genau so. Der österreichische Songwriter, Gitarrist & Sänger veröffentlicht mit „Hoffnungsstur“ sein feines Debüt Album beim Label Sturm & Klang, das der weltweit anerkannte Kollege Konstantin Wecker gegründet hat, um neuen Talenten eine Chance zu geben, sich zu zeigen. Mit dem hier vorgestellten Dominik hat er eine Perle aus dem unübersichtlichen Songwriter-Ozean gefischt. Stimmlich und auch was die Intensität der Songs & textlichen Aussagen betrifft, erinnert mich der Südtiroler an den (jungen) Berliner Klaus Hoffmann, musikalisch gibt es eine gesunde Mischung aus akustischem Liedermacher Rock, Klezmer und Country Pop.

Begleitet wird der Sänger von einer erlesenen Schar von TOP-Musikern: In „Der Lehrer“ hüpft die von Herbert Pixner gespielte Klarinette lustig durch den Song – später bedient der in Meran geborene Österreicher auch noch sein Hauptinstrument, die „Steirische Ziehharmonika“. Das wundervolle „Lied der Ungeliebten“ vereint amerikanisches Cajun-Flair mit den Verschlossenheit stiller Bergtäler, die weiche und doch stets prägnante Stimme von Dominik „dominiert“ das fingergepickte „Liebeslied im alten Stil“ – als Vergleich fällt mir hier die Musik des unlängst verstorbenen Pete Seeger ein.

Mundart Folk im Walzer „Almliad“ - das ruhige Arrangement und die “Pixner-Ziehharmonika” lassen vor dem geistigen Auge des Zuhörers eine karge und doch wunderschöne Landschaft in den Bergen entstehen, die vegetativen Büsche werden vom Chef selbst gepflanzt - und in der ruhigen Ballade „Wieda daham“ dominieren die von Nils Tuxen traumhaft gefühlvoll beigesteuerten Pedal Steel Licks – Schweben auf der Wolke Sieben – der Wauwau auf der Innenseite des Album-Covers hat es bestimmt genau so empfunden.

Der Songwriter engagiert sich aber auch sozialpolitisch und rechnet ab mit <im dritten Reich hängengebliebenen) Nazi-Arschlöchern (die ja immer noch von Politikern geduldet werden) und Ausländerfeindlichkeit, „Mein Freund, der Afghane“ ist schaurige Realitätsbekundung, die in „Der Hennengeier“ noch eins draufsetzt.

Weitere Highlights des Albums sind die Folk-Ballade „Es ist an der Zeit“ und der zum Tanzen verleitende Country-Folkie „Unten bei den Dirnen“. Mediterranes Flair verbreiten zarte Mandolinenklänge im italienisch gesungenen „Piazza Grande“ und einen englischsprachigen Song gibt es auch noch mit “If I Needed You“ und nach dem Live aufgenommenen „Novemberrot“ wartet auf geduldige Hörer sogar noch eine kleine Überraschung.

Fazit: Ein Kleinod unter den deutschsprachigen Songwriter-Alben des letzten Jahres – ”Hoffnungsstur” von DOMINIK PLANGGER kann man „over & over“ anhören, ohne dass Langeweile aufkommt. Die Texte sind klasse, die Musik ist TOP und die Produktion von Ralf Metzler macht das Album auch auf einer High End Anlage zu einem Genuss. Wenn es dieses Album mit englischer Textblattübersetzung gäbe, hätte der Liedermacher sogar in den USA gute Chancen, gehört zu werden.

VÖ: 04.10.13

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.dominikplangger.com/ & https://dominikplangger.wordpress.com/

TOURDATEN

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granada74 “KONTROLLVERLUST”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

TITELVERZEICHNIS:

01. Kontrollverlust
02. Disco
03. Nummer
04. Himalaya
05. Leinen los
06. Commodore 740  VIDEOCLIP
07. Dax Republik
08. Rebellion
09. Willst Du mit mir gehn
10. Julia
11. Moderne Zeiten
12. Comeback
13. Eigentlich längst  VIDEOCLIP

Label: The Finest Noise

ROCK

Für Fans von: The Knack - B-52s - Toten Hosen - Donots

DEUTSCHLAND

granada74 habe ich doch glatt - beim Betrachten des Covers - für ‘ne „Schranz“-Scheibe gehalten. Aber beim googeln komme ich a) auf die Webseite eines spanischen Fussballvereins und b) in Polen auf eine Seite mit noch nicht vorhandenem Inhalt, zum Glück werde ich dann schnell eines Besseren belehrt. granada74 sind eine deutsche Rock Gruppe! Gut so, denn am Sonntag Morgen zum Frühstücksespresso möchte ich es gerne ruhiger angehen lassen und da kommen die 3 Garagenrocker aus Kölle (deutsch: Köln) gerade recht. „Kontrollverlust“ heisst ihr neues aktuelles und wenn ich richtig gelesen habe - das wohl zweite Studio Album.

Mit dem harten Titelsong geht’s los – erinnert mich stark an die „Strom“-Wuchtbrummen der „Toten Hosen“ – genau so energetisch und „abgehend wie Sau“ , auch der trockene „Disco“-„My-Sharona“-Rocker sorgt für göttliche Bewegung mit (Vorsicht Worthülse) eingängigem Vocal-Hook (De-döddöd-de-döddöd-de-döddöd ...) – nach 02:19 Minuten stürmt ein funkrockiges RHCP-Saxophon auf die Tanzfläche und sorgt für heitere Synkopen-Zuckungen – einfach geil! Die nächste „Nummer“ ist ein genialer „New-Order-Tom-Schilling-Fischer-Z“-Zwidder – diese Musik als Punk Rock ab zu tun, wie ich es irgendwo gelesen habe, kann ich nicht nachvollziehen. Die drei „Granadiere“ sind musikverrückte, die in ihren Songs so viel Ideen untergebracht haben, wie sie anderen Bands schon mal für 10 Alben langen. Auf dem „Himalaya“ zeigt sich Shouter & Gitarrist Andreas Raasch sehr „Axl-Rose“-beeinflusst und die Kollegen tun ihr übriges, den höchsten Berg der Wert mit prägnantem „Gunners“-Flair zum umnebeln. Ein deutschsprachiger „Sleaze“-Rocker vor dem Herrn!

Eine plötzliche Kehrtwendung - und das zeigt auch wie variabel die Musiker sind - gibt es dann auf einmal im technoiden Mini-Rocker „Commodore 740“, bevor es mit der „Dax Republik“ und der noch schnelleren „Rebellion“ wieder wave-hardrockig in die Vollen geht. „Willst Du mit mir gehn“ klingt wie sich Ende der 70er Jahre die damaligen Songs der britischen „The Police“ angehört haben und die „Julia“ plündert wieder ein kleines Bisschen in der „Peppers“-Schublade!

Fazit: Die drei Kölner verarbeiten zwar geschickt musikhistorische Elemente aus über 4 Jahrzehnten in ihren eigenen Songs, granada74 bewahren sich aber trotzdem genügend Eigenständigkeit und rechtfertigen so die Tatsache, eine DER hoffnungsvollen Neuentdeckungen im abgelaufenen Jahr 2013 gwesen zu sein und ich hoffe, dass ich diese 3 Rampensäue aus NRW im noch jungen Jahr auch mal Live erleben darf. Bisher sind aber leider keine Termine bekannt. Auch egal: Das erstmalige Hören & Rezensieren dieser Scheibe war das wöchentliche Sahnehäubchen meiner journalistischen Tätigkeit.

VÖ: 01.09.13

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://granada74.jimdo.com/ & http://youtu.be/YRfxhCV93yY (“Disco” Liveclip)

TOURDATEN

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M.U.D.D.A. “INTELLEKTÜL” (EP)   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

PUNK ROCK

Für Fans von: Beastie Boys - Knochenfabrik - Die Ärzte

DEUTSCHLAND

Singt hier „Otto“? Otto Walkes? Nö, glaube ich nicht, auch wenn sich’s zu Beginn so anhört. M.U.D.D.A. hat nichts gemeinsam mit dem 2003er Bollywood-Drama, sondern steht ganz kurz für MANU UND DIE DREI AKKORDE, die sich schnell als Punk Rock Act entpuppen – „Cool in der Ecke stehn“ passt dann auch gut – ruppiger Garagen-Riff-Rock a la “Beastie Boys” – nur mit deutschen Teckstn. „Intellektül“ ist die EP der Gruppe, auf der sich neben dem oben genannten und als Video verfügbarem Stück noch das fröhlich klingende aber sozialkritisch mahnende „Pest oder Cholera“, das hardcore-punk-brüllende „2011“, der Oi!-Bubblegum- Surfrock-Kracher „Zipflbob“, in dem die Hauptperson – Vorsicht Jugendschutz – eine Ladung Gitarrensolo <eiskalt ins Gesicht von der Lisa spritzt> und der mit einigen Halbwahrheiten bestückte Tribute Song „Leslie Nielsen“ befinden.

Mudda - Intellektuel

VÖ: 19.10.13

Verfügbar: CD

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: www.manuunddiedreiakkorde.de & https://soundcloud.com/manu-und-die-drei-akkorde

TOURDATEN

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BUZZ DEES “ICKE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Buzz Dees - Icke

TITELVERZEICHNIS:

01. Icke
02. Tawarisch Putin Kamerad  VIDEOCLIP
03. Kann nich sein
04. Universal Telefon
05. Alarm in Berlin
06. Rhababermost
07. Immer weiter
08. Knochensplitter Junkie
09. Tee
10. High And Low
11. Draggin The Line
12. Tschang Song

Label: Sholly Records
Web: www.sholly.net/

ROCK

Für Fans von: 9mm - Ohrenfeindt - Böhse Onkelz - Knorkator

DEUTSCHLAND

Erinnert sich noch jemand an „Icke“ Hässler? Der Name fällt mir sofort ein, als ich das mir vorliegende Cover der CD angucke, auf dem sich vier erwachsene Herren – der eine davon grinsend wie Lemmy Kilmister – ablichten haben lassen. „Icke“ lautet auch der Titel des Albums, was in mir den Verdacht auslöst, dass es sich hier natürlich nur um Berliner handeln kann. Die BUZZ DEES brummen, summen, lärmen und partygaragenrocken 47 Minuten lang, dass ich während der 12 Stücke nicht eine einzige Sekunden still sitzen kann/möchte. Der erste southern- metallische Gitarrensolo läuft ab Minute 02:22 vom Stapel, Gitarrist & Chef Sebastian Baur bedient sich dabei rustikal der pentatonischen Bluesheadbängertonleiter. Doch wer denkt, okay - kennt man alles schon, wird schon mit dem darauffolgenden „Tawarisch Putin Kamerad“ eines Besseren belehrt. Hier treffen die „Leningrad Cowboys“ auf den Ska Rock der deutschen „Busters“ und gleichzeitig gibt es zackige Gypsy-Jazz-Elemente zu hören.

Der satirische Humor zieht sich durchs restliche Album, die Musik bleibt dabei ultrageil: „Kann nich sein“ brummt southern-molly-hatchet-rockig und erinnert – mich als Classic Rock Fan zumindest - und vor allem wegen der mitreissend röhrenden von links & rechts auf mich hereinbrechenden Gitarrrensoli – an die genialen 70er Jahre Rockjams einer britischen Band namens „UFO“ - <mein Kakadu hat Gold geschissen> singt Shouter Holger Jagsch – ich frage mich, was wohl passiert, wenn ich den Song meinem betagten Beo vorspiele?

Das akustisch-bluesige „Universal Telefon“ nimmt den derzeit überall grassierenden und ständig zunehmenden Anglizismus auf die Schippe und erzählt dabei von Bier-Apps, Liebesbeziehungen über den „Touch-Display“, Nahrungsaufnahme über den USB-Stick und wie sich die Musiker zu ihrem Vergnügen „einen runterladen“. Geile Nummer, Junx! In Richtung krachende „Texas Hippie Coalition“ geht das donnernde „Alarm in Berlin“ – ein Spruch lässt mich spontan an Manager Michael Preetz & seine Hertha denken: <wir geben aus, was wir nicht haben>

Rhababermost“ legt noch ne Schippe an Obskuritäten drauf, im besten sächsischen Dialekt lallt der Sänger seine Botschaft über einen stampfenden weltmusikalischen Turbo-House-Balkan-Rhythmus, „Immer Weiter“ beginnt als dicker „Thin-Whiskey-Lizzy-In-The-Jar“ Gitarrenlick, bevor der Song zum funkrockigen „RHCP-Nile- Rodgers“-Groove mutiert. <Lass uns Häuser aus Bratkartoffeln bauen> lautet die Anweisung der Band und auch hier wieder: Tolle kurze Soloeskapaden des 6Saiteninstrumentalisten, die mich nuanciert an einen Altmeister namens Frank Marino (den hier in Deutschland leider keiner mehr kennt) erinnern.

Mit dem „Knochensplitter Junkie“ hat die Band noch einen Gruss an die FSK im Gepäck – ein Song, der vor allem einem gewissen Schlachthoflehrling namens „Leatherface“ gefallen dürfte: „Tee“ erinnert entfernt an die Country-Metal-Grooves eines „Cowboy Troy“ (den kennt hierzulande leider auch niemand), „High And Low“ wartet überraschender Weise mit harmonischen (Surf-California-Dreaming-Sound) Backing Vocals auf, der absolute Megakracher kommt dann noch mit „Draggin’ The Line“, einem längst vergessenen Song, den in den 60er Jahren der damalige US Hitgarant Tommy James auf der B-Seite seiner Single „Church Street Soul Revival“ präsentiert hat. Eine Rarität, die durch die diese genialen Berliner Boys zum Leben wieder erweckt wird. Ich bin begeistert, weil mir diese B-Seite schon damals, als ich mir als armer Gymnasiast die Single gekauft hatte, immer besser gefiel als die A- Seite. Lediglich der Fakt, dass der Originalkomponist und – Interpret nicht genannt wird und sämtliche Songs als Eigenkompositionen angegeben werden, erscheint mir seltsam. Was da der gute Tommy dazu sagen würde?

INFO: BUZZ DEES sind eine in Berlin-Pankow gegründete Band, die vom ehemaligen „Knorkator“ Gitarristen Sebastian Baur aka Buzz Dees und Holger Jagsch, dem Sänger der Gruppe „Bell Book & Candle“ (das waren die mit dem wundervollen 90er Jahre Hit „Rescue Me“) ins Leben gerufen worden ist. Mit „Icke“ hat das Quartett definitiv eines der besten Deutsch-Rock-Alben des Jahres veröffentlicht.

VÖ: 04.10.13

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.buzzdees.de/Buzz_Dees/Start/Start.html & https://twitter.com/BuzzDees

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MIRIAM SPRANGER “STRIPTEASE DER SEELE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Miriam Spranger - Striptease der Seele

TITELVERZEICHNIS:

01. Zwischen den Zeilen
02. Die Angst in mir
03. Hier und Jetzt
04. Freier Fall
05. Ich sitz auf Kohlen
06. Fall ruhig um
07. Verlorene Zeit
08. Weil ich Dich liebe
09. Das falsche Bild
10. Lebenszeichen
11. Bis zum Schluss
12. Draussen

Label: Muskelkater Records
Web: www.muskelkaterrecords.de

SONGWRITER POP

Für Fans von: Amy Macdonald - Annett Louisan - Meike Koester

DEUTSCHLAND

Eine glockenhelle Stimme springt mir aus dem Lautsprecher entgegen, die ich so nicht erwartet hätte. Der flotte Groove der akustischen Gitarre wird umrahmt von dezenter Cajon-Perkussion und die Stimme der Sängerin flattert „Zwischen den Zeilen“ des ersten Songs umher. MIRIAM SPRANGER ist eine Sängerin aus Chemnitz, die bisher überwiegend regional für Schlagzeilen gesorgt hat, aber schon im Vorprogramm von Jennifer Rostock und mit dem Songwriter Dirk Zöllner auf einer Bühne gespielt hat. „Striptease der Seele“ heisst ihr im August 2013 veröffentlichtes Studio Album und jetzt ist es im Rahmen der üblichen Januar-Aufräumarbeiten auch endlich im Rezensions-Player gelandet. Und ich sag’s vorweg: Ich bin schlichtweg begeistert.

Die nachfolgenden Songs überzeugen ebenfalls auf ganzer Linie: Die zarte Ballade „Die Angst in Mir“ oder das lebhafte „Hier und Jetzt“, in dem die Songwriterin zeigt, dass sie auch Piano spielen kann. <wie marzipan war ich dir von anfang an zugetan – du brauchtest gar nicht viel zu machen – ein feuer zu entfachen – wie in ‘nem kitschroman – auf wolke sieben liegen und mit dir fliegen > in den romantischen Liedern von MIRIAM SPRANGER gibt es ausgeschmückte Liebesillustrationen, viel Gefühl und jede Menge Kuscheleinheiten. Die Texte sind vollständig abgedruckt im 8seitigen Inlay-Booklet, nur die Suche nach den begleitenden Musikern muss ich nach kurzer Zeit aufgeben, ist aber auch nicht schlimm, weil sich letzten Endes herausstellt, dass die Musikerin aus Chemnitz wohl sämtliche Instrumente (Gitarren, Piano, Perkussion, Schlagzeug) selbst eingespielt hat.

Weitere Highlights sind das zauberhaft-romantische “Lebenszeichen” und das schnellere “Fall ruhig um”, bei dem sich mir der Vergleich aufdrängt, dass es sich beim Chemnitzer Girlie um die deutsche Ausgabe der schottischen Amy Macdonald handelt, so gut gefällt mir mittlerweile die Musik.

FAZIT: Wunderschöne akustische Singer/Songwriter-CD, produktionstechnisch & musikalisch mindestens genauso gut wie die Scheiben internationaler vergleichbarer Künstler. Die deutsche Sängerin MIRIAM SPRANGER hat eine Stimme zum Verlieben – lasst andere Leute ruhig die Welt retten – diese zauberhafte Stimme streichelt dafür die Seele des Zuhörers!

Zusatz am 20. März 2014: Mittlerweile konnte ich die sympathische Zwillingsfrau auch Live während der Frankfurter Musikmesse erleben - das 25minütige Konzert bestätigte die Eindrücke des Albums: MIRIAM SPRANGER ist eine der talentiertesten Songwriterinnen Deutschlands, von der man künftig viel hören wird - ein am 12. März geführtes Spontan-Interview gibt es an dieser Stelle ab Ende März!

VÖ: 17.08.13

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.miriamspranger.de/ & https://soundcloud.com/miriamspranger/

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SCHWARZER ENGEL “IN BRENNENDEN HIMMELN”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

GOTHIC METAL

Für Fans von: Lacrimosa - Rammstein - Saltatio Mortis - ASP

DEUTSCHLAND

Brüllender Gothic Metal mit symphonischem Touch – bei SCHWARZER ENGEL handelt es sich nicht um eine gleichnamige im Schweizer St. Gallen ansässige Genossenschaft, sondern um das Projekt des deutschen Musikers und Sängers Dave Jason, der nach eigenen Aussagen „modernen Dark Metal“ spielt. Das dritte Studio Album „In Brennenden Himmeln“ stellt 14 Titel vor, die vor allem Freunde der gothic-schwarzen Sektion erfreuen dürften. Ohrwurmverdächtige Highlights sind das klassisch angehauchte „Der Fährmann“, die wuchtige „Hymne für den Tod“ und die bereits im Mai als Video vorgestellte „Schwarze Sonne“ mit Unterstützung von Opernsängerin Johanna von Orleans, die sonst für das Projekt E NOMINE am Mikrofon steht. 57 Minuten Stoff für kommende Weltuntergangsparties & die Hälfte der Tracks eignet sich sogar für alternative Friedhofsbestattungen.

Schwarzer Engel - In Brennenden Himmeln

VÖ: 26.07.13

Verfügbar: CD & Digipack CD & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: https://www.schwarzerengel.info/ & https://myspace.com/schwarzerengelband

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DREI TAGE WACH /// “ENDLICH”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

INDIE ROCK

Für Fans von: Tocotronic - Echt - Die Ärzte - Die Reste von gestern

DEUTSCHLAND

DREI TAGE WACH /// (die 3 Slashes gehören zum Bandnamen) kommen aus Hannover - auf ihrer Webseite bezeichnen sie sich selbst als beste „Boygroup seit den Sex Pistols“ – der Vergleich hinkt allerdings, weil die britischen Punker dem Kindergartenstadium schon längst entwachsen waren, als sie 1976 ihren umwerfenden Punk-Klassiker „Never Mind...“ veröffentlicht hatten. Aber weil das deutsche Sextett die damalige Aufbruchs-Authentizität wohl nur aus Musikzeitschriften kennt, sei ihm die humorige Anmassung verziehen. Die 13 Songs des Albums „Endlich“ bieten ein einunterhaltsames und sozialpolitischkritisches Gemisch aus alternativem Wave-Pop & Indie-Garagen-Rock – Anspieltipps: „Blockschrift“, „Die logische Konsequenz“ und das hinreissende “Party Party”. Fein: Der Vinyl-LP liegt ein Download-Code für die digitale Kopie bei.

Drei Tage Wach - Endlich

VÖ: 03.05.13

Verfügbar: CD & Vinyl & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Website: http://dreitagewach-band.de/ & http://youtu.be/0vbxdwOoAso (Clip “Bloskschrift”)

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DÉPARLISE “HERZLICH WILLKOMMEN”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Deparlise - Herzlich willkommen

TITELVERZEICHNIS:

01. Herzlich willkommen
02. Knochensüchtig
03. Ja Klar
04. Karel
05. Brief an den Vater
06. Do The Dirty
07. Entschuldigung bitte
08. Zeig mir Deine Zähne
09. Lächerlich
10. Koma
11. Déparlise

Label: In Bloom Records
Web: www.inbloomrecords.de

ALTERNATIVE POP

Für Fans von: Schein - Peter Fox - Nova International

DEUTSCHLAND

<herzlich willkommen – zu tanzmusik mit sprechgesang> wird der Musikfan begrüsst im Opener des Debüt Albums der Boy Group DEPARLISE, die trotz ihres französischen Bandnamens aus dem bayerischen Augsburg kommt. 170,8 bläserphätte Beets in der Minute verursachen gleich mal beste Laune in diesem Ska-Popper. „Knochensüchtig“ streut noch eine Prise Rockabilly-Punk in den Crossover-Kochtopf des deutschen Quartetts. Franz Brenninger, der sich in diesem Song auch gleich mal vorstellt, wird begleitet von Wolfgang Staudt (Bass), Michael Lutz (Schlagzeug) und Christian Neubauer (Gitarre) und alle kommen sie sehr tight rüber als eine Truppe, die bereits seit Ewigkeiten den gemeinsamen Proberaum teilt.

Es bleibt beim Sprechgesang und im Gegensatz zu all den nuschelnden Möchtegern-Ethno-HipHoppern, die sich eine Scheibe vom erfolgreichen amerikanisierten Rap-Genre abzuschneiden versuchen, wird hier mal wohltuend auf degenerative Ganster-Plattitüden verzichtet, der Mix aus Rock & Hip Hop funktioniert gut. Und auch Frauen werden hier nicht gedissed, sondern geduldet, wie Julia Weder im Titelsong zeigt, dass auch die holde Weiblichkeit durchaus ihren Mann an der Posaune stehen kann. Aber als music-newsletter-Leser wisst Ihr das ja bereits, weil ich Euch vor paar Jahren bereits das Schweizer Tuba-Girlie Eliana Burki vorgestellt habe. Im chansonesken Intro des Ska-Polka- Rockers „Do The Dirty“ ist sogar kurz die am Nürnberger Staatstheater tätige Sopranistin Isabel Blechmschmidt zu hören. Sänger Franz packt hier die im Genre gerne gehörte Melodika aus.

Nach dem <stöhnen der nachbarn> geht es munter rüber zum rockigsten Song des Albums: „Karel“ ist ein Hurensohn (meint Chef Brenninger) und der Klang von Christian’s Gitarre erinnert mich hier streckenweise sogar an den Sound der legendären Songs eines gewissen Jimmy Page auf dessen 1969er erstem „Led Zep“ Album. Wie er das nur hinbekommen hat? In „Lächerlich“ packt der versierte Instrumentalist noch seine Slidegitarre aus dem Koffer. Blues-Funk-Rockige Elemente hat die Band auch im Repertoire. „Zeig mir die Zähne“ zeigt, dass die 4 Musiker von DEPARLISE jeder Zeit auch „ihren Mann“ in einem stickigen Blues Club stehen könnten. Schade, dass es davon nicht mehr gibt, es ist einer meiner Lieblingsstücke des Albums. Mittlerweile hat sich die Band auch längst vom Verdacht eines lediglichen HipHop-Crossover Acts entfernt und bewegt sich niveauvoll mit toll ausgearbeiteten Backing Vocals und exzellentem Songwriting. Zu hören in „Koma“, einem der Highlights des Albums: Latino Rock trifft auf Chanson Pop und der wiederum kreuzt sich mit schwermütiger Musical Tragik

Fazit: DEPARLISE sind eine der jungen deutschen Bands, die schwerlich in nur eine einzige stilistische Schublade gepackt werden kann. Die 4 exzellenten Musiker aus Augsburg & München praktizieren einen gekonnten eigenständigen Mix aus Rock, Pop, Ska und intelligentem Hip Hop.

VÖ: 21.06.13

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseiten: http://www.deparlise.de/index.php & http://www.youtube.com/user/deparlise

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B.O.S.C.H. “APPARAT”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Bosch - Der Apparat

TITELVERZEICHNIS:

01. Der Apparat
02. Der erste Stein
03. Engel
04. Schwarzer Mann
05. Gier
06. Schwarze Sonne
07. Eiszeit
08. Der Sturm
09. Meine Welt
10. Ein Augenblick
11. Sklaven des Nichts
12. Amok
13. Die Lästerzungen
14. Treibgut der Zeit

Label: Dust On The Tracks Records

Time:

3:34
4:27
3:31
3:39
3:59
4:28
4:09
5:07
3:31
3:44
3:53
2:51
3:34
5:49

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NEUE DEUTSCHE HÄRTE

Für Fans von: Rammstein - The Prodigy - Deftones - Gothminister

DEUTSCHLAND

Nomen est omen, oder? Wie ein Bosch-Hammer knüppeln die Electro-Rock-Riffs auf das Gehör des Zuhörers und brettern ihm die Membrane weich. „Der Apparat“ ist das Studio Album der deutschen Formation B.O.S.C.H. und gefällt Rockern, die sich für die „Neue Deutsche Härte“ von „Rammstein“ oder den donnernden Electro-Pop von „Oomph“ begeistern. 14 Electro-Bretter gibt es (Spielzeit: 56:18), besonders gut gefällt mir bereits der zweite Pogo- Disco-Track „Der erste Stein“ – beim nachfolgenden „Engel“ habe ich meinen Platz vor der Tastatur längst verlassen und tobe wie das wild gewordene Rumpelstilzchen durch die Redaktionsräume. 23:40 Uhr ist es und so langsam machten sich bürokratische Ermüdungserscheinungen bemerkbar, aber dieser phätte Dance-Rock-Groove weckt Tote auf. Ist ab sofort eine ganz heisse Nummer in meinem DJ-Set! Die 130 bpm werden getoppt von “Schwarzer Mann“, das noch einen Zahn zulegt an Tempo. Je tiefer ich in die CD eindringe, um so grösser wird die „Gier“ nach mehr von diesem geilen Stoff - mittlerweile habe ich den Volumenregler der 300 Watt-Aktiv-Box bis zum Anschlag nach oben gedreht und spüre hautnah, wie mir der phätte Sound durch mein T-Shirt bläst.

Das Quartett kommt aus Wilhelmshaven und sieht sich in seinem ultraharten Mix beeinflusst von der Musik der Bands „Rammstein“, „Nitzer Ebb“, „The Prodigy“ & „Killing Joke“. In der „Eiszeit“ gelingt es der Band ein weiteres Mal, turmhohe Bretterwände zu errichten, an denen sich Headbänger die Schädel weich klopfen dürfen. Gleichzeitig nach „Meine Welt“ der zweitschnellste Hammer dieses Mörder Albums. Weitere Anspieltipps: Das pogometallische „Sklaven des Nichts“ und das radikal-elektrische Goth-Schaukelpferd „Amok

Fazit: Ein wahrer Electro-Industrial-Strahl fegt durch die Rock Disco! B.O.S.C.H. sorgten binnen 20 Minuten in der gesamten Redaktion für tanzende Begeisterung. „Apparat“ ist das zweite Album des Quartetts – nahezu die Hälfte dieser göttlichen Bretter befindet sich demnext in meinem DJ-Set. Das Motto, das wir ausgeben: Tipp: Kick out the Jams & tanz dir Dir die Beine wund – für Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Ohrenarzt oder Dr. Music.

VÖ: 24.05.13

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseiten: http://www.bosch-music.de/en & http://www.myspace.com/boschmusic2 

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MALM “HÜLLENLOS”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Malm - Hüllenlos

TITELVERZEICHNIS:

01. Krebs
02. Entzug
03. Geiles Leben
04. Moderne Sklaverei
05. Blass und aufgebläht
06. Abgehackt
07. Tief in deinem Herz
08. Sünde
09. Alles Fassade
10. Anker

Label: Raddatz Records
Web: www.raddatzrecords.de

NOISE CORE

Für Fans von: Fugazi - Scheisse Minelli - Rick Tick Evil

DEUTSCHLAND

“Motörhead”, “Mastodon”, “Abwärts” – all diese Eindrücke prägen das Hörerlebnis des ersten Stücks des Albums “Hüllenlos”, das mir gerade vorliegt. Schwierig, auf dem Cover einen Bandnamen zu erkennen, statt dessen verzückt die Abbildung eines anatomischen Bildes die visuelle Wahrnehmung. „Krebs“ heisst der Titel und dabei handelt es sich wohl nicht um das kleine Tierchen, das so oft in den Kochtöpfen der asiatischen Küche landet. Dafür gibt es aber genügend andere Leckerbissen. Auch der „Entzug“ handelt freizügig mit den Stilarten Punk, Rotzrock, Garagen-Wut und die aufgeregt hysterisch kreischende Stimme macht mich neugierig, wer das wohl sein könnte. Es ist ein gewisser„Ali“ von einer Band namens MALM. Exzellent auch, was hier Bandmember Holger gemeinsam mit seiner elektrischen Gitarre, dem bis zum Anschlag röhrenden Verstärker und dem „Wah Wah“ Effekt zelebriert. Wo Punk in den 70er Jahren noch mit lächerlichen 3 Akkorden hausierte, wird radikaler Hardcore im Schosse dieses Quartetts zur ungehobelten Kunstform. Während ich mit dem dritten Knaller „Geiles Leben“ die Musik der Band weiter entdecke, mache ich die erstaunliche Google-Feststellung, dass die Truppe aus Würzburg kommt und ich noch erstaunter bin, dass ich von diesem Propheten im eigenen Lande noch überhaupt nichts gehört habe.

Sollte jemals Stoff für ein Kuschelpunk-Album gesucht werden, wird man auf die radikale Ballade „Blass und aufgebläht“ nicht verzichten dürfen, in der es solch wundervolle Liebesschwüre wie <schluck mich voller gier> gibt. Die megaphätte und mit heulenden Feedback Kaskaden garnierte „Sünde“ wartet sogar mit noch kernigeren Aussagen auf wie: <deine birne ist so weich – dafür ist mein schwanz um so härter - was für eine nacht – mein verlangen ist masslos - koste das salz auf meiner haut> Textpassagen wie diese werden wohl leider dafür sorgen, dass der Song bei Antenne Bayern kein Airplay bekommt. Einfach herrlich auch, wie dissonant Gitarrist Holger und Bassist Boris gemeinsam durch das finale Stück „Anker“ hobeln. Habe ich so intensiv schon lange nicht mehr seit den guten alten Zeiten von „Snakefinger“ oder „Zoogz Rift“ gehört. Köstlich.

Fazit: Imposanter Kracher der Band MALM, die mich in ihrer ungebändigten Wut an Gruppen wie „Scheisse Minelli“ oder „NOFX“ erinnert. Der heftige Hardcore-Packen der Würzburger Formation dauert 41:12 Minuten und fasziniert genau komplett über diese angegebene Zeit. Wer seine Steaks deftig & blutig liebt, bekommt hier mit „Hüllenlos“ eine wahrhaft leckere Mahlzeit. 

VÖ: 07.06.13

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseiten: http://www.merkedirmalm.de/ & http://merkedirmalm.bandcamp.com/

TOURDATEN

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ROGER STEIN “LIEDER OHNE MICH”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Roger Stein - Lieder ohne mich

TITELVERZEICHNIS:

01. Klassentreffen
02. Heimweh nach woanders
03. 1890 (Berner Oberland)
04. Regen im August
05. Alfred
06. Die Statistik
07. Unscheinbar
08. Salz
09. Liebesbriefe ohne Namen
10. Fussgänger
11. Peinlich
12. Verweigerung
13. Mängelexemplar
14. Manchmal
15. 1890 (Dialekt Version)

Time:

3:47
4:21
7:07
4:19
4:19
2:53
4:07
2:59
3:38
3:45
3;41
2;27
3:25
4:27
7:43

LIEDERMACHER

Für Fans von: Aernschd Born - Peter Hunziker - Reinhard Mey

SCHWEIZ

Auweia! Da zieht er aber her über seine „EX“, der ROGER STEIN. Ach was, das könnte eigentlich auf jede „Ex“ passen – mit „Klassentreffen“ hat der Barde aus Zürich eine bitterböse-sarkastische Hymne für alle Männeken geschreiben, die ihre verflossene Flamme nach paar Jahren wieder mal in Augenschein nehmen. Köstlich. <Ganz schön Frauenfeindlich> meint eine Redakteurin, die gerade im Rezensionssaal ein paar Takte mitbekommt.

Von Februar bis April präsentiert der studierte Theaterwissenschaftler die Songs seines aktuellen Albums „Lieder ohne mich“ bei über 25 Konzerten. Gefühlvolle Balladen, flotte Uptempo-Songs und traditionell angehauchtes Songmaterial – den Schweizer aber ”nur” als Songwriter festzumachen, wäre zu einfach. Der versierte Musiker ist auch auf dem Piano fit, hat alle Songs im Alleingang geschrieben und auch produziert. Geholfen haben u. a. die beiden Gitarristen William Wormser und Willi Leinen. Eine wundervolle kammersinfonische Ode an die Heimat hat er komponiert mit „1890 (Berner Oberland)“, der Zuhörer erlebt die in den Bann ziehende biographische Aufarbeitung einer Familiengeschichte, die im finalen Satz mit einer Überraschung aufwartet.

Sehr amüsant auch der Schunkel-Walzer „Alfred“, in dem sich ein besungener (und verheirateter Vater) als Schwuler outet und mit seinem Liebhaber ein Bistro in Thailand eröffnet. Oder war am Ende alles doch nur Fiktion? Gypsy-Jazz-Elemente gibt es in „Die Statistik“, eine Anmache im 60er Jahre musikalischen Rahmen gibt es in „Salz“, auch die „Liebesbriefe ohne Namen“ hat man ähnlich und englischsprachig schon von internationalen Vocal Jazz Künstlern gehört. Wie variabel allerdings die Kompositionen von ROGER STEIN sind, zeigt der hiphoppige und - wie es gut zum Genre passt - sozialkritische „Fussgänger“ – zwischen den Flötentönen von Frederic Siger und dem Gejodel des Chefs gibt es die zeitgenössische Neufassung des Klassikers „Das Wandern is dess Müller’s Lust“ - a bisserl erinnert’s mich auch an Joe Cocker’s „Feelin’ Alright“, das es im Original von einem gewissen Dave Mason gibt, der für eine gewisse 60er Jahre Combo namens „Traffic“ am Piano gesessen hat. So - das war die Abteilung popmusikalischhistorisches und „Peinlich“ wird’s danach: Der Schweizer Songwriter singt über dilettantische Sehnsuchtsgefühle. Auf dem balladesken <surfbrett der eigenen hilflosigkeit> gleitet Roger durch die „Verweigerung“, nimmt sich kabarettistisch auch mal selbst auf die Schippe wie im calypso-salsa-poppigen „Mängelexemplar“, „Manchmal“ ist eine Paraodie auf die „Mythen“ der Menschheit: Hexen, Rapunzel, Gott auf der Wolke, der Kinderstorch und singende Engel – Hoffnung gibt es nur durch ein ordentliches Frühstücksbrot. Ob’s die Nichtfrühstücker dieser Welt für bare Münze halten? Ganz am Ende kommt dann noch die „Dialekt Version“ der traurigen und gleichzeitig faszinierenden Familienballade „1890“ – die dank der im Booklet abgedruckten Übersetzung auch sehr gut genossen werden kann.

FAZIT: Eines der intensivsten deutschsprachigen Alben der letzten Jahre. ROGER STEIN spielt nicht nur Musik, er ist einer der wenigen Geschichtenerzähler, denen es gelingt, ihre Songs mit einer Wahnsinnsatmosphäre auszustatten. Lieder, die fesseln & faszinieren und die gleichzeitig - zeitlos wie sie sind - auch noch in Jahren berühren werden. Der Schweizer hat Humor, vergisst aber auch nicht genügend Melancholie in seine Songs zu streuen, um Nachdenklichkeit zu erzeugen. Die Texte sind übrigens komplett abgedruckt im fein illustrierten 12seitigen Inlay-Booklet.

VÖ: 22.05.13

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.roger-stein.com/ & http://www.wortfront.com/0-1.htm

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Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

KKKKKKKKKK

Sagenhafte Platte, gehört in JEDE Sammlung!
Die Platte für die einsame Insel

Platte für die einsame InselPlatte für die einsame InselPlatte für die einsame Insel

KKKKKKKKKK

Sehr gute Platte, ist genre-spezifisch unter den besten 1000 aller Zeiten an zu siedeln

KKKKKKKKKK

Gute Platte, sehr empfehlenswert, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

KKKKKKKKKK

Ganz gut gelungen, sollte man haben, es gibt aber vergleichbare Platten im Genre

KKKKKKKKKK

Kann man hören, rein in die Sammlung und bei Bedarf wieder hervorholen

KKKKKKKKKK

Durchschnittliche Platte, sollte man umtauschen dürfen. Nur für Edel-Fans

KKKKKKKKKK

Nicht so gelungen, eigentlich überflüssig, nur für dicke Geldbeutel interessant

KKKKKKKKKK

Langweilige Platte, kann man seinem Feind zu Weihnachten schenken

KKKKKKKKKK

Schwache Platte, das Cover als Unterlage im Katzenklo und die CD als Untersetzer

KKKKKKKKKK

Grauenhafte Platte, ab damit in den Müllcontainer oder in die Verbrennungsanlage